Ausweichchance

So lange es
eine
Ausweich
chance
gibt

gibt es
das freie Leben

Jung am Bachlauf
lesen und träumen

da kamen die Bagger und
Bulldozer
die Muldenkipper
und Walzen

es war vorbei
der Platz war verloren

Trauer
doch
Ausweichchance
blieb

so blieben die
glücklichen Stunden
an anderem Ort

ein Kleinod wars
auch
dort
doch
dann kam das Geld
und kaufte es
für ein Domizil

das zwar an 350 Tagen
im Jahr
nur vom Putzdienst
frequentiert
doch argwöhnisch
von tausend Augen
bewacht

jedes Tier
fern hält

es war vorbei
der Platz war verloren

Trauer
doch
Ausweichchance

(und wenigstens kein
Dauerlärm
keine
Dauergefahr)

so blieben die
glücklichen Stunden
an anderem Ort

nun
gewinne ich
keinen Ort mehr
lieb
sondern
bleibe ein Nomade
der Stille und Einsamkeit

tiefer den je in den Wald
flücht ich mich

jeden Winter
drohen die
Monstermaschinen
den Bäumen

einzig
mein Glück,
sie können nicht alles
auf einmal

Ernten

doch der Mensch
erntet die Erde
nicht
um zu überleben

er erntet die
Ernde

im Auftrag

um Paläste zu bauen

die uns

am Ende
jede Ausweich
chance

nehmen werden


Wir wissen es
wir kennen es
wir leben es
wir erleben es

dennoch

dienen wir
zu unser aller

Verderben
bis wir endlich
selber sterben

die Nachkommen
hoffen
zu erben

sie erben nur
den Hass

an dem Sie weiter
bauen

bis er am Ende
alles Leben
erstickt!

Gelegentlich
bin ich glücklich

am Ausweichort
am Fluchtort

dort
wo mir niemand
verzeihen kann

dass ich meine
Eitelkeit verachte
verstoßen hab

und in Lumpen
trocken und munter
im Schatten träum
durch die Wipfel
in den Himmel
lug

egal
der Bildungsbürger
wird sagen

Selbstbetrug


Ich freu mich schon
auf die nächste
Sonnenstunde

…. noch eine kurze Zeit

ich bin
längst
bereit!

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Menschenherz

Das ist kein
Herz
das hüpft
vor Freud

es ist ein
Herz
gedrückt
vom Schmerz

der Angst

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Anmerkung

42 ist nicht absurd
doch falsch
die Lösung
lautet
nämlich
43

dämlich?
Ja sicher
was sonst?

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Zertifikate

Zertifikate für Emissionen
bekommt ein jeder Konzern
der eine verkauft sie
egal wie viel
Dreck
er
emittiert
da er als grüne klassiert
kassiert

oder aber
er kauft sie
da es die „Sünder“
braucht

am Ende sind
Tod und Spiele
im Wüstenklima
klimaneutral
ist der 1000 PS Cypber Truck
ökologisch bezuschussenswert
treffen sich
der Erdgasmilliardär
und
der Batteriemilliardär
zur letzten Party

im Paradies

es war ein glänzendes Geschäft
blöd nur
die Natur verstand das nicht

hätte sie nur auf die Top-Ökologen
unter den Top.Ökonomen
gehört!


…. übrigens
die Konsumenten kaufen gerne
sowohl
das Event
als auch
den Cyber Truck

die
die es sich nicht leisten können
träumen leider
oft
genau
da
von

doch sie büßen schon früher,
für ihr Schicksal,

nur
niemand ist wirklich schuldig
wir sind alle frei
von Schuld
da wir ohnehin
tot sind!

Belanglos

Das Spektakel läuft seit
Jahrtausenden
es nennt sich
Zivilisation

der Psychopath
hinter dem vorletzten schwarzen Loch
hat seinen Spaß
daran,

er lacht wohl laut auf.
sobald die blaue Murmel
grau wie der Mond
und tot wie aller Staub

im Nirgends schwebt

nichts
gar nichts
wissen
noch verstehen
wir!

