Blumen sterben

Bewußt
Meiner Dummheit bewußt
Sehn ich mich nach Bewußtlosigkeit
Bin bereit
Endlich zu fallen
Den krummen Rücken
Ganz in den Lehm zu drücken
Nie werd ich leuchtende Blumen pflücken
Damit sie im Palast sterbend die Dummheit beglücken

die Dienstboten die Behälter verrücken, verrückten Herzen die Schönheit ins rechte Licht zu rücken, damit am Abend die Blätter matt

trunken und satt kotzen sie, die Artgenossen, die genossen
durch ihre Kloake ist das Leben der Erde geflossen
sie haben es wie verdorbenen Wein in die Gosse gegossen
manches wohl haben sie zur Lust selbst erschossen

was bin ich nur
für ein dummes Wesen
immer nur
gewesen
endlich verwesen
den Blumen der Boden sein
unterm Flur
wo über mir die Blumen endlich wieder leben
werden!

Advertisements

Über oberham

Einsiedler in Hinterwald
Dieser Beitrag wurde unter Was Spatzen von den Dächern pfeiffen veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s