Rückblende

Mein erster Blogeintrag :

Das Japanische Volk leidet

knappe neun Jahre später gilt das alles noch im gleichen Sinne, hat sich nichts entwickelt, einzig wenige sind reicher, viele sind ärmer geworden, die Probleme die wir uns alle gegenseitig machen werden drängender und die Ignoranz der Menschen scheint sich in eine Art selbstmörderischer Verbitterung zu steigern.

Es geht weiter in die falsche Richtung, sowohl sozial, als auch ökologisch und ökonomisch, wobei das kein magische Dreieck ist!
Der Mensch hat einen Kreis vor sich, doch er macht ein hässliches Vieleck daraus und vernichtet die Harmonie des Lebens, die Harmonie der Dinge.
Der Krebs der selbst die Milliardäre dahinrafft, er ist schlicht ein Ausdruck des Lebens, er beendet das entartete Leben, vielleicht wird er es sein, der sich nicht besiegen lässt und sich dank der globalen Verseuchung unserer Lebensgrundlagen nach einem Kipppunkt rasend schnell ausbreitet, nicht nur im einzelnen Individuum, sondern in der Gesamtheit aller Menschen.
Noch ist diese Krankheit nur eine von vielen Todesursachen, die unsere natürliche Sanduhr kappen und den Sand in Sekunden ausfließen lassen, wo doch noch Jahrzehnte möglich gewesen wären.

Wir werden wohl nie lernen, erfahren, erleben was wir hätten schaffen können.

Das Fürchterliche ist, jene die ins hohe Alter kommen und eine „Karriere“ hinter sich herziehen, sind nicht selten fest überzeugt ein gutes Leben geführt zu haben und würden ihre Leben gerne genau so, noch einmal leben.
Doch diese Menschen sind meist jene, die viele von uns bewundern, ja vergöttern.

Ich habe nichts Neues zu erzählen, ich kann euch Bücher von A-Z empfehlen, ihr wisst es ohnehin, die wenigen die hier manchmal mitlesen, empfinden wohl sehr ähnlich, in meinem Umfeld hat der Krebs vielleicht mehr Menschen die Sanduhr gekappt, als in Eurem, ich weiß es nicht, doch ich bin sicher jeder hat Bekanntschaft mit ihm gemacht, wenn vielleicht auch noch nicht persönlich.

Was mich umtreibt, warum sterben so wenig Politiker; Generäle, Milliardäre am Krebs? Könnte es sein, dass gerade die gütigen Menschen so verzweifelt sind, dass er ihnen den Gnadentod bringt, dass die Psychopathen schlicht keine anderen negativen Gefühle kennen, als jene, die ihnen vielleicht eine kurze Gram bescheren, da ein anderer Wahnsinniger noch ein klein wenig effizienter seine Egozentrik ausleben konnte?
Ist der Tod nicht am Ende eine Gnade, endlich aus diesem Irrenhaus entlassen zu werden?

Wo finden wir das Schöne? Bei mir ist inzwischen in vielen Räumen die Zerstörung durch den Menschen so latent, dass ich manchmal nur noch die Augen schließen und mich an die Vergangenheit erinnern möchte, es war einmal………
Letztlich ist das Bild, der Mensch sei der Krebs seines Lebensraumes, seiner Lebenschance, seiner Art, er sei sein eigener Tod, sein eigenes Verhängnis, jenes, das mir am stimmigsten scheint, da ich dieses Bild täglich betrachten könnte, würde ich selbst nicht in dummer Ignoranz versinken, die mir dann zumindest den Schein von Glück im Augenblick vermitteln kann.

Ich fürchte ohne gnadenlosen Zynismus und bodenlose Grausamkeit schlägt jedes fühlende Herz nur noch einige Tage lang, da,  betrachtet man die Menschheit als Familie, wir täglich unsere Kinder fressen, täglich unsere Mütter schänden, täglich unseren Brüdern und Schwestern die Messer in die Rücken rammen, täglich eifrig den Lebensraum für jene gründlich vernichten, die noch ungeboren, noch ohne Schuld, vielleicht doch eines Tages erkennen würden, welch grandiose Möglichkeit das menschliche Wesen von der Natur geschenkt erhält, Möglichkeiten die bis heute leider pervertiert und ihrer hellen Seiten beraubt nur in die ewige Dunkelheit führen.

