Leben statt nach materiellem Reichtum streben!

Hier sollten – Millionen Kommentare folgen – jeder Kommentar eine soziale Tat – die freiwillig erfolgte – total annonym – wenn nur erfunden – war sie wenigstens angedacht…….

Ich würde mich sehr freuen, könnten Menschen sich für die Idee begeistern, täglich ganz bewußt auf Überfluss verzichten und den Geldwert beiseite legen.

Am Jahresende kann man entscheiden, möchte ich das Geld in Projekte stecken – die

a) nur mir zu Gute kommen

b) als mein Beitrag der Unterstützung des Allgemeinwohls dienen

c) eine von ungezählten anderen Möglichkeiten verfolgen

d) … oder am Besten – künftig versuchen mas maximal mögliche Minimum an Lohnarbeit zu verrichten!

Ich wäre auch dankbar für Vorschläge – sollten sich wenigsten hundert Menschen finden die das auch gut finden, würde ich eine eigene Plattform im Internet dafür schaffen und pflegen, sowie versuchen das ganze noch populärer zu machen.

Statt 10.000 Euro zu investieren, um mich als Führungscoach dafür einzusetzen, Know-How zweifelhafter Konsistenz weiter nutzbar zu halten (die dafür notwendigen Zertifikate kosten in etwa diese Summe – und ohne Zertifikate keine Kunden!) – habe ich mich entschlossen ganz bewußt gegen den Mainstream anzugehen und als eine Graswurzel zu versuchen genug Licht zum wachsen zu erhaschen.

Leider sind meine Ideen bei Unternehmern und einisten Mandanten ganz schlecht angekommen – es gilt das Dogma ROI!

Meiner Meinung nach sind wir eben alle mehr oder weniger willige Helfer eines kranken Systems – desto weniger, desto besser – denke ich.

D.h. nicht, wir sollten schlicht Nichts tun, sondern es bedeutet wir sollten die Dinge die wir tun sehr bewußt tun und vor allem alles was wir als falsch erachten schlicht nicht tun!

Wer sich für so unmündig hält, dies nicht entscheiden zu können, oder es nicht entscheiden möchte, nun den kann ich nicht erreichen – schade.

Mit ernsthaften Interessenten tausche ich mich sehr gerne per mail oder tel. aus.

Ich coache , jedoch mit dem Ansatz die Dinge wirklich zu verändern, einen tatsächlichen Bewußtseinswandel zu bewirken – da der beschrittene Weg doch wohl in die Irre führte – den Burn-Out verursachte, die Intension zum Coach zu gehen auslöste.

Wer meine Beiträge liest – sollte immer bedenken, Emotionen kann man nicht immer unterdrücken – vieles vom Getippten mag etwas unfair oder zu einseitig sein  – doch der Grundtenor – die Starken müssen freiwillig den Schwachen helfen – so sie eine friedliche Welt möchten – (und zwar nicht immer nur auf Messers Schneide!) – denke ich – steckt in jedem meiner Texte.

In diesem Sinne ab Mai 2012 – soziale Schritte zählen!

Update März 2013

Leider bis dato noch kein zweiter Wurzelfuzzi dazugekommen –

es ist die einsamste Wortsuppe im I-Net – nun – Bedeutungslosigkeit ist immanent, insofern kein Grund traurig zu sein!

Die Leichtigkeit, sich nicht kapitalisieren zu müssen, hat mir zumindest aus dem Morast der vermeintlichen Zwänge herausgeholfen.

Das Lächeln des Siegers ist nichts als die Maske der künftigen Niederlagen.

…. und sei es, diese letzte – die jeden Leistungsmenschen ereilt.

Neues Update Dezember 2013

Nun, meine Versuche, mich mit anderen Transition-Bewegungen zu vernetzen, sind leider

alle gescheitert. D.h. Anfragen per E-Mail wurden nie beantwortet.

Letztlich möchten man überall nur Spender finden.

Insofern gebe ich meine Versuche auf, andere Menschen über das I-Net zu finden – mein Blog bleibt ja bestehen, das Angebot mich anzumailen besteht ebenso weiterhin.

Mir ist klar, dass wohl kaum je ein Mensch diese Wörter ließt, falls doch – werden ihm wohl meine Ansätze als unrealistisch erscheinen.

Nun ich kann inzwischen mit etwa 300 Euro Monatsumsatz ein sehr schönes kontemplatives Leben genießen – und ja – ich genieße es – sogar das I-Net behalte ich,

da es mir wirklich auch Spaß bereitet, zu lesen, wie viele meine Ideen auch von anderen Menschen – mit viel mehr Verve vorgetragen werden – nur leider die meisten dieser Menschen haben den Ansatz nicht kapiert und dienen nur als Feigenblätter des Mainstreams.

