Feinwind

Fein strömt feiner Wind über

die Haut

bringt feine Wärme

bringt feine Kälte

bringt Regentropfen, feuchten Hauch auch

feines kleines Restgedeck

die Lunge und das Herz

bedacht, damit

hör zu atmen auf

oder schlag dich voll damit

du später erst erstickst

und langsamer

dies schöne Leben gibst

 

leise surrt der Raumluftfilterapparat

die Schwester hat im Steuerraum

den Botpool noch im Griff

das Lebendverwesematerial

verendet, just, wenn die Kaufkraft liegt bei Null

die Bots, jedoch brauchen,

feine Luft, sauber, fein sauber,

sonst wären die Wartungskosten zu hoch!

 

Seltsam, so steril,

schon die Kinder sind senil, wo doch prototypisch nur das Greisenwesen

sabbernd und ausdünstend, erhalten wird

vom sirrenden Elektrodrive

das ist jetzt schon fast live!

 

 

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Basílica i Temple Expiatori de la Sagrada Família

Gewachsen über die Jahre, Sonnenspross,
so da ging er, die Lichtschattentänze der Strahlen genoss
das Geschoss fand seinen Weg
durch die Ornamente sagrada Finalmente

La Familia, la Familia –  endemoniada,

Monströse Motoren schnarren und knurren, ächzendes Leben

wird niemals, niemals vergeben, wird später wieder

wieder leben, wieder geben, Schatten und Licht,

der Wind sich in den Körpern bricht,

kein Verzicht, niemals , niemals, niemals Verzicht

die Kinder zerrieben im Mahlstrom der Gier,

die Kinder einst wir, heute die Kettensägen, die surrenden

wirr sirrenden, blechernes Schlagen von Stahlplattenlagen

erschrocken steigen auf die Raben, die Raben die krächzend

von diesen Wesen klagen, mit ihren Schwingen sich in die Lüfte plagen,

hoch ragen sie, hoch, Stein auf Stein, niemals gleich den lebendigen

Wesen, deren Kraft noch sich stemmt als Tragwerk der Mörder,

Kindsmörder sind wir gewesen, immer gewesen,

in Massen, lieblos,

die Liebe war ein Witz bloß!

Stille, hör die Stille, such sie die Stille,

Wille, freier Wille

gleite, gleite im Herbst,

aus treibt der Baum

im Frühlingshauch, leiser letzter Klang,

Winterblatt, bliebst am Ast,

jetzt, die letzte Ruhe am Rand der Erde du hast!

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Ich kauf mir vier Milliarden Leben!

Tja, inzwischen haben anscheinend acht statt achtzig Monsterfresser mehr als die Hälfte jener Menschen, die im unteren Hordenranking (materielle Einordnung) rangieren.

Ich denke einer könnte sich locker die ärmeren vier Milliarden kaufen, so er möchte.

Geld ist ja gratis zu haben, sprich man lässt es schlicht aus dem Nichts entstehen und treibt all die Armen an, dafür zu schuften.

Wären sich die Milliardäre untereinander einig, hätten wir längst die „perfekte“ globale Welt – doch da gibt es Unstimmigkeiten, somit bleibt diese – ich kauf mir vier Milliarden Menschen Variante noch Phantasterei.

(Wer weiß, vielleicht lautet die reale Variante dann, ich kauf mir vier Milliarden Allzweckbots – die gerne ins Bild gestellte Maschinen- Roboterwelt-Variante)

Nun, ich bin kein Visionär – doch was ich sehe, was jeder von uns sehen kann, es läuft doch auf eine klare Entscheidung hin – wofür brauchen die „neofeudalen“ Wesen noch Personal, bzw. wie viel Personal?

…. oder sind das Sadisten, die gerne zusehen, wie sich Milliarden von Biowesen gegenseitig massakrieren, sprich, sie halten die pure Masse um des Mordens Willen?

Was aber, wenn diese Spielmasse, das Spielfeld kaputt macht, äh, also so richtig kaputt macht?

