Wintersonnenwonnen

Albern neckisch hüftschwungaffin
Kollinearitäten bleiben bewahrt
grandiose Punktversammlung
Oben Unten wo?
steht nah am jungen Stamm
lehnt sich an ihn an

fühlt sich so wohl dabei
es scheint er mag
ihn
bild sich der Mensch
ein
da
im Südosten die Kurven rauschen
in blaugrauen Ufern südlich
im blendend strahlenden Band des Stroms
wo die wildesten Formeln sich zu
Flächen aus brennendem Eiskleid
entwickeln

im Norden ihr hier und zwei alte Eichen
bewundern auf diese Schimäre blicken

Eine Ableitung von vielen, die euch erreicht
die sich mit einer Gruppe von Verzückten
durch die Sensoren eurer Rezeptoren schleicht

Erregungszustände gleiten durch euch,

Oben Unten wo?

Der Himmel zaubert Wintersonnenwonnen
mit euch

in euch

nach langem Verweilen
löst er sich

vom Stamm

träumt vom östlichen Ufer
davon dass er die Parallelen einst
überwinden kann
dann
umarmt er ein Augenpaar
es könnte jenes sein
das ihm heute schenkt die Wellen des Lichts
sie überträgt
noch lassen wir uns nicht fallen
das Herz im Dunkel pumpt
die Ströme

letztlich doch
sind alles Affinitäten
enden nirgends die Reizimpulse
selbst wenn kein Puls mehr spürbar ist
hier
längst pulsiert
auf
nächsten, fernsten Linien
alleine die Konvektion

so bleibt ein Teil von Ihm
in Ihm
und einer von Ihm
in Ihm, von Ihm in Ihm, von Ihm in Ihm

von allen in allen,

selbst wenn alle fallen

von den Myriaden die  auf dem Wintersonnenlichtball tanzen
jenen im Blaugrausaal
jenen die im Aderwerk der Eichen stranden
jenen die das Universum mit dem hier und jetzt
verbanden

Mitten im Sein – es ist so wunderbar sich dort zu verwandeln!

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Über oberham

Einsiedler in Hinterwald
Dieser Beitrag wurde unter Was Spatzen von den Dächern pfeiffen veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

3 Antworten zu Wintersonnenwonnen

  1. geno schreibt:

    lieber oberham,
    ich wünsche dir besinnliche festtage, und dass jedes jahr besser wird.

    • oberham schreibt:

      Danke, ach – irgendwie ist für mich jeder Tag ein Feiertag, zumindest solange ich keine Gedanken an das kollektive menschliche Treiben verschwende.
      Die Leichtigkeit des essentiellen Daseins nehm ich mir, auch wenn sie nur dank des Wahnsinns meiner Art so simpel zu kriegen ist.
      Der andere Weg ist möglich, leider geht ihn eben kaum einer, die die Ihn gehen, sind nicht wirkkräftig, sie müssen sich nur vor sich rechtfertigen, warum sie noch leben, den die grobe Aussprache der artgerechten Konsummenschen, die da lautet, „geh sterben alter“, sie ist in sich stimmig.
      Man kann nicht leben, ohne irgendwie dieser arteigenen Vernichtung gemein zu sein, und sei es nur, das klare fließende Wasser aus einer Leitung (eine an sich sehr begrüßenswerte menschliche Installation, in deren Genuss ohnehin Millionen niemals kommen, auch heute noch, zig tausend Jahre nach der Idee es so einzurichten.

      Kurz, meine Sicht der Dinge verändert sich nicht wesentlich, mit jedem Tag mehr an Beobachtung, verfestigt sich mein Credo – wir sind eine destruktive Affenhorde, die keinen Gebrauch von den Möglichkeiten des Intellekts macht, außer seine Genialität zu pervertieren.
      Die Affinität ist nicht jene zum Kosmos, sondern jene zum Wahnsinn und meine Zeilen von heute, sie möchten auf die andere Seite hinweisen – ich genieße sie, den ich kann es mir leisten.
      Danach, werde ich meine Zeit nicht zu bereuen haben, da ich wenig Zeit verkauft, verschenkt oder versäumt habe.
      Es bedarf keiner „Leistungen“, es bedarf nur einer einzigen Eigenschaft, der inneren Zufriedenheit, sofern sie mit keiner „Leistung“ verknüpft ist, baut sie nicht auf dem Elend anderer auf!
      Bleib gesund und gelassen, über den Wahnsinn zu lachen, es ist letztlich die beste Methode, ihn zu bedenken, sofern man sich an ihn erinnert – ihn zu vergessen, ihm zu entkommen, noch vor dem eigenen Tod, ja das ist die hohe Kunst zu leben.

  2. Alan J. Blaustein schreibt:

    Interesting work with language. I have difficulty attaching „delight“ to „Winter,“ though. Poor heating and arthritis.

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