Sie vermarkten sich offensiv und sind ständig auf Vorträgen, Kongressen und Ähnlichem zu sehen.

Alleine der Reiseaufwand ist lächerlich und kontraproduktiv – als würden andere Menschen einer ständigen Aufklärung bedürfen, die jedoch immer in geschlossenen Zirkeln stattfindet, wo sich all jene treffen, die doch ohnehin das Gleiche denken.

Andererseits gibt es durchaus Menschen die ein eigenes bewundernswertes Leben realisieren – vor allem vernünftig agierende Landwirte beobachte ich mir Freude –

und einem Funken Trauer – da auf einen von ihnen wohl tausend konventionelle Renditejäger kommen.

In Frankreich hat man in den letzten 30 Jahren wissenschaftlich nachgewiesen (was der gesunde Menschenverstand schon vor Jahrhunderten, die Natur selbst von Beginn an praktizierend, erkannte…), dass Kulturmix eine wesentlich bessere Landwirtschaft ermöglicht als Monokulturen.

Doch der Mainstream driftet immer weiter in Richtung Großflächenbewirtschaftung.

Im Grunde weiß jeder interessierte Mensch, das die etablierten Prozesse meist die dümmstmöglichen  repräsentieren, dass kluge und zukunftsfähige Methoden bekannt sind und in winzigen Nischen auch erfolgreich praktiziert werden – nur eben als absolute Randerscheinungen.

Nur wie lange können wir noch mit der Dummheit als das herrschende, und der Vernunft als das zwar vorhandene, aber im letzten Winkel vegetierende, Prinzip überleben?

Wir mögen uns diese Fragen nicht stellen, da sie eine eindeutige Antwort provozieren!

Nun, ich für meinen Teil ziehe jetzt die Stiefel an und werden bei einer langen Wanderung teils die Geräusche der Natur, teils klassische Musik oder Gedichte genießen.

Meine Augen werden die Schönheiten der Natur bewundern,

Meine Nase wird die frische und wohlriechende Waldluft einatmen.

Ich werde sicher einige tierische Mitbewohner des Biotops treffen und mir Anzündholz in einem großen Rucksack sammeln.

Am Nachmittag dann den Ofen wieder anfeuern (jetzt ist die Glut noch warm……).

Am Abend bekomme ich Besuch von meiner allerliebsten Artgenossin und wir genießen die Zeit.

Der Wald ist jeden Tag anders, es gibt immer Unbekanntes zu entdecken und ja – manchmal ziehe ich auch weitere Kreise – dort wo ich Mineralien finde, oder schlicht das Meer hören möchte – dafür benötige ich meine Zeit, da ich nicht mit einem Blechobjekt bewegt werde, sondern per pedes unterwegs bin!

Noch ist unsere regionale Welt nicht völlig vernichtet, das ist mein größtes Glück.

Mein zweites – nun – jeder neue Tag, an dem sich die Psychopathen nicht entschließen uns den Garaus zu machen.

Ich diene keinem dieser Irren mehr – leider war ich mit 15 Jahren nicht konsequent genug,

nicht mutig genug, schlicht zu bequem diesen heutigen Weg zu wagen – doch hier halte ich mich an die alte Weisheit – besser spät als nie!

… update Juni 2014

Mit jedem Tag wird der Wahnsinn offensichtlicher, die Propagandamaschinerie macht sich kaum mehr die Mühe ihre schamlose Fratze zu verbergen, differenzierte Berichterstattung erscheint als – teils ins Lächerliche nuancierte – Exotenveranstaltung um 00:15 für 45 Minuten.

Die Zwangsabgaben werden gnadenlos eingetrieben, die willigen Arbeitssubjekte buckeln und kriechen mit angstvollem Schauder täglich in ihre Lohngewinnungswaben, wie Drohnen im Bienenbau hegen und pflegen sie das Kapital.

Mein Monatsgrundumsatz ist inzwischen auf 200 Euro gesunken – Tendenz weiter fallend.

Jetzt im Juni ist der Tisch der Natur so reich gedeckt – die Blaubeeren sind schon reif und ich schaffe in einer Stunde ein Kilo – pure Wonne – mit frischer Milch – und als Marmelade – Blaubeerpfannkuchen mit Vanille (eine der Euroausgaben ich leiste mir Vanilleschoten).