Das Paradies für einige Tausend kostet die Lebenschancen und die Zukunft unserer Art, doch wir schenken eben lieber jenen wenigen Alles, selbst uns, als einander die Hände zu reichen und diesen Wahnsinn zu beenden, gemeinsam ein neues Haus bauend, welches sich, verwoben mit allen anderen Mitwelten auf Erden, als ein Paradies für alle Menschen erweist.

Wir hätten die Möglichkeit, wir wären fähig dazu, doch dazu müssten wir einander vertrauen und endlich den Psychopathen unsere Gefolgschaft verweigern.
Warum finden wir uns nicht?

Über oberham

Einsiedler in Hinterwald
Dieser Beitrag wurde unter Was Spatzen von den Dächern pfeiffen veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten zu Rückblende

  1. Stella, oh, Stella schreibt:

    Die Menschen, die aufwachen, werden immer mehr. Sie bekommen nur keine Mediendeckung. Und es sind teilweise ganz junge Menschen. Ich meine jetzt nicht solche wie Greta, obwohl sie auch ein mutiger junger Mensch ist, sondern solche, die bereits in jungen Jahren wirklichen Durchblick haben. Letztendlich wird und muss das ganze System, wie es jetzt ist, zusammenbrechen, um einen neuen Anfang möglich zu machen. Das gibt dann eine neue Chance, die so oder so gehen kann. Eine Revolution ist unvermeidbar.

    • oberham schreibt:

      Ich fürchte es wird zu keiner Revolution kommen. Es wird alles wie von den Psychopathen geplant ablaufen. Die Phase des Massenkonsums wird überwunden werden, was die Gruppe der Massenkonsumenten überflüssig macht, was die Gruppe der massenhaften Arbeitssklaven überflüssig macht, was vielleicht, tatsächlich, in eine Art von Paradies für die restlichen Menschen führt.
      Wir, die ganz und gar gewöhnlichen Menschen ohne Macht durch Geld und Stellung, werden seit jeher von jenen mit Geld und Stellung wie Spielfiguren behandelt, doch wenn die Masse der Spielfiguren das Spielfeld zu vernichten droht, bedarf es einer Reinigung, die aktiven Spieler werden diese zu bewerkstelligen wissen, ohne dass sie selbst darunter nennenswert zu leiden haben, bzw. ein hohes Risiko eingehen müssen, selbst vom Spielfeld verschwinden zu müssen.
      Eigentlich ist es doch wie in jedem Spiel, das Wichtigste ist, dass die Pläne am Ende erfolgreich aufgehen – meiner Ansicht nach kann der Plan nur lauten, lass sie so weitermachen, die Umwelt erholt sich sehr rasch, wenn sie überflüssig und aus dem Spiel genommen sind, die Nutzmenschen.
      Noch bedarf es der menschlichen Arbeitskraft um den Luxus und die Sicherheit, den technischen Fortschritt und nicht zuletzt die Hoffnung auf ewige Jugend und Gesundheit aufrecht zu erhalten.
      Der intelligente Ingenieur jedoch, der möchte selbst zumindest annähernd so luxuriös wie sein Vorstand leben dürfen, er wird zwar nicht mit dem Heli ins Privatchalet geflogen, sondern fährt mit seinem SUV in die gemietete Berghütte, doch das Event – Skilaufen – kann er fast so schön genießen, wie der Milliardär.
      Dafür plant er dann brav Motorten die die Zukunft seiner eigenen Kinder in Frage stellen und kassiert ein sechsstelliges Jahresgehalt – macht Karriere (und er darf hoffen, vielleicht ins mittlere Management aufsteigen zu können – was ihm aber immer noch zu einem beliebigen Arschloch für die Reichen macht, dass jederzeit austauschbar und ersetzbar ist!)

      Nur ein Beispiel.
      Jene jungen Menschen die gerade von Transition sprechen, sie werden zu 99% in die etablierten Waben diffundieren, sobald man sie dort ansaugt, mit netten Arbeitsverträgen und Goodies – das eine Prozent, das erkennt in welche Falle es tappt, das gabe es schon immer, ich fürchte diese Quote wird sich nicht signifikant erhöhen.

