Der „Bildungsbürger“ denkt in Geldeinheiten.

Der Intellekt des Menschen wird eingestampft, was aus den Universitäten drängt, sind vollkommen abgestumpfte Zombies…..

Solche Kommentare: „Das Ganze muss sich einfach nur rechnen.“

http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/klimagipfel-in-bonn-klimaschutz-muss-profitabel-werden-kommentar-a-1178590.html

lassen einen ratlos zurück – hier lesen vielleicht 10 Menschen, doch dergleichen Schwachsinn ist das Geistesbrot für Millionen – und viele nicken dazu, sehr, sehr viele.

Was ist Profit für den Autor? Leider scheint er da nur Geldeinheiten im Sinn zu haben.

(Als in den 70ern manche Flüsse zu Kloaken verkamen und die Anwohner unmittelbar mit dem Gestank und dem Gift konfrontiert waren, konnte man noch „umsteuern“ – ohne das es sich in Renditen gerechnet hätte – wir alle bauten Kläranlagen und wir verpflichteten die Konzerne ihre Abwässer zu reinigen – doch das war ein „eingrenzbares“ Problem, der Dreck lag sozusagen vor der Haustüre, …. – im Übrigen haben wir in den letzten 25 Jahren wohlfeil akzeptiert, dass die Konzerne dergleichen Aufwand in den Schwellenländern nicht betreiben und dort dürfen die Flüsse gerne zu Giftkloaken verkommen – sie werden es schon rechtzeitig rückgängig machen…… – in der Geschichte gab es schon des Öfteren „Todeswellen“ unter den Menschen die auf ökologisch debiles Verhalten zurückzuführen waren…. -… wir wissen das – aber der Bildungsbürger denkt in Profiteinheiten und verdrängt es – erst wenn man mit der Todesvermeidung gute Geschäfte macht, bessere als mit der Todesverursachung, könnte man da was erwarten…)

Tja, typisches Konsumwesen, das in seinem ganzen Leben noch niemals wirklich so etwas wie Mangel empfunden hat (außer eben – der Nachbarssprössling hatte vielleicht ein „schöneres“ Moped, oder der Kollege verdient mehr, hat ein größeres Auto….. – was eben das Konsumwesen so als Mangel empfindet)

Diese perfekt konditionierten Biobots der Milliardäre, sie leisten sogar die gewünschte „Geistesarbeit“ – sprich, die eigene Reflektionsfähigkeit ist vollkommen abhanden gekommen.
Nicht wenige von diesen Bildungsbürgern haben Kinder die an Asthma leiden und fahren alleine in einem SUV zu ihren Büros – oder zum Freizeitvergnügen.

Profitabel wäre eine neue Ökonomie, in der eine intakte Umwelt an erster Stelle jeder unternehmerischen Entscheidung steht, produziert wird nur, was wirklich vertretbare Vorteile für die Lebenswelt der Menschen bringt – der Profit ist der Nutzen für die Verbraucher bei sauberer Umwelt, Geld ist bestenfalls eine Rechengröße und niemand ist so verblödet, in der Wüste stehend, ein Bündel Geldnoten einer Flasche sauberen Wassers vorzuziehen.

Aber ich fürchte diesen Vergleich findet hier jeder absurd.
Absurd ist, 99% der Menschen geilen nach dem Bündel Geld, da sie nicht kapieren, wie weit sie schon in die Wüste hineingewandert sind und dass ihr Trinkbehälter praktisch leer ist.

Bald werden sie sich umdrehen und erkennen – sie stehen mitten in der Wüste, nirgends am Horizont eine Oase, sie haben die Taschen voller Geld, nur kein Wasser mehr.

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Über oberham

Einsiedler in Hinterwald
Dieser Beitrag wurde unter Was Spatzen von den Dächern pfeiffen veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

8 Antworten zu Der „Bildungsbürger“ denkt in Geldeinheiten.

  1. alphachamber schreibt:

    Das Wüstenexample ist wirklich treffend.

  2. levan2015 schreibt:

    „Bald werden sie sich umdrehen und erkennen“
    Leider nur eine Illusion. Wer soll sich umdrehen, die 2 Mio verblödete Maischberger-gucker oder 11 Mio Tagesschau-Idioten???
    Die Kriege sind die historischen Punkte, wo man sich umdreht, in die Vergangenheit blickt und die Verbrecher verurteilt.
    Leider brauchen wir in Europa eine Erschütterung…
    Ein Krieg ist fällig.
    Die EU ist auch mit der neuen Armee bereit.

