Mensch

Domestiziertes Säugetier
Vielfältig konditionierbar
im Notfall essbar
bei Nichtgebrauch kompostierbar

Wird in der Horde angeboten,
inklusive Führungs- bzw. Leitmenschen

Ein Planetenrudel benötigt weniger
als eine Sternenmillisekunde
um Terraforming radikal
zu exerzieren

Zerfällt nach Gebrauch zu Staub

bestes Medium
um komplexes Leben
auf Planeten
wieder ins Chaos zurückzuführen

derzeit im Angebot
50% Rabatt

Lieferung erfolgt direkt in den
DNA-Pool des gewünschten Planeten

Design und Rudelverhalten
können auf Wunsch modifiziert werden

es wird nur die destruktive Variante
angeboten

die Brillanz des Verstandes
ist nicht zu unterschätzen
womöglich würde aus der Hölle des Kosmos
durch den Menschen
dessen Schönheit in ein Friedensparadies
transformiert
könnte sich der Verstand von seinem
Untertanengeist
befreien

bei dergleichen Anzeichen
empfehlen wir
die sofortige
Transformation
mittels Asteroideneinschlag
(bevor es zu spät ist
und die Menschen wild und frei
zu Ihrem gemeinsamen Wohl
kreativ und intellektuell aktiv werden, was sie
wohl zu ungeahnten Leistungen befähigte,
Leistungen, die auch das Asteroidenmittel
als untauglich erweisen könnten-

eine Supernova ist mit immensen Kosten verbunden,
vor allem dürfte der jeweilige Systembesitzer
wenig Freude am Rest seiner Investition
haben – der absolute Exit
im Falle freiwerdender Menschen

Beim „Erdmenschen“

können wir

einen
vorbildlichen Verlauf

erkennen

einfach perfekt
lebenszerstörerisch

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Über oberham

Einsiedler in Hinterwald
Dieser Beitrag wurde unter Was Spatzen von den Dächern pfeiffen veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

6 Antworten zu Mensch

  1. Stella, oh, Stella schreibt:

    Ja, genau, wir brauchen keine Asteroiden, wir machen das ganz von allein.

    • oberham schreibt:

      Vielleicht kommt es nicht von ungefähr, dass Kinder im Sandkasten Burgen bauen, um sie alsdann wieder umzugraben.
      Wer möchte mir widersprechen, wenn ich behaupte, der Kosmos ist für irgend eine Art von Sein ein schlichtes Äquivalent, ein Sandkasten zum Spielen……
      Wir sind schlicht ein Mittel zum Zweck……. – was wir unter Selbstreflexion so hochmütig als „herausragend“ ansehen, scheint nichts weiter als mit jedweder anderen artspezifischen Fähigkeit, eben eine Eigenheit, zu sein.
      Wir benehmen ins keinesfalls so, als würden wir auch nur die heiße Herdplatte wirklich reflektieren, wir fassen täglich immer wieder drauf. machen immer die gleichen Fehler, den Fehler uns führen zu lassen, uns korrumpieren zu lassen, bequem wie das Stallvieh darauf zu warten, dass man uns das Futter ins Maul stopft, dafür geben wir Gehorsam und letztlich unser Leben.

      Jedes Talent wird nur herangebildet, so es letztlich der Dummheit zu Diensten ist – die klügsten Menschen entziehen nicht selten ihre Talente der Masse, der menschlichen Gesellschaft, indem sie sich selbst töten, oder sich vor der Gesellschaft verstecken – jene die in ihr verortet bleiben, spielen das übliche Spiel!

      Mozarts Requiem wurde von vielen geschrieben, D-Moll ist immer anrührend, die Witwe wollte die Kohle dafür kassieren und heute, heute unterhält es die zahlungskräftige Meute.
      Mit allen „Kulturgütern“ verhält es sich in etwa so!

      Selbst die „Menschlichkeit“ wird vermarktet, hinter jeder „Hilfsorganisation“ kauern Dutzende von gewissenlosen „Managern“ die meist die Hälfte der Gelder an andere gewissenlose Gesellen verteilen – mit dem Rest hält man sich die „Helfer“ und finanziert „Projekte“ – alles ist nur eines – destruktives Geschäft von destruktiven Wesen!

      Sobald der kluge Geist ins Reich der Wirtschaft gerät, ist er nur noch zu verkaufender Rohstoff, kein „großes Werk“ hatte je wirklich Kraft – ja, seit Jahrtausenden können wir es überall lesen, doch jeder „Großgeist“ war – von einigen die mit Ihren Leben für Ihre Meinung bezahlten und dennoch vermarktet wurden – letztlich auch ein gut vernetzter Zeitgenosse im Spiel um Wohlstand und Anerkennung, Anerkennung durch jene, die er doch meist verachtete, ob Ihrer Dummheit und gefügigen Artigkeit, wo er doch selbst meist gefügig und artig, oder eben provokant unartig, sofern gewünscht – war und ist.