Mehl und Eier erhalte ich im Tausch.

Brennesselspinat und Löwenzahnsalat, Beinwell und Hollunderblüten, Gänseblümchen und Wegerich, die Phytoapotheke ist voll und sowohl Kamille als auch Giersch sind jetzt immer verfügbar.

Johanniskraut-Öl habe ich noch – doch es wird gerade neues angesetzt – die Blüten nehm ich mir (arme kleine gelbe Pracht – doch meine Wunden danken es Euch!).

Zinnkraut ist jetzt im Sommertrieb verfügbar, eingekocht als Sud – leider habe ich das früher noch nicht gewußt – hätte mir zwei Leistenoperationen in jungen Jahren gespart.

Mein Bindegewebe sagt herzlichen Dank – man kann es auch zum blankscheuern der Töpfe nehmen – reinigt natürlich – (hab kein Spühlmittel aus der Chemiefabrik!).

Der Bärlauch geht dem Ende dieses seines Blätterjahres entgegen, es war eine lecker Phase. Dafür habe ich inzwischen ein kleines Schnittlauchfeld – dort kann ich das ganze Jahr meinen Bedarf frisch decken.

Spargel hab ich auf einem Raubzug erworben – Vollmondnächte im Mai – verwaiste Felder.

Das Leben kann spannend sein – waren immerhin 40 km mit dem Fahrrad – einfach – dafür kam ich ohne Probleme mit 20 kg Nachhaus – das meiste binnen zwei Wochen verspeist.

Erdbeeren pflücke ich ganz offiziell – das klappt wunderbar, da ich sie am liebsten frisch vom Fleck esse – ein Pfund gegen Euro´s (leider gibt’s da keine Tauschdeals – die haben Pflücker satt und ich finde es auch zu schlecht entlohnt – lieber 2 kg essen und 500 g zahlen.)

Ich finde es lustig wie alle momentan auf der veganen Welle reiten, bin gespannt wann die Fleischlobby mobil macht.

Meine Hoffnungen auf denkende Menschen haben sich verflüchtigt, hier lesen vielleicht regelmäßig 20 Artgenossen, denen erzähle ich aber nichts Neues – einige leben wohl ähnlich wie ich selber – die Anfangs genannte – Leg etwas für die Verlierer zurück – Idee,

hat mir zumindest noch radikalere Verzichtsmomente – die als Glücksmomente empfunden werden beschert.

Inzwischen empfinde ich fast alles, was man so in Läden kaufen könnte, als offensichtlich hirnrissigen Tand, Zeug das nur Platz wegnimmt, Zeit stiehlt und vom Leben abhält.

Zeitdiebstahl überall – ich hab die Diebe ausgesperrt, sie dürfen gerne andere Artgenossen besuchen, die sie mit offenen Armen empfangen – jeder Mensch muss selber für sich entscheiden – immer wieder – mein Mantra!

So – jetzt aber genug – mein Zeit ist kostbar – ich schreibe euch ja von dem Spatzengepfeiffe – ach – etwas Schönes – es gibt in meiner Gegend wieder mehr Spatzen – die frechen, schlauen Flieger – und ich habe Walker gesichtet – hier in meinem Lebensraum eine ganz neue Erfahrung – die machen Geräusche ähnlich jenen der Maikäfer – also Käfervielfalt steigt auch an.

Traurig ist, dass die Chemiekonzerne anscheinend mit der Vernichtung der Bienen fortfahren – sie möchten die kostenlosen Bestäuber los werden und das Geschäft kapitalisieren – nun, der willige Menschenarbeiter macht mit und exekutiert es.

Er kriegt ja Lohn dafür und danach gibt’s neue Arbeitsplätze in der Bestäubungsindustrie –

eine große Traktorenrunde on Top, hinten den Chemietank mit den Spitzdüsen drann und schon ist die Biene Geschichte –

Die Romantiker die glauben, der Mensch verschwindet schon, mit den Bienen, die werden leider nicht Recht behalten –

der Mensch ist zu schlau, er wird die schlimmstmögliche aller Daseinsformen noch zu viel schlimmeren Exzessen fortschreiben – ein wahrhaft wahnhafter Fortschritt –

ein Glück, dass ich da nicht mit muss!

Im Übrigen bin ich überzeugt, keiner von Euch müsste mit, nur – ihr müsstet eben aufhören dem Wahnsinn eure Leben zu opfern – könnt ihr wirklich nur in ihm glücklich sein?

