Zwei und Zwei ist Fünf!

Wer in dieser Welt erfolgreich im System integriert bleiben möchte, sollte das beherzigen.

Der zahlungskräftige Bildungsbürger kauft sich ein SUV – er tankt zwar pro 100 km 10 oder mehr Liter Kraftstoff an der Tankstelle, doch es scheint, die Tankstellen betrügen, die Eichung stimmt nicht, denn laut Verkaufsprospekt, verbraucht sein 1,8 Tonnen Beförderungsapparat nur 6 Liter/100 km im „Mischbetrieb“ (und er ist ja ein guter Fahrer, sprich er könnte wohl sogar durch seine Fahrweise noch günstigere Verbrauchswerte erzielen.)

Nun, diese lässliche Unstimmigkeit führt wohl zu nichts und auch in Wikipedia kann der Bildungsbürger nun lesen, dass Abgase zwar schädlich für die Umwelt (und damit auch für den Menschen, der noch immer schlicht ein Teil der Biossphäre zu sein scheint…..) sind, jedoch die modernen Motoren fast perfekte Abgasreinigungssysteme zu bieten haben.

Fazit, der Bildungsbürger konsumiert mit  reinem Gewissen, da er ja weiß, die Technik ist so fortschrittlich, dass man sich diese ganzen Dinge leisten kann, ja leisten muss, damit auch die Ökonomie weiter zum Vorteil des Komforts und der Lebensqualität funktioniert.

Erkrankt der Bildungsbürger mit 58 an Krebs oder fällt er mit einem Stechen in Brust um und ist – so es an einem ungünstigen Ort passiert – nach einigen Minuten vom Leben in den Tod passiert, war das schlicht Pech, auch vor 5000 Jahren starben Menschen an Krebs und Herzinfarkt …….

Stimmt – und auch vor 5000 Jahren schienen die Menschen per se zu glauben, was Ihnen die Hordenführung vorgebetet hat.

Ich kann in diesem Blog niemanden maßregeln, das steht mir nicht zu!

Sollte es manchmal so scheinen, als wollte ich predigen, als wollte ich Verhaltensänderungen bei meinen Mitmenschen bewirken, so entschuldige ich mich hiermit pauschal dafür (manchmal fließen diese Entschuldigungen auch in die Texte ein….)

Wer hier ließt, soll nicht depressiv werden!

Wer weiß, vielleicht ist Zwei und Zwei ja wirklich Fünf.

Persönlich bin ich am glücklichsten, so ich an einem menschenleeren Ort, als Lebewesen in der Natur gemeinsam mit meiner Lebenszeit hocke und wir beide die Wärme der Sonne, womöglich eine leichte Brise die das Blattwerk und die Zweige der Bäume zum leisen Rauschen animiert (lebte ich am Meer, wäre mein Platz die Küste, Meeresrauschen…….) und Vögel singen, Insekten surren, mich möglichst keine Ameisen oder andere Winzlinge (im Vergleich zu meiner Körperfülle) piesaken, auf mir herumlaufen ist kein Problem, stechen, anpinkeln etc. finde ich jedoch unromantisch.

(Daher ist der Spätwinter die schönste Jahreszeit um sich auf trockenem Moos schlicht hinzufläzen, sofern die Sonne schon etwas Kraft hat und man sich so richtig warm anzieht…… ;-)….)

Nun, jede Jahreszeit hat ihre Geschenke für mich parat, doch was für mich erbaulich ist, das kann für andere Artgenossen ja der Horror sein – wir empfinden subjektiv, wir leben unsere Leben, jeder auf seine Art (ich hoffe Ihr lebt so wie Ihr das gerne möchtet!).

Desto mehr sich einer an den materiellen Dingen orientiert, desto schwieriger dürfte sein Leben zu leben sein.

Wünscht man sich dann noch Ruhm und Macht, gar Allmacht, wird es ganz, ganz ekelhaft, braucht man gar außerordentliche Talente und Kräfte.

Was möchte ich damit zum Ausdruck bringen?

Was glaubt Ihr? Was denkt Ihr jetzt gerade?

Ich denke, wir Menschen haben es verlernt, uns solidarisch zu verhalten, so sehr wir auch von Menschlichkeit reden, so wenig können wir sie in unseren Leben tatsächlich erleben.

Gut, sie ist noch nicht vollkommen verschwunden, doch sie heilt längst nicht mehr all die furchtbaren Wunden, die unser Wahn in die Gesellschaft unserer Art geschlagen hat und täglich schlägt.

Der Bildungsbürger sollte seine Gedanken sammeln, er sollte das SUV auf den Schrottplatz stellen, oder es als Blechschrank nutzen.

Der Bildungsbürger sollte schlicht darüber nachdenken, welche Auswirkungen sein tägliches Handeln auf die menschliche Gesellschaft und die Biosphäre, letztlich auf sich selber hat.

Dies ist eine Binsenweisheit – in der Tat – der KI stammt nicht von Kant, der KI stammt von der Natur selbst, fast alle Wesen halten sich daran, sie verschwinden trotzdem aus der Biossphäre, da hier ein Wesen wütet, das eine Dynamik entfaltet, die extrem destruktiv ist.

Eine Dynamik, eine Methode, die in meinen Augen das Gegenteil eines KI repräsentiert, wir handeln so, wie es niemals ein kluges Wesen tun würde, wie es unmöglich, im Sinne einer Bewahrung und Harmonie zur Lebenskunst erhoben werden könnte.

Wer in diesem unserem Gesellschaftsspiel mitwirkt, der ist entweder ein gutherziger Dulder, oder ein berechnender Räuber, doch gemeinsam ergeben die Spieler eine desolate Gruppe, die in meinen Augen keinesfalls die gängigen Glückstrigger und deren Sättigung, dieses Spiel als die „Krone einer Schöpfung“ erscheinen lässt, sondern als  das genaue Gegenteil eines solchen Bildes.

Lange spielte ich mit – fast hätte ich mich als Teenager aus dem Leben genommen – wenn im Wahnsinn um einen herum (die Konditionierungsanstalten, die verzweifelten Eltern, die Gesellschaft der Wahnsinnigen……) auch die Liebe nicht mehr tröstet, sondern Kummer bereitet, dann geht der letzte Halt verloren, so man nicht schon in jungen Jahren die Schönheit der Natur als das größte Geschenk erkennt.

Danach folgten Jahre des persönlichen Stumpfsinns, Jagd nach Anerkennung, Jagd nach Kaufkraft, Jagd nach Lust und Befriedigung – das Spiel unserer Art eben.

Ich denke es ist ehrlich, wäre ich erfolgreicher gewesen, stünden diese Worte nicht hier und ich würde wohl ein SUV fahren, viel, viel Reisen, Golf spielen, wer weiß was sonst noch alles an Wahnsinn anstellen – doch dies scheint mir das Fatale – die Verlierer im Spiel finden meist keinen Weg ins Leben und die Gewinner sind im Spiel meist hochzufrieden.

Da die Gewinner das Spiel bestimmen, werden sie es nicht ändern, es wird gespielt, bis es vorüber ist, das menschliche Spiel.

Den Verlierern kann ich nur raten, Ihr könnt eure Leben zurückgewinnen, jederzeit!

Ihr geht den Gewinnern dann verloren, ohne Verlierer wird es dann bald keine Gewinner mehr geben, gemeinsam wäre dann eine mögliche Zukunft denkbar –

eine Zukunft in der das Spielmotto nicht lautet – Vernichte die Welt, sondern ein Motto das Lautet: Lebe ohne anderen Wesen zu schaden – desto klüger du bist, desto reicher wird deine Erfahrungssphäre werden, doch jedes Mehr ist nur akzeptabel, wenn es im Einklang mit Allem geschaffen wird.

…. und Dank unseres Verstandes, müssten wir dabei noch nicht einmal Nahrung für andere Wesen sein, zumindest nicht solange unsere Herzen pumpen.

(Ok – Kleinstlebewesen ausgenommen! ;-)……)

 

So oder So:

Stehe Morgens mit dem Grauen auf

weil ich schlicht mich freu auf den Gang und das Sein bei

Sonnenaufgang, mit jenen die wie ich das lokale Habitat beleben…….

weil der Wecker mich aufschreckt, der Planer es befielt, ich muss

der Sonnenaufgang blendet mich, im Verkehr,

 

mein Frühstück sind die frischen Gierschblätter, das Quellwasser, warmes Brot

das ich mir gebacken am gestrigen Tag und aus dem Rohr genommen hab

dazu die Musik meiner Mitlebewesen, sie singen für mich und auch sing ich

ob falsch oder schön, ich mich damit in jedem Fall verwöhn!

je nach Leistungs- und Versorgungsklasse bekommt der Nutzmensch ein

„hervorragendes“ oder ein „kümmerliches“ – die Gehetzten schlingen es,

manche sind wenigstens so klug, sie können es genießen –

ich behaupte es ist die Minderheit

jeder Tag ist anders, jeder Morgen anders, ich empfinde das Wetter, ich spüre den Wandel, fühle die Kälte, die Wärme, die Feuchte, den Wind und die Sphäre, die für mich dahinter tanzt, manchmal, so ich müde bin, es stürmt, es ungemütlich ist vor der Tür, bleib ich in meinem warmen Lager eingekuschelt, dreh mich um, träum weiter, bis ich finde, nun sollt ich doch mal meine Glieder strecken und mich wühlen aus den Decken.

jeder Tag mag anders sein, doch bemerkt dies, das Nutzmenschlein?

Der eine hetzt von Jet zu Jet, der andere wird fest verankert, in einer Wabe im Büro oder am Band, zu leisten hat er für den Arbeitsräuber so oder so – ober nun wird entlohnt mit 1000 oder 10 Euro pro Stunde, die Zeit tickt herunter, Sekunde um Sekunde!

Mir ist die Lust am so oder so vergangen nur noch dies zur Ökonomie:

Mit etwas Kreativität besorg ich mir das wirklich Notwendige in einigen Stunden im Monat, wobei das Leben um des Lebens Willen gelebt, das Tagwerk als Erleben und Überleben in der Welt mir zugewiesen, doch dieses Tagwerk ist eben mein freier Wille gewesen!

Meine Hütte ist trocken uns warm, meine Schuhe sind ebenso bequem, wie robust, meine ganze Ausstattung kommt hochwertig vom Müll – hier hab ich wohl einen Vorteil der ohne Euch nicht möglich wär, doch dafür muss ich täglich doch auch euren Lärm in den Lüften ertragen, kreuze ab und an tote Zonen mit Todeskisten, die rasen und stinken, lärmen und in deren Innern sich die Blicke in eiskalter Wut durch das Nirgendwo grämen, die toten Fratzen sich nicht mehr schämen, die Därme das Empfinden lähmen und die Befehle jede Freiheit zähmen.

Mag sein, die 500 Quadratmeter Wohnfläche sind luxuriös, das Entertainmentequipment ist HigEnd, der Pool ist beheizt und ambilluminiert, mag sein, ihr könnt für Euch 100 Erden beanspruchen, die nötig wären, auch nur jedem 100ersten Menschen einen Lebensstil wie den Euren zu ermöglichen, und die 99% die wesentlich weniger erhalten und trotzdem gütig, willig und devot für euch ihre Leben opfern, damit Ihr so „oberklassig“ ganz Oben in der Pyramide der Irren hocken dürft, schenken euch tatsächlich so etwas wie Zufriedenheit und Glück, mag sein.

Nur, was ist das für ein Glück? Was ist das für eine Zufriedenheit?

Es ist das Gegenteil von Harmonie und Frieden, den Harmonie und Frieden bewahren, schützen, geben Geborgenheit und Vertrauen, Gelassenheit und schenken einem die Leichtigkeit des Seins im Ganzen, wo ihr den wütenden Hammer der Vernichtung schwingt, oder eben schwingen lasst, egal wie viele verrecken unter der unwürdigen Last.

Mich wundert täglich, warum nur fast alle meiner Art, akzeptieren diesen Trott, warum sie es so ganz anders wie ich empfinden, sie keinen Schmerz, keine Wut, keine Verweigerung, schlicht keine eigenen Kräfte besitzen, sondern brav im Bus in ihr Elend sitzen?

Es scheint, dass der Kaufkraft-Konsum-Akt etwas hat, das ich nicht begreife.

Nun daher, so oder so – was soll´s, spätestens nach gut 100 Jahren, werden keine Elemente mehr zusammenfinden, uns als das was wir gerade sind, durch das Sein zu tragen.

Ich möchte so lange Sein – wie ich bin – und Ihr eben so, wie Ihr seid – ich wünsch Euch Freude und Glück und möget Ihr nicht schon mit 70 Jahren verrottet sein, gar die Zeit davor nicht fröhlich, sondern geschunden sein – denn allen die sich geschunden fühlen, bleibt immer die Wahl – so oder so!

Armut ist kein materieller Status, das solltet ihr kapieren! Wer das nicht begreift, dem bleibt nur das Eine, das zweite So!

Der muss mit der Masse sein Unwesen treiben und wird eben als Sklave und Nutzwesen agieren, am Ende im Krieg der Maschine jung oder alt, unwürdig und als destruktives Teil gewesen, krepieren!

Ich tippe gerade, da das Wetter ungemütlich ist, jetzt hab ich genug davon und somit ist die Litanei beendet.

Schönen Tag noch!