Hausboot mit Wassergarten

… in einer fernen Zukunft,

leben die,

die keinen Artgenossen an Hunger krepieren,

lassen,

auf dem Wasser

auf Hausbooten

mit Wassergärten

Wassergräser, Algen, wie man es nennen will

die jeden Tag anders schmecken,

so köstlich, harmonisch, somatisch

das Wunder dazu

Die Boote gleiten sammt Seen

durch die Galaxieen

wobei ein jedes Herz

schließt eine Sonne ein

ohne jeden Schmerz

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Freude in der Zeit…..

….Schritt für Schritt, es wartet der Ort, dort

wo die Gedanken fliegen, fort

zu jenen Räumen, jenem freien Hort,

der Geborgenheit in Frieden unserem Sein borgt!

Es genügt ein warmer – so keine Wolke zieht, sonniger,

so die Sonne kraftvoll und hoch, schattiger –

Platz.

Ist es trocken, kann man täglich einen neuen Blick, Fleck,

entdecken…………

seine Sinne kann man reiben oder schmiegen – an

die Erde deren winziges Teilchen man verkörpert

eine tiefe Ruhe und Geborgenheit nimmt jene auf,

die sich niederlassen,

sinke hinein, tauche tief, schwebe frei von Last und Mief,

atme und schmecke, fühle und hör, rieche und blinzle

……… ich sehn mich nach dem Moos und der Rinde

sehn mich nach der Melodie der Meisen,

es gibt und gab keine Weisen!

Da ist das Sein und ich bin winzig und klein

doch nie werde ich Einsam sein!

Leute ich wünsche Euch viel Glück – jeder von Euch hält seines in Händen!

 

Ihr solltet nur versuchen, es zu begreifen,

Glück ist nicht ein Lottogewinn!

Glück ist nicht Macht!

Glück ist jede Sekunde, die Ihr Euer Leben als wundervolles Geschenk erlebt,

Freudentränen über Eure Wangen gleiten

Wärmendes Licht die Herzen erreicht im Dunkel der pulsierenden Körper

es strahlt duch die dünne Schicht und tritt eine Reise an

im Plasma unserer Zellen!

Lasst es zu – vergesst das Sinnieren – erinnert die kindliche Unschuld

meine ist auch der Geschmack von schmelzendem Eis

Kühl gleitet es durch die Synapsen – angenehm kühl

tanzt mit der wohligen Zärtlichkeit des Sonnenstrahls

darauf reiten Träume – Träume vom Flug durch die Galaxien,

wo die Schleier der Schönheit und der Lust unsere Gedanken

auf die Weiden, die unendlichen Weiden der Liebe tragen……

ich will mich nicht mit grauen Mauern plagen

Nein

Ja, Leben, – ich will mir nur dieses Glück des Seins hier auf diesem Fleck hingeben

Ich wünsche Euch Freiheit!

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Die Mondseilbahn am Knochentragseil

Wie wird es sein? Werde ich es erleben? Werde ich es fühlen? Es ist die größte Schande!
Er sitzt im Wagen, stolz, lässig, erfolgreich, vielleicht?
Er sitzt im Wagen, der Wagen steht, die Ampel ist noch nicht zu sehen, Stau an der Ampel!
Genervt? Pläne? Schon neue Pläne?
Sie ist mit ihrem Outfit zufrieden! Sie fühlt sich attraktiv und glaubt fest an sich. Selbstbewusst!
Mit den Insignien leben Sie.
Es passt, es ist gut, sobald die Ampel endlich seine Grünphase einschenkt, er kräftig fließt, mitfließt,
jedenfalls.
Sie darf keiner begegnen, die negative Schwingungen verbreitet, die Männchen sind zubereitet, die Trigger funktionieren.
Plattes Klischee im Nachmittagstee – oder echt was?
Vertrag – viele Nullen hinter der Zahl, Komma, Null, Null – angemessen!
Nein, sie werden es beide nicht erleben, sie werden es niemals fühlen, sie fragen sich auch nicht,
wie es sein wird, sie denken gar nicht daran, sie kennen diese große Schande nicht!

Morgen wieder – die Ampel schaltet schon auf Grün!
Morgen wieder – es passt!

Was machst Du am Wochenende?

Ich denke, ich werde,
….. aber nein!
Mal sehen, was kommt.