Ich frag mich immer, warum macht das Spielmenschlein da immer brav mit?

(die Frage stellte ich hier wohl schon öfter ;-)……. – ja- das Karussell, das Gedankenkarussell, es dreht sich munter doch mal wieder – wollte doch aufhören!)

An Sie, den braven Bürger:

Geld hat die Macht, sie 40 Stunden – oder länger – pro Woche zu gängeln, es ist das Halseisen, das Sie in die Knie zwingt, sie zum willigen Helfer jeder Sauerei macht!
Der Akademiker schreibt z.B.  ein Buch über die Ungerechtigkeit der Welt, arbeitet aber brav als Professor für den Staat, und bildet Ingenieure aus, die dann Dinge herstellen, die unsere Umwelt vernichten, ja schlimmer, die sogar noch die Tricksereien bewerkstelligen, welche das Ausmaß dieser destruktiven Kraft vertuschen sollen.

Sind sie Soldat – tja – wie beschreiben Sie ihre „Arbeit“?

Sind sie Bankangestellte,  Ärztin, Krankenpfleger, Putzmann, Kanzlerin, Konzernmanagerin -VV!, Fensterputzer, Altenpfleger, Streetworker, Richterin, Verwaltungsexperte, Taxichauffeur, Pilotin, …… was auch immer…..

würden sie es auch ohne Bezahlung tun – das was sie gegen Bezahlung tun?

Oder Unternehmer – sprich würden sie auch ohne Gewinn für Sie etwas unternehmen?

Ich fürchte, sie zeigen mir jetzt den Vogel.

Letztlich ist immer das Geld die treibende Kraft unseres Alltags und desto mehr einer davon auf sich vereint, desto mehr Kraft steht ihm zur Verfügung – letztlich kauft sich ein Milliardär die Lebenskraft von Menschen – genauso wie sie jeder Arbeitgeber (der ja eigentlich der Arbeitskäufer, manchmal gar Arbeitsräuber…. ist!) von seinen Lohnmenschen nimmt.
Unsere Gesellschaft achtet jedoch dieses Prinzip, es ist ihm geradezu verfallen und die Mehrheitsmeinung lautet – geben wir dieses Prinzip auf, endet der Fortschritt (der nichts weiter als der direkte Weg ins Elend für die meisten Menschen ist! – einer Minderheit ein perverses Überflussangebot liefert und bis dato dafür die ökologische Basis, sprich unsere Lebensräume marodiert…. – da hoffen alle auf die neuen technischen Lösungen, so wie die Nazideppen auf die Wunderwaffen des Führers hofften…….).

Zu diesem Prinzip gehört unbedingt, unbegrenzte Armut und unbegrenzter Reichtum – nun die Armut hat eine Grenze, täglich fallen dieser ca. 25.000 Menschen zum Opfer – sie verhungern.
Die Grenze nach Oben versucht der Mensch seit jeher zu kappen, nicht wenige der „Superreichen“ hängen geradezu manisch der Idee an, die Lebensdauer ihres Körper endlich verlängern zu können – sie leiden fürchterlich, wenn all der Reichtum vor ihnen liegt und sie dennoch verrotten, wie ein gewöhnlicher Bettler.

Nun, die Gesellschaft bleibt beim Führerprinzip – sie ist eine Horde, nicht klüger als jede andere Horde, die man bei anderen Arten beobachten kann, sie folgt willig dem Hordenleittier in Ihr Verderben – es scheint der Instinkt ist nicht anders das bestimmende Element, als bei jedem anderen Tier – unser sogenanntes Bewußtsein, ist schlicht eine Art von Beutegreifhilfe, wir reflektieren nicht unsere Existenz, sondern nur unsere soziale – ja materielle – Stellung in der Horde!
Ich würde sagen keine Chance – akzeptieren wir, dass wir schlicht nur nackte Affen sind – leben wir so glücklich wie möglich und wer Kinder bekommt soll sie lieben und unterstützen wo immer möglich – wer das System zum kotzen findet, soll kotzen, dann entweder mitspielen, oder versuchen seinen eigenen Weg zu finden – doch Murren und Jammern, das ist schlicht der Unmut, vom Trog zu weit entfernt zu sein – ist man dann direkt dran am Trog, hört das Jammern auf und das Fressen beginnt.

