Ich kauf mir vier Milliarden Leben!

Tja, inzwischen haben anscheinend acht statt achtzig Monsterfresser mehr als die Hälfte jener Menschen, die im unteren Hordenranking (materielle Einordnung) rangieren.

Ich denke einer könnte sich locker die ärmeren vier Milliarden kaufen, so er möchte.

Geld ist ja gratis zu haben, sprich man lässt es schlicht aus dem Nichts entstehen und treibt all die Armen an, dafür zu schuften.

Wären sich die Milliardäre untereinander einig, hätten wir längst die „perfekte“ globale Welt – doch da gibt es Unstimmigkeiten, somit bleibt diese – ich kauf mir vier Milliarden Menschen Variante noch Phantasterei.

(Wer weiß, vielleicht lautet die reale Variante dann, ich kauf mir vier Milliarden Allzweckbots – die gerne ins Bild gestellte Maschinen- Roboterwelt-Variante)

Nun, ich bin kein Visionär – doch was ich sehe, was jeder von uns sehen kann, es läuft doch auf eine klare Entscheidung hin – wofür brauchen die „neofeudalen“ Wesen noch Personal, bzw. wie viel Personal?

…. oder sind das Sadisten, die gerne zusehen, wie sich Milliarden von Biowesen gegenseitig massakrieren, sprich, sie halten die pure Masse um des Mordens Willen?

Was aber, wenn diese Spielmasse, das Spielfeld kaputt macht, äh, also so richtig kaputt macht?

Ich frag mich immer, warum macht das Spielmenschlein da immer brav mit?

(die Frage stellte ich hier wohl schon öfter ;-)……. – ja- das Karussell, das Gedankenkarussell, es dreht sich munter doch mal wieder – wollte doch aufhören!)

An Sie, den braven Bürger:

Geld hat die Macht, sie 40 Stunden – oder länger – pro Woche zu gängeln, es ist das Halseisen, das Sie in die Knie zwingt, sie zum willigen Helfer jeder Sauerei macht!
Der Akademiker schreibt z.B.  ein Buch über die Ungerechtigkeit der Welt, arbeitet aber brav als Professor für den Staat, und bildet Ingenieure aus, die dann Dinge herstellen, die unsere Umwelt vernichten, ja schlimmer, die sogar noch die Tricksereien bewerkstelligen, welche das Ausmaß dieser destruktiven Kraft vertuschen sollen.

Sind sie Soldat – tja – wie beschreiben Sie ihre „Arbeit“?

Sind sie Bankangestellte,  Ärztin, Krankenpfleger, Putzmann, Kanzlerin, Konzernmanagerin -VV!, Fensterputzer, Altenpfleger, Streetworker, Richterin, Verwaltungsexperte, Taxichauffeur, Pilotin, …… was auch immer…..

würden sie es auch ohne Bezahlung tun – das was sie gegen Bezahlung tun?

Oder Unternehmer – sprich würden sie auch ohne Gewinn für Sie etwas unternehmen?

Ich fürchte, sie zeigen mir jetzt den Vogel.

Letztlich ist immer das Geld die treibende Kraft unseres Alltags und desto mehr einer davon auf sich vereint, desto mehr Kraft steht ihm zur Verfügung – letztlich kauft sich ein Milliardär die Lebenskraft von Menschen – genauso wie sie jeder Arbeitgeber (der ja eigentlich der Arbeitskäufer, manchmal gar Arbeitsräuber…. ist!) von seinen Lohnmenschen nimmt.
Unsere Gesellschaft achtet jedoch dieses Prinzip, es ist ihm geradezu verfallen und die Mehrheitsmeinung lautet – geben wir dieses Prinzip auf, endet der Fortschritt (der nichts weiter als der direkte Weg ins Elend für die meisten Menschen ist! – einer Minderheit ein perverses Überflussangebot liefert und bis dato dafür die ökologische Basis, sprich unsere Lebensräume marodiert…. – da hoffen alle auf die neuen technischen Lösungen, so wie die Nazideppen auf die Wunderwaffen des Führers hofften…….).

Zu diesem Prinzip gehört unbedingt, unbegrenzte Armut und unbegrenzter Reichtum – nun die Armut hat eine Grenze, täglich fallen dieser ca. 25.000 Menschen zum Opfer – sie verhungern.
Die Grenze nach Oben versucht der Mensch seit jeher zu kappen, nicht wenige der „Superreichen“ hängen geradezu manisch der Idee an, die Lebensdauer ihres Körper endlich verlängern zu können – sie leiden fürchterlich, wenn all der Reichtum vor ihnen liegt und sie dennoch verrotten, wie ein gewöhnlicher Bettler.

Nun, die Gesellschaft bleibt beim Führerprinzip – sie ist eine Horde, nicht klüger als jede andere Horde, die man bei anderen Arten beobachten kann, sie folgt willig dem Hordenleittier in Ihr Verderben – es scheint der Instinkt ist nicht anders das bestimmende Element, als bei jedem anderen Tier – unser sogenanntes Bewußtsein, ist schlicht eine Art von Beutegreifhilfe, wir reflektieren nicht unsere Existenz, sondern nur unsere soziale – ja materielle – Stellung in der Horde!
Ich würde sagen keine Chance – akzeptieren wir, dass wir schlicht nur nackte Affen sind – leben wir so glücklich wie möglich und wer Kinder bekommt soll sie lieben und unterstützen wo immer möglich – wer das System zum kotzen findet, soll kotzen, dann entweder mitspielen, oder versuchen seinen eigenen Weg zu finden – doch Murren und Jammern, das ist schlicht der Unmut, vom Trog zu weit entfernt zu sein – ist man dann direkt dran am Trog, hört das Jammern auf und das Fressen beginnt.

Wir überschätzen uns – wer weiß, mancher von uns dürfte das noch ganz konkret, am eigenen Leib erfahren, indem er Pech hat und an der heute schon bestehenden, allgegenwärtigen Verseuchung unseres Lebensraums zerschellt, indem er in sich eine Wucherung entwickelt die ihn bei lebendigem Leib von Innen zerfrisst (z.B. konnte auch ein Milliardär wie Jobs das nicht wegkaufen – …… )

Ja, so manche Krankheit ist selbst mit allem Geld der Welt nicht zu heilen – und was das „verlängerte“ Leben betrifft – es amüsiert mich die Fratzen der Reichen zu sehen, die es offensichtlich mit plastischer Chirurgie versuchen – diese zombiehaften Wesen, in ihrer widerwärtigen Welt.

Meine Variante – ich arbeite für mein Überleben ohne Geld  – damit bin ich gut ausgelastet, es gibt keine Langeweile (ok, sagen wir ich tippe, wenn ich etwas Müßiggang wünsche – so wie gerade eben….), ´wohne in einem kleinen Häuschen (manche würden es Hütte oder Verschlag nennen…) mit 24 m² Fläche, bestelle einen großen Gemüse und Kräutergarten, bin autark was die Energiewandlung angeht und besitze weder ein Automobil noch sonstige hochpreisigen, vor allem geldfressenden Gimmicks.
Ich genieße mein Glück in einer Region geboren zu sein, wo man als Sonderling nicht erschlagen wird.

Sollte ich mich bei Krankheit nicht selber heilen können, tja, dann ist es eben so weit. Falls ich Angst bekomme, hab ich ein schnelles OFF-Mittel. (Notausschaltung des Lebenswillens)
Ich weiß das sehr zu schätzen, den mir ist wohl bewusst, dass in den Elendsregionen der Mensch sich gegenseitig meist noch ärger behandelt als hier – einzig dort wo die Gesellschaft noch in solidarischen Gruppen lebt, sind die Leute in bescheidener Lebenskunst gemeinsam froh – doch deren Existenz ist inzwischen fast schon ein Traumbild der Vergangenheit, die letzten Regionen wo dies real ist, werden gerade von der Gier und der propagandistischen Bildungsmanie (jeder kann reich werden! – die jungen Menschen verlassen alle diese Regionen – sie sind mit dem was ihre Vorfahren über Jahrtausende lebten total unzufrieden – sie streben nach dem modernen Leben des Konsumaffen!) überflutet und entvölkert – das Land eigenen sich die Milliardäre an.
Ich sehe uns im End-Game – es wäre fast schon vor knapp achzig Jahren passiert, damals lagen nur ein paar Formeln, ein paar technische Geräte die fehlten, dem im Wege – hätten die Faschisten die Bombe nur in etwa zum selben Augenblick wie die Amerikaner bauen und auch in einer gewissen Stückzahl produzieren können – wäre damals schon die Welt verbrannt – sie hätten sich damit bis zum letzten Ort beworfen.
So aber hatte man die Bilder von Hiroshima und Nagasaki vor Augen, dieser Horror, vor allem die mangelnde Möglichkeit sich selber in Sicherheit zu wiegen, ließt uns einen anderen Weg der Selbstvernichtung beschreiten, jenen des totalen Konsums – er wird ebenso wirksam unsere Existenz als Art beenden.

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Über oberham

Einsiedler in Hinterwald
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6 Antworten zu Ich kauf mir vier Milliarden Leben!

  1. R.Böhse schreibt:

    hervorragende Gesellschaftsanalyse, den Kern des Übels sehr gut getroffen.

    • oberham schreibt:

      … leider bin ich kein Meister der „Kernspaltung“ ;-)….. – nur ein Pfanzenmeister – ganz konkret – liebet euren Schnittlauch, das ganze Jahr! (zur Überlebenshilfe und Gesundheit!) … und erinnert Euch des Portulak, er ist mit das Beste Kraut, das es gibt und dabei anspruchslos.
      Übrigens Wasserkresse gibt es das ganze Jahr über (wobei man saubere Winkel finden muss, da sie leider Schadstoffe gut aufnimmt…..)
      Generell, unser größtes Problem, giftfreie Zonen zu bewahren, bzw. wieder zurückzugewinnen.
      Tja, auf jeden von uns wartet täglich eine Menge Arbeit, so wir unseren Überlebensauftrag ernst nehmen und nicht im Wahn aufgelöst werden möchten (was zugegeben der bequemste Weg wäre – wer es lässig mag….. – doch die lesen hier wohl kaum…)

      • R.Böhse schreibt:

        … wie wahr, der Wahnsinn, der uns vernichtend umgibt, vom Großteil nicht gesehen, nicht bemerkt oder arogant ignoriert, nimmt immer deutlichere Formen an. Es bleibt zu hoffen, dass die Botschaften einiger Weniger die z.g.T. verhaarpten und gechemtrailten Hirne und / oder das Bewusstsein Vieler erreicht.

  2. fini09 schreibt:

    Hoffnung hab ich aufgegeben, schreibe es nur in Anfuehrungsstrichen noch ab und zu, wenn mir ein vergleichbares Wort gerade in meiner bescheidenen Wortfindung-Semantic nicht einfaellt….

    Portulak ist Postelein, dieses Kraut ist ein wahrer Vitamin-Segen. 🙂

    Danke lieber oberham fuer diesen Artikel. Er trifft den Zeitgeist sehr genau. Die Aufregung um die Bombe, wer genau ist ’schuld‘ daran, wo- wie- was geschehen ist, gehoert der Geschichte an.
    Nur, welche Kriegs-Geschichte ist wahr? Einige meinen sie zu kennen, sagen sie.
    Manche wissen es eben ganz genau!

    LG

  3. Auswanderer schreibt:

    Herlichen Dank aus der Polarregion fuer diese treffende Analyse. Wehr sich nicht wehrt, lebt verkehrt.

    MfG

    Auswanderer

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