Made in Japan – today minus 7% (after close..)

Kann sein, morgen ist wieder alles gut!
Für die nächsten Tage, vielleicht Wochen, Monate.
In Japan kostet Geld seit nunmehr 20 Jahren nichts.
Sprich, es gibt dort keine Zinsen – man muss aber auch nicht für das Vorhalten von Guthaben bezahlen.

Da dies so bleibt, brach heute nachbörslich der Nikkei um bis zu
7% ein – in Indexpunkten über 1200.

Spannend wird es nur zu sehen, ob die Blase damit zu platzen beginnt, oder ob sie Spieler noch mal Luft hinein blasen. (Solch erratischen Bewegungen sind ja inzwischen fast schon Tagesgeschäft – nur 1200 Punkte – praktisch binnen weniger Stunden?)

Es reicht nicht, dass das Geld nur fließt, es müsste mit Hochdruck noch in die Märkte gepumpt werden, damit man die Kurse noch weiter nach Oben treiben kann.

Ich mixe gerade meine Lebenszeit mit Gedanken an diese Episode, da ich eine Prognose wage.

Der GMS-Kalfaktor Draghi, dessen einzige Aufgabe es ist, bestimmten Wesen das Vermögen endlich in den Bereich jenseits der 100 Mrd. Dollar oder Euro zu treiben, rät ja nun ganz offen den gewöhnlichen Sparern sich endlich in Aktien zu engagieren (wobei die Private Riestervorsorge schon meist in solchen Töpfen brodelt und wohl bald verdunsten wird.)

Generell begrüße ich diese Tendenzen, da die treuen Untertanen es meiner Meinung nach mehr als verdient haben, für ihre Feigheit und ihre Bequemlichkeit so richtig noch eines auf die Backe zu bekommen.

Wer heute schon in Harzt IV sein Gnadenbrot erhält und als Rohstoff für eine Büokratiemaschine herhalten muss, sprich durchaus zu arbeiten hat, wenn auch die Arbeit nur in ewigen Sitzorgien und dem Ausblenden der immer gleichen dümmlichen Phrasen besteht.

Manche dürfen auch Regale ein- und ausräumen, oder mit kleinen Spießen oder Schäufelchen  Staubkörner einzeln aufsammeln, bzw. Hinterlassenschaften von verwöhnten Vierbeinern eintüten, da Frauchen oder Herrchen dies gerne mal vergessen

Stumpfsinntraining ist immer monoton, immer würdelos und immer sinnlos – eben, man soll ja den Stupfsinn trainieren!

Wie komme ich von Japan zu Hartz IV?

Hartz IV steht für mich, für den völlig abhängigen Sklaven, den perfekten Untertanen, der für einen Job bei der Bundeswehr oder im Polizeiheer alles geben würde, einen Artgenossen, den man so enwürdigt hat, dass er seinem Bruder den Schädel einschlägt, damit der Verbrecher hinter ihm auf dem Podium kurz ins Mikro pusten kann, um anschließend zum Bankett geleitet zu werden und abends seine Schwester zu ficken, zu schänden und ausgeweidet auf dem Bett zu hinterlassen – er kommt dann noch angekrochen und räumt auf.

Wenn die „Kapitalmärkte“ kollabieren, werden die cleveren Kerlechen von der Milliardärsfraktion süffisant lächeln und mit ihren Hedges endlich alles beistzen, sie werden die brave „Mittelschicht“ binnen kurzer Zeit ins Heer der Schleimspursekretmoleküle drücken, dem diese eigentlich schon immer angehörten – nur noch ist die Mittelschicht jene Klasse die auf der Schleimspur gleiten darf – die Oberschicht hält nur die Öffnung vor ihre Nase, in die sie hineinzugelangen wünschen –
doch diese Öffnung wird dann geschlossen.
Was bleibt ist Schleim.
Ekliger, widerlicher, bitterer Schleim, in dem es brodelt und kocht.

Die Moleküle werden sich immer ähnlicher, sie werden immer dämlicher, nicht trauriger,

sondern „sauriger“. (Hass, das Benzin der Reichen, mit dem sie den Motor anfeuern!)

