Armut?

Zuerst, wer bin ich?
Fragt Euch doch selbst!
Woher komme ich?
Wohin gehe ich?
Wir alle kommen an das gleiche Ziel,
zum Ende, unseres momentanen Zustandes.
Ich meine das Zellmodell,
das Zellmodell Mensch.

Was will ich?

Selbstbestimmt leben will ich!
Und Ihr?

Was ich hasse:

Hunger und Durst – ohne zu wissen, wo Brot und Wasser bereit liegen.
Feuchtigkeit und Kälte – ohne zu wissen wo ich mich wärmen und trocknen kann.

Nun, ich habe oft einen knurrenden Magen, dann ist die Brotzeit besonders schön.
Ein Schluck klares Wasser, wie wundervoll, so mein Durst damit gestillt!
Vom Regenguss überrascht – weit von der Hütte entfernt, womöglich noch frierend, endlich wieder im Trockenen, nichts könnte mir in diesem Moment mehr Freude schenken!

Alles was ich hasse, muss ich nicht auf Dauer erleiden – somit nagt es nicht in mir und macht mich damit zum Monstrum.

Was mich verwundert:

Warum ich hier alleine so empfinde.
Warum mich meine Mitmenschen als sonderbar empfinden.

Ehrlich ich kann es nicht wirklich verstehen, doch ebenso kann ich ja sie nicht verstehen.

Nur woher kommt der Hass – der Neid, jene  Knospe aus welcher der Hass sprießt, die Gier, jener Trieb welcher den Saft in sie jagt? Sind es nicht all die dummen Bedürfnisse, die diese grässlichen Eigenschaften düngen?

Wohlstand? Reichtum? – Ist ein Milliardär reich, da er sich alles kaufen kann? (Sogar den Tod, den Krieg und all die anderen absurden Dienstleistungen, die williges Personal anbietet!)

 

Ungezählte „Warums“ liegen mir nun in meinen Axonen:

Warum tauscht ein Mensch tausende Stunden Lebenszeit für ein Leben inmitten von sonderbaren Dingen.

Ich kann alle verstehen, die wirklich Freude empfinden, nur, reflektieren sie den Preis, den andere dafür zu zahlen haben?

Die Erde ist wundervoll, oder?

Ich liege hier, es ist warm, der Ofen brennt heute, da es nass und kalt ist vor der Tür.
Ich liege auf einer bequemen Matratze, viel Kissen betten mich genau wie ich es wünsche, angenehm.
Mein Magen spricht nicht, er ist zufrieden und verdaut das Frühstück.
Mal sehen, vielleicht geh ich noch für ein paar Stunden vor die Tür – mal sehen, ob ich Lust hab, ich tu wozu ich Lust hab – den Ofen nachheizen, im Tausch gegen die Wärme – das ist ok!

Die Geschichten von Millionen Artgenossen aus tausenden von Jahren warten darauf gelesen zu werden, Poesie – nach wenigen Sätzen wird man von ihr bezaubert, falls nicht – egal, die nächste Gedankenblume wird wieder betörend duften!

Ein entspanntes Sein, notfalls allein, mit den Geistern der Vergangenheit, im Jetzt, in diesem Augenblick.

Eine Tasse, ein Teller, ein Holzbrett, ein Messer, ein Löffel, oder auch fünf von jedem?

Manche Menschen versinken im Müll, von Nichts können sie sich mehr trennen.
Sind sie nicht „reich“, sind es vergilbte, schimmelige Müllhaufen in denen sie versinken, sind sie „reich“, sind es vom Personal geputzte Fanale des Wahnsinn mit denen sie ihren Irrsinn präsentieren.

Der „arme“ Messie erstickt im Unrat, der „reiche“ Messie thront auf seinen Statussymbolen.

Ersterer versteckt sich und ich kann nicht nachempfinden ob er voller Scham und Ekel vor sich selbst seine Zeit durchlebt, oder ob er liebevoll über den Moder streicht in seinen einsamen Stunden.

Letzterer präsentiert sich, stolz auf den Wegen in seinem von tausend Pferden gezogenem Kampfwagen, brüllend weit oben über allen Vögeln, lässig unter Seinesgleichen immer versorgt – belustigt durch Narren, bespielt durch Sklaven, sich anbiedernden Wesen, durch Spielzeug aller Art, in den dunkelsten Ecken durch die grausamsten Vergnügungen, wer es sich leisten kann.

Ich bedaure uns – wir sind in unseren Wünschen gefangen, manche so ohne Licht, ohne Hoffnung, ohne Trost , dass sie gar selbst zu Mördern werden.

Doch wie weit darüber rangiert unsere Grausamkeit, unsere Ignoranz und unsere Unmenschlichkeit, da wir täglich Tausende um Tausende um Tausende von Artgenossen im Elend des Nichts, in für uns unvorstellbarer Agonie in den Tod führen?

Kein Brot, kein Wasser, keine warme, trockene Bleibe – vielleicht ein Löffel, eine Tasse, doch die bleiben leer zurück!

Armut?

Wir machen uns durch unsere Wünsche arm!

Jeder der hier lesen kann – verzeiht mir – ich weiß, diese Vergleiche öden die meisten von Euch an! (doch ich nehme sie mir heraus, ich denke, wer glaubt er sei arm, wenn er nur 20 m² Wohnraum hat, weil andere 20.000 oder gar 2 Millonen (wenn man alle Wohnflächen eines Milliardärs zusammenzählt kommen wohl manchmal Millionen m² zusammen) haben, er sei arm, weil er seine soziale Teilhabe nicht finanzieren kann, in einer Gemeinschaft, deren Lebensstil nur so exzessiv und irrsinnig existieren kann, da man die Gegenwart von Milliarden zerstört und wohl die Zukunft fast aller Wesen dieses Planeten, dem halte ich nur den Spiel vor – WAS WILLST DU!)

Jeder der hier lesen kann, ist unermesslich reich!!!!!

Und jeder der hier lesen kann, müsste sich schlicht nur diesen Reichtum gönnen!

Nehmt Euch Eure Zeit, kein Hunger, keine kalten Füße, Bücher, Gedanken und die Welt um Euch herum – und bitte bewundert nicht den materiellen Wahnsinn, denkt lieber daran, was dieser anrichtet!

Es ist nicht meine Schuld, dass Menschen die krank und hilfsbedürftig sind, sich erniedrigen müssen, so sie materiell nicht die nötigen Schatzkammern vorweisen können!
Wären wir eine soziale Gemeinschaft, stünde nicht der Gewinn des Kapitalisten und der Protz der „Eliten“ an vorderster Stelle der Prioritätenliste, sondern die Hilfe, die uneingeschränkte Hilfe für alle, die Ihrer bedürftig sind!

Doch wir sind ein Haufen von hilflosen, dressierten Wesen, die Iwan Petrowitsch mit Stromstößen traktiert hätte, wäre er nicht selbst einer von Ihnen gewesen.

Geht in Euch, befreit Euch von den Fesseln  jener Konditionierung, derer ihr als Kinder unterworfen wurdet!

Es ist möglich!

Wie schon so oft gesagt, Ihr könnt nur Euch selbst verändern, desto mehr es tun, desto stärker wird sich damit die Gesellschaft verändern!

Doch jedes Staubkorn bleibt im Handeln letztlich für sich alleine!
Solange Millionen in eine Richtung strömen, wird ein einzelnes die Millionen nicht in ihrem Drang behindern!

Doch man kann sich aus dem Strom lösen und ein Staubkorn ist so leicht, alleine schwebt es geradezu durch die Zeit!

Fordert Euch, löst Euch und schwebt!

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