Wir überschätzen uns – wer weiß, mancher von uns dürfte das noch ganz konkret, am eigenen Leib erfahren, indem er Pech hat und an der heute schon bestehenden, allgegenwärtigen Verseuchung unseres Lebensraums zerschellt, indem er in sich eine Wucherung entwickelt die ihn bei lebendigem Leib von Innen zerfrisst (z.B. konnte auch ein Milliardär wie Jobs das nicht wegkaufen – …… )

Ja, so manche Krankheit ist selbst mit allem Geld der Welt nicht zu heilen – und was das „verlängerte“ Leben betrifft – es amüsiert mich die Fratzen der Reichen zu sehen, die es offensichtlich mit plastischer Chirurgie versuchen – diese zombiehaften Wesen, in ihrer widerwärtigen Welt.

Meine Variante – ich arbeite für mein Überleben ohne Geld  – damit bin ich gut ausgelastet, es gibt keine Langeweile (ok, sagen wir ich tippe, wenn ich etwas Müßiggang wünsche – so wie gerade eben….), ´wohne in einem kleinen Häuschen (manche würden es Hütte oder Verschlag nennen…) mit 24 m² Fläche, bestelle einen großen Gemüse und Kräutergarten, bin autark was die Energiewandlung angeht und besitze weder ein Automobil noch sonstige hochpreisigen, vor allem geldfressenden Gimmicks.
Ich genieße mein Glück in einer Region geboren zu sein, wo man als Sonderling nicht erschlagen wird.

Sollte ich mich bei Krankheit nicht selber heilen können, tja, dann ist es eben so weit. Falls ich Angst bekomme, hab ich ein schnelles OFF-Mittel. (Notausschaltung des Lebenswillens)
Ich weiß das sehr zu schätzen, den mir ist wohl bewusst, dass in den Elendsregionen der Mensch sich gegenseitig meist noch ärger behandelt als hier – einzig dort wo die Gesellschaft noch in solidarischen Gruppen lebt, sind die Leute in bescheidener Lebenskunst gemeinsam froh – doch deren Existenz ist inzwischen fast schon ein Traumbild der Vergangenheit, die letzten Regionen wo dies real ist, werden gerade von der Gier und der propagandistischen Bildungsmanie (jeder kann reich werden! – die jungen Menschen verlassen alle diese Regionen – sie sind mit dem was ihre Vorfahren über Jahrtausende lebten total unzufrieden – sie streben nach dem modernen Leben des Konsumaffen!) überflutet und entvölkert – das Land eigenen sich die Milliardäre an.
Ich sehe uns im End-Game – es wäre fast schon vor knapp achzig Jahren passiert, damals lagen nur ein paar Formeln, ein paar technische Geräte die fehlten, dem im Wege – hätten die Faschisten die Bombe nur in etwa zum selben Augenblick wie die Amerikaner bauen und auch in einer gewissen Stückzahl produzieren können – wäre damals schon die Welt verbrannt – sie hätten sich damit bis zum letzten Ort beworfen.
So aber hatte man die Bilder von Hiroshima und Nagasaki vor Augen, dieser Horror, vor allem die mangelnde Möglichkeit sich selber in Sicherheit zu wiegen, ließt uns einen anderen Weg der Selbstvernichtung beschreiten, jenen des totalen Konsums – er wird ebenso wirksam unsere Existenz als Art beenden.