Ich weiß nicht wann diese finale (eine schleichende, permanente ist immanent) Enteignung der Überflüssigen erfolgen wird, doch ich bin mir sicher, sie kommt bald und heute in Japan, kann man sehen, wie schnell das u.U. (sollte der Markt sich nicht stabilisieren – sind schnell wieder 9000 im Nikkei möglich, d.h. gewöhnliche Aktiensparer haben in 20 Jahren nur verloren)  kommen kann, vor allem wie keiner es bemerkt, bzw. niemand ein Thema daraus macht.

Armut ist ein beliebtes Stück in der Presse, Armut ist ein begehrtes Geschäftsmodell, doch das dieses Thema taugt, binnen weniger Quartale Millionen von heute noch im Traumland umherkonsumierenden, willigen Mördern ins Heer jener zu stoßen, die heute schon völlig degeneriert sind, oder – ganz wenige – sich aus der Welt des Irrsinns herauslösen, zu überleben versuchen, ohne die Maschine mit ihren Leben zu füttern, spricht kaum jemand an.

Die Sub-Prime Blase war ein erster gelungener Schub – vor allem in Amerika, Mittelschicht zu Prekariat – im Eiltempo, die Arbeiter, die Werktätigen hielt man dort schon immer relativ prekär – in Deutschland- Europa holte man das in den Nullerjahren rasch nach – es lief reibungslos – die Bildungsbürger verachteten wie gewünscht, die in spätrömischer Dekadenz schmausenden Nichtstuer – schön, ich wünsche baldige Teilhabe liebe akademisierte Feiglinge!

Die Politokraten sind entweder selber die Plutokraten, oder sie sind deren emsige Diener, die Bürokraten sind das billige und bald überflüssige Heer, welches sich in kürze in ganz anderen Regionen wiederfinden dürfte, die Schutztruppen bleiben leider ergeben und werden auch – wie oben beschrieben – die tiefste Form des devoten Sklavenseins an sich selbst und jenen, auf die man sie hetzt exekutieren (haben Polizisten vielleicht schon alle eine Lobotomie hinter sich – nachts – auf dem Lehrgang der Bereitschaftspolizei, die Schlafsäle mit Gas durchflutet, schleichen die Skalpellführer von Bett zu Bett? Mikroinversiv – am nächsten Morgen, der Kater, ein kleines Jucken unter dem Haar…….)

Aber das scheint gar nicht nötig, für ein paar hundert Euro verkauft der Mensch eben seinen Verstand.

Die Menschen haben viel erreicht, sie könnten seit wohl wenigstens fünfzig Jahren eine Welt frei von Hunger und Not, von Krieg und Elend organisieren – doch sie wollen es nicht.

 

Sagt der Volksmund nicht: „Wo ein Wille, da ein Weg!“?

Wollen 999 ohne Wasser durch die Wüste marschieren, damit sie den tausendsten in einer Badewanne durch diese tragen dürfen, am Ende kommt der eine mit vielleicht 20 anderen an. Die zwanzig haben es geschafft, da sie jenen die zusammenbrachen, das Blut aus den Adern saugen konnten, doch die Früchte, das was die Erde allen gegeben hätte, das haben sie gleich zu Beginn des Weges in die Wanne gelegt und der eine, der ganz Besondere, der stieg lächelnd in die Wanne und genoss sichtlich den Weg, er nahm die Spur des Elend unter ihm gar nicht wahr.

Stattdessen werden aus Millionären, Milliardäre und aus Millionen Hungernden Milliarden Hungernde, aus einer resilienzfähigen Biossphäre wird langsam ein siechender, trauriger absterbender Planet, nur weil sehr Wenige alles wollen, und sehr, sehr Viele Ihnen wie hirnlose Automaten zur Seite stehen.

Ein Hoch auf den Crash! Ein Hoch auf die Tage, da das Heer der völlig verarmten, der rechtlosen, würdelosen Menschen mal wieder einen richtig feschen Schub erhalten wird – jeden, ja jeden, den es dann erwischt, hat sein würdiges Schicksal ereilt, so böse bin ich, ja, so böse, das habe ich dann ganz alleine geschafft – und ich nehme gerne alle Schuld auf mich.

Macht nur einfach immer weiter, weiter wie bisher, weiter, bis ihr eben nicht mehr gebraucht werdet und euch zu jenen gesellen dürft, die heute schon wissen, was es bedeutet, zu wünschen, man wäre nie geboren worden.