      Wenn wir, die Masse, in Massen erkennen was auf uns zukommt, wird es schlicht zu spät sein, die Falle schnappt zu, wir werden zuletzt uns selbst fressen, so wie wir es ja schon heute tun und gestern taten, nur dass wir es unmittelbarer und wohl auch schmerzhafter am eigenen Leib spühren werden.
      Wenn wir heute die Kinder Afrikas oder Asiens, Südamerikas oder des Pazifischen Raumes fressen, dann müssen wir ihnen nicht in die Augen schauen, im Moment ihres elenden Sterbens, viele von uns fühlen sich, im Gegenteil gut, wenn sie die Photos ihrer Patenkinder betrachten, die Ihnen jährlich geschickt werden, man wählt eben aus!
      (Das ist so, als wenn die glückliche Kuh auf der Almwiese von der Reklametafel lacht, die uns die Milch von ihren sehr viel weniger glücklichen Artgenossen anpreist – wenn du dich in mich etwas hineinfühlen kannst, verstehst Du genau was ich damit sagen möchte – …)

      Nein, ich war eben sehr naiv, als ich diesen Blog begann, war naiv mein ganzes Leben lang, werde auch naiv bleiben. Ich werde es nicht mehr erleben, doch ich persönlich denke in spätestens 40 – 50 Jahren werden noch etwa 100 Millionen Menschen leben, vielleicht 1 Milliarde Sklaven, die nicht mehr durch Hetze und Propaganda konditioniert und getriggert, sondern schlicht durch W-Lan impulsgesteuerte, transhumane Roboter sein werden – in verschiedenen Klassen – exakt auf ihre jeweiligen Aufgaben programmiert.

      Den restlichen, Halbgöttern gleichen, Menschen, wird wohl ihre eigene Boshaftigkeit unheimlich werden, darum dürften auch sie sich einer gewissen „Programmierung“ unterziehen, dafür werden sie in einer debilen Lust- und Suchthölle zu schmoren haben, im schlimmsten Falle über Jahrtausende.
      Es wird eine schrecklich öde und monotone Welt werden, die bunte, phantasievolle, wundervolle haben wir schon lange verloren, sehr lange verloren.

      Wir könnten sie noch zurückholen, wie Du schreibst, es bedürfte nur der Fähigkeit des Sehens, doch wir leben in einer Welt der Blindheit, wir Sehen weniger als der Blinde unter uns!

      Wir werden uns nicht solidarisieren, wir werden uns weiter spalten und in den Untergang führen lassen!
      Wir haben verloren, unsere Eltern hatten verloren unsere Groß- Urgroß – Ururgroß….. eltern, sie alle hatten schon verloren.
      Die Psychopathen sind mit jeder Generation ihrem Ziel der totalen Unterwerfung der „Untertanen“ einen Schritt näher gekommen, heute gibt es kaum mehr Fluchtpunkte, kaum mehr Chancen sich ohne die Herrschaft des Geldes am Leben halten zu können – sich Nahrung und Wohnstatt zu schaffen, ohne dienen zu müssen, dem Wahnsinn dienen zu müssen.
      Wohlstand gar, ist völlig unerreichbar ohne sich auszuliefern und anzubiedern, es sei denn, mann kommt in jene Spähre, die alleine den Geist als Quelle jeder Freude begrüßt und in fast wahnhafter Askese den Körper wie eine Nebensache fühlt, der nur dazu dient dem Geist die nötigen Vitalfunktionen zu erhalten.

      Das intensive und von Liebe und Eintracht durchdrungene Leben in der Herde ist für uns unerreichbar geworden, es sei denn man schließt sich der Herde der Wahnsinnigen an.

      Doch dessen Freuden sind vergiftet, das erkennt man, sobald man den Kopf hebt und um sich blickt, welche Maßlosigkeit herrscht, in dieser Herde.

      Verzeih, danke für Deinen Kommentar, möge Dir Dein Optimismus erhalten bleiben, doch ich werde nicht umhin können, niemals mehr einen solchen empfinden zu können. Was wäre das für ein Glück, würde ich erleben, wie sich die Menschen befreien.
      Nichts könnte schöner und nichts befriedigender sein, als würde ich Lügen gestraft.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.