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Regen im November

Kein Lied, keine Melodie,
nur Worte, Gedanken
Melancholie

Melancholie
da die Liebe nicht wandert
sie ist gegangen, geflohen
vor der Gier

Wir haben des Spiel
falsch gespielt
da wir uns ergeben haben

schon lange ergeben
so hat es wohl seit
Jahrtausenden
keine Menschen mehr
auf dieser Erde gegeben

was wir sind
ist nichts als
lebendige Gier

und sei es nur
Gier nach Liebe und Zärtlichkeit

doch meist ist es
anders…….

auch der Regen
im November wäscht
nichts von uns ab

NICHTS

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Spurensuche

Ein Lächeln
um zu überleben
die Schmerzen ganz vergebens
litt sie ein Muttertier
das Leben war verloren,
an der Verbrecher Gier

Ein Sinnen
um zu überleben
die Welten ganz vergebens
erfuhr sie ein Menschenkind
das Leben war verloren,
an der Verbrecher Gier

Ein Leben war verloren…………

Am Ende hatte es noch einen Traum……

Es vergaß die „Zivilisation“

Es gab Menschen die glücklich waren
die liebten
die sinnend durch die Zeit glitten
gemeinsam tätig,
ob entspannt in Blasen durch die Lüfte gleitend
ob inspiriert unter Baumkronen musizierend und tanzend
ob geschäftig Wohnstätten gestaltend
ob sich einander pflegend, sich Wohl zu tun,
ob sich in ihre Ideen vertiefend, zu planen,
zu entwerfen und zu schaffen

doch niemals etwas schaffen, was anderen Schaden zufügt!

Es gab keine Koffer, es gab keine Zäune, es gab keine Waffen und es gab keine Paläste…………….
keine Kathedralen, keinen Beton…………….

Die Menschen waren so bunt wie die Vögel,
die Menschen waren so neugierig wie die Delphine,
die Menschen waren so behutsam wie der Tau auf den Blättern,
die Menschen waren das Leben, das aus der Sonne trat und sich über die Erde legte, um als erste ohne den Mord und das Fressen durch Tod zu existieren, ihr Geist hatte ihnen die Möglichkeit gegeben, jede Grausamkeit zu überwinden und am Ende konnten sie sich mit allen Seinsformen der Natur verschränken, ja, in diesem Traum stand gar die Galaxie selbst neben ihnen und legte ihnen lobend den Sternenhimmel auf die Gedanken, das sie allen Anfang und jedes Ende als die Unendlichkeit begriffen, ohne zu trauern, sondern im gemeinsamen Glück.
Ein schöner Traum war es und die Schwerelosigkeit konnte das Wesen fühlen, es fühlte sich wunderbar an.

Die Spur verliert sich, doch der Traum bleibt in mir wach, er bleibt dort mein Begleiter, er tröstet mich, er flüstert mir immer ins Herz, das pocht, da es die Bedeutungslosigkeit aller Vernichtung in seiner Dunkelheit annimmt, dafür sich mit den Fluten des Blutes im Strom der Empfindung weiß, es weiß, dieser Traum bleibt immer, wie alles immer bleibt, es begann die Reise mit mir und wenn es endet, wird es irgendwo, eine neue antreten, so oder so.

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Trostlicht

Im Licht stehen die Farben
blühen sie
ohne zu
leben
oder
leben Sie?

Sie leben
stell ich mir vor
es zu fühlen
im Schritt folgt der Trost
legt Sie mir auf die Schultern
auf jede Regung
in die Gedanken hinein
wo sie mich trösten
bis in die Nacht
wo sie weiter leuchten
lass Sie
bald werde ich bei
Ihnen sein!

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Eitelkeit

Blind streift das Wesen durch die Zeit
im Wind
steht der Körper,
stets bereit

sich
in den Dreizack zu werfen
den die Eitelkeit
frei
mütig
ihm vor die
Kehle hält

es bleibt nur
ein Röcheln
tiefer mit jedem
Neu
Geborenem
Leben
bohrt sich
der Wurfspieß in den Hals

Das Blut entweicht
die Hoffnung zerrinnt
im Sand
erstickt ist das Leben
erstickt sind die Träume
erstickt ist die Liebe

so blind
so blind ging das Wesen

wie stand der Wind?

Hat es die Gefahr nicht gerochen?

Oder war die Eitelkeit schon immer
dort
bereit

hat sie nur gewartet?
geduldig

bis es kam

bis es kam
sich selbst trennte
vom Leben ab

trennte von der Zeit
trennte

abgetrennt ist die Vernunft
jenes Wunder
das der Liebe, den Träumen,
das dem Menschen geschenkt
gewesen

ein Geschenk
das er verstieß,
lieber lief er blind,
nicht gegen
sondern mit dem
Wind

sonst hätte er den Moder
des Todes
gerochen

Es starb nicht ein Mensch
es starb eine grandiose
Möglichkeit!

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Wir

Wir leben und
Wir träumen
Wir lieben und
Wir versäumen

vor lauter blinder Bilder
Gewalt und Kraft

zu erkennen

dass

Wir wirklich leben!

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Warum gehst Du nicht?

Wir warten doch nun schon über 12 Jahre,
12 Jahre die Du uns an unsere widerliche Feigheit erinnerst,
12 Jahre die Wir Saubermenschen blankgeschrubbt,
den Gestank unserer biederen, opportunistischen Eiterbatzen
in unseren Gehirnen spazieren tragen
12 Jahre da wir Dich,
lebendig verrotten lassen, hoffend, du mögest endlich
verrecken
12 Jahre in denen die tollen Menschen
Menschenketten bildeten
sich dabei hoffentlich
wenigstens
beschissen fühlten,
wobei
ich befürchte
diese Bande hielt sich tatsächlich
für „besser“

was unser aller Gruft ist,
die Gruft in der wir gemeinsam
mit Dir verschimmeln und
vermodern

die Gruft der Menschheit,
die einer wie der andere,
egal wie sozial, human, friedlich
engagiert, klug und vernünftig
ja vielleicht brillant
er sein mag,
neben dem perversen, sadistischen
massenmordenden, Psychopathen
feuchttriefend, seine Fleisch den Maden bietet
die sich an jedem dieser verreckten
endlich toten Verbrechern
laaben.

Wenigstens einmal hat der Nacktaffe
einen Zweck
erfüllt!

Warum legst Du Dich nicht
endlich in die Gruft!

Leider bist auch Du
nur einer von uns,
nicht besser, nicht schlechter,

Du hast nur fälschlicher
weise
ge
glaubt

übrigens wie nicht
wenige
unter
uns

Es könne in dieser
über Jahrtausende
von monströsen
Kreaturen
beherrschten
Masse
an
Leben

tatsächlich
so etwas
wie
Menschlichkeit
geben


Nein,
das ist leider
ein Irrtum

für Dich fatal
in seiner
Konsequenz

Du hast es nun
12 Jahre gespürt

Leg
Dich
in
die Gruft

neben
Deine Henker

neben
uns

neben
all jene
die von uns zum Tode
verurteilt
das Urteil
an sich
selbst
vollstrecken

Doch wer
von uns
ist schon
stark genug

zum
Selbst
Scharf
Richter
zu werden?

Lebenstrieb der du
in uns
wütest

Lebenstrieb
der du uns
leider nicht vor
unserer
abgründigen
Verkommenheit
schützt

einzig der Tod
ist unser Freund
Erlöser
und Hoffnung
zugleich!

Stirb endlich Assange

die Journaille lechzt danach
sie brauchen Stoff!
Als ewig überlebender
gefolterter Märtyrer

gest Du mir auf den Geist!

Du erinnerst mich ja
täglich
an all das,
was ich gerade
über uns
über mich
über die Menschenbrut

schrieb

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