September – Bundestagswahl

Meine Prognose:

Die „Parteien“ holen sich mehr als 9oo Mandate
Die Union wird doch wieder stärkste Kraft
Die SPD geht doch wieder in die GroKO
die FDP darf Regierungsposten verteilen
also mit SPD CDU CSU teilen
Es wird sich nichts ändern
Es wird noch mehr für Waffen- und Berater ausgegeben
Es wird für die meisten Menschen schlimmer werden
(aber wir haben es alle mehr als verdient, geschunden zu werden!!!!)

Umwelt bleibt eine Sprechblase

Sollte tatsächlich die PR auf RGG bis zum Ende programmiert bleiben –
dann wird sich auch nichts ändern –
nur es wird noch teurer,
da im Apparat massig Posten neu verteilt
und massig Vorruhestandsexistenzen geschaffen werden.

Das Dilemma haben wir uns selber eingebrockt,

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Der Fleck

Er fällt auf,
wird bemerkt
ausgewaschen
bleibt er
wirf man wohl
den Ort des Flecks weg

Oft lag Genuss
vor dem Fleck
mit dem Fleck
der Fleck war da
der Genuss
war schon weg

was für ein Genuss
siehe auf den Fleck
am Ende
sind beide vergessen

gegangen
tanzend
gemeinsam durch den Zeitraum
fallend, schwebend,
sich erhebend
versinkend, lachend
trinkend

Leben trinkend
wir geben nichts
sind nichts
werden nichts sein
nur Wasser
könnte einst
gewesen sein

wer weiß

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Winter 44/45

Ein Bild, analog
Schuttberge, Schutthügel, Ruinen
war das Jahr
da Eltern Kinder
waren
die heute
langsam wieder gehen
lagen sie nicht damals
schon
unter den Steinen und der Erde
sie existieren weiter
so oder so
die Existenz unserer Bestandteile
sie bleibt
ewig

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Raumschwimmer im Raumschwimmer

Am Anfang, wie ein Stern
was es wohl entfachte
ein Impuls
träumt es wär Zärtlichkeit

mein Leben
meine Geburt
mein Alleinesein
ganz ohne Nabelschnur

an strahlenden Tagen
nackt in der Sonne baden
schwimmt es im Raum
wohl leichter Dämmerung

doch trägt wohl die Dunkelheit
die Schwärze der Nacht
die Gondel durch die Zeit
in welcher diese tapfere
Versammlung von winzigen Wesen
das Blut durch meine Adern treibt

Sie schwimmen darin, werden getragen
unsichtbar,
ob sie sich wohl fragen
warum?

Versprochen, die Liebe
gilt Euch die Ihr schwimmt
sollt gerne schlafen
so Ihr des Schwimmens müde seid

so sinken wir gemeinsam in
den Schlund der Vergangenheit
geben uns hin
zu neuen Reisen bereit

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Schmerzfrei

Die Füße tragen das Leben lang
den Körper für Stund um Stund
am Weg der Zeit durch Schatten und Licht
bis am Horizont immer und immer
der Tag zerbricht

Der Schlaf tröstet das Leben lang
die Gedanken für Stund um Stund
im Arm der Nacht durch Traum und Raum
bis am Horizont immer und immer
die Nacht zerbricht

Alles zerbricht
irgendwann und dann
ist alles frei von Schmerz

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Raumschwimmer

Schwimmen unter Wasser
Schwimmen im Gas
Schwimmen im Raum

Schwimmen auf dem Wasser
zwischen Wasser und Gas
träumen vom Raum

Schwimmen über das Meer
die Gedanken sind leer
reich mir mein Glas

für Dich trink ich es aus
schwimm ich raus
auf den Ozean

langsam löst es sich auf
jede Welle hebt es rauf
in den Raum

wo im Nichts
das Schwimmen
jede Schwere verliert

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Der Geist des Fortschritts

Betoniert,
wie putzig der Beton
wurde gegossen in
kleine Öffnung
größere Öffnung
nach Stunden
zum Finale der Agonie
des unglücklichen Wesens
probierte man die Stille
des letzten Leids
die Ohren hatten die
gewitzten Schergen
vergessen

