Noch gilt es Anreize zu bieten!

…. jetzt so kurz vor unserem Ziel, sollten wir uns nicht über die Beute streiten!
Darum geht es auf dem G7!

Kooperativen, alternative Organisationsstrukturen, das ganze Füllhorn an Möglichkeiten, welche wir Menschen hätten, würden wir uns gegenseitige helfen und nicht bekämpfen, sind zu einem Nichts verdammt, wenn sich alle am Montag Morgen wieder brav an ihren Arbeitsplätzen einfinden und dem System dienen!
Wir haben nur eine Chance, wenn wir einander vertrauen und mutig den Schritt aus dem System wagen.
Dem Establishment kann man nicht auf seiner Ebene begegnen, man kann es nur für sich ignorieren, die Bewegung aus der Sklaverei kann nicht in einem Aufstand enden, sie wird nur enden, wenn wir entweder wieder in Eisen gehen müssen, oder aber gemeinsam so weit sind, uns gegenseitig die Eisen nicht mehr anzulegen, denn die wenigen Ausbeuter, sie hätten niemals die Kraft uns zu beherrschen, würden wir es ihnen nicht gestatten.
Ich denke dort in dieser Region um Biarritz werden auf einen Teilnehmer des alternativen Gipfels zwei oder drei dressierte Kampfmenschen kommen, die hochgepuscht und konditioniert nur darauf warten Knüppel und Granaten verwenden zu dürfen, diesem Mob sollte man sich nicht aussetzen.
Ihr hättet in die Berge des Baskenlandes ziehen sollen, dort die verlassenen Dörfer für eure Visionen verwenden und euch tätig Interessierten öffnen sollen, nicht durch Seminargelder einen Alternativtourismus organisierend, sondern ausschließlich durch Naturalientausch einen zivilen Ungehorsam ausüben, dem die strukturelle Gewalt der Ausbeuter hilflos gegenüber stünde, denn euch dort aufzusuchen und zu randalieren, würde das ganze Ausmaß der widerwärtigen Triebe dieser Psychopathen offenbaren – sie wären eindeutig die Aggressoren, vielleicht würde der ein oder andere halbwegs gesunde Mensch dann ins Grübeln kommen.
So werdet Ihr die gewünschten Chaoten sein und dem System als Prügelknaben billig und schmerzhaft dienen.
Doch leider, meine persönlichen Erlebnisse haben mir gezeigt, dass überall wo aktivistische Gruppen auftreten, besonders tolle Führungsmenschen ohnehin schon wieder das Ruder übernommen haben, im Grunde nur Gleiches auf Gleiches trifft, die eine Seite in Uniform, die andere mit einer verlorenen Utopie im Herzen, mit bunten Tafeln und am Ende ebenso schlagend und fluchend, wie das brüllende Heer der Staatsknechte.
Ich danke dem Schicksal, dass ich gutes Wasser und gesunde Nahrung organisieren kann, denn die Vorzüge einer arbeitsteiligen, intelligenten Ökonomie der Gruppen, die ist wohl immer mit dem Virus der Ausbeutung, des Klasissmus und der psychopathischen Menschenführer verbunden, die anarchische Zelle, mit dem besonders eloquenten Sprecher, der immer spricht, wo die anderen nur denken, malen und organisieren, ist schon keine anarchische Zelle mehr, sie ist schlicht eine kleine Kampfgruppe, für die Neuverteilung der Privilegien.

Es tut mir leid, ich bin alt genug, ich habe vieles gesehen und erfahren, vielleicht hatte ich nur Pech, war immer am falschen Ort, jedenfalls fühle ich mit sehr wohl und bin glücklich, seit ich in der bescheidenen, aber wohl eingerichteten Welt meiner neuen Gemeinschaft, jener mit dem Raum in dem ich mein Überleben organisiere, lebe, der Feind ist mein Mitmensch, der mit dem Agrarpanzer, der mit dem 40 Tonner, der mit der Pendelblechbüchse, der mit dem Gewehr, der den Hund totschießen darf, der mit der Uniform der mir meinen Raum nehmen könnte, ja – alle Menschen, die diese institutionelle Gewalt ermöglichen und aufrecht erhalten – leider – das seid auch Ihr.
Egal ob in Biarriz auf der einen oder auf der anderen Seite.

Die Welt der Menschen könnte eine gelebte, wundervolle Geschichte des Friedens und der Klugheit, der Wunder von Kreativität und Liebe sein, sie ist es – für sehr wenige, doch dafür ist sie für die Mehrheit die Hölle.
Wir bräuchten diese Hölle nicht, doch wir wollen anscheinend lieber einige Millionen Psychopathen zu Halbgöttern formen, statt darauf zu verzichten und uns allen gemeinsam durch die Leben zu helfen.

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Über oberham

Einsiedler in Hinterwald
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