Vielleicht sollte man wirklich,
also,
ich würde das lieber
nicht,

lieber nicht – was?
Tun?
Was tun?
Das was sie tun?
Wer?
Der oder Die da?

Zahlenspiele……………………………….

Ein Stück verdienter Porsche
entspricht etwa drei Sekunden Lebenszeit für einen der Sieger
oder etwa eine Leiche auf dem Hungertodgebirge
häuft man 500.000.000 verhungerte Körper auf
gibt es  eine große Siegessäule für die Gewinner – sehr hoch!
Man könnte sie trocknen – versteifen – eine tolle Skulptur basteln
Alle drei Sekunden wächst diese Skulptur
Sie wächst
Sie ragt empor
Menschen sind stolz –
Man könnte daneben die Geldscheine ebenso „künstlerisch“ – „performend“ – drapieren
Sie emporragen lassen –
Sie wächst ebenso
Schnell – Langsam? Geschwindigkeit – alles relativ!
Auch der Tod – ob nun verhungert, oder mit hundert nach einigen zehntausend durchfeierten Nächten, wie ausgeleiert ist wohl so eine Fotze, ausgemergelt so ein Schwanz?
Man beachte
Es gibt sogar noch etliche
Die echauffieren sich darüber
Arme sollten es schlicht lassen
Nicht nur das Leben
Nein auch
Das Ficken!
Das Geficktwerden!

Entfernungsspiele………………………………….

Also wenn man die Skelette nimmt – verhungern ja nicht alle unter 120…..

Nein, der Durchschnittshungertote dürfte schon so an die 140 cm erreichen

Macht doch fast schon eine Leiter zum Mond und dieser zurück –
So könnten die Superreichen die Leichen
hervorragend als bizarres Transportmedium

Eine Mondseilbahn am Knochentragseil – geil, günstig, nachhaltig, ökologisch – wie sinnig!

gut geschmacklos
wie geschmacklos
wollte nur anmerken…..

wo sind denn diese Skelette nur alle ?

Ja, an der Ampel genervt!
Ja, vorm Spiegel, Make-Up sollte schon etwas sein – fein – adrett, nett,
im Jet
hockt
Mensch
Mensch?
Was ist das für ein Tier?

Vielleicht könnte man ja – mit winzigen Nanofigurchen
Eine Skulptur?
Oder mit weniger winzigen
Eine neuzeitliche Pyramide?

Derlei Gedankenspiele, sind eines kultivierten Menschen unwürdig!
Der gebildete Mensch geht zur Arbeit
Der gebildete Mensch ernährt eine Familie
Der gebildete Mensch macht eine Karriere
Der gebildete Mensch schafft Werte
Der gebildete Mensch trägt die Gesellschaft
Der gebildete Mensch verhungert nicht!

Wer verhungert?

Am Ende tut es nicht mehr weh – doch die Tage davor sollen furchtbar sein!

Nur wenn juckt schon der Schmerz der Anderen!
Mich juckt er nicht, ich spür in nicht – doch ich frag mich

Frag ich Dich –
Zeigst Du mir den Vogel –
Sprich – du tippst mit einem Finger an Deine Stirn?
Hinter dieser Stirn – ist da nicht das Hirn?
Geheimnisvolles Hirn?
Grausames Hirn!
Mir zumindest graut davor!

Fürsorglich und liebevoll wiegt die Mutter ihr Kind in den Armen.
Manche für einen Augenblick
Manche bis zum Tod

Wer Erfolg sucht
Kann die Liebe nicht suchen
Erfolg ist Hass und Grausamkeit
Liebe ist etwas Anderes
Doch der moderne Mensch
Betrachtet die Liebe ja auch als

Krankheit!

Nur Erfolg?

Ist das keine Krankheit?
Nein!

Erfolg ist die Belohnung für Strebsamkeit
Erfolg ist die Belohnung für Fleiß
Erfolg ist die Belohnung für

Vom Glück müssen wir nicht reden.

Manche Menschen haben eben Pech gehabt!

Manche?

Stochastik

Die Samenlotterie

Liebe Eizelle – Liebes Spermium
Im Jahre 2015 liegt die Wahrscheinlichkeit
Bei etwa 1:7 dass sie einen Artgenossen ergeben, der in absoluter Armut seine Seinszeit erleben
Darf?????? – äh ich würde sagen muss!
Aber nicht verzagen
Einer von 1.000.000.000 – wird zu den Jackpot-Gewinnern zählen (was noch nichts über sein Lebensglück aussagt!)

Tja – über die Relationen der Lebensglücklichen kann ich keine Aussage treffen.
Statistiken existieren nur über Besitz und Tod
Es gibt so etwas wie einen Glücksindex
Aber der ist eben sehr vage ……
Alles sehr vage, sehr verschwommen,

ja – verschwommen, es löst sich langsam auf – die Konturen verschwinden – die Knochen zu Staub
vergessen wir das Elend, Tod ist gleich Null,
Gehen wir Geld verdienen!
Machen wir aus uns erfolgreiche Menschen!
Seien wir klug!
Klug?

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Schweigen an der Kasse

Das Schweigen
an
der Kasse
dort steht die dumpfe Masse
an
zu zahlen
um dann
fort zu fahren
um dann
aus zu packen
um dann
weg zu werfen
erst die Verpackung
und dann
das Essen
das verdorbene
Fabrikfrassfressen

Das Schweigen
vor
dem Flimmerbild
dort hockt die dumpfe Masse
mild
zu empfangen
um dann
zu agieren
um dann
zu funktionieren
um dann
zu konsumieren
um dann
zu massakrieren

die Massen
werden um die Vernunft gebracht
nur so haben sie
Profit gebracht

Belogen und betrogen
stehen sie stumm
stramm und dumm
dann

hin und wieder
schreien sie laut
schreien sie
schreien sie

vor Zorn
vor Verzweiflung
vor Schmerz

doch die Wahrheit
hassen sie noch mehr

als ihren Todesgang!

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Es gab nie eine Dreigroschenoper!

„Sie werden jetzt eine Oper hören. Weil diese Oper so prunkvoll gedacht war, wie nur Bettler sie erträumen, und weil sie so billig sein sollte, dass Bettler sie bezahlen können, heißt sie ‚Die Dreigroschenoper‘“.
(B. Brecht)

So ein Zitat, darf man – hoffe ich – noch kostenfrei in einen kaum verbreiteten Blog einfügen.

Den Eintritt zur Uraufführung und für jede folgende Aufführung hätte sich kein wirklich armer Mensch je leisten können.
Brecht kassierte, seine Erben kassieren, wohl bis ins Jahr 2030 hinein, sie halten die “Rechte”.

Wohl wahr, Brecht schrieb manch Brillantes, doch ebenso wohl wahr, im Slum von Mumumbam denken viele brillante menschliche Hirne ebenso geniale Satzstrukturen, gedankliche Wortbilder, gebildete Formen – nur ihre Werke bleiben im Slum, sie sind Geschenke für die Elenden, die in ihrem Elend trotz bodenloser Not überleben, da sie träumen vom Sein im Sein.

Jeder Mensch ist nicht minder ein Held, als die die auf den Tempelstufen kauern und ihre Philosophie unter die Massen tragen lassen, mit würdigen Gesten und vollen Taschen.

Es gibt wenige die auf den Stufen ihre Notdurft verrichten und den Ort verlassen, sich in die Zonen flüchtend, wo der Mainstream keine Kenntnis mehr von ihnen nimmt.

Die Eitelkeit der Kritikaster macht jede Kritik zum würdelosen Ornament einer verfluchten Gesellschaft. Selbst Brecht war ein schnöder eitler Geck und er war der Reiche in dem Dialog mit dem Armen!

Für mich ist kein Autor, der seine Tantiemen in persönlichen Überfluss ummünzt, einer dem ich auch nur einen Cent zubilligen würde.

Ich lese, da man Bücher auch gratis erhalten kann, jedoch einer hat sie vor mir bezahlt – ich ginge gerne ins Theater, gäbe es eine Dreigroschen Oper! – nur es gibt sie nicht!

Ich liebte die Kultur, liebte die Museen, manchmal kann man in München (Sonntags) für einen Euro eintreten, dann trete ich wohl auch ein und in der Tat, dort hängt manches was ich als großartig und mich mit in seinen Strudel ziehend, empfinde!

Nur – solange die Kultur nichts weiter als ein käufliches und vor allem verkäufliches Gut, behandelt wird, solange kotzt mich der ganze Betrieb an.