Ich fürchte, ihr werdet auch im Elend nicht beginnen, euren Verstand zu suchen, sondern nur mit eurem Schicksal hadern – jammern und betteln, man möge euch doch wenigstens die Schuhsohlen ablecken lassen.

Wer heute zu kämpfen beginnt, der kann zumindest seine Würde retten – auch wenn es das bequeme Plätzchen im Konsumentenwahnsinn kostet – allemal lieber ein Jahr frei gelebt, als 50 Jahre ein Funktionssklave zu sein, der letztlich nur Mördern dient und somit selber zum Mörder wurde!

Mal schauen – ok – der Markt hat sich stabilisiert – nun – wir werden sehen – bis dato kann man jedenfalls meine Suaden von vor drei Jahren gut lesen, hat sich doch das meiste bewahrheitet (Flüchtlinge, Politiker die immer mehr rauben, Korruption die nie bestraft wird…………….Steuerflucht der Reichen, Nepotismuskultur die sich immer mehr versfestigt, usw. usf.)

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Rückert – Mahler – Clark – Fin ;-)

Je vis solitaire dans mon ciel,
Dans mon amour, dans mon chant……………………

 

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Die Partylaune steigt und steigt!

Was macht eine gute Party aus? Großzügige Gastgeber!

Die armen Menschen sind großzügig! Sie sind so duldsam, sie gönnen den Verbrechern ihre Beute und fügen sich willig und mehr oder weniger spottbillig in ihre zugewiesene Rolle.

Die armen Menschen sind die Gastgeber und die Erde an sich ist das Haus in dem die Party steigt.
Das schönste für die Gäste, die Gastgeber kommen vor lauer dienen und servieren, vor lauter vernichten und verrichten nur sehr bedingt zum mitfeiern.

So nehmen sich die Gäste was immer nur möglich ist, sie lassen sich bedienen, nehmen keinerlei Rücksicht auf die Einrichtung, auf die Dienenden, sie prassen und lassen nicht ab, noch immer mehr zu fordern.

…. verblüffend, die Gastgeber kommen nicht auf den Gedanken, dass doch sie in diesem Haus die Herren sind, im Gegenteil, sie treten sich, sie hauen und stechen aufeinander ein, sie kämpfen darum wer den Gästen die Drinks servieren darf, noch schlimmer, kommen die Gäste auf die Idee, ein Partyspiel genannt Krieg zu spielen, stellen sich die Gastgeber willig in Reih und Glied auf – in x-Gruppen – und die Gäste hocken sich in die Lounge Stühle, feuern ihre jeweilige Gruppe an, sehen zu wie sie sich blutrünstig aufeinander werfen und im Blutrausch das Spiel vorführen, bis irgendwo, irgendwas, irgendwer übrig bleibt.

Könnte es sein, die Gäste sind gar nicht von dieser Welt?

Das Haus ist schon sehr lädiert, die Mauern wanken, in manchen Zimmern brennt es lichterloh, …….
…. oder werden die Gastgeber alles wieder schön renovieren, damit die Party noch ein Weilchen weiter gehen kann?

Vorschlag, weist die Gäste aus dem Haus, renoviert es und veranstaltet bitte keine solch abartige Party mehr!

Was – ihr findet die Party super? Wer spricht hier ?
Ach ja, natürlich ein Gast, einer der schon gehen musste, doch jetzt ladet man ihn ja wohl wieder ein, er freut sich sehr, seine Laune ist 2017 wieder bombig – wobei, was soll´s, – es werden auch ganz neue Gäste kommen, es werden immer mehr Gäste……, die Gastgeber dürfen immer mehr liebe Gäste, mit Eifer und Ergebenheit bedienen.

Übrigens, die Gäste öffnen alle Türen und Fenster und ihre Freunde sind laufend am plündern, sie tragen alles aus dem Haus, was nicht für die Gäste benötigt wird, die Gastgeber dürfen sich gegenseitig fressen, wenn sie Hunger haben.

Kurz, es gibt die Gäste – die Politiker
Es gibt die Freunde der Gäste – die „waschechten“ Verbrecher – Manager, Kapitalisten, Mafiosi, Unterhaltungsmillionäre (müssen aber auf der Party für Spiel und Spaß sorgen können, sprich das Volk, (äh die Gastgeber) muss von ihnen begeistert sein…..)
…. und es gibt die Gastgeber – das werktätige Volk!

Also für die Gäste läuft die Party super!
Die Freunde der Gäste finden auch alles dufte!
Ja, sogar unter den Gastgebern sind nicht wenige von der Party begeistert.

Also, alles super, mit meinem Vorschlag, die Party zu beenden, die Gäste aus dem Haus zu jagen, die Freunde der Gäste nicht mehr plündern zu lassen, habe ich wohl keine Chance, nicht mal bei der Gruppe der Gastgeber.

Na was soll´s, ich schau mir die Party an und wirklich, irgendwie, find ich das schon richtig witzig, schaurig witzig – ich darf dabei zusehen, wie sich meine Artgenossen in großer Zahl schinden und plagen und doch mit leuchtenden Augen auf andere Wesen ihrer Art blicken, die sie verachten und nicht minder hemmungslos missbrauchen, wie eine arme Sau in der Massentierhaltung missbraucht wird.

Nur die Sau leidet, viele der Gastgeber lachen sogar noch.
Jene die nicht mehr lachen, sollten möglichst im Meer ersaufen, in der Wüste verdursten oder im Slum verhungern – so stören sie nicht das schöne Gesamtbild der Party.

Wann wird wohl im europäischen Zimmer einer der Gäste rufen, liebe Gastgeber – wir hätten gerne ein kleines Kriegsspiel?

Nein, nicht irgendwo, in einem anderen Zimmer, wir möchten es auch ganz nah, damit wir das Blut riechen können……… das fehlt uns schon lang.

Die Gastgeber folgen, brav, still, vielleicht sogar jubelnd, stellen sie sich auf
in Reih und Glied, und die Partylaune steigt und steigt!

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Treppensteigen

Zahlen:

Personalausgaben für die MDB´s (Mehrwertmenschen der Deutschen Bundesländer)

2012 = 314.039.000,–
2013 = 332.438.000,– (Übergangsgelder … wg. FDP)
2014= 352.795.000,– (Diätenerhöhung – Sprung, da sie ja zu wenig erhalten….)
2015 = 358.496.000,– (normale Diätenerhöhung nach Plan….)
2016 = 389.271.000,– (satte Erhöhung der Bruttopauschale für Mitarbeiter …..)

schlappe 20% für diese „Niedrigverdiener“ im Managersegment – schließlich ist jeder MDB eine Topleistungskraft mit grandiosem Fachwissen, grenzenloser Führungskompetenz und überragenden Soft- Hard- Sonstnochwas-Skills.

In diesem Jahr kommt ein MDB auf schlappe 620.000,– Euro pro Jahr – Personalkosten

dazu kommen noch etwa (umgelegt) 500.000.– Sachaufwand (Bundestag, Flugflotte&Fuhrpark (nur der Anteil für die Abgeordneten….), Bahnmobilität, Büros und deren Ausstattung, „Sonstiges“ (jede Wette, wer sich die Mühe macht es genau aus dem Haushalt herauszurechnen, der wird eher auf einen höheren Betrag kommen – mir ist das ehrlich hier zu mühsam.

Was man noch rasch erfassen kann – die Fraktionspauschalen – (nicht bei den Personalkosten inkludiert – also noch ein Extraposten für die politische „Elite“)

sind aber nur schlappe 84,5 Mio – ein Klacks.

 

Was noch schöner das Treppensteigen zeigt – der Posten – Politische Führung und zentrale Verwaltung

in 2013: http://www.bundeshaushalt-info.de/#/2013/soll/ausgaben/funktion/01.html

in 2016: http://www.bundeshaushalt-info.de/#/2016/soll/ausgaben/funktion/01.html

von 13,3 Mrd. auf 15,2 Mrd. klar bei „galoppierender Inflation und schwarzer Null – da muss man auf die Bremse treten.

Bei der politischen Führung war man nicht ganz so „sparsam“:

von 3,1 Mrd. auf 4,05 Mrd – das sind dann aber mal schlappe 30% plus in vier Jahren!

(in diesen 4,05 Milliarden sind auch die Regierungsmitglieder und die Staatssekretäre eingerechnet – nicht jedoch die gewöhnlichen Beamten, Angestellten und Hiwis –

etwa 1000 Köpfe beanspruchen 4,05 Milliarden – sprich 4 Millionen pro Kopf

diese 1000 Köpfe erhalten nicht alle gleich viel, doch da wird relativ „gerecht“ geteilt!

(Wie oben angedeutet, ein MDB kostet wohl so um eine Mio…… – die offiziellen Kosten für die Kanzlerin beziehen sich immer nur auf das „Gehalt“ die gute Frau verschlingt aber noch Unsummen für ihre angemessene Präsentation…..)

etwa 20.000 Köpfe beanspruchen 8 Milliarden – sprich 0,4 Millionen pro Kopf

(bei diesen 20.000 Köpfen sind Mini-Jobs- Teilzeit- und Hilfskräfte dabei – kurz all die, die wirklich was arbeiten müssen – man kann sich das „Gefälle“ in dieser Lohnpyramide vorstellen…..)

Wohlgemerkt – es handelt sich nur um die politische Führung in Berlin.

Man nehme die Länderhaushalte zur Hand………….

Tja, lasst uns weiter die feudalen Sozialschmarotzer in Hartz IV mit Dreck bewerfen und klatschen wir, wenn uns ein Politfeudalsupermensch vor die Linse kommt!

Er wird ja gut bewacht, er ist eben ein „wertvolles“ Mitglied unserer Gesellschaft.

Ich bitte darum, sich weiter in die Zahlen zu vertiefen……. – wer es mit einem Lächeln begleiten kann –

Wir leisten uns im Grunde DAX-Manager en Masse!

Kein Wunder, dass die Politik nichts gegen eine sich öffnende „Wohlstandsschere“ unternimmt – schließlich sitzen die Volksvertreter auf jenem kleinen Ast, der steil in die Höhe wächst…… – und wir sind kleingeistige Neidhammel. (Kann ja schließlich jeder MDB  werden!)

 

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Im Land der satten Menschen

Wo man ins Elend kriecht, um sich in Villen zu träumen, da hat der Mensch sich zum Mob gemausert, ist sein Verstand im Nebel einer Sucht verdunstet und sein Körper schlicht ein nützliches oder überflüssiges Gerät, ohne Geist, ohne Phantasie ohne einen Lebenstraum, der vom „Wohlstandstraum“ abweicht.
Doch der „Wohlstandstraum“ den der satte Mensch, der geborgen in einer warmen Stube schläft, zu träumen hat, ist schlicht eine verschimmelte, ranzige Knolle, mit der man ihm sein Maul stopft und sein Hirn durch den Darm in den Misthaufen drückt.

Wo bescheidene Zufriedenheit in die Psychiatrie führt, wo lässige Trägheit, ein Lächeln auf dem Gesicht des in Lumpen gekleideten Menschen, die Gefahr vom Mob erschlagen zu werden, provoziert, da ist die Lebenshölle immanent.

Der Mensch im Jahre 2016 lebt in der Hölle, statt in Frieden eine Gemeinschaft frei von Hunger und Elend zu schaffen!
Warum? Weil die Satten nie satt genug werden, auf die goldenen Kälber starren und vor Neid zerfressen den Verstand verlieren.

Ich weiß, meine Zeilen sind ein Affront! Schaut auf die Reichen, sie sind schuld!

Ich sage, schaut auf Euch, Ihr seid  ebenso schuld!
Würdet Ihr nicht Eure Leben den Reichen opfern, den täglichen Lebenslügen von der Notwendigkeit eurer Arbeit glauben, sondern nur für ein paar Momente euren Verstand bemühen, könntet Ihr euch schnell entlarven!

Was braucht eine Gesellschaft?

Nahrung!
Gut – haben wir fruchtbare Böden? Ja – mehr als genug!
Können wir für 8 Milliarden Menschen gesunde Lebensmittel, gesichert ohne Gefahr von Dürren und anderen Verwüstungen Jahr für Jahr bereitstellen?
Ja, wir sind klug genug! Es bedürfte wohl etwa einer Stunde Arbeit täglich – von den erwachsenen Menschen…. – wenn man es gut organisiert – wohl weitaus weniger.