so konnten die letzten Worte
in sein letztes Bewusstsein sich schleichen

Beton heißt das Zeug
damit kleben die jetzt die Steine
zusammen
und bauen Bunker

Machen wir Schluss

Sie gingen das Licht erlosch

auch seine Augen lebten noch
nun in der Schwärze des Universums
aus dem sich ab und an
das Licht einer Sonne schält
doch im Schatten der Planeten
werden die Leben gequält
ganz wie der Fortschritt
es als en vogue
erzählt

Die Menschen sind stolz
auf Ihre Gräuel
und halten sie fest
in Worten, Bildern und Daten
neuerdings
in winzigen Sandtafeln
umso kleiner die Tafeln
umso größer die Grausamkeit
nicht zu vergessen
die Dummheit

vor der uns hoffentlich
der Tod erlöst



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Jede

jede Tat

jagt die nächste

glänzender Tag

Glück bricht jenen

die unglücklich sind

das Genick

auf dem

steigt empor

zu

den Wolken

Glück

der Sieg

über das

Elend

der Anderen

fast

scheint es

als wäre

der Regen

das fallende

Tränenwasser

jener

Taten

die

im sicheren

Tritt

Schritt

für

Schritt

eines Tages

zu schwer

für

den Himmel

wurden

eines Tages

der

am Horizont

in das

Schwarzblau

des nächtlichen

Ozeans

versinkt

jede

Tat

ist

zeitlos

immer

folgt

eine

Tat auf eine Tat auf eine Tattattattattattattattttttttttttttttttttttttttttttttttttttttttttttttttttttttt

Seufzte der Idiot und starb

<!– wp:paragraph –>Jede Tat<br />jagt die nächste<br />glänzender Tag <br />Glück bricht <br />jenen die unglücklich sind<br />das Genick<br />auf dem steigt empor zu den Wolken<br />der Sieg über das Elend<br />der Anderen<br /><br />fast scheint es, <br />als wäre der Regen das gestorbene Glück<br />jener Taten<br />die im sicheren Tritt<br />Schritt für Schritt<br />eines Tages zu schwer<br />für den Himmel wurden<br /><br />eines Tages<br />der am Horizont <br />in das Schwarzblau <br />des nächtlichen Ozeans versinkt<br /><br />Jede Tat<br />ist zeitlos <br />immer folgt <br />eine Tat auf eine Tat auf eine Tat<br />Tattattattattattattattattattattattttttttttttttttttttttttttt<br /><br />Seufzte der Idiot und starb<!– /wp:paragraph –>

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Das Eihennepoem (nach De Sade)*

Vor dem Mord
steht die Geburt
vor der Geburt
steht die Liebe
(De Sade deklamiert Triebe)
vor der Liebe
(De Sade deklamiert Triebe)
steht das Kind
vor dem Kind
stand die Geburt
vor der Geburt
stand die Liebe
(apropos De Sade)
wo stand der Mord?

(ach ja, bei De Sade)

*steht auch ohne Klammern
dem Ei
der Henne
oder dem Hahn zu

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Am Ende

Werden die Nieten
zerknüllt
oder mit Vorsicht
wieder
gerollt

wird das Bändchen zurückgeschoben
über die Rolle

manche heben es auf
das Los

hoffend



manche haben gewonnen
gewonnen,
denken sie

doch
sie müssen
ihr Los

zurück
geben

im Tausch bekommen
Sie

Ihren Gewinn

Am Ende
hatten jene

die Ihr Los zärtlich bewahrten
Ihr Los
im Lebensschoß

nach einem Leben
kurz vor dem Ende
fanden Sie es
in einer kleinen Schachtel

dort lag es
und
dort blieb es


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