Oktober 2016

Zorn und Trauer krallten sich in den letzten beiden Jahren oft in meine Sinne und Gedanken.

Die Heuchelei der satten Artgenossen treibt immer widerlichere Blüten – einzig, ich löse mich langsam wieder von der Reflektion bezüglich dieser Aspekte und flüchte in meine Blase der Schönheit, die ich mit jeder Wahrnehmung empfinden und erfahren kann, da ich mich in Ihr befinde.

Es sind die Orte der Abgeschiedenheit, der Stille und der Poesie aller Momente im Jetzt, im Moment des Seins!

Die Phantasie der Natur kennt keine Rahmen, sie ist unendlich und selbst die Dimensionen lösen sich in den Fraktalen unendlicher Originalität auf, ein jedes Schwingen, Gleiten, Rauschen, Wogen, Wellenreiten des Lichts, der Geräusche, kein Gaudi, kein Leonardo, kein Raffael, kein Dalí, nicht einer der vielen Millionen genialer Artgenossen kann diese unglaubliche Resonanz in einem Geist entfachen, den die Schönheit der Natur uns schenken kann.

So löse ich mein Denken in diesem Spektrum auf und fließe in die Wolken über mir, gleite mit den Blättern durch die Luft, schmiege mich in die Pollen einer Distel, die wie Feen auf den sanften, unsichtbaren Hügeln der Winde wandeln, verschränke mich mit dem Duft der Jahreszeiten und stelle Erinnerungen in die Halle des Jetzt, auf das dort ein Tanz der Bilder entstehe.

Der Rausch unserer Existenz ist so unfassbar und wundervoll, warum sollte ich da noch Zorn empfinden, wo ich nun einmal nur mich selbst zu verantworten habe!

Ich kann nicht mit meinen Artgenossen wandern, ich kann nur mit all jenen meine Zeit teilen, derer Moleküle Wanderschaft keine Kriege, keine Verstümmelung, keine Lüge und vor allem keine wütend, sinnlose Vernichtung schafft.

Nichts erfahre ich in der Natur, das nicht einen Sinn ergäbe, bis auf uns, meine Art, deren Sinn sich mir nicht erschließt – so fliehe ich – begebe mich ins Exil und nehme mir mein Leben, erfahre es und versuche möglichst jenen Existenzen mit meinem Denken gerecht zu werden, die mich da täglich inspirieren – ich achte und respektiere sie und ja, nicht selten liebe ich sie – die wunderbaren Seinsgebinde unserer Erde!

Was uns Menschen betrifft, bin ich auf dem Stand eines dreijährigen Kindes – das da Frägt:

Warum???????????? – Ich bekam damals keine Antwort – und ich bekomme heute keine – doch was mein Leben betrifft, beantworte ich mir diese Frage nun selbst:

Weil es schlicht ein wundervolles Leben ist!

…und diese Leichtigkeit schenkt einem die Erde nur, so man keine sinnlosen täglichen Morde begeht, das behaupte ich – den wer beim Morden mitmacht, dem bleibt keine Zeit zu leben!

Man wird die Vorwarnungen hacken – hoffe ich – so bleibt uns keine Zeit, in Angst, wir werden tot sein, da die Geräusche erst eintreffen, wenn wir schon Asche sind.

Ich fürchte die Mehrheit der Menschen wird es so gestalten…………

…. doch mich ficht das nicht mehr an.

 

 

 

 

 

24 Antworten zu Leben statt nach materiellem Reichtum streben!

  1. oberham schreibt:

    2. Mai … – statt Bier – Wasser getrunken, 5,– Euro in die Spendenkasse für Patenkinder.
    (Persönlicher Jahresstand 498,– Euro)

  2. oberham schreibt:

    Am Morgen auf das Brötchen vom Bäcker verzichtet – 4,– Euro in die Spendenkasse für Patenkinder. (Jahresstand 502,– Euro)

  3. oberham schreibt:

    Abends, Leitungswasser statt Weißbier – 5 Euro = 507,–

  4. oberham schreibt:

    TV-Tisch nicht gekauft – (fast hätte der alte gegen „Sonderangebot“) die Kurve gekratzt.
    Ersparnis 149,– Euro – davon gehen 49,– Euro in den Spendentopf! Stand: 556,– €

  5. oberham schreibt:

    na ja – alleine zu sein, heisst eben – Eremit – zu sein!
    … insofern – war es zu erwarten, dass kein Mensch hier mitmacht …. —–
    na, edel ist, wer nicht über die guten Taten spricht – doch dies hier sollte ja als „Motivationsimpulsgeber“ dienen….

