Der Applaus bleibt aus!

Oh diese Pracht
Dies Kleid ist nicht für mich gemacht
Es lässt mich kaum noch Atem finden
Trotzdem werde ich mich für sie
In diese Hülle winden

Die Paare elegant
Oh bestens gelaunt
Die Gläser klirren,
edel der Wein in den Karaffen
was sind sie doch für eitle Affen

dachts und konnt es bald bereuen
Sadisten können sich
Nur über wache Opfer freuen
Sie müssen Leid und Qual
Wie ihre Talente bieten
Nur so wird wahr Lust dem
Grenzenlosen Stumpfsinn eine
Kurze Brise schenken
In der man freudig seine Sinne
über lackglänzende Flächen tanzen lässt
nur so wird es
ein gelungenes Fest

Bach D-Moll zwei Violinen
Und der Rest
Nur aus der elektronischen
Maschinenwelt

Das menschliche am virtuosen Spiel
Nach dem letzten Klang zerfällt
Wird ausgewrungen
Wie ein blutiges Filet verschlungen

Aus dem feinen Auditorium
Plötzlich war ein infernales
Tribunal
Kein Applaus
Nur lüsterne Gesten
Die Violinen krachten auf den Marmorboden
Die elegischen Gesten wichen dem Horror
Die Lust am Terror
Folgt auf das Spiel
Nur das macht sie noch satt

Talente gibt es
Reichlich
Wir zahlen jeden Preis
Denn die Massen dienen
Zuletzt gleiten die zerfetzen Körper
Auf Schienen
Ins Feuer
Des Krematoriums – das Lodern der Flammen

Wärmt die Elfen des Konservatoriums
Bald, bald sind sie
So weit
Und immer
Zu zweit!

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Über oberham

Einsiedler in Hinterwald
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