Archiv der Kategorie: Wortreihen

Kein Job, ohne dass dahinter einer lauert, rechnet
freundlich – wenn es passt – zu jenem plaudert der da fleißig und korrekt
brav und willig sich morgens aus dem Bette streckt
oftmals sich in eine Eisenbüchse setzt
lange Zeit zur Arbeitsstelle hetzt
Knöpfe drückt, Papiere füllt, Stühle plattsitzt, Tastaturen abwetzt
eine Pyramide gibt es
überall in jedem Fach
an der Spitze wird die Zeit totgefressen
in der Mitte wird die Zeit totgearbeitet
an der Basis frisst die Zeit ohnehin schon immer die Menschen tot
früh gestoben wird in der Not.

Da die Spitze gut und gerne auf 95% der Menschen verzichten kann,
wird sie nichts dagegen tun diese daran zu hindern sich
als immer schneller zirkulierende Biomasse
auf ein grellgruseliges Ende hinzubewegen.

Der Mensch ist ein in sich parasitäres System,
und das Öl das dieses System schmiert,
ist eine seltsame Variante der Hoffnung.

Da wo die Macht sich zeigt, herrscht nichts als schnöde Ignoranz, Arroganz
und eine unheimliche Toleranz gegenüber jeglicher abartiger Art
Unnützes auszurotten und Nützliches auszubeuten.

Insofern sind sämtliche Mitglieder des weltweiten Establishments tolerante und geradezu altruistische Menschen,
die nur das Beste für die Welt und alles was für sie von Nutzen ist im Schilde führen.

Ich wüsste nicht das dies jemals anders war,
das Einzige was sich verändert sind die Instrumente der Ausbeutung.
Da diese der Spezies immer mehr Zerstörungskraft verleihen
werden die Zyklen dieser sonderbaren Daseinsform
sich und andere zu quälen und zu eliminieren
immer phantastischer in ihrer Abnormität und Effizienz.

Alles kann man als Facetten dieses globalen Irrsinns
genannt „Zivilisation“ bezeichnen.

Da sprang er

Damals als die Quellen noch speisten wilde Bächedie abwärts plätschernd Krebs und Fisch und allerlei anderes an LebenWohnung gaben Da war ein tiefer Graben Da sprang er über diesenschwarzbraun ist die Gülle des Lebens Überfülleertrank darin nirgends bleibt ein Sinn … Weiterlesen

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10.Juni 1944

Es geschah am gleichen Tagvon Ost nach West von Distomo nach Oradur noch immer gilt es als gerechtjene abzuschlachtenüber die man obsiegt hat noch immer sind die die Widerstand leistendie Verbrecher die man beliebig meucheln darf noch immer giltfür einen … Weiterlesen

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ante portas 2.0

Da steht das MindesthaltbarkeitsdatumDa steht die verpackte, nicht mehr, nie mehr frische MilchDa kann die Milch stehen, wo sie doch sonst verliefeDa leuchten längst keine Neonröhren mehr Da ist es trotzdem weißhell Da sind tausend andere MilchprodukteDa frage ich michDa … Weiterlesen

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Der Mord

Es wären nur ein paar Schritte nötig gewesenaus der Tür nach links, nach links zwei Schrittedann bücke Dich Sie war da, hat dort ihre letzten Stunden verbracht,die Lebenszeit langsam zunichte gemachtein träger, jämmerlicher Tropfohne Gedanken, so gänzlich leer in seinemhohlen … Weiterlesen

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Suada für die Übelkeit

Meide die Natur und halt dich auf in den betonierten Bunkern der Mörderbande nur, hör die Musik der todgeweihten Virtuosen, die zitternd wie die Saiten der Cellos, klagen über ihre seuchenden Phagen, die jagen durch ihre Körper, hüpfend, vom Blutdruck … Weiterlesen

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Sub Rosa

Geduckt versteckt neben den Tellern wartet Besteckgefasst, angefasst, gegriffen, ergriffenzu späht haben die Seienden begriffen aus den Winkeln gezogenzappelnd, wie Blätter von Pappeln im Windgeworfen in den kochenden Sudes schmeckt jenen gut die überlebten,die den Dosenrand von Außen gesehendie, die … Weiterlesen

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Flucht

Melancholie, Euphorie, warten voll Ungedulddas Schicksal pflückte die Sekundenblättervom Zweig des Lebensbaumszu schaffen den Trost und das Gefühl eines Traums Die Sinne fliehen in Wolkenmeereliehen ihre Gesellschaftin dieser leichten, zarten und himmlischen Spähremit pochendem Herzjener die hatten das Schöne geschafft … Weiterlesen

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Tja demnächst dann 999 Abgeordnete?

Der Post ist in Bearbeitung – ich stell das Chaos trotzdem schon mal hier ein, da ich mich einfach furchtbar ärgere – hab gerade gelesen, die feine Gesellschaft taktiert weiter. Wer sich so richtig „amüsieren“ möchte, der sollte mal im … Weiterlesen

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Blick auf den Abschlag

Himmel so groß und weit, voll Licht, Wolken hoch und breitPlastikkugeln schlagen jenedie keinen Blick mehr für die Szeneverziehen in ihrem Schwachsinn schon maltreffen den Kopf vom nächsten dämlichen Tropfauf den nächsten Blitz ich hoffdie Eisen schön nah die verkohlten … Weiterlesen

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Die kleinen Herrscher

Keine Königin, kein Königein liebender Mann und eine liebende Fraudie Liebe für ihre Kinder und Eltern hegenmit sanften Händen ein ehrliches Tagwerk pflegenmit offenem Herzen der Welt begegnenkein liebender Mann und keine liebende Frausind gebliebennur noch Königinnen und Könige

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