Die kleine Gier……..

Was hat sie nicht geleistet….
die kleine Gier
ganz groß
im wir

die Ihr
ganz klein
der großen Macht
geopfert hat
der Erde Pracht

Dabei steht sie am Anfang
ganz
in einer langen Tradition
von Futterneid und Argwohn
als wär sie der gerechte Lohn
für einen ersten Muttermord

Mütter bangen
Väter bangen
was dürfen die Kinder vom
Leben verlangen

Am Anfang noch glücklich
das Kind ist gesund
danach folgt der Startschuss
der Lauf in den Schlund

Leistung und Leiden
Wettkampf und Verlust
der Unschuld
im Ringen
um der Gier unstillbarer Lust

Kein Schwert, kein Prügel
der durchbohrte, zertrümmerte
ein Herz, einen Schädel
würd man sie schlicht
entschuldigen

Entschuldigung
ich bin zufrieden,
ich bin gesund,
ich habe mein Mahl
ich kenne die Liebe
ich kenne Vertrauen
ich kann überleben
ich kann anderen Hilfe geben
ich freute mich,
würden auch mir andere helfen,
nicht für Geld,
sondern um der Hilfe und der Freude wegen
damit wir leichter leben
auf gemeinsamen Wegen
durch eine friedliche Zeit uns bewegen
ohne Angst
hinter der Biegung lauerte
die Gier

nein
frei und entspannt
ohne Hast und ohne Zweifel
treibt mein Körper nun dahin

nur

in dieser Welt in diesem Leben
in diesen Zeiten

allein

den ohne Gier möcht ich sein
und leicht wird mein Sterben sein
da jeder Moment den mir meine Sinne schenken
sich ohnehin seit jeher mit dem Kosmos verschränken

die Gier, sie frisst sich in das Wesen
oh Mensch, mit Ihr, ist es bald aus,
so ist es für fast alle nur eine Chance gewesen

….. und jene die mit Ihr glücklich über die Leichen
der Verlierer tanzen,
die mit ihren vergoldeten Ranzen,
der verdorbenen Schönheit
dem gekauften Intellekt
kurz, allen Diensten, die gierige Ameisen
der Königin kredenzen,

kenne ich nicht….
sie schreiben mir nicht…..

sie lassen nur erbauliche Geschichten schreiben
Geschichten die auch ich noch lese
Geschichten die das eben gesagte
schon millionenfach gesagt
…. doch eben nur, als Kosnumprodukt…
nicht als Anspruch, nicht als Botschaft,
sondern nur mit der Gier
nach Honorar, den ohne
was wäre das Leben da?

Klar, ohne Geld ist das Leben karg,
wenn man doch so gerne
all die spannenden Dinge mag…..

Nur, spielen könnte man auch anders,
sobald zwei spielen
ist es schöner als alleine,
bei drei wird es schon schwer,
da die Gier nach dem Einen
in den Hirnen nagt!

Nur ohne Gier………

wär es wirklich langweilig
das Leben
wenn es friedlich und gemeinsam im Schaffen und Erhalten
im Pflegen und ja, auch im Lieben passierte
ohne Götter und Sinn
außer eben dem Sinn die Zeit mit Anmut und Leichtigkeit
mit Glück und Traum und kluger Schöpferkraft
zu bestellen?

Was ist Dummheit?
Vielleicht bin ich nur zu dumm, erfolgreich gierig leben zu können…..
meine Dummheit
ich mag nicht begreifen
warum….

warum nagt die Eifersucht, der Neid,
warum flüstern sie
ICH und flüstern nicht WIR
wo doch im Hier
und Jetzt spielt das Sein
von uns allen sich ab
warum hält die Gier das Böse auf Trab?

Darf ich so überheblich sein,
zu behaupten ich wäre lieber allein,
als mich diesen Gefühlen anzuvertraun?

Ich sehn mich sogar nach dem Tag,
an dem ich vergesse über den nächsten Grashalm zu schaun….
So gerne würde ich schreiben
Wir –
wo sind sie, die Menschen, die die Gier ächten
und Vertrauen und Hilfe ohne Anspruch flechten?

