Die Axt der Psychopathen……

sie wütet wild und erbarmungslos,
sie lässt den Bruder die Schwester verbrennen
lässt den Vater der Mutter Kopf abtrennen
mordet Liebe und Mitgefühl
säht Hass und Gier
trennt durch das soziale Scharnier

Auf Erden gilt töte und raube
stell dich ins Glied der Soldaten
mach mit, marschiere,
krepiere
im Namen der Menschlichkeit
die nichts weiter verkörpert
als die ultimative Grausamkeit

Krepiere als soziale und fühlende Kreatur
denk einzig an Erfolg und Karriere nur
bist du doch ein denkendes Wesen
immer gewesen
die Injektionen wirken leider
wirken sie nicht
wirst du ein Hungerleider

Von tausend darf einer professionell
quengeln und strampeln
mit Worten
darf klagen und skizzieren
die mögliche Welt,
so wie sie dem gesunden Menschen gefällt

Doch leider ist das nur eine Tapete
eine Wörterwelt, die keinerlei Wirkung zeigt
in der lebendigen Zeit
wo nur der Profit lauert
immer zum Angriff bereit.

Statt sich die Schädel einzuschlagen,
sollten wir uns die Arbeit teilen
uns weniger plagen
doch diese Fragen
stehen seit gefühlter Ewigkeit
am Himmel geschrieben wie Wolken

Es regnet Blut und die Fragen
sie sind alsdann verschwunden
nur zum Verbinden der grässlichsten Wunden
wird kurz die Güte gefunden

Der Mensch schlägt mit der Axt
um sich
trennt ab das Bein, den Arm
er trennt ab, alles was er kann
der Rumpf alleine bleibt dann

So liegen Millarden Rümpfe herum
jaulen und jammern und klagen
auf den Lippen die immer
und immer gleichen Fragen

Warum, Warum, Warum???

Nun, ich bin so frei
es Euch zu sagen

Im Glied erstickt der Geist
Im Glied hackt man sich selber ab
den Verstand
was bleibt ist der Körper
unter einem meist dreckigem
Verband

aus den Augenschlitzen blitzen
tote Blicke die lachen
und lechzen nach dumpfen Witzen

Witzen die sich als Bomben und Granaten
inmitten unserer Kinder brüllend entladen
die Psychopathen haben uns eingeladen
wir sind brav und folgsam und haben
deren Axt willig genommen
jene die leben sind im Blut der Toten geschwommen

(Im Nahen Osten ist dieses Gedicht absolute und permanente Realität, hierzulande in Mitteleuropa war es das ebenso, fast permanent die letzten 2000 oder mehr Jahre – gerade, genießen wir, gerade wir, die wir die letzten Dekaden durchlebten, das Bad im roten Swimmingpol, wir schwimmen durch das Elend von Milliarden Menschen, die stellvertretend für uns das Leiden und Sterben in Armut und Krieg übernehmen – doch sorry, glaubt ihr wirklich, dass unsere Kinder noch genauso verschont bleiben werden?
Warum schießt ein Kurde einen IS- Kämpfer tot, um alsdann von einem US-Panzer mit türkischem Emblem zerfetzt zu werden, dessen Insassen einige Tage später auf dem Weg zu ihrem Heimatdort von einer PKK-Bombe verbrannt werden?

Warum dulden wir, dass völlig kranke Artgenossen unsere Schicksale bestimmen?
Warum verleugnen wir unseren Verstand und ergeben und dem Gruppendruck, der uns doch so plastisch unendliche Male bewies, welch fatale Endpunkte auf uns warten?

Warum verdammt, warum verdammt, können wir nicht die Paläste mit hohen Mauern versiegeln und jene die es dorthin zieht, ganz alleine dort wüten lassen?
Warum tun wir gewöhnlichen Menschen uns nicht zusammen und schaffen endlich die Welt, von der wir doch alle träumen?

Ich gehe jetzt raus in den Wald, sammle Pilze, Brombeeren und werde an einem wunderschönen Platz verweilen, ein Buch lesend und träumend, den sanften Spätsommerwind genießen und zwei neugierige und ich hoffe glückliche Vierbeiner werden mich begleiten – ich werde leider keinen Menschen antreffen, der mit mir ein friedliches Leben sucht, werde nur den ein oder anderen Jogger – den ein oder anderen Agrarpanzersteuermenschen – von der Ferne aus – kurz betrachten, hoffend, er möge mir nicht zu nahe kommen………