Wann werden die begabten endlich erkennen, dass sie ihre Kraft nutzen könnten, als Asketen den ganzen materiellen Zustrom abzulehnen und ihn umzuleiten, zu jenen die leiden, zu jenen, die sie als Stoff nutzen, die sie benutzen, über die sie jammern und klagen, deren “Stimme” sie zu sein, vorgeben, wo sie doch nur eines sind, Nutznießer des Elends und das gute Gewissen der Verbrecher!

Ich kann leider nicht das Exempel statuieren, meine Talente sind zu bescheiden, meine Zeit ist wertlos, da ich eben kein Teil des Betriebs bin, auch nicht mehr sein kann, hätte ich in meiner Jugend schon konsequenter reflektiert, …. doch müßig, es ist zu spät.

Ich kann nur einen jeden Menschen bitten – schau nicht weg und gib jenen, die leiden Deine Hand, ohne ein berechnendes, ätzendes Monster in deinen Hintergedanken, gib sie ihnen offenen Herzens und hilf, wo du helfen kannst!

Der Worte sind genug getippt, der Werke sind genug verkauft, die originellen Ideen sind platt, da sie tausendmal gewalzt und wiedergekäut wurden!

Die Originalität ist längst mausetod!

Das die Welt ein Irrenhaus ist, dass haben nun wahrlich schon Millionen “Großgeister” formuliert, nur leider, diese “Großgeister” schwimmen wie große Fische im Teich dieses Irrsinns und schlagen keinen Euro aus, den man ihnen für diese Feststellung überweist!

Würden sie das Drecksgeld dann verwenden um Elend zu lindern, geschenkt – doch sie nehmen vielleicht einen Cent von Hundert und geben ihn tatsächlich, doch kaum einer geht nicht verkleidet durch die Salons der Zombiebälle, lächelt verzückt und ist selbst dabei völlig verrückt!

Die Dreigroschenoper am Volkstheater München

Wer zu 100% Behindert ist – darf sie “gratis” sehen (so er sehen kann, sehen, so er hören kann hören, so er beides kann – sehen und hören… so er kommen kann, so er kommen kann, dürfte er zahlungskräftig sein….. – obschon körperlich arm)

Ansonsten mindestens 8,50 (dabei werden die Karten schon kräftig subventioniert)

Maximal 34,– Euro – was für einen Highperformer tatsächlich nur ein paar Groschen sind – wie es immer war – für die Besitzenden ist alles viel zu günstig, es könnte beliebig teurer sein, sie würden es nicht bemerken, da sie täglich reicher werden, dank der armen Teufel, die sie nähren!

… ach ja – Politiker gehen natürlich auch umsonst rein- die werden eingeladen – meist zur Premiere. (Ich beneide niemand! Ich verachte viele!)

Nein, es gab niemals eine Dreigroschenoper.

Es gibt nur ungezählte Werke die die Dummheit unserer Art anprangern, die Grausamkeit unserer Art anprangern, die alles offen zu Schau stellen, die jedoch kräftig daran verdienen, dass die Welt ein Irrenhaus ist.

….. und die diesen Verdienst genauso in die kleine ganz persönliche Tasche stecken, wie der Waffenproduzent seinen Gewinn in seine ganz persönliche kleine Tasche steckt.

War Brecht nun der bessere Autor – oder doch Hitler – schließlich fanden beide ihre Verleger!

Adolf und Bertolt stehen so direkt nebeneinander auf die Bühne, beide erfolgreich als Autoren, im selben Geschäft!

Der eine schreibt vom Massenmorden, der andere klagt vom Massenmorden.

Der eine jagt seine Fans mit dem Panzer durch die Lande, der andere träumt vom gerechten, friedlichen Artgenossen, nur bitte, nicht an seinem edlen Tisch, sofern er nicht ein interessanter, brillanter, ebenso kluger Zeitgenosse ist.

Ach hätt der Brecht doch die Bettler an seinen Tisch geholt, hätt er seine Eitelkeit in die Tonne gekippt und wär er nicht so furchtbar überheblich gewesen, vielleicht wäre die Welt an seinen Worten genesen.

Er steht hier nur als Beispiel, auf dem Plan, mit ihm stellen sich zig tausend Namen an!

Gerne hätt ich Brecht getroffen, wir hätten sicher gestritten und er hätte mich hinausgeworfen, aus seiner Villa!