Nur, warum
klagt man dann über das Elend der Welt?

Wo doch die Gier so erfolgreich das Schloss der Gewinner mit
unermesslichem Überfluss füllt
und die Kinder der Armen
damit sie fressen
dürfen
mit Waffen das Geschäft bewachen
oder
bietet sich eine vermeintliche Chance
das wehrlose Dorf plündern
ihre Artgenossen morden
das kleine Land überfallen
das kleine Land plündern
ihre Artgenossen morden

fallen die großen Länder übereinander her
lag lange der Leichenduft
in der Luft
die Kraft der Gier zeigt sich hier
in ihrem höchsten Feuerschein

so wird die Gier die Menschheit zerfetzen
doch vorher scheint
der Mensch für die Gier
sich selbst und das Leben hier
zu rauben

Alles für die Gier
die kleine hässliche Gier

liebst Du sie nicht,
gibt es kein Wir!
Doch das Wir in der Gier,
henkt sich selbst am Galgen auf
und das Ich verrottet im Wind
oder spottet vom Weg zu den Toten hinauf.

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Was bleibt?

Alles bleibt,

nur alles muss nicht

immer gleich

bleiben

es gibt kein Ende,
es gab nie einen Anfang
die Zeit hilft uns
als Krücke durch das Sein
biochemisch aktivierte Moleküle
Leben
lässige Laune der Teilchen
noch ein Weilchen
blaue Murmel
ja wunderschön

der Mann auf dem Mond
hat sie gesehen

das Traurige
inzwischen ist sie eher
Grau
die Murmel
fahl und krank

wär schön gewesen
hätten wir es damals
doch gelernt
erkannt und
mit Liebe uns
einander zugewandt

leider blieb es beim
alten Spiel

so liegt die Schönheit
dort wo keine Artgenossen
lauern mit ihren
Bleigeschossen

dort wo die Moleküle
ruhig liegen
und sich mit ihren Träumen
im Weit des Kosmos wiegen

nach dem Knall
vielleicht
wer weiß

topft das Universum
in ein Meer aus Liebe

den Hass hatten wir lange genug

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Wahlpflicht

Blind sind die Winde nicht
sind die Menschen nicht

friedlich und sanft
meist weht
das Leben
möchte es sich Frieden
möchte es
oder
möchte es nicht
einander lieben

im Namen der Liebe
wurden sie gegeneinander
getrieben,
erst mit Hieben
dann von windigen Dieben

Heuchelei schmerzt
sie frisst sich in die Wunden
die nicht mehr heilen
da das Gesindel
in den Herzen wühlt
mit Lügen die immer
immer weiter feilen

nur das Elend dürfen sie sich teilen

nun mussten sie wählen

sie nahmen Rache
sie bringen sich um
Selbstmord lautet die Devise
doch grimmiges Jaulen
begleitet das Schwert
im eigenen Bauch,

möge es die Heuchler mit
dem Blut der Armen getränkt
danach noch ebenso
durchbohren

die dreckigste Brut
darf danach im Sturm
die Welt endlich vernichten

sie sind dann unter sich
wir können davon nicht mehr
berichten

wir lachen am Rand der Galaxie
wir tanzen darüber hinaus
und sind gespannt
was dort wohl wartet

vielleicht endlich
ein sanfter, zärtlicher Wind
wo wir gemeinsam
beisammen sind
und nicht mehr wählen
müssen

da keine grässliche Kreatur
zu Wahl steht,
sondern nur wir hier sind
wir, die wir in Frieden und
in Eintracht
gemeinsam Lebenskunst
genießen

ohne Wettkampf
ohne Mord
ohne Sieg
und
ohne Wahlpflicht

so geht das Leben

unter Menschen nicht

so lebt der Unmensch

er wird nicht überleben

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Verwunderung

Was wundert den Säufer
besoffen wie er ist
im letzten Bewußtsein
sein Ende

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Süßer Spätsommer

Verschwunden,
ein summen, surren ein Ploppppp
reife Früchte fallen
Birnen, Äpfel, Pflaumen
ein trippeln, die Katze beachtet den Igel
kaum

Wartend liegt der kleine Hof
zwischen den Felden,
die Obstbäume geben Geleit
in die neue Zeit

Die Früchte fallen ins trockene Gras
Wespen, Fliegen, Hornissen,
Ameisen geben Vollgas
das Vollgas kommt vom Kindheitstrauma
als mich die Menschen drillten

Vielleicht ist es ja eher ein Schlendern
ein lässiges,
wissend welch Überfluss
der süße Spätsommer schenkt

jetzt wo kein Mensch mehr
seinen Körper durch die Welt bewegt
sich kein höllischer Lärm
sich keine Mordlust
sich kein Wahnsinn mehr
im Paradiese regt

Die Katze liegt auf der Holzbank
halb im Schatten,
die wachen Augen warten auf Ratten,

jeder hat jetzt eine gerechte Chance
und keiner stirbt ohne Sinn

langsam fällt der Hof

die Obstbäume überleben ihn
doch viele süße Spätsommer
bleiben noch bis dahin

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Mensch

Domestiziertes Säugetier
Vielfältig konditionierbar
im Notfall essbar
bei Nichtgebrauch kompostierbar

Wird in der Horde angeboten,
inklusive Führungs- bzw. Leitmenschen

Ein Planetenrudel benötigt weniger
als eine Sternenmillisekunde
um Terraforming radikal
zu exerzieren

Zerfällt nach Gebrauch zu Staub

bestes Medium
um komplexes Leben
auf Planeten
wieder ins Chaos zurückzuführen

derzeit im Angebot
50% Rabatt

Lieferung erfolgt direkt in den
DNA-Pool des gewünschten Planeten

Design und Rudelverhalten
können auf Wunsch modifiziert werden

es wird nur die destruktive Variante
angeboten

die Brillanz des Verstandes
ist nicht zu unterschätzen
womöglich würde aus der Hölle des Kosmos
durch den Menschen
dessen Schönheit in ein Friedensparadies
transformiert
könnte sich der Verstand von seinem
Untertanengeist
befreien

bei dergleichen Anzeichen
empfehlen wir
die sofortige
Transformation
mittels Asteroideneinschlag
(bevor es zu spät ist
und die Menschen wild und frei
zu Ihrem gemeinsamen Wohl
kreativ und intellektuell aktiv werden, was sie
wohl zu ungeahnten Leistungen befähigte,
Leistungen, die auch das Asteroidenmittel
als untauglich erweisen könnten-

eine Supernova ist mit immensen Kosten verbunden,
vor allem dürfte der jeweilige Systembesitzer
wenig Freude am Rest seiner Investition
haben – der absolute Exit
im Falle freiwerdender Menschen

Beim „Erdmenschen“

können wir

einen
vorbildlichen Verlauf

erkennen

einfach perfekt
lebenszerstörerisch

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Quintessenz

Sein schimmert hinter
den Lidern
dort spielt in grellen Farben tags
bei Sonne
grau bei Nebel
traumblau in der Nacht
das friedliche Kaleidoskop

nur nicht beim Mensch
dessen Schlachtfest
tosend lärmend schaurig tobt
dabei er sein Morden
nobel lobt

Im Äther lösen sich
die Geister auf
selbst sie
nichts weiter als
kosmischer Staub

irgendwo spielen
andere Kinder
sie bauen ein Universum
aus Sand
und das kleinste nimmt es
in seinen Mund

wir bemerken nur
wie die Zeit vom Speichel
zersetzt wird

wir vergessen gern
damit wir fressen
und die Lust empfinden
zu siegen

im mörderischen Wahn
dabei krepieren die meisten
im jämmerlichsten Loch

es spuckt
das Universum aus

dahinter liegt der kosmische Ozean der
Alles ins Unendliche bewegt

man könnte schließen
die Wale
sie schwimmen
und atmen

auch dort

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