Ich würde sehr gerne von anderen Menschen lernen, im Angesicht zu Angesicht, würde auch gerne mein Wissen an die anderen weitergeben, würde gerne schöne Dinge schaffen – es ermöglichen das wir die Welt erkunden können, ferne Länder erfahren und erleben, die Menschen dort kennen und mit ihnen lachen und mich freuen, ja ich würde auch gerne mal andere bedienen und selber bedient werden, würde auch ganz spannend finden, wie es ist wenn besonders begabte Artgenossen ihre Passion ausüben in Musik, in Sportaktion, in der Malerei, im Gestalten, in der Wissenschaft – nur – ich verachte die Überheblichkeit, ich hasse die Zwietracht, ich sehe unsere Gemeinschaft als eine destruktive, verführte, fehlgeleitete, was mir all diese Dinge verwehrt, den würde ich sie im Wesentlichen befriedigen – müsste ich mich anbiedern, mich vermieten, mir Geld besorgen, erbetteln, „verdienen“ – kurz ich müsste meinen Verstand verraten, so wie die meisten es tun, da sie eben all ihre Bedürfnisse nicht auf das einzige – zu Überleben – reduzieren möchten, sondern möglichst das ganze Angebot dieses Irrenhaufens konsumieren wollen!
Den Preis, Vernichtung, Krieg und ständige Angst, eines Tages nicht mehr mithalten zu können, sich ständig anbiedern zu müssen, immer auf der Hut sein zu müssen, nicht das „Falsche“ zu tun, zu sagen, den zahlen sie leider, manche in perfekter, zynischer Anpassungsharmonie, andere eher widerwillig, doch letztlich mit feigem Mitläuferinstinkt.

Wir müssten nicht zurück in die Höhlen, wir könnten längst eine Welt haben, in der kein einziger Artgenosse an Hunger stirbt, jeder fließendes, sauberes Trinkwasser in seiner privaten Wohnwelt erhält, wir alle gemeinsam eine grandiose Kultur- und Wissensbasis täglich fundierter und bunter schaffen und anhäufen!

Doch wir ziehen es mehrheitlich vor, dem Einen Alles zuzuführen, auch wenn wir uns dabei selber und täglich Tausende ganz konkret und mörderisch, tödlich für diesen Einen opfern.

Wir können dieses System nicht von Innen aus reformieren – den jedes System, das einem ein Privileg zu Lasten eines Anderen zugesteht, wird letztlich immer im Kampf um diese Privilegien enden, es wird immer ein Hauen und Stechen sein, wir werden uns immer gegenseitig vernichten, da es immer kranke Artgenossen geben wird, die keinerlei Gewissensbisse empfinden, die kalt wie ein überlegener Jäger in ihren Winkeln lauern, lauern auf die Gelegenheit, die Beute zu reißen!

Solange wir das als Lebensprinzip unserer Art hinnehmen, solange, handeln wir gegen unsere Veranlagung, soziale und fürsorgliche, vor allem aber auch bewusst handelnde Kreaturen zu sein – solange bleiben wir primitive unreflektierte, instinktgeleitete Kreaturen, die letztlich in keiner Weise „höher“ entwickelt sind, als jene Kreaturen, die ebenfalls nach dem Prinzip existieren, der Stärkste setze sich durch, der Schwache möge verenden.

All die Facetten in unseren Gesellschaften, die vermeintlich die Schwachen stützen, ihnen Beistand der Gruppe zugestehen, sie sind schlicht eine nette Lotterie des Lebens in unserer Horde, eine Lotterie, die tatsächlich manchmal Menschlichkeit ausschüttet – nur – wenn wir das genauer betrachten, fällt auch dieser Hoffnungsschimmer – den, es ist entweder die verzweifelte Menschlichkeit die in der Kathastrophe instinktiv das Mitgefühl plötzlich erweckt (welche just in dem Augenblick der Gier weicht, so absehbar ist, dass ein neuer Verteilungswettbewerb ansteht… – schön zu sehen, wer wie Hilfsgelder abgreift, wer wie die „Chancen“ nutzt die sich bieten…….) oder jene, die gegen hohe Bezahlung dem kaufkräftigen Artgenossen zu Teil wird (im Grunde also nur eine Nehmen Geben Konstellation).

So kann man am Ende all unsere sozialen Strukturen herunterbrechen und als das entlarven, was sie bis dato sind – schlichte, letztlich geistlose Instinktkonstrukte.

Wir werden erst dann bewusste Kreaturen, wenn wir wirklich die Folgen unserer Handlungen bis an das Ende der Kausalketten reflektieren und uns der Möglichkeiten besinnen, die wir haben – immer noch haben!

Frag 100 Menschen auf der Straße – was ist dir lieber eine Armee für jede Horde, oder eine internationale Krankengrundversorgung, eine globale Trinkwasserverorgung, eine globale Nahrungsmittelgrundversorgung – ich bin sicher, die meisten hätten lieber die globale Grundversorgung.

Nun, selbst wenn wir Geldwirtschaft beibehielten – eine globale Gundversorgung benötigte nur etwa die Hälfte der Ressourcen, welche die weltweit existierenden Armeen für sich beanspruchen – würden wir in Umweltäquivalenten rechnen, sähe das Verhältnis wohl ca. 1: 1000 aus – sprich wir verwüsten uns und die Welt um das 1000 fache mehr im Jahr, als wir es tun würden, stellten wir nur für uns alle das grundsätzlich Nötige dar.

Wohlgemerkt – es betrifft nur den Aufwand den wir für Mordgruppen und deren Ausrüstung vorhalten – natürlich auch wenn wir sie loslassen und aufeinanderhetzen!
(Was ja permanente irgