Zeittropfen

Der Regen
Die Tropfen tropfen
von den Blättern
und Zweigen
und Gräsern
im Frühling
und Blüten
immer auch
solange ich bin
und meiner Haut

auf die Erde
wo sie mit
so stell ich es mir
zumindest vor
Freude willkommen sind

Es regnet immerzu
es regnet die Zeit
sie ist Leben
und sie ist
nie Vergänglichkeit
da sie fließt
steigt und
zeigt

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Gestern

Noch konnten die Momente gehalten
noch die Wolken erinnert
noch das Zirpen
noch das Zwitschern
noch das Plätschern
noch das Rascheln
noch das Wärmen
noch das Kühlen
noch das Stillen
noch das Atmen
noch das Gefühl
des Tages
heute Morgen erinnert werden
es schimmert nur sacht
Vergänglichkeit, Transformation
drängen mit Macht
gegen den sentimentalen Strom
der Rückbesinnung

es ist immer zu spät, immer

Jetzt kannst Du Sein
Du bist
nur was
was bist Du
was träumst Du zu sein

Mensch sein
Menschsein
menschlich sein

Im Tornado des Irrsinns
einer wütenden Masse

lieber allein

lieber sinnen nach
Lebenslust
nach Wind und
dem Fühlen der wunder
vollen
Momente
die sonst
unter den dröhnenden Walzen
der Zwänge
ins Gestern gedrückt
an mir vorbei gegangen
ohne dass ich sie umarmt und geliebt
gelebt

Blick ich auf einen Menschen
im Zwang der Kommandostrukturen
seh ich nur Leere ohne Erinnerung
nur Tod und Mord und Selbstmord

egal ob der verblutende Torso im Wrack
oder die adrette Lebendmarionette im Vorstandsbüro

was für ein Bild
es räkelt sich das Paar unter dem Airdome im Beach-Club
der 50 Meter Yacht
die plötzlich mit dem Kiel
auf ein sinkendes Wrack
voller ausgelebter Konsumträume kracht

die Pertubation ist schnell vergessen
schon werden die frischen Austern gefressen
… manche trägt noch das Auge eines kleinen Menschen
im Magen
verdaut, tot und wieder
verdaut

danach wird ein Film im Bord-Cinema geschaut
die Töne sind laut
die Motoren dröhnen
die Schrauben sich drehen
die Armen flehen
die Menschen gehen
am Leben vorbei
ohne zu sehen!

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Geschwätzig durch den Tag, das Jahr, das Leben!

Bla, bla, bla, bla, bla
mit dem Dreamliner nach Montreal
bla, bla, bla, bla, bla,
mit dem Airbus nach NewYork
bla, bla, bla, bla, bla
am Smartphone die Verkaufszahlen gecheckt
dem Ghostwriter Stichwörter gemailt
bla, bla, bla, bla
mit dem Privatjet zum Milliardärsevent
bla, bla, bla, bal
auf der Yacht wegen der Einladung
bla, bla, bla
mit dem Jumbo-Jet nach Tokio
bla, bla, bla
mit der Limo zum Hotel
bla, bla, bla,
immer wieder von Hotel, zu Hotel
bla, bla,
immer wieder von Kontinent, zu Kontinent
bla, bla
die Menschen wissen ja sonst nicht
bla
was Vernunft ist
bla
die dem klugen Ökoaktivisten
blub
selber nicht gefällt

weil er keine Zeit hat,
sie zu leben
da er so viel Weisheit zu verkaufen hat

von konsumierten Sprüchen
verdirbt man sich am Ende
seine Laune und den Magen

du lieber Mensch
bist selber klug
es sei den
du liebst den Selbstbetrug

der kann schnell tödlich enden!

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Der Irrsinn in 30 Sekunden (bitte nicht in 15 Sekunden)

Zeit ist so kostbar, unbezahlbar
Zeit zu geben
für Irrsinn
ist
schlicht und einfach
dumm
drumm
denk
schlicht und einfach
selbst
welche Zeit
schenkst Du Dir
und welche
schenkst Du Ihm
dem Typ der Dich zahlt
dem Staat der Dich nutzt
dem Spot der Deine Träume malt

und ?

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Eine symmetrische Stopuhr

….. liegt tickend
auf einer
GENERAL
STABS
KARTE

GARTEN

STARB

SAKRAL

in einer

glühenden Ohnmacht……

 

 

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Für Flieder

Stoma öffne Dich atme mich ein
lass mich strömen in Dich hinein
lass mich Teil von Dir sein
wär nicht mehr allein

Flieder kennst Du mich
Arvo Pärt kennt mich nicht
komponiert für Alina
Lieder

wir sehen uns im nächsten
Frühling
vielleicht
wieder

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Letzter Blütenstaub

Bunte Blütenpracht
Ein letzter Frühlingstag,
Summen ja, brummen und singen,
zwitschern und pfeiffen,
und süßlich berauschender Duft

dazu
ein Wogen und Wiegen im
sanft über die Haut

auch
Dich streichelnder
Windhauch

Unter dem Himmel
Über der Erde
Auf den sich biegenden
Dich bergenden
Gräsern
Tanzen gläsern
Zarte Kristalle
Bunt gepudert
Weich
Fallend

Die Blüten verblühen
Der Frühling geht schlafen
Die Melancholie der Vergänglichkeit

Ein Jahr in der Unendlichkeit
Ist wohl kaum weit
Ist keine Zeit

Oft sprach und spricht
Mensch
Vom Letzten

Dabei vergisst er
Zu oft
Was er ist.

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