Abend

Bewegt und fortgedreht, geschwungen frech
gekrochen
vor Ekel hat sich eine Galaxie erbrochen
die Kotze ist in ein schwarzes Loch

geflossen

ist das letzte warme Blut, versickert ist es nun im

Zwielicht der
Abenddämmerung, die Glieder abgetrennt vom
Druck, Stille kurz zum Aushauchen des Lebens
des Lebens, das doch manche so mit Spaß

genossen

haben.

Wer weiß, vielleicht werden sie in der Nacht sich
an den Fetzen laben, werden sie triefend und schwitzend
ihre Finger in die toten Haufen graben,

so ward der Abend nur ein Fest für jene
die lebendig sehnten sich nach neuen Opfern
sie spannten emsig jede Sehne

es kam die Nacht da auch die Scheusale wurden
gestückelt
in
einen Topf fern vom
Tag
am Abend

Wer wohl diese Suppe schlürft?
Schlürft, vor der Röte eines Sonnenuntergangs
der letzte Mund die Schlächter?

Es ist der Lebensabend,
wartend,

wie sie sich elend klammern an ihr grässliches Werk
ihre verzweifelten Blicke
der letzte Geiz, der letzte Neid, der letzte Hass, die letzte Gier
dann endlich
das Scharnier geölt
die Gruft empfängt

die Dunkelheit, die uns endlich den Frieden schenkt.

Die Krähe mault in den Abend,
oder ist es ein süffisantes Lied
dem Torso hacken sie ab
das schlaffe Glied
was für ein liebliches Abendlied!

rrrrrrrrrrrrrrrrrääääääääääääääh
rrrrrrrrrrrrrrrrrrraaaaaah
rrrrrrrrrrruuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuhhhhhhh

 

Guten Abend

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Über oberham

Einsiedler in Hinterwald
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3 Antworten zu Abend

  1. fini09 schreibt:

    ..’Herbstzeitliche Pilze’… in Butter geschwenkt…frisch vom Waldboden geerntet das ist ein
    ..Gaumenschmaus der ganz besonderen Art 😉
    Humor – welcher Farbe auch immer – befluegelt die Phantasie 🙂

  2. oberham schreibt:

    Pilze machen sich rar – die haben wohl keine Lust mehr – im übrigen werden die Wurzelgeflechte der Pilzwesen durch die schweren Waldpanzer auf Jahrhunderte plattgewalzt – sie werden wieder kommen, sobald sich die Rhizome der Wissensgesellschaft gegenseitig in ihrer dümmlichen Belanglosigkeit der Gier verloren und unsere Spezies entweder ihre Verhaltensmuster geändert, oder sich zu einer winzigen im Verborgenen vegetierenden Brut „evolutioniert“ hat.

    Einzig Krause-Glucken finde ich noch – die wurzeln direkt an Kiefern – sprich dort sterben sie dann mit der „Baumernte“ – dort wo junge Bäume wachsen dürfen sind die Pilznetze meist schon nicht mehr lebendig….. – Wir können alle zusehen, zusehen wie die erfolgreichen, modernen Artgenossen ihre Verbrechen weiter begehen und wohl bald vollenden werden.

    (Dabei leben wir noch in einer Art Paradieszone – sprich, die Menschen um mich herum könnten ohne auf wesentliche Dinge verzichten zu müssen, alleine durch ein „VdH“ (Verbrauch die Hälfte!) Verhalten das System zum Zusammenbruch bringen und eine solidarische, friedvolle Gesellschaft begründen – doch sie mögen das nicht, es gefällt ihnen grob, kriegerisch, gierig und verbrecherisch, verlogen, verschlagen, marodierend, blutgeil, verblendet, ignorant, – ja sie lieben ihre verfluchte Konsumhölle und sie würden eher alle die sie ihnen ernsthaft streitig machen könnten massakrieren, als sich schlicht selber zu besinnen.

    Die Verteilungskämpfe gehen in ihr letztes Kapitel – der Massentrottel wird sich selber die Kehle aufschneiden und sein Blut den Plutokraten in einem Gals servieren!

    Es leben die 40 Millionen Trottel die das System am Laufen halten, sie leben exakt so lange, wie man sie noch benötigt, benötigt um statt 1 Million Blechbüchsen von Biokonsumprodukionszellhaufen produzieren zu lassen, einen Superluxussphärengleiter für einen Sieger von mechanisch, elektronischen Zellhaufen fertigen zu lassen.

    Der Tag an dem die Robtik die Güter für die Herrschenden schafft, wird der Tag, an dem die Massen schlicht verschwinden können – man wird sie wie Abfall in der Zeit verkappen!

    Was einfach geht, es müssen nur zwei Leute sagen, erschlagt euch! Sie werden es brav tun!

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