    Spendentopf steht bei 617,– Euro (alles Dinge die ich hätte saufen und fressen können, statt Fett am Bauch – hab ich jetzt Geld in der Kasse …. mal sehen was ich am Jahresende damit mache…)

  6. AlexanderHerz schreibt:

    Beharrlichkeit zahlt sich oftmals aus. Reflexion, Flexibilität und die Courage, die eigene Idee mit einer größeren Öffentlichkeit zu teilen, ebenfalls. Mit Innovation und Marketing zum Erfolg? Das klappt möglicherweise auch außerhalb der Marktwirtschaft. Liebe Grüße

  7. Oberham schreibt:

    Fast zwei Monate seit dem letzten Eintrag – Spendentopf steht bei 849,– Euro – hätte meine Familie auf den Urlaub im August verzichtet (was leider nicht der Fall ist) – hätte es eine glatte Verdeifachung ergeben….. – tja – was ich so tu und lasse ist bei weitem noch ausbaufähig – in Bezug auf sozial und vernünftig!

  8. oberham schreibt:

    Update November:
    Ich zieh die Winterklamotten nochmal an – sie sind warm und sauber!
    Dieses Jahr habe ich bis dato noch kein einziges Kleidungsstück neu erworben (Schuhe konnte ich selber reparieren – Sohle angeklebt und ausgebessert) – im Topf sind inzwischen 1340,– Euro

    Wahrscheinlich werde ich damit in unserer Gemeinde ein Projekt für Grundschulkinder arbeitsloser Eltern starten – so mir die Gemeinde einen Raum zur Verfügung stellt.

    Eltern und Kinder sollen dort gemeinsam die Freude an Mathe und Klassischer Musik erfahren – bin gespannt ob ich da Teilnehmer finde (kostet nix – zweimal die Woche etwa 90 Minuten – am Nachmittag – oder Frühabend) – das Geld ist dann für Instrumente, Fahrtkosten, Material –
    das Konzept steht.

    Warum ich nicht spende – an Hungernde? Nun, unsere Patenkinder entwickeln sich zu kleinen privilegierten Kosmen in der absoluten Armut ihrer Umgebung – was sie so denken und fühlen – es lässt uns eher erschrecken! Wir haben keinerlei Einfluss auf die Konditionierungsmehtoden – ja sie werden konditioniert – genau wie die Kinder hierzulande – oder gar noch monotoner!

    Das Problem mit konkreter Hungerhilfe ist, auch hier geht extrem viel Geld verloren – das genau gegen den Zweck der Hilfe gerichtet ist – man kann sich selber nicht einbringen – man bewirkt im Grunde wieder nichts – man verhindert nur, dass Menschen an besonders heimgesuchten Orten, nicht wie die Fliegen tod umfallen – im Grunde ist die Hungerhilfe ein kontrolliertes Verenden lassen!

    Das läuft nun seit ich denken kann so – nein, ich werde künftig versuchen konkret vor Ort zu helfen, es gibt inzwischen in der Tat genug Bedarf.

    Vor Ort = meine Heimat – um selber in Hungerzonen Projekte starten zu können, fehlen mir die Mittel und es fehlt mir auch der Sprachliche Background (Englisch, Französich sprechen dort nur die Behörden – nicht die Menschen denen man Helfen möchte – wie kann ich Vertrauen gewinnen, so ich nicht einmal die Sprache verstehe – vor allem – ich bin auch nicht mit der Kultur und den wahren Gefühlen dieser Leute vertraut….)

  9. oberham schreibt:

    Leider bekomme ich von den Kommunen in meiner Nähe keine Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt, daher liegt die Kohle noch in der Schuhschachtel – sollte mir wirklich niemand helfen, wird mir das Geld irgendwann selber helfen – so ich ganz am Hund bin – ich spare jedenfalls weiter – so konsequent wie möglich.

    Meine Klamotten sind immer noch nicht zerfetzt – hält doch alles erstaunlich lange – mal sehen vielleicht schaffe ich auch dieses Jahr ohne Klamottenkauf.

  10. oberham schreibt:

    Update Februar 2013 – Stand in der Schachtel 2400,– Euro – alles durch Verzicht auf Schwachsinn zusammengekommen.
    (Bei einem Monatseinkommen von etwa 1000,– Euro netto – und ca. 600,– Euro Fixkosten die ich kaum runterbringe – von den Stadwerken bekam ich für 2012 eine Erstattung von 78,– Euro – mein Kühlschrank ist ein Stromfresser – kann sein ich nehme 400,– Euro aus der Kasse um ihn zu ersetzen – nur – tausche ich ihn gegen ein absolut energieeffizientes Modell, amortisiert sich das Teil auch erst in 5 Jahren – die graue Energie (Aufwand Veschrottung, Logistik, Neubeschaffung-Herstellung) – kommt sogar auf über acht Jahre – sprich der ökologische Nutzen ergibt sich wesentlich später als der ökonomische – ich überlege ob ich nicht ganz auf einen Kühlschrank im Winter verzichten kann – und noch eines – ich kaufe fall jemals – nie wieder eine Gefrier-Kühl-Kombination – es sei denn man kann die beiden Segmente getrennt ansteuern.

    In der Küchentechnik kann man noch gaaaaanz viel Energie sparen – auch ohne Neuanschaffung.
    Für den Sommer wird ein Solarkocher angeschafft (Spiegelsystem) – wehe es scheint dann nie die Sonne!!!! (dann gibt nur kaltes Essen ;-)….)

  11. tabascoman schreibt:

    Ja, es muß sich was in D ändern.
    Die Bürger werden wie Sklaven gehalten.
    Durch Gesetze die allen nützen, den reGierenden, der Lobby, der Industrie, dem Finanzamt, der Bürgerüberwachung usw
    Nur den Bürgern selber nicht, geschweige denn den Familien.
    Es scheint so, als ob der demografische Suizid (Neusprech: d. Wandel) das langfristige Ziel ist.
    Eine kleine Chance gibt es am 22.9.. Aber tags darauf werden wir alle wieder zuverlässig entmündigt sein.
    Da werden die Blockparteien aufatmen, das nochmalö alles gut gegangen ist! (aus ihrer Sicht).

  12. oberham schreibt:

    update 11.04. 2013 – es ist in der Tat extrem schwer, sinnvoll ein Teil der Gesellschaft zu sein.
    Wie sagte Adorno – es gibt kein richtiges Leben im falschen –

    Was bleibt uns dann?

  13. Nixwieweg schreibt:

    Finde ich sehr gut, was Du versuchst. Was bleibt uns anderes übrig im alles überschattenden täglichen Irrsin, außer innerer und äußerer Emigration?

    • Oberham schreibt:

      … ja – was bleibt uns übrig – eine wirklich interessante Frage – wobei – wir – hier in Europa ja noch die Wahl haben – ein bescheidenes Leben bedeutet ja für uns nicht Hunger und Elend!

  14. gundermannhilf schreibt:

    Hallo Oberham,
    ganz schön und richtig, was ich hier finde. Zu deinen Ausgangspunkten a-d kann ich dir nur bestätigen, dass das auch meine Praxis ist. Jawoll – auch d – ich finde, das paßt ganz gut zu einer globalen AG. Und die somit erübrigte Energie läßt sich prima darauf verwenden die nächsten Schritte (a-c) zu planen. Wer sich heute noch vorstellt es ginge alles immer so weiter ist wirklich von gestern. Oder vorgestern, … vorvorgestern? – Historisch betrachtet sind’s ja einige hundert Jahre, die wir für die Entstehung und Entwicklung der Industrialisierung ansetzen. Da ist viel interessengetrieben versozialisiert worden bis hin zum heutigen Menschenbild in der Ökonomie, das wir durch gesellschaftliche Strukturen immer weiter verfestigen. Und dennoch liegen die Wurzeln für die Zukunft auch in der Vergangenheit. Wann ist der Mensch ein Mensch?
    Aber ich will nicht von DEM Menschen schreiben, denn wichtig ist, was man selber tut und was eben nicht und wie gut man sich dabei fühlen kann, wenn der herrschende Konsumzwang einen kalt läßt.
    Was mich mal interessiern würde ist, wo in Deutschland gibt es denn einen Platz an dem kein Technologiegeknatter die Naturgeräusche stört, nicht mal durch Flugzeuge?

  15. oberham schreibt:

    Danke für den Kommentar – bei mir in Niederbayern sind die Flugzeuge im Anflug auf FJS-MUC meist noch hoch genug – vor allem bei Ostwind habe ich dann meine Ruhe.

    Natürlich – es sind immer nur Zeitfenster – mit Glück sogar mal eine Stunde oder länger.

    Ansonsten gilt auch bei mir Minutenstille ist das Geschenk – selbst mitten im Wald – da entweder Kleinfluggerät oder Gigalandmaschinendröhnen auch in die letzten Winkel dringt.

    Doch wie gesagt – manchmal gibt es Stundenfenster – und diese Wunder laben die Sinne – Insektenschwirren, Vögelgezwitscher, Laub-Ast-Nadel-Stammgesang,

  16. Augenstern schreibt:

    Lieber Oberham! Ich hab Dich heut entdeckt, und zwar beim „Freitag“, wo ich geglaubt hatte, ein paar nichtmainstreamige Gedanken zur neuen Regierung zu lesen… Leider auch dort nur Phrasen und Selbstdarstellung oder Zurechtweisen von anderen… Deine Kommentare haben mir das Herz aufgetan und ich hab dann auf Deiner Seite hier weitergemacht.
    Wie schön, daß es Dich gibt! Du siehst den Sachen auf den Grund, Du siehst das WESENtliche. Deine große Traurigkeit ich mir auch nicht entgangen. Ich hoffe, die Freude darf ab und an genauso tief und ehrlich sein! Alles war Du schreibst ehrt Dich sehr. ich glaube, ich sehne mich riesig nach Menschen, die so eine freie Seele haben wie Du!
    Würde gern von Dir gecoacht werden. Kurze Situationsbeschreibung: ich mach zwar eigentlich direkt jetzt nix, was unmittelbar Schaden anrichtet (das war bei mir schon immer im Leben so instinktiv eine Bedingung), bin selbständig, an mir verdient erstmal unmittelbar keiner was, aber das ich in dem System drin steck, ist mir schon klar… Bei mir gibt es großes Mißverhältnis zwischen Dinge tun müssen, weils das Brot bringt und wie Du es sagst „kulturellen Leben“, Inspiration und freies Geben. Hatte auch schon burnout-Symtome. Zur Zeit empfinde ich mich in so ner Art Starreposition: Ich weiß, daß ich einen ganz anderen, mir als Mensch passenderen Weg basteln muß – hab aber (woher auch) so ziemlich kein Bild wo´s hingehn könnte. Es gibt ein paar Firmen und Gemeinschaften, die mir gefallen, aber meine eigene Position hab ich noch nicht gefunden. Ich glaube, mir wird gerade klar, dass mir dazu einfach die Zeit und der Raum fehlen…
    Ein zentraler Punkt ist, glaub ich, die Angst, man könnte arm und damit noch unfreier sein…
    Vielleicht kannst du mir ja aus dieser Wahnidee raushelfen?
    Ich würd mich über Austausch echt freuen!
    Sei fegrüßt

    • Martina schreibt:

      Also noch jemand, der den oberham heute am 16.12.13 gefunden hat!
      Ein Glückstag für dich oberham?
      Ich denke schon.
      Wie gesagt, es wird noch mehr von mir kommen und in diesem Mehr wirst du sehen, wie ich mit dieser Welt versucht habe, klar zu kommen, nachdem mir meine Illusionen geraubt wurden.
      Ich bin damit zufriedener geworden – Das schon mal im voraus.
      Liebe Grüße

  17. oberham schreibt:

    Danke, ich freu mich über jeden, der hier liest und noch mehr wenn Kommentare kommen.
    Komm grade aus dem Wald, dort hab ich mich an dem unglaublich schönem Spätherbstlicht erfreuen können, da heute der Nebel keine Chance hatte.
    Ein Trost für die Tatsache, dass wir nun in einem Land leben, das keine Regierung für das Volk mehr wünscht, sondern dessen Wahlberechtigte anscheinend nur noch eine Volksverwaltungsmaschinerie über sich wünschen, die sie für das Kapital effizient vorrätig hält.

    Tipp an Augenstern – man muss keine Angst vor Armut haben, das Problem mit seiner sozialen Umwelt ist das größte zu bewältigende – da soziale Kontakte für viele Menschen essentiell sind.

    Ich verweise oft an Camus – lebe im Augenblick, empfinde jeden Moment als spannendes Sein.
    Das Grundsätzliche ist in meinen Augen, sich als freies, unabhängiges Wesen zu erfahren und auch den Mut zu haben, dies durchzuziehen.
    Man muss nicht verbal anecken, man kann andere nicht „bekehren“ – daher bin ich auch nicht offensiv an der Verbreitung meines Blogs interessiert und stelle die Dinge immer seltener in der FC ein – kommentiere nur noch –
    @ Martina – oh ich würde es anders formulieren – du hast dich von deinen Illusionen befreit.
    Niemand wird sie dir rauben wollen, da sie der Antrieb für die Maschine sind – man hat es entweder übertrieben (viele Menschen fallen aus dem System, da sie einfach nicht nur schlecht, sondern zu schlecht behandelt wurden – nur leider suchen die meisten den Fehler bei sich selbst und klagen sich selber an – werden oft sogar von dem unmittelbarem Umfeld mit dem beliebten Spruch: suche die Fehler nicht immer bei den Anderen – traktiert.) oder du hast selber schon länger gezweifelt und bist beharrlich geblieben – glaub an Dich! – Du bist zufriedener – auch mit Dir, denke ich – gerne mehr.

