Elemente

Anziehung, Bindung, Zusammenhalt,
Kräfte die sich
Kreise die sich
Ellipsen die sich
Parabeln die sich

ergeben
den Dingen die sich Bewegen
ergeben
etwas wird sich dort
und dort hinlegen,
regen,
wieder und wieder

werden diese unvergänglichen
Elemente
tanzen

Objektiv immer und immer
Subjektiv scheint nur der Zufall zu sein

Niemals ist im Alles
Ein Es allein

Sonderbar nur,
vom Leben zu reden
schlicht eine Art von Zusammenkunft
ein Treffen derer die morgen woanders
sein werden
in Milliarden Lichtjahren
steht die Kaffeerunde bei Tante
Bumenschein auf dem Kalender

Werbeanzeigen
Veröffentlicht unter Was Spatzen von den Dächern pfeiffen | Kommentar hinterlassen

Dämmerung

Phasen für die Argonauten lauten
astronomische, nautische, bürgerliche –
bürgerliche, nautische, astronomische
wobei, ist mir einerlei,
jedes, alles zu etikettieren, Worte die
das Leben buchstabieren, die Zeit
zerreiben, uns durch die Tage treiben
Menschen in Scheiben schneiden
Wurst an der sich die Reichen weiden
Lebendiges Fleisch schmeckt köstlich
da es die Erde schächtet
von den Armen in ihren Armen getragen
triefend vom Blut des Planeten
ergeben sie alles den Wenigen geben
lassen sich die Elenden niedertreten
der Glaube und die Gier lassen sie
knien und beten,
lassen sie
ihre Kinder schlachten und in brennenden Panzern verschmachten
die Armen, die nicht alles haben
die Armen, die vom Meister träumen
die Armen, die sich nie aufbäumen,
sondern nur sich gegenseitig aus den Pfaden räumen
die Insignien der Macht
der Protz, der Pomp, Gesetz und Obrigkeit
die Nacht
es dämmert,
die astronomische verschlang nochmals Millionen
die nautische riss nochmals mehr mit sich
verzweifelt schien das Tier sich zu paaren
Milliarde um Milliarde schüttete es in die
bürgerliche Wohlstandsdämmerung
es glaubte sich am Ziel

doch nein, die Gier überschlug sich
tanzte greller als die Sonne durch die dunklen Herzen
kochte den Verstand in der Glut des Wahns
bis endlich…..
am Horizont das Sonnenlicht die Nacht
zur Ruhe legte

Der Tag begrub das Treiben,
denn sehend,
konnt keiner mehr
sich für den Wahn zu Tode plagen

Es wird ein schöner Tag,
azurblau, ein lichtes Wolkenspiel,
Melodien klingen nach, vom östlichen Horizont
so wundervoll
sie bleiben
immer leiser werdend
irgendwie

Ein Schimmer von Hoffnung
Nebel der Nacht
sacht tanzen die Geister
erinnern die Liebe
warum nur hat all die Gier
sie umgebracht?

Wo sich doch die Erde
im Universum
dreht
Nichts
je
vergeht

ob nun ein Photonenstrahl
ein Zellgebilde
ein Planet
eine Sonne

Elemente
mal Leben
mal eben nur irgendwo
mal so, mal so

so einfach

einfach nur so

Veröffentlicht unter Was Spatzen von den Dächern pfeiffen | Kommentar hinterlassen

Frühling 2019

Langsam sind die letzten fort,
gegangen dorthin wo
viele von Ihnen schon lange sind.

Es kommen immer wieder neue
nach
die machen weiter wie bisher
die Psychopathen machen erfolgreich ihr Spiel
die sozialen Menschenfreunde denken positiv
die verzweifelten zucken mit den Schultern
die Fatalisten eben, jene, die es kommen sehen,
doch das sind auch jene, die man nur duldet,
wenn sie es als Unterhaltungsmedium reichen
als währe die Zukunft einen schmackhafte Leiche
so bitter sie auch schmecken mag,
so schwer sie im Magen liegt,
wo doch die Vergangenheit längst den Darm verstopft
der Mensch schlingt sich weiter miese Zeit in seinen Kropf
als wär er ein Hexentopf
ach ja, manche tanzen
manche scherzen und feiern
das war schon immer so
keiner wollte wohl im Lebensspiel verlieren
nur
manche müssen gefressen werden
so ist das eben hier auf Erden