Interessant wäre es auch, Hitler getroffen zu haben, allerdings hätte ich das wohl kaum überlebt.

Der eine entblößt geschäftsmäßig den Irrsinn, der andere produziert geschäftsmäßig den Irrsinn – beide sind ein Rad im gleichen Apparat!

Solange wir geschäftsmäßig leben, werden wir nie eine gerechte Welt erleben!

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José Mujica

Es gibt sie tatsächlich – Menschen die es geschafft haben, gewählt zu werden.

Ein Nachdenker hat mich auf diesen Mann aufmerksam gemacht – nochmals Dank dafür!

Welch ein Kampf, über diesen Mann wird es Bücher geben, die Bücher werden – leider – verkauft werden, die Geschichte des Mannes wird zur Ware werden und jene, die die Ware verkaufen, werden sich nicht ähnlich verhalten, wie es dieser Mensch tut.

Er tritt leider 2015 nicht mehr zu den Wahlen an.
Er konnte einiges bewegen – und er hat mit den Mitteln die ihm zur Verfügung standen, alles Ihm Mögliche getan.

Wie werden wohl seine Nachfolger mit seinem Erbe verfahren?

http://de.wikipedia.org/wiki/Jos%C3%A9_Mujica

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Ein Gespenst geht um – Europa an die Wand gefahren?

oberham:

Eine – wie ich meine – treffende Zustandsbeschreibung.

Ich nenne das System seit langem “Finanzfaschismus” – das Pervideste, kaum ein Individuum kann noch ohne Kollaboration überleben.
Ich lebe seit Jahren sehr konsequent am Rand, doch über den Rand hinaus – ?
Manchmal bin ich kurz davor, alles liegen lassen, den Rucksack packen und schlicht losmarschieren. Den Versuch wagen, ob man noch ohne jegliche Teilhabe am Wahnsinn überleben kann.

Es gibt Obdachlose, die sich ganz bewußt dem System verweigern und mitten unter den Wohlstandszombies, den willigen, billigen Zweigen des Bündels, in teils wirklich erbärmlicher Armut ihre Leben fristen, die überleben und ihre kleinen Momente finden, an denen ein Lächeln über ihre Lippen gleitet – ihnen gilt meine Hochachtung!

Wer im Bündel weiter wirkt und lebt, aus Feigheit und Bequemlichkeit, der wird eines Tages die Konsequenzen erleben – desto verwobener man mit den Faschisten agiert, desto härter soll es sie treffen.

Meine Hoffnung, diesmal kommen die meisten nicht mit dem Leben davon, den Europa wird brennen!
Wir werden es erleben.
Meine Prognose, – Russlands Oligarchen kommen nicht mehr mit den Plutokraten des Westens klar, vielleicht ist schon die Teilungsschlacht um die Ukraine der Auslöser, es wird der berüchtigte Knopf gedrückt und die Dinge nehmen ihren Lauf.

So absurd es klingt – im kalten Krieg der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts, standen sich noch Ideologien gegenüber – hinter der Gier der Mächtigen lag noch ein Rest an politischer Überzeugung – so krank diese auch gewesen sein mag.

Heute sind die Finanzfaschisten unter sich, es ist ein globaler Streit um die größte Beute – ohne jede Rücksicht auf das Leben und die Welt an sich.

Was passiert wenn dumme Kinder streiten, die Sandburg wird am Ende von jenem mit der größten Wut eingetreten – und am Ende treten alle – alles kaputt.

Wir alle akzeptieren, dass Gier und Dummheit die Welt regieren – wie können wir da eine friedliche und humane Zukunft erwarten, in der das Wort Human, sich aus der Vernunft so wie sie vor nunmehr über zweieinhalb Jahrtausenden von den Stoikern formuliert wurde, ableitet?

Wir lassen zu, dass Humanismus im Sinne von blindem Faschismus lebt!

Die Klugheit wird Mittel zu einem niedrigem Zweck – am deutlichsten wird dies, wenn wir erleben, wie der Arzt zuerst die Rechnung kalkuliert, wie der logische Denker nicht die Gesellschaft analysiert, sondern Algorithmen  für Spielmaschinen an den Finanzmärkten schreibt und programmiert, wie der empathische Geist sich zum Lügenbaron aufschwingt, der die meisten Stimmen bei närrischen Wahlveranstaltungen auf sich vereint, um sich danach von den Wählern wie ein Fürst halten zu lassen und die übertragene Macht an die meistbietenden zu veräußern.