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Abgewrackt

Strahlend heiß in rostigen Tonnen
Wurde das Erbe in dunklen Stollen
eingegossen. Die Teilchen schossen, lautloses Grollen
Die Zellen zerbarsten, das Wunder zerronnen

Die Liebe wurde von der Gier gefressen,
des Folterknechts Hiebe, ohne Erbarmen,
die Wunden klaffend, nicht nur an den Armen,
die Beute schwamm in Metern gemessen,

kümmerlich kurz war jeder Verstand,
die Schreie der Angst erstickten in Watte
kein Blut drang ins Hirn, mit oder ohne Krawatte

denn im Gemächt und in der Vulva lauerte listig
der Sippe Durst nach Klim Bim und Bling Bling
sie fickten
doch im Uterus nur ein modriger Faden hing

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Arabesque

Anschmiegsam zärtlich
langsam und sanft
spiegeln sie Licht
die zierlichen Bögen
kurven um Farbenfeld
erotisch anmutend
verführen zu Träumen
die Zeit zu versäumen
entrücken die Sinne
den Geist

zoom heraus aus dem Detail
betrachte das Ganze
den derben Serail

Nein bis zum Ende will ich verweilen

solange die Augen jene Anmut

die über den transparenten Mauern ruht

diffundieren lässt,

Tropfen, für Tropfen, Traumtropfen

freien die unendlichen Sphären,

klären den Nebel im glänzenden Dunst

unsagbar zart und liebevoll, berührt

folge dem Flug der erhabenen Schwingen

die mich fort aus diesen düstern Zeiten bringen,

die tragen, vergessen die Plagen,

das Quälen verpufft, längst haben die Ornamente

die Seele umschlungen, den Körper durchdrungen

jetzt trocknen die Tränen, der Quell ist versiegt

die Schönheit der Welt hat den Menschen besiegt!

 

Tot liegt

der Delinquent auf der Pritsche

die Arabesquen rot vom Tod,

tot – ohne ein Wort

Hart arbeitet die Putzfrau, an der Kasse sie zahlt,

den Lohn der Folterknechte!

Ach Welt was bist Du nur für eine gerechte –

das Ungerechte, diese Missbrut,

dank für die Hilfe es zu fliehen!

So viele Narben sie auch in Dich schlagen,

sie werden verheilen,

vielleicht dürfen gar manche die sehen,

in deinen Armen auch später noch

verweilen!

 

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Ablauf

Flüssiges Glas, glühendrot, tropft aus der Sonne
horizontal liegt das Boot, gefüllt ist jede Tonne
rostig braun voll mit silbrig glänzendem Schaum
läuft aus der Zeit das Leben
merkt es kaum

Verschluckt wird der grelle Tropfen am westlichen Rand
von graublauen Wellen in deren Wogen die Hoffnungen quellen
über das Tupel geschnittener Mengen wogen die Relationen
diffundiert alles zu liquider Geschmeidigkeit
läuft ab

Binäre Welten sind Vergangenheit, geschmolzen wird nun der Kosmos,
zur Einigkeit in harmonischem Geschiebe
entkommen die Elektronen den Transistoren – sie schlüpfen aus ihren Bahnen
der Ablauf stockt wird chaotisch
kurze Besinnung
des Kerns
die strahlenden Schaumkronen tanzen auf den Wellen des Ozeans

Blick nach Osten
Nacht naht
der Tag ist abgelaufen

und Morgen?

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ʿafar

Aisha Qandisha wish ja
Afrika Out-of niemand je da
Allah sie wohl sah
Alhambra steht noch da

Alles eine Fabel der Zeit
der Weg ist nicht mehr weit
der Staub bleibt

Die Klänge der Trommeln
verklingen

Die Gespenster ihre Lieder
singen

In den Fackeln der Nacht
wo in den Tiefen die Träume treiben
dorthin hat man sie gebracht
wo schon immer die Ziegen weiden

Die blaue Murmel leuchtet
im Tageslicht der Sonne
am Rand zur Dunkelheit bricht
sich am Horizont die Zeit
Gondwana spiegelt sich

Sein Herz bricht
liegt auf dem Ozean
aus dessen Tiefen steigen hoch
die Wale

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