      So wird jede „Aufklärung“ ad absurdum geführt, so wird ein Spinoza genauso zum Dieter Bohlen, wie ein Anstreicher zum Führer eines 80 Mio. Volkes wird, der es dazu antreibt die Welt in den Schlund der Hölle zu reißen, wir verdanken schlicht einzig dem Zufall, dass wir noch nicht als Art verschwunden sind, als Einzelne sind wir ohnehin schlicht nur zufällige Produkte einer Laune, als Einzelne können wir das Prinzip der vollkommenen Blödheit gut besiegen, einzig, dann bleiben wir alleine, da wir keine zweite Person finden werden, die es uns konsequent gleichtun möchte.

      Da wir soziale Wesen sind, lassen wir es bleiben, stimmen wir ein in den Chor der Irren und treiben eben ganz nach Wunsch meiner bösen Phantasie, als Spielzeug ferner „Kleinkinder“ willenlos und bedeutungslos durch Raum und Zeit.

      Nun den, ein Lachen bleibt mir, das Lachen jener, die sich diesen Blick nicht mit einer rosa Brille aufhübschen können, das Lachen jener, die damit ihre Tränen trocknen.

      Die Devise für die Masse lautet – lebe dein Leben, nutze den Tag, sei optimistisch, auf dass ich dich mag.
      Wie oben geschrieben, ich gehe lachend durch meine Zeit – allerdings verweigere ich jeglichen Optimismus, angesichts des Wahnsinns, der um mich herum tobt.

  2. oberham schreibt:

    Optimismus ist ein MUSS, Religion wurde nicht nur zur Grundkonditionierung der Masse eingeführt, sie bietet auch das optimistische Rettungsfenster an – das „Paradies“ oder wie immer sie es auch nennen, die Menschennutzer.
    Bevor es die Religion gab, gab es nur den Respekt vor der Natur, so wie er bei einigen Naturvölkern noch zu betrachten ist (jene die wirklich völlig abgelegen überdauern konnten…).

    Was ich selbst nicht auflösen kann, warum stagniert das symbiotische Existieren dieser letzten Exemplare nicht destruktiver menschlicher Wesen seit vielen Jahrtausenden – ist die Symbiose der höchste Grad an dem was möglich ist, ohne letztlich zerstörerisch und kannibalisch zu wirken?

    Dafür finde ich keine plausible Erklärung – meine Traumvorstellung ist der verantwortungsbewusste, neugierige, liebende und friedliche Mensch, der jedoch sowohl „technisch“ als auch „psychisch“ eine Entwicklung aufzeigt, die es Ihm ermöglicht sich angstfrei und praktisch ohne Krankheit und jedwede Not einer glückseligen Seinszeit hinzugeben.

    Diese Ziele sind ja auch im modernen Streben nach Fortschritt vorhanden, jedoch auf völlig pervertierte und letztlich eben kontraproduktive Art, nämlich der totalen Selektion, die wohl im völligen Vernichten allen Lebens enden wird.

    Theoretisch könnten wir seit vielen Dekaden jedweden Hunger auf der Welt getilgt haben, nachhaltige ökonomische Strukturen geschaffen haben und global vollkommen friedlich miteinander interagierend, forschend und die Biosphäre schützend, erhaltend leben.
    Es gäbe längst keine Waffen mehr, keine Regierungen, keine Milliardäre, keine Korruption, keine Religion, … – nur ist vielleicht tatsächlich der Hass und der Wettkampf die Triebkraft des technischen Fortschritts, stagniert der Mensch im natürlichen Stadium kleiner Stämme, so er glücklich und harmonisch in der Natur lebt?
    Gibt es keinen positiven Link?

    Ich weiß es nicht, ich habe keine Erklärung dafür, daher mein Pessimismus, da ich fürchte, diesen Link gibt es tatsächlich nicht – wir sind faktisch zu monströsen Kreaturen mutierte ehemalige Menschen.

    • Carravaggio schreibt:

      Nun, welche menschliche Erfindung wurde bisher nur friedlich genutzt?
      Was gibt es an der Natur zu verbessern, das der Mensch verbessern könnte?
      Was wir Menschen erreicht haben, wurde doch immer durch die Veränderungen unserer Umgebung ausgelöst. Oh keine Früchte mehr am Baum? Dann zieht die Horde weiter.
      Weggehen war schon immer eine Lösung, solange wir als Naturwesen lebten.
      Das Auswandern aus Afrika hat aber andere Dimensionen. Man kommt in Bereiche der Welt, in der man neue Nahrungsquellen auftun muss, in Gegenden, die so arschkalt sind dass man nicht nur keine Nahrung mehr auf den Bäumen findet, sondern den dünnen Flaum der von unserem Fell übrig geblieben ist mit Fellen behängen muss um den Winter zu überleben.
      Migration ist immer eine Triebfeder des Fortschritts gewesen. Kommst du in eine neue Gegend wo die Menschen anders leben fallen dir Dinge und Zustände auf, die alle dort lebenden längst als normal ansehen und nicht weiter darüber nachdenken. Gerade für das abgehalfterte Europa könnte Migration eine Weiterentwicklung bedeuten. Allerdings wohin? „Humane“ Waffen gegen „Eindringlinge“? Oder erleben wir jetzt die Retourkutsche für die kolonialistischen Überfälle unsrer europäischen Vorfahren? Letztlich ist die Entwicklung von Technik immer ein Mittel gewesen, sich anderen gegenüber größer und stärker dar zu stellen und entspringt aus einer Art Sicherheitsbedürfnis. Sobald Menschen vom ewigen Leben phantasieren, brechen Kriege aus. Und die Schriftkunst der schreibenden Völker hat diesen Zustand dauerhaft gemacht. Deshalb hatten alle sogenannten Weltreligionen ihre kriegerische Phase. Es gab genauso buddhistische Großreiche, wie es christliche oder islamische gab. Der entscheidende Schritt ist, dass sich der Mensch über die Natur stellt und sie nur noch als Verfügungsmasse ansieht. dann sind Raubbau und Hamsterkäufe legitim und es geht nur noch darum, am Ende das meiste zu haben, weil man dann alle anderen überlebt. Und das ist dann das Paradies… bis einem mal wieder eine Nase nicht passt. Ihr seht, wir leben in paradiesischen Zeiten.

  3. oberham schreibt:

    Realismus, das ist der sozialkritische, etablierte Mensch mit Talent, der am einen Abend im Theater für die Armen und gegen das Establishment brennt (das in der Regel von kaufkräftigen, etablierten und meist ebenso bornierten Ticketkäufern gefüllt ist), doch am nächsten Tag zur Gala des Geldgebers, der ein Rassist, Faschist und Massenmörder ist, rennt!
    Kein „erfolgreicher“ Kulturschaffender kann behaupten, es liegt nicht blutgetränktes Geld auf seinen Konten – wer den materiellen Erfolg akzeptiert, der sollte schlicht sein Maul halten und wie die anderen fressen, golfen und sich Sex kaufen!

    Warum ich das schreibe – ich hab mir grade die Rede zum Ingeborg Bachmann Preis in Klagenfurt !!!! (alle Jahre wieder ein perfides, verlogenes Literaturtheater – gut formuliert wird auch in Schülerzeitungen von zig tausenden wortgewandten Kindern und Jugendlichen…….) angehört.

    Der sehr etablierte, sehr „sozialkritische“ Herr Zaimoglu schwadroniert davon, die xenophoben Herrschaften und den besitzgeilen Lokalfaschisten den Prügel hinzuhalten, dabei bläst er ihnen gerade in dem Moment, da er so unterhaltend parliert den Schwanz!

    Was für ein widerliches Schauspiel – die Armen als Helden des Epos, seinen Nachmittag am See verbrachte er am Privatstrand, beim Freund, seine Eitelkeit verhöhnt Ihn schon beim ersten Blick so sehr, und er bemerkt es wohl noch nicht einmal.
    Doch gerade so wird er zu gerne genommenen Witzfigur des linken Milieus, das sich die Faschisten gerne halten, wie sich das Kind ein Meerschweinchen hält – und dick, fett genährt, kippen die linken immer eines Tages kraft- und saftlos um, in ihren goldenen Käfigen, um danach noch mehr Rendite zu bringen.

    Kafka wollte alles vernichten, er hatte das Spiel erkannt, doch ein „Freund“ hat ihn verraten und sein Werk dem Pöbel – uns – zum Fraß vorgeworfen – wir sind die Schmeißfliegen, doch kaum einer dürfte sich selbst als das aasleckende Insekt sehen, das er ist, ………..

    jede Seite, die einen Verleger findet, hat ihre Unschuld verloren und wird zur schlichten Ware –
    wer sein Werk verkauft, der hat sich dem Spiel hingegeben!
    (Man kann schreiben und einen Garten bestellen – man kann durchaus kulturschaffend sein, doch man sollte niemals so überheblich werden, zu glauben, ein anderer müsse erst bezahlen, um diesen Ausdruck des persönlichen Empfindens rezipieren zu dürfen.
    Vor allem ein reicher Künstler, der die Reichen beschimpft, der ist wirklich nur widerlich und schlicht ein gewöhnlicher Monsterfresser – nicht im Sinne von Monster fressen, sondern im Sinne von monströs die Erde zerfressen…..)

    …. das hier könnte überall stehen – es steht hier im Verborgenen – gut so.

    Ich erachte diese Zeilen als objektiv – Künstler werden sie als subjektiv und völlig einseitig empfinden….. schlicht unreflektiertes Geschmier – nun das liegt in der Natur der Sache, schließlich bestimmt das Establishment was objektiv und realistisch ist.
    (Bis ihm die Erde endlich die Luft abdreht…….)

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