Nur die Intelligenz, die abgekocht, jeglichen Gewissens beraubt, in einem Artgenossen lauert, wirkt auf diesem Planeten.
Jene Intelligenz, die sich dem Mitmenschen verpflichtet sieht, wird verweigert, sie findet keine Kraft und endet kümmerlich in Nischen, manchmal lindert sie dort Leid und Elend, manchmal verhindert sie einen raschen Tod und macht ihn zu einem schleichenden – manchmal gar, wird sie vom System als kleines Ornament der einst so positiv besetzten Menschlichkeit gekauft und wie ein Schild vor den Augen der Massen aufgestellt.

Nur – jene gekaufte Intelligenz – sie ahnt wohl schon, wie ihr geschah, und folglich, bleibt sie am Ort, ist auch sie korrumpiert und verdorben.

Bleiben die Kämpfer im Dunklen – doch sie sind nicht einig und die meisten von ihnen sind nicht bereit, dem einzelnen Menschen schlicht zu vertrauen – so wird dort Gewalt und Grausamkeit in anderer Maske, aufs Neue zum Mittel, wird der gleiche Tanz mit anderen Schritten getanzt.

Nur wenn der Mensch sich wahrhaftig seiner Vernunft entsinnt und wirklich jener ohne Kompromiss und fadenscheinige Vorschübe folgt, haben wir die Chance, freie, selbst bestimmte, Lebewesen zu werden, die sich in sozialer Anarchie in fruchtbarer, sozialer Interaktion, im Einklang mit ihrer Umwelt, ihrer grandiosen Möglichkeiten gewahr werden, welche im Geist unseres Intellekts geborgen liegt.

Leider  scheinen wir jedoch zu glauben, dummdreistes Getier zu sein, welches schlicht der ordnenden Hand von Wahnsinnigen bedarf.

Leider scheinen wir lieber im atomaren Feuer zu verbrennen, als doch, wie so lang schon erträumt, zu den Sternen aufzubrechen und all die längst erdachten Fiktionen mit realem Leben zu füllen.

Leider scheinen wir unsere Artgenossen lieber dem Hungertod auszuliefern, als selbst, so wir am gefüllten Trog pflanzen, die Krümel aufzulesen, zu verteilen, diese nicht achtlos in den Schlamm zu treten.

Wir müssten noch nicht einmal gerecht teilen, es würde schon genügen, die tägliche Gedankenlosigkeit aufzugeben und bewusster unser Glück der Samenlotterie zu achten.

Das wäre der erste Schritt, doch genauso wie jede Sekunde ein Mensch an der Dummheit von uns allen verendet, wirft die Gemeinschaft der Reichen jede Sekunde das Leben von Dutzenden Menschen indirekt in den Müll!

Wir gehen Schritte, doch Schritte die immer näher an den Abgrund führen, vielleicht ist der letzte Schritt sogar schon getan, wird es keinen weiteren mehr geben.

Mein Kommentar – sorry – da hat es mich wieder überkommen.

Ursprünglich veröffentlicht auf politropolis • das onlinemagazin:

Der Gedanke an ein einheitliches, wirtschaftlich prosperierendes und friedliches Europa war das Resultat aus zwei Katastrophen. Der I. Weltkrieg hatte dem Kontinent gezeigt, welche Verheerungen die Industrialisierung verursachen kann und der II. Weltkrieg, um wieviel schlimmer das noch sein kann, wenn eine rassistische Ideologie mit im Spiel ist. Diejenigen, die sich seitdem für Europa engagierten, das über die friedliche Koexistenz von unabhängigen Staaten hinaus ging, hatten zumeist ein neues Ideal im Auge. Die Diversität der auf dem Kontinent existierenden Nationen wies darauf hin, dass behutsam bei einem solchen Prozess vorgegangen werden muss, und das war den Pionieren bewusst.

690463_web_R_K_B_by_Katharina Wieland Müller_pixelio.de National-Flaggen vereint bei der UNO in Genf – Foto: © Katharina Wieland Müller / pixelio.de

Die Vereinheitlichung der Währung mit dem Euro beendete das politische Denken der Verantwortlichen und stellte sehr schnell das Primat der Ökonomie her.

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