    Noch eine schöne Woche Euch beiden.

  18. Augenstern schreibt:

    Hey, hier flutschen ja die geistigen Blitze nur so durch den Äther – das gefällt mir! Ja, genau diesen Gedanken hatte ich heute auf meinem Fahrradl: Dass die Menschen in „Armut“ viel mehr miteinander tun, sich viel näher sind, viel mehr Kontakte knüpfen müssen, eben sozialer leben – und dass das der größte Reichtum fürs Herz ist – das war mir schon ganz verloren gegangen in dem Geglitzer und Getue und eben der ganzen Angst hier um uns herum… Und nun kommt er noch von Dir, Oberham, am mich adressiert – klarer können die da oben sich ja nun nicht noch ausdrücken. DANKE! Ist ein wunderbares und nie versiegendes Weihnachtsgeschenk!
    Ja, das mit dem Augenblick ist schon wahr und oft schön, nur leider sind wir auch in die Zukunft denken könnende Wesen, die gewissen, auch wenn nur illusorischen Sicherheits-, Versorgungsplänen folgen für sich und die Seinen… Dieses zusammenzubringen fällt mir noch nicht so leicht. Ist aber in Arbeit…:)))
    Andere bekehren geht naturgemäß meißt nach hinten los – doch seine Gedanken immer wieder reinzugeben – finde ich auf jeden Fall wichtig! (s. Dissk. im Freitag!) Gute Mischung zwischen: den anderen auch akzeptieren und die festgefahrenen Gedankenmuster eben nicht mehr zu akzeptieren – das ist grad bei mir dran: Bei mir entsteht oft Frust, Einsamkeitsgefühl, Wut, Selbstzweifel springt auch schnell an, Angst nicht mehr mit ins gemeinsame Nest zu gehören…
    Also packen wirs an! :))))
    Ich grüße alle lebendigen Wesen!

  19. oberham schreibt:

    Stimmt – würden wir uns in Kleingruppen, Kooperativen und womöglich losen Kommunen vernetzen und eben als soziale Einheit agieren, wäre alles schöner und leichter – das ist – falls es je geschieht der Punkt, an dem wir eine Zukunft als Spezies hätten.
    Mein Weg ist ja leider der des Widerstands – im Widerstand geht es ums überleben, nicht um das optimal schöne individuelle Leben – nur – mir ist mein Überleben lieber, als das scheinbar bequeme und anscheinend so beliebte Konsumleben unserer Region und unserer Zeit.

    In den Schwellenländern eifern sie ja mächtig unserem Wahnsinn nach, in den Entwicklungsländern werden jene, die ähnlich wie ich denken, ermordet, und der Rest wird mit Gewalt in den konsumtiven Traum gezwungen – kein noch so armes Dorf, in dem nicht wie eine Gottheit ein TV-Gerät stünde.

    ….. und was kann man dort sehen? Dallas und Denver Clan……

  20. oberham schreibt:

    Blaubeerzeit ist Wonnezeit – wer schafft mehr als 1 kg in der Stunde – die Büsche sind so wundervoll reich behangen :-)))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))))

  21. der Ben schreibt:

    Hallo Oberham(mer),
    deine Vernetzungsgedanken und -wünsche teilend kommen hier 2 Anregungen:
    – Unsere Bamberger Transitiongemeinschaft freut sich über jeden Teilnehmer, Besucher und Beitrag! Zweck- und mittelfrei, nur sinngebunden. Wenn Fahrrad oder Wanderschuh pausieren wollen könnte ich gerne Ideen/Erfahrungen von dir mit einbringen. Melde dich für Kontake, Termine, unsere Schwerpunkte!
    – Gedankengut versprühende Leser und Schreiber finden sich auf dieWeltneuschreiben.de – Wir freuen uns auf einen Beitrag, ich glaube, die dortige Mischung der Rubriken Kunst, Gedankenspiele, Wissenschaft, Alltag kann dir gefallen!

    Soweit herzlich
    im herrlichen Herbst
    verbleibend,

    der Ben

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