Veröffentlicht unter Was Spatzen von den Dächern pfeiffen | Kommentar hinterlassen

Leichentuch II

Die durchkalkulierte Redukiton der Konsumenten wird

sinnig durch weiße Tücher überdeckt,

deren künftige Leichen noch

zwar schon bedeckt, doch

den Nacken nicht nach hinten, sondern

nach vorne überstreckt,

die durchaus noch lebendig scheinen,

wo sie nicht ohnehin längst als marginalisierte

im absoluten Elend verendend

fassungslos machende, Statistiken füllen und wie welkes Laub

im Sommer schon von den dürren Bäumen fallen

so wird aus Aluminium Ahornlaub im Sommerherbst

so wird aus Barium Birkenlaub das Blasen schlägt

so werden aus chemischen Elementen, Staub und Ruß

solange bis es einerlei ist, da die Masse resigniert einwilligt

in das schnelle Kriechen

unter das weiße Tuch

es wird nicht mehr die Wahl sein zwischen

Mercedes oder BMW

sondern jene zwischen elend am ALS zu ersticken oder dem schnellen Strick

vielleicht gar reichen die Damen und Herrn mit dem Zukunftspass

noch eine Pille……

wenn das nur nicht ganz nach Kästner läuft,

und selbst die selbstsicherste Menschenratte

in ihrem Luxusbunker ersäuft……

 

irgendwie stand es schon überall geschrieben

dieses letzte Kapitel,

ob es nun vor Jahren knapp verpasst wurde

vielleicht auch diesmal wieder knapp verpasst wird

weiße Leichtücher am Himmel scheinen irgendwie

immer aufzutauchen,

nur ob nun  heute oder in tausend Jahren,

irgendwann bleibt es liegen und darunter liegt die schnöde Nacktaffenschar.

Veröffentlicht unter Was Spatzen von den Dächern pfeiffen | 1 Kommentar

Leichentuch

Einmal macht jeder
noch
macht jeder einmal
doch
bald vielleicht
macht einer
keinen
mehr

der Rest macht sicher

einmal bankrott

Veröffentlicht unter Was Spatzen von den Dächern pfeiffen | 1 Kommentar

Die kleine Gier……..

Was hat sie nicht geleistet….
die kleine Gier
ganz groß
im wir

die Ihr
ganz klein
der großen Macht
geopfert hat
der Erde Pracht

Dabei steht sie am Anfang
ganz
in einer langen Tradition
von Futterneid und Argwohn
als wär sie der gerechte Lohn
für einen ersten Muttermord

Mütter bangen
Väter bangen
was dürfen die Kinder vom
Leben verlangen

Am Anfang noch glücklich
das Kind ist gesund
danach folgt der Startschuss
der Lauf in den Schlund

Leistung und Leiden
Wettkampf und Verlust
der Unschuld
im Ringen
um der Gier unstillbarer Lust

Kein Schwert, kein Prügel
der durchbohrte, zertrümmerte
ein Herz, einen Schädel
würd man sie schlicht
entschuldigen

Entschuldigung
ich bin zufrieden,
ich bin gesund,
ich habe mein Mahl
ich kenne die Liebe
ich kenne Vertrauen
ich kann überleben
ich kann anderen Hilfe geben
ich freute mich,
würden auch mir andere helfen,
nicht für Geld,
sondern um der Hilfe und der Freude wegen
damit wir leichter leben
auf gemeinsamen Wegen
durch eine friedliche Zeit uns bewegen
ohne Angst
hinter der Biegung lauerte
die Gier

nein
frei und entspannt
ohne Hast und ohne Zweifel
treibt mein Körper nun dahin

nur

in dieser Welt in diesem Leben
in diesen Zeiten

allein

den ohne Gier möcht ich sein
und leicht wird mein Sterben sein
da jeder Moment den mir meine Sinne schenken
sich ohnehin seit jeher mit dem Kosmos verschränken

die Gier, sie frisst sich in das Wesen
oh Mensch, mit Ihr, ist es bald aus,
so ist es für fast alle nur eine Chance gewesen

….. und jene die mit Ihr glücklich über die Leichen
der Verlierer tanzen,
die mit ihren vergoldeten Ranzen,
der verdorbenen Schönheit
dem gekauften Intellekt
kurz, allen Diensten, die gierige Ameisen
der Königin kredenzen,

kenne ich nicht….
sie schreiben mir nicht…..

sie lassen nur erbauliche Geschichten schreiben
Geschichten die auch ich noch lese
Geschichten die das eben gesagte
schon millionenfach gesagt
…. doch eben nur, als Konsumprodukt…
nicht als Anspruch, nicht als Botschaft,
sondern nur mit der Gier
nach Honorar, den ohne
was wäre das Leben da?