  3. Fabian Fassungslos schreibt:

    „Es ist kein Zeichen von geistiger Gesundheit, an eine von Grund auf kranke Gesellschaft gut angepasst zu sein.“ – Jiddu Krishnamurti
    Dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen. Grund genug in sich zu gehen. Denn: „Wenn du deine Identität nur durch ein Feindbild aufrechterhalten kannst, dann ist deine Identität eine Krankheit“ – Hrant Dink. Ich und die Anderen, Wir und die. Vielleicht könnte jeder für sich, zumindest versuchen, sich von diesen Kategorien zu befreien. Leider ermüden sich o.g. Erkenntnisse in der Endlosschleife. Die meisten stimmen da vorbehaltlos zu und haben verstanden, dass da gründlich was schief läuft. Aber: „Schade, dass die Weltverbesserer nie bei sich anfangen“ – Mark Twain. Nun sind wir aber alle in dieser kranken Gesellschaft aufgewachsen und Teil davon geworden. Dazu gehört das Glaubensbekenntnis, dass Schuld immer die anderen sind.
    Da sind „Gut – und Wutbürger“ nur zwei Seiten dergleichen Münze. Leichtes Spiel für die Mächtigen die Menschen gegeneinander auszuspielen und dafür zu sorgen, dass alles so bleibt wie es ist. Seit tausenden von Jahren werden die Menschen immer im Namen des „Guten“ gegeneinander in Stellung gebracht. Den Rest erledigen die „Image-Maker“
    „Das Schlimme an derren Propaganda ist, dass die »Image-Maker« selbst auf ihre eigenen Vorstellungen hereinfallen. Ein kaltblütiger Lügner, weiß noch, dass er die Unwahrheit sagt, aber bei einem Lügner, der sich selbst betrügt, hat die Realität keine Chance mehr“ – Hannah Arendt. Tja, und so kommen wir dahin: Wer sich selbst belügt und auf seine eigene Lüge hört, kommt schließlich dahin, dass er keine einzige Wahrheit mehr weder in sich noch um sich unterscheidet – Dostojewski. Dann doch lieber Rückzug, oder besser formuliert, Hinwendung zu sich selbst und vielleicht lieber mal Schweigen. Denn: Wer schweigt, stimmt nicht immer zu. Er hat nur manchmal keine Lust mit Idioten zu diskutieren – Albert Einstein. Statt mich an dem allgemeinen öffentlichen Geschrei zu beteiligen versuche ich meine Energien besser darauf zu verwenden mich der Anpassung zu verweigern, kompromisslos zu bleiben und einen Umgang mit den Strukturen zu finden, wo ich mich am wenigsten verbiegen muss.
    In den zur Verfügung stehenden Kommunikationsstrukturen, fühle ich mich da noch etwas einsam. Aber ich hoffe, ich treffe recht bald immer mehr, die mit ähnlichem Geist unterwegs sind.
    Immerhin habe ich bereits auf geheimen Kundenpfaden, den ein oder anderen „Zinken“ entdeckt.
    Also dann – die besten Grüße
    Und vielleicht trifft man sich ja

    • oberham schreibt:

      Meine Suche gilt nur noch der Stille, der Abgeschiedenheit, nach jenen Orten, die mir das Menschsein verzeihen und mich als eine Daseinsform unter Daseinsformen willkommen heißen.
      Dann wird ein Geräusch zum Geschenk, sofern es nicht menschlichen Ursprungs ist.

  4. ittagebuch schreibt:

    Hauptsache gesund ….

    • oberham schreibt:

      Ich würde sagen – gesund oder tot, da die Gesellschaft nur hilft, so man es bezahlt, Bezahlung jedoch muss durch destruktive Kooperation geleistet werden.
      Im Grunde ist unsere Kommunikation hier en destruktiver Akt, da wir Energiewandlung generieren, die das System nährt – auch wenn ich die Akkus an öffentlichen Orten auflade (was ja im Grunde Energiediebstahl an der Gesellschaft ist), steigere ich damit die Gewinne der Ausbeuter.
      Warum tippe ich ?

      Die Antwort ist für mich nicht sehr schmeichelhaft, ich fürchte, das ist lächerliche Egomanie, da die Ratio ganz klar urteilt, das ist schlicht dumm.

      • ittagebuch schreibt:

        Vielleicht bin ich ja dumm, weil ich deine Antwort nicht verstehe. Aber mal ernsthaft: Umweltpolitik ist Politik, da hab ich keine Ahnung von. Ich weiß nur, dass ich mich für Dinge entscheide, die mein Leben besser machen oder den Standard erhalten. Und weil ich nur für mich sprechen kann, bin ich misstrauisch, wenn „die Konzerne“, „die Wirtschaft“, „das Geld“, „der Kapitalismus“ usw. angeprangert werden. Entscheidungen, auch vermeintlich negative rennen nicht nur Geld hinterher. Geld ist eine Motivation, aber wofür ? Wenn ich meinen alten Vater versorgen muss und dazu einen Heimplatz bezahlen muss, der halt mal viel kostet, welche Alternative bietet sich mir dann – ich muss Geld ranschaffen. Da ist mir die Umwelt dann egal. Nicht weil ich mich persönlich bereichern will sondern weil ich für etwas gutes Geld brauche. Sind mir Einkaufstüten aus Maiskunststoff ( 100% aus nachwachsenden Rohstoffen ) mehr wert als das Geld für meinen Vater ? Oder möchte ich nicht, dass meine Frau sich freut, wenn ich ihr einen Wunsch erfülle ? Ich persönlich brauche nicht viel. In der Uni hat mir niemand gesagt, Hauptsache es rentiert sich. Geld und Rendite sind wichtig. Verzicht als Wert – das würde uns weiterbringen. Aber WARUM ist Verzicht nicht attraktiv ? Wo wir doch alle gesättigte Konsumersen sind ?

  5. oberham schreibt:

    Es ist ganz einfach – solange wir in diesem System nur eine einzige Handlung ausführen, haben wir uns ergeben, zumindest für den Moment ergeben (so wie gerade ich hier).
    Da wirklich alles verwoben ist, wirkt es letztlich destruktiv. Die Frage ist, wird ein kollektiver Reset stattfinden oder nicht.
    Der individuelle Reset ist theoretisch möglich, doch würde ich im Fell mit der Keule durch die Wälder streifen, wäre wohl mein Abschuss, bzw. meine Einlieferung in ein psychiatrisches Verwahrungsheim zwangsläufig.
    Ich versuche hier seit Jahren die Attraktivität von Verzicht versus Systemwahnsinn zu artikulieren, mir fehlt leider die Fähigkeit, es über die Sprache auszudrücken.

    Am Ende bleibt immer das Fazit: Der einzelne Mensch hat eine Wahl, er möge sie treffen, er trifft sie, ja er trifft sie vor jeder einzelnen Handlung, auch wenn es bei den meisten wohl inzwischen eine automatisiertes Programm ist, welches da abläuft, in dem die Entscheidungsschleife praktisch blockiert, bzw. auf die systemkonforme Schaltung ausgerichtet ist.

    Daher endet auch schon relativ bescheidene persönliche Konsequenz in Sachen Konsum- und Teilhabeverweigerung in der sozialen Isolation.

    Leider sind die wenigsten Obdachlosen konsequente Systemkritiker, sondern eher gescheiterte Spieler, die sich nur zu gerne wieder in die Spur gesetzt sähen – früher wollte ich mit dem ein oder anderen eine Art Gruppenbildung (Gebäudebesetzung, Gartenarbeit und eben Verweigerung von Konsum – vor allem gekaufter Rauch und gekaufter Rausch – selbstgebrautes und selbstgetrocknetes sind durchaus erlaubt, nur das sind eben keine Vernichter, sondern gelegentliche Entspannungsgehilfen……) anstoßen – ich hatte da keine Freude – eben, weil ich es angestoßen habe, nicht sie – heute steht hier der Raum für alle Menschen offen die kommen wollen, einzig, ich kann keine Konsumkrieger hier brauchen – sprich, entweder man möchte sich ändern, reduzieren, bzw. eine Transition in Richtung autonome Überlebensfähigkeit und absoluten Minimalismus in Bezug auf Systemteilhabe für sich leben, oder man sucht sich einen Weg für sich.

    Es ist noch kein Mensch gekommen.
    Man lässt mich in Ruhe, doch ich muss in der Tat Acht geben, keinerlei Außenwirkung zu generieren, die auch nur im Ansatz ein Vorwand für meine Einlieferung sein könnte.
    Somit bleibt nur hier das Netz, ab und an gedanklich mit Menschen zu kommunizieren, bzw. meine Monologe auszustreuen – in eine dunkle, lichtlose Elektronenwüste, die nur selten durch organische Bahnen zu laufen sich erdreistet – dort meist auf ähnlich denkende, doch selten wirklich handelnde Artgenossen trifft – alleine der Besitz eines Autos (sorry ich lese bei Dir ab und an mit – vor 20 Jahren war ich da noch mit im Spiel….. – ich kenne den täglichen Wahnsinn, der zwar keine unmittelbaren Morde bringt, doch der letztlich die Logistik für das Massensterben auf der Welt darstellt – durch diese Pipeline laufen die Trigger, die am Ende in die Generatoren der Kriegs- Hunger und Elendsfabriken jagen und dort die Energie anliefern.) ist schon so ein absurder Akt, der, wenn er dann noch damit begründet wird, dass man das Teil benötigt um zu „Arbeit“ kommen zu können, sich zum Orgasmus des systemwütenden Objekts steigert, ich arbeite, damit ich die Karre kaufen kann, unterhalten kann, damit ich zur Arbeit fahren kann – alles Weitere finanzieren kann……….. im Umkehrschluss müsste ich ja längst tot sein, da mein Leben kein Leben ist, sondern ein trauriges vegetieren – tja – Ansichtssache – hier schließt sich der Kreis – entweder man erkennt die Lebensfreude jenseits des Wahns, oder man erkennt dort nur Elend und Ödnis.

    Für mich ist jeder Winkel Ödnis das Paradies und sind die Orte praller menschlicher Kultur schlicht die Orte pervertierter Lebenskraft.

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