Über die Freude

Über die Freude

Im Sommer taucht ich tief, glitt hinab,
bis in die trübe Dunkelheit,
vor Neu-Gier,
bin noch hier,
verfing mich
nicht
im Tang und steckte nicht im Schlamm
das Wasser über mir
es drückte schon und dann
zurück zum Licht ich schwamm

oh welche Freude
die Lungen brannten
das Wasser hat sie nicht gelöscht
der Tod
dem ich entkam
da ich jetzt fröhlich auf dem Rücken gleite
und Luft in jene strömen kann

damals, ja damals schien die Sonne
damals, ja damals blieb etwas zurück
am Grund des Sees zurück

Ich weiß seither
Ich bin kein Fisch
Ich bin eben ein Landtier
Im Jetzt an Land und Luft und Hier

Die Lust am Leben schenkt die Freude mir,
im Hier und Jetzt und ohne Gier.

Doch heute will der Mensch ins All
Was ist dagegen bloß ein Teich
Der Mensch er will ein Reich
Die meisten werden so zur Leich
Die ohne Freud schmählich verreckt
Sogar an Luft im Schlamm nur steckt!

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