Klar, ohne Geld ist das Leben karg,
wenn man doch so gerne
all die spannenden Dinge mag…..

Nur, spielen könnte man auch anders,
sobald zwei spielen
ist es schöner als alleine,
bei drei wird es schon schwer,
da die Gier nach dem Einen
in den Hirnen nagt!

Nur ohne Gier………

wär es wirklich langweilig
das Leben
wenn es friedlich und gemeinsam im Schaffen und Erhalten
im Pflegen und ja, auch im Lieben passierte
ohne Götter und Sinn
außer eben dem Sinn die Zeit mit Anmut und Leichtigkeit
mit Glück und Traum und kluger Schöpferkraft
zu bestellen?

Was ist Dummheit?
Vielleicht bin ich nur zu dumm, erfolgreich gierig leben zu können…..
meine Dummheit
ich mag nicht begreifen
warum….

warum nagt die Eifersucht, der Neid,
warum flüstern sie
ICH und flüstern nicht WIR
wo doch im Hier
und Jetzt spielt das Sein
von uns allen sich ab
warum hält die Gier das Böse auf Trab?

Darf ich so überheblich sein,
zu behaupten ich wäre lieber allein,
als mich diesen Gefühlen anzuvertraun?

Ich sehn mich sogar nach dem Tag,
an dem ich vergesse über den nächsten Grashalm zu schaun….
So gerne würde ich schreiben
Wir –
wo sind sie, die Menschen, die die Gier ächten
und Vertrauen und Hilfe ohne Anspruch flechten?

Nur, warum
klagt man dann über das Elend der Welt?

Wo doch die Gier so erfolgreich das Schloss der Gewinner mit
unermesslichem Überfluss füllt
und die Kinder der Armen
damit sie fressen
dürfen
mit Waffen das Geschäft bewachen
oder
bietet sich eine vermeintliche Chance
das wehrlose Dorf plündern
ihre Artgenossen morden
das kleine Land überfallen
das kleine Land plündern
ihre Artgenossen morden

fallen die großen Länder übereinander her
lag lange der Leichenduft
in der Luft
die Kraft der Gier zeigt sich hier
in ihrem höchsten Feuerschein

so wird die Gier die Menschheit zerfetzen
scheint
der Mensch für die Gier
sich selbst und das Leben hier

alles zu fressen
mit sabbernden Lefzen

 

Alles für die Gier
die kleine hässliche Gier

liebst Du sie nicht,
gibt es kein Wir!
Doch das Wir in der Gier,
henkt sich selbst am Galgen auf
und das Ich verrottet im Wind
oder spottet vom Weg zu den Toten hinauf.

Veröffentlicht unter Was Spatzen von den Dächern pfeiffen | 1 Kommentar

Was bleibt?

Alles bleibt,

nur alles muss nicht

immer gleich

bleiben

es gibt kein Ende,
es gab nie einen Anfang
die Zeit hilft uns
als Krücke durch das Sein
biochemisch aktivierte Moleküle
Leben
lässige Laune der Teilchen
noch ein Weilchen
blaue Murmel
ja wunderschön

der Mann auf dem Mond
hat sie gesehen

das Traurige
inzwischen ist sie eher
Grau
die Murmel
fahl und krank

wär schön gewesen
hätten wir es damals
doch gelernt
erkannt und
mit Liebe uns
einander zugewandt

leider blieb es beim
alten Spiel

so liegt die Schönheit
dort wo keine Artgenossen
lauern mit ihren
Bleigeschossen

dort wo die Moleküle
ruhig liegen
und sich mit ihren Träumen
im Weit des Kosmos wiegen

nach dem Knall
vielleicht
wer weiß

topft das Universum
in ein Meer aus Liebe

den Hass hatten wir lange genug

Veröffentlicht unter Was Spatzen von den Dächern pfeiffen | Kommentar hinterlassen