Vor allem, wir würden nicht unsere Böden verseuchen und unser Trinkwasser verschwenden müssen, wir würden keine Tiere zu leblosem, gefühllosem Material degradieren, sie milliardenfach quälen und morden.

Was tun wir? Nun, wir verschwenden, verseuchen Böden und Wasser, quälen und töten milliardenfach Tiere  – um großteils ungesunde Nahrung für Milliarden und dekadent „hochwertige“ Delikatessen für einige Millionen sicherzustellen –
dabei gilt klar eine Priorität

erst wenn den 100 ALLES erdenkliche und gewünschte – jederzeit, überall in jeder gewünschten Menge zur Verfügung steht, kümmern wir uns um den „Rest“.

Wobei wohl derzeit selbst für den „Rest“ Überfluss vorhanden wäre, würden nicht die „gewöhnlichen“ Menschen – also wir! – in Mehrzahl wüten wie die Wahnsinnigen und weit mehr als das Doppelte vom Nötigen einfordern und eben dann auch oft schlicht wegwerfen – jene die es einsammeln wollen, müssen sogar noch damit rechnen, als Diebe verurteilt zu werden, da sie ja einen Konsumakt zu vermeiden trachten, der die oberste aller Bürgerpflichten darstellt!

Nur der Konsument ist ein nützliches Mitglied dieses Irrenhauses, das die Gesunden einsperrt und die Irren belobigt!

So kommt es, dass immer noch Millionen – wenn nicht Milliarden Hunger leiden.
Man sagt – es sei ein logistisches Problem.

Es gibt über dieses Thema genügend Bücher – ja, der Wahnsinn ist längst erkannt – doch genauso wird er täglich ignoriert – da man ja dem Wohlstandstraum – wie oben geschrieben, der Lebenshölle den Vorzug gibt.

Die Themen Wohnen, Kultur, soziale Sicherheit bzw. Geborgenheit, Hilfe im Notfall – sei es Krankheit, oder Unfall, Schmerz, Trauer, Melancholie – unsere Suche nach Sinn – all unsere Bedürfnisse – Liebe, Freude, Spannung, Neugierde, Hunger nach Wissen, das Füllhorn der phantastischen Gedankenbilder von Milliarden brillanten Elektronentänzen, alles wurde schon so oft, gut und treffend beschrieben, geschildert, gedanklich gelöst und vorgeschlagen, von uns, von uns Menschen, von Spinnern und Träumern, wie man uns zu nennen pflegt, so wir nicht pragmatisch in der Spur der eingefahrenen Gräben kriechen.

Krankheit und Pflege sind Spielfelder für Dummheit, Größenwahn, Korruption, Betrug, Ausbeutung und Massenmord!

Mobilität – der Traum vom Fliegen, der schnellen Fortbewegung – sind Spielfelder für Dummheit, Größenwahn, Korruption, Betrug, Ausbeutung und Massenmord!

Wohnen und Kultur, Spielfelder für Dummheit, Größenwahn, Korruption, Betrug, Ausbeutung und Massenmord!

Kurz, es gibt keinen Bereich der menschlichen Gemeinschaft in der nicht Dummheit – ja allen voran die Dummheit, Größenwahn, Korruption, Betrug, Ausbeutung und Massenmord die immanenten Triebkräfte wären!

Nur wer großes Glück hat, bleibt sein Leben lang davon verschont!

Ich behaupte kaum einer der dies liest, wurde nicht schon einmal betrogen, hat nicht unter Korruption zu leiden, wurde noch nie ausgebeutet – nun kennt keinen der nicht einem sinnlosen Unfalltod oder einer heilbaren, bzw. vermeidbaren Krankheit zum Opfer fiel – nur die Dummheit und den Größenwahn, die müssen wir uns alle anheften lassen, da wir ja mitspielen – oder?

Dies zu ändern wäre möglich – im Grunde binnen weniger Tage!

Doch nur wenn die Mehrheit mitzöge!

Die Mehrheit lehnt es ab! Die Mehrheit ist verloren und reißt alles mit sich, was sie zu halten sucht!

Was bleibt?

Manche hoffen noch, andere schotten sich ab, ziehen sich in ihre Lebenswaben zurück und versuchen zumindest sich selbst zu verschonen – soweit es gelingen kann.

Blick ich auf die Welt –

so sehe ich einige tausend junge Menschen die zu helfen versuchen und Millionen junger Menschen die nur eines versuchen – eine Karriere zu starten.

Es ist das 1% das gewinnt – es sind vielleicht 99,9% die diesem Prozent die Treue halten (natürlich kämpft das 1% nicht gegen sich selbst!) – es sind vielleicht o,1% die sich selbst nicht anpassen und wahre Veränderung suchen – die sich dem Kommerz verweigern und eigene Wege gehen.

Das ist leider nirgends grundsätzlich anders, selbst in den Elendszonen nicht – nur dort bedeutet wohl die Kollaboration mit dem Irrsinn schlicht überleben zu dürfen, von einem Tag auf den anderen – in unseren Breiten, bedeutet es schlimmstenfalls entwürdigt auf der Straße zu enden und mit Plastiktüten durch die Gegend zu humpeln, nach Flaschen suchend – ……..

Ich wünschte mir die Schlangen an den Tafeln würden kilometerlang!
Ich wünschte mir auch hierzulande möge der Hunger wieder zum Alltag von Millionen werden!

Warum?

Weil wir die Chance hatten, es anders zu gestalten und vor lauter Feigheit und Bequemlichkeit jämmerlich versagt haben.

Als in Vietnam die Bombenregen aufhörten und jene die nicht zerbomt wurden, aufs Meer flüchteten, ersoffen sie zu tausenden im chinesischen Meer.
Sie hatten sich nicht gegen das Establishment gewehrt und wurden wie immer verraten – im Norden verbrannten sie im Napalm vor dem Sieg, im Süden erstoffen sie im Meer oder wurden von Piraten auf eine andere Art gemeuchelt, nach der Niederlage.

Das haben viele von uns schon  bewusst miterlebt  (doch auch die 68er waren nichts weiter als ein Happening…. – keine ernsthafte Erhebung!) – ich könnte weiter zurück schreiten – in der Geschichte – tiefer tauchen in all die Beispiele, wie die willige Gefolgschaft endet. (vor 100 Jahren Verdun vielleicht – ein wahrlich nettes Beispiel für treue Gefolgschaft, lebendig begraben, halb ausgeweidet langsam im Stacheldraht durch die Nacht wimmernd, um im Morgengrauen vielleicht eine Kugel der Gnade zu empfangen – wer hat nicht Remarque gelesen?)
Sie endet immer in der Katastrophe – zumindest für die Mehrheit der Menschen – eine winzige Gruppe feiert – immer! (Ich mag die Shoah nicht bemühen, zumal sie perverserweise den Geschäftssinn der Gewinner auf den Gipfel trieb….. in allen nur erdenklichen Facetten – bis hin zu den Granatäpfeln aus der Plantage, deren Bäume mit ihren Wurzeln das Blut vermodernder palästinensischer Kinder trinken…..  – und die Führer Palästinas, sowie jene Israels, sind in ihren Denk- und Handlungsweisen eins – wie alle Hordenführer – die jeweiligen Völker sind nur die Spielfiguren! – doch ist es nicht ein Paradebeispiel? Egal – Ihr wisst alles was ich hier tippe, oder könnt ihr mich eines Besseren belehren? – Wenn ihr sagt, es sei komplexer, wo bitte findet ihr diese Komplexität? Es sind die Fraktale des menschlichen Wahns, der beim Morden eins gegen eins beginnt und im Massenmord eines Volkes gegen das andere endet – oder im Morden der ganzen Menschheit, an der irdischen Biosphäre……. – hoffentlich schafft es unsere Art nicht über den irdischen Horizont hinaus – ….)

Aktuell – das trifft nun alle erwachsenen Artgenossen, schauen wir wieder beim Ersaufen zu, es scheint die sauberste Methode zu sein – schon seit Jahrzehnten versuchen die Elenden aus dem KZ-Kontinent Afrika zu fliehen und werden gnadenlos in eine Schicksal gezwungen, das entweder in einem würdelosen Dasein als billiges Funktionswesen oder im nassen oder trockenem Tod endet.
Schon in den Nullerjahren wurden tausende Flüchtlinge nach Lybien abgeschoben, wohlwissend dort würde man sie in Bussen in die Wüste chauffieren, dort aussteigen lassen und der Sonne schenken – dem Sand – sie haben wohl letztlich gedacht – ach wären wir doch nur ersoffen!

