Abstraktion

Isolierende Abstraktion – rate mal den Begriff!

Benötigt ein Mensch Atemluft?

Ja! (ohne stirbt er nach ca. 3 Minuten)

Benötigt ein Mensch eine Motorbüchse?

Nein! (sorry falsche Antwort – viele behaupten JA!)

Benötigt ein Mensch Trinkwasser?

Ja! (Je nach Umfeld stirbt er ohne binnen Stunden, er kann maximal, im günstigsten Umfeld vier Tage überleben….)

Benötigt ein Mensch Lithium?

Nein! (Falsche Antwort, es muss JA! lauten, dieser Text entsteht nur, dank der Batterie, in der Lithium enthalten ist – ups – der Text ist ja völlig überflüssig…. – das ist nicht abstrakt – sie verzetteln sich!)

Benötigt der Mensch Nahrung ?

Ja! (Je nach Mangel an Nährstoffen, verendet der Mensch binnen Wochen, spätestens binnen weniger Jahre, so wesentliche Vitamine und Nährstoffe dem Körper vorenthalten werden…..)

Benötigt der Mensch das „Allesangebot“ an Nahrung?

Nein! (Falsche Antwort, es muss JA lauten, da sonst die Leistungsträger nicht mehr überleben, sie würden wohl Suizid begehen, bzw. den ganzen Tag mangels Motivation nur lässig herumstreunen, statt ihre „Leistungen“ zu erbringen – für die sie u.a. mit dem Allesangebot an Nahrung „Belohnt“ werden! – unerfreuliche Nebenwirkung – 30.000 sterben täglich – da für sie nur das „Nichtsangeobt“ übrig bleibt!)

(Nebenbei – das „Allesangebot“ könnte man auf alles Erdenkliche ausweiten – wer entsprechende „Leistung“ bringt, dem steht fast (wir arbeiten daran, dieses „fast“ zu eliminieren – ich behauptete ja vor Jahren hier, eines Tages werde ein Mensch alles erdenkliche erhalten, im Gegenzug dürften die anderen Menschen dafür das Nichts bekommen…..) alles Erdenkliche zur Auswahl – gegen Bezahlung natürlich.)

Na, noch immer nicht den Begriff erraten?

Benötigt der Mensch Geborgenheit?

Ja! (Ohne eine Rückzugsmöglichkeit wird der Mensch verschiedene physische und psychische Anomalien entwickeln, die zu einer erheblichen Verkürzung der natürlichen Lebenszeit führen.)

Benötigt der Mensch Überwachung?

Nein! (Falsche Antwort, es muss JA! lauten, da ohne Überwachung die Beute der Sieger nicht sicher ist, sprich, es bedarf vielmehr der totalen Überwachung, damit die Dinge nach Plan verlaufen!)

Noch mehr spezifische Fragen?

Braucht der Mensch soziale Bindungen?

Ja!

Braucht der Mensch den Krieg?

Nein! Falsche Antwort – es muss JA! lauten – ohne Krieg wären wir alle Idioten, der Krieg ist die Mutter allen Fortschritts – nicht wahr?

Braucht der Mensch die Erde?

Ja!

Braucht die Erde den Menschen?

Nein! (Falsch es muss JA? lauten, ohne den Menschen würden wir hier ja gar nicht herumfabulieren, würde ich nicht diese dummen Fragen stellen, diese dummen Gedanken tippen, kurz – erübrigt sich doch ALLES!)

…… Auflösung:

Die moderne Informationsgesellschaft –

ups – ich finde die Bezeichnung falsch!

Es muss lauten die gerade hier anzutreffende Spezies, die behauptet, sie könne sich selbst empfinden, sie könne Ihr Handeln reflektieren, sie wäre kraft eines Intellekts über ihre Triebhaftigkeit erhaben.

(…….und sorry, Freud krazte doch nur an den Symptomen, er zweifelte nicht grundsätzlich an unserem Intellekt, insbesondere jenem, der den „gebildeten“ Menschen eigen sei.)

Nun, seid Ihr Teil der modernen Informationsgesellschaft, oder seid Ihr schlicht Menschen, die noch nicht völlig übergeschnappt sind, die tatsächlich ihre Handlungen und deren Folgen bedenken, die sich all den Wahnsinn verbieten, der uns als globale Gesellschaft zu einer Horde von destruktiven, irrsinnigen Wesen, triebhafter als jeder Affe, jedes andere Wesen dieser Biossphäre macht!

Meine Bezeichnung würde lauten:

Biosphärentransformationsmolekühlagglomerat –

kurz

lebendige Absurdität – wir sind schlicht eine absurde Facette im Irgendwo – eine schlichte, eine schlechte, eine wunderschöne (wer viel Glück hat – oder wer die Wunder des Lebens ohne die Idiotie des Menschlichen zu erfahren lernt!) Laune im Tanz der Teilchen.

Abstrahiert Euer Sein, beginnt schlicht ohne den Wahn, ohne all die fatalen Trigger der Psychopathenkultur, sinnende Wesen zu sein!

Sinnt nicht danach, warum die Menschen die Erde vernichten, sinnt schlicht danach, wo ihr noch menschenfreie Erde finden könnte, wo noch ein Luftzug ohne Menschendreck, ein Stück Sand ohne Menschendreck, ein Tropfen Wasser ohne Menschendreck, ein Stück Ruhe ohne Menschendreck, ein Moment der sozialen Bindung ohne Menschendreck – pure Zuneigung ohne Sitte ohne Norm – ein Blick, eine Berührung, vielleicht noch mehr…………………….

Werft eure Leben nicht weg – lasst einfach nur den Wahnsinn Wahnsinn sein, lasst ihn allein, ohne Euch, er braucht Euch nicht, es gibt genügend die ihm huldigen, genügend die hadern, die sich opfern, die mit zerfressenem Geist ihre Leben verkaufen!

Das Licht im Blatt ist so tausendmal wundervoller, als die Mona Lisa!

Die menschliche Kultur ist schlicht ein gigantischer Scheißhaufen menschlicher Eitelkeit!

Das Trommeln der Urzeit, wird von keinem Mozart je erreicht, der nur mit seiner scheinbaren Genialität eine Elite bespielte – wie alle „Hochkultur“ nur für die „Hochgesellschaftsebene“ geschaffen ward.

Die Leiden derer die ohne je einen Funken Anerkennung zu erhaschen, im Feuer des Ruhms verbrannten, damit einer von Millionen darin erhaben leuchte – sie sind schlicht nur eine andere Art der Verschwendung, der destruktiven Missachtung all der Wunder, die jedes Leben vollbringt!

Wir starren auf Dinge die uns scheinbar anrühren, und übersehen die unnachahmliche Struktur unserer Erde, wir hören Melodien von kitschigem Arragement mit Tränen in den Augen, verlogenes Gesäusel versoffener Stimmen, doch die Stimme der Erde bleibt uns fern, taub sind wir für das Grandiose, hellhörig sind wir für den Lärm der Kommerzmusik!

Nur die gedrillte Stimme, der genormte Ton hat Anspruch auf Bewunderung – nur die gedrechselte Phrase gilt als bemerkenswert, wird bezahlt und so kann der eine die Welt als Narr und der andere kann sie als Virtuose durchstreifen, wird vom gesellschaftlichen Triebkosmos genährt und als Bespaßungsmodul herumgereicht.

Wo nur ist die Wahrhaftigkeit – sie liegt direkt vor uns!

Es ist die Welt ohne den menschlichen Wahn!

Es ist der Kosmos ohne den menschlichen Wahn!

Das bleibt – das wird immer sein, drum können wir ruhig und glücklich sein, ich schaue ins Gelb der Sonnenblumen und meine Haut scheint von der Wärme der Farbe durchströmt, mein Blut hebt sich pulsierend ab von den Adern und gleitet auf blauen Brücken über die Wand, schwerelos wandert das Leben, schwerelos wird es mir noch tausende wundervoller Momente geben!

Ich abstrahiere die Menschen, doch leider –

sie bleiben festgezurrt in ihrem Wahn,

die Kämpfe des Alltags fordern Tribut,

ich weigere mich, ihn zu leisten –

ich zolle meinen Respekt und schenke meine Liebe dem Augenblick – und sei es ein Regenwurm den ich vom Asphalt zur Erde trage – vom menschlichen Irrsinn zu jenen Resten der Erde, die noch nicht geschunden sind!

Vielleicht kriecht mein Staub einst durch seinen lebendigen Körper!

Ausgedacht in Worten, der Rest des Tages wird mit Träumen verbracht!

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Über oberham

Einsiedler in Hinterwald
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4 Antworten zu Abstraktion

  1. Martina schreibt:

    Stephen Hawking erklärt, dass es keinen Sinn im Leben gäbe, sondern dass das „Leben“ nur durch uns Menschen über sich nachdenken würde. Und ja, dabei würden Menschen gutes aber auch böses tun. Die Vernichtung von Leben durch uns Menschen – was lernt das Leben daraus? Es schaut sich an, wie andere Menschen – du oder ich – darauf reagieren. Es lernt dadurch Trauer und Wut, aber es lernt auch, Kräfte gegen derartiges zu mobilisieren. Nun ja, man kommt sich damit regelrecht als ein Werkzeug vor. Aber die Überzeugung, dem „Leben“ durch unsere Reaktionen wie auch den deinen, etwas lehren/zeigen zu können, macht auch irgendwie stolz. Oder?

    • kahalla schreibt:

      Nun, als menschliche Art sollten wir aber doch eigentlich ein Interesse haben, in unserem Habitat, das wir mit Milliarden anderer Lebewesen teilen, eine Art Nachhaltigkeit hin zu kriegen, damit dieses Experiment des Lebens möglichst lange läuft und wir dem Leben mehr zu geben haben als Raffgier und ähnliche „Siegereigenschaften“. Stolz ist ein Wert, der immer wichtiger wird, je mehr wir uns von dem entfernen das unsere „natürliche Lebensweise“ gewesen sein könnte. Stolz sein ist eine Ersatzbefriedigung. Es wäre wohl wichtiger, sich in diesem Leben geliebt zu fühlen und selbst auch Liebe geben zu können. Eine Liebe zum Leben und all unseren Mitgeschöpfen.
      Wie wundervoll muss es dann sein, innerhalb einer menschlichen Gemeinschaft aufzuwachsen, zu leben und selbst zu sterben.

      • oberham schreibt:

        …. darum – machen wir uns leicht, besser ich schenke meine Zärtlichkeit (hoffentlich ist das keine sexuelle Belästigung ;-)…..) einem im Licht strahlendem Gras, als einem lauerndem Wesen, das „Berechnungen“ bezüglich der Leistungsbilanz anstellt.
        Die Liebe unter uns Menschen ist ja kaum mehr möglich – Eifersucht und die Prägung auf bestimmte Merkmale – sie haben unsere natürlichen Triebe zu Triggermodulen, ja schlimmer, zu einer modularen Sensorik reduziert, die eine diffuse gesellschaftliche Normativität – je nach Region – (wie doch das die „LEITKULTUR“ passt – ein gar entlarvendes Wort!) retardiert.
        Eine leider völlig andere Art der Abstraktion, man reduziert nicht auf das Wesentliche des Individuums, sondern man reduziert das Individuum ins objektive Spektrum, raubt ihm soweit wie möglich seine Subjektivität, gaukelt ihm gar vor, durchs befolgen der Normen, ergäben sich die Möglichkeiten, die individuelle Existenz zu verwirklichen – das Gegenteil ist der Fall!
        Der moderne Mensch ist längst im Mahlwerk von Schaltkreisen zerfasert – der Begriff Transhumanismus spiegelt eher die Manifestation dieser Entwicklung, durch die Offensichtlichkeit von konkreter Hardware, die man extern noch zusätzlich, auch den letzten Rest von Subjektivität vernichtend, implementiert.

        Wäre ich folgsam der Konditionierungsanweisung gefolgt, könnte ich wohl heute „stolz“ auf eine Karriere zurückblicken, würde wahrscheinlich niemals auf den Gedanken kommen, das ich grundlegend meine Existenz in das Wurzelwerk eine widerlichen Pilzes eingeflochten habe – im Gegenteil, ich würde das Positive immer voranstellen, wie eine Monstranz, schließlich käme einem sonst die ganze Absurdität entgegen, was nun unerfreulich wäre.

        Desto mehr man sich zurücknimmt, eben sich selbst abstrahiert, desto eher – finde ich – erkennt man zumindest eine Spur von dem was wir Leben nennen.
        ….. und ja, da ist sehr viel Zärtlichkeit – selbst wenn ein Wolf ein Reh zerreißt – es stirbt rasch und schenkt im letzten Moment seinem Mörder Zeit – Lebenszeit – ich denke der Wolf verachtet keinesfalls dieses Reh!

        Der Mensch wäre im Grunde nicht anders, doch er hat es geschafft nicht nur sich selbst zu verachten (seine Art – sicher finden sich manche „Eliten“ beachtenswert!) sondern auch sein gesamtes Umfeld – er mordet nicht um zu überleben, er mordet in der Tat, nur um absurde Triebe zu befriedigen.
        Absurde Triebe von einer winzigen Minderheit – ich würde es mit einer übergeschnappten Ameisenkönigin vergleichen, die Ihr Volk aussendet, alles was Möglich ist zu töten und einzusammeln, damit sie in einem gigantischem Bau der sich aus diesen Leichen zusammensetzt, ihre kranken Phantasien ausleben, nicht nur träumen, sondern ganz konkret und brutal ausleben kann.
        Ein Glück, wären die Ameisen oder andere Tiere so seltsam, wie die Menschheit, ich denke mal, wir könnten längst nicht mehr so lässig unsere Gedanken hier tauschen.

        (….. und irgendwie waren meine Tagebücher früher zwar stumm, doch sie waren keine solch kleinmütige Suche nach Erwiderung….. – insofern ist die Kommunikation wohl eine Form von Sehnsucht – zumindest ab und an einen Artgenossen zu lesen, der ähnlich verwirrt wie man selbst, umherwandert.

        Mich ganz abzuwenden und zu abstrahieren, würde natürlich bedeuten nichts mehr mit dieser Technik anzufangen!

        Letztlich bliebe nur mehr der Garten, die Hütte, die Kommunikation mit der als subjektiv liebevoll wahrgenommenen Umwelt, die vollkommene Einsamkeit bezüglich der Artgenossen – doch ich kann mir eben meine natürliche soziale Bedürftigkeit – diesen Hunger nach Gedanken anderer – diese Neugierde nach dem was sie schaffen und treiben – nicht versagen, ich mag ihn mir schlicht nicht versagen, so kritisch und oft negativ ich diese Beobachtungen auch empfinde.
        (Ich freue mich über Vieles aus diesem Scheißhaufen unserer Kultur ;-)……. – wobei ich doch – wie geschildert – nur jene Krümel koste, die zufällig aus dem Kommerztopf fallen – ohne bezahlt und erdient werden zu müssen.

        Nun, jetzt verlasse ich aber den Pfad der Abstraktion und beginne erneut Ballast anzuhäufen – …….. man könnte sagen Sisyphos (bin ich überheblich?) beginnt wieder den Stein hochzurollen……
        …. doch so schließt sich der Kreis – vom verschlagenen Räuber, über den absurden Versuch einer Erkenntnis, bis hin zum liebenden Wesen – das hatten die Menschen doch seit jeher auf ihrer Agenda – die Dreifaltigkeit die sich niemals auflösen lässt, zumindest nicht mit meiner Beschränktheit.
        So nehm ich mir die Liebe und reise mit ihr durch die Zeit – gespannt was übrig bleibt.
        (Camus z.B. zerschellte an einem Baum…… – mit einem Zugticket für die Strecke in seinem Koffer – was die kleine Eitelkeit des „Großgeistes“ doch gar trefflich in ein zynisches Lächeln taucht!)

    • oberham schreibt:

      …. weiß nicht, ob ich es stolz nennen würde…. eher nicht, ich fühl mich schlicht immer dann richtig wohl, so ich im Sein aufgehe, im Moment, im Stillen – ich stille mich selbst wie ein Baby an der Brust, an der Brust der Erde (und marodiere nicht ihre schönen Brüste – wie die meisten meiner Artgenossen….) – im Grunde wie vor vielen tausend Jahren.
      Mich als Reflektionsneuron des Lebens zu betrachten, ist eine Möglichkeit, doch die hat eben Stephen für sich ersonnen, es ist ein charmantes Bild – in der Tat.
      Diese Lehre – ja – auf die spielte ich auch schon öfter an, das spukt auch in mir – man sucht sich eben immer irgendwo einen Sinn – dabei ist alles wundervoll so ganz ohne Sinn, wie könnte ich mir je anmaßen, Sinn zu definieren – bei dieser absoluten Unfassbarkeit die jenseits der Miniatur sich öffnet.
      Was für Stephen der Kosmos, ist für mich ein Lichtreflex – wie gesagt, ich reduziere mich – damit fällt das Fliegen leichter!

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