Der Zynismus unserer „Menschlichkeit“ ist unübertrefflich – grandios!
Das ganze gebildete Gesindel, meine lieben Mitbürgerinnen und Mitbürger, die geschwätzigen Wohlstandswesen, die von Solidarität und Hilfe palavern, doch letztlich nur ihren täglichen Nepotismus und ihre kleptokratischen Fähigkeiten perfektionieren, dieses korrupte Pack in den Ämtern und Ministerien, die geschliffenen Klingen in den juristischen Schreddern, die eiskalten Kugeln in den exekutiven Läufen, sie werden von der Mehrheit geschaffen und unterhalten, getragen und willkommen geheißen – und wer nicht auf der Flucht krepiert, wer nicht zurück transportiert wird – oder sonst einer „Entsorgung“ anheim fällt, der hat sich in diese verkommene Brut zu integrieren!

Die ach so intellektuellen Artgenossen echauffieren sich über einen Busen, eine Gedicht, ein Aufschrei geht durch die Pluralistenschauspielarmada – dieses vollgestopfte Ensemble an „Vordenkern“ und „Großgeistern“ – kurz den intellektuellen Körper der Gesellschaft – sie fechten „mutig“ und „engagiert“ um den Knick, die Falte der Seidenbluse – völlig ignorierend, dass die Bluse längst im Kompost vermodert!

Die Mehrheit wird wieder verlieren – mit Recht – den eines muss man sagen, das Lebensschicksal ist im Grunde gerecht – den egal wenn der Krebs oder der Unfall, egal wenn der Hunger und der elende Tod trifft – meist trifft es keinen falschen!

….. und auch wenn es mich trifft, werde ich nicht behaupten, warum gerade mich, denn ich weiß, ich hätte mutiger sein können, hätte im Grunde mein Leben löschen müssen, da es – so sehr ich es wünschte – ohne eine Grad an Kollaboration nicht aufrecht erhalten kann – vielleicht wenn ich in die östlichen Steppen wanderte und dort in völliger Einsamkeit – totaler Abgeschiedenheit mein – dann perfektes – eremitisches Dasein fristete.

Die Gesellschaft jedoch ist verloren – sie wird sich wohl niemals mehr zurück gewinnen, wird sich immer bis an ihr jeweiliges Ende einer Gruppe von gewieften Verbrechern an den Hals werfen und alles mit sich machen lassen, was diese so zu exekutieren gedenken.

So bleibt der Traum vom mündigen Menschen ein ewiger – nie wahr gewordener Traum – bleibt der Mensch im Grunde ein determiniertes Vieh – getrieben, getrieben vom geistlosen Instinkt der in der jeweiligen Horde so gerade üblich ist – wer sich in dieser Horde verweigert, der wird schlicht ausgestoßen – er stirbt oder er findet einen einsamen Winkel.

Es werden immer zu wenige sein, die sich nicht im Sinne einer neuen Horde zu organisieren suchen, sondern im Sinne des wirklich mündigen Menschen – der tatsächlich das Leben eines sozialen und klugen Wesens lebt.

…. und nun, wirkt weiter, brav in eurer Horde – sei es als übersatte Großverdiener oder sei es als abgespeiste Latrinenputzer – der nächste Kahlschlag wird kommen, ….. ihr wollt es genau so!

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Hineinherausgeschlüpft

Schlüpfrig, wohlig, warm und wallend
kribbelt, elektrisiert
dichtes, Haupthaar
Auraglorialenfeuerwerk
ganzkörperumfassende Erregung
feucht und steif
Erfolg

Genieß diesen Augenblick!

Schleimig, klebrig, kalt und lallend
bibbert, zitternd, dumpf
lichtes, ödes, leeres Wesen
jetzt geht es ans Verwesen

Angst vor dem Ende!

Leicht, so leicht, schwebt die Zeit
aufrecht, liegend,
sich im Spektrum wiegend
sich schlicht gehen lassen
ins Sein entstehen lassen
das Heucheln lassen
das Meucheln lassen

Weit und breit

bereit!

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Neu verknüpft

Fanden sich zwei
dann drei
später schon vier

schwer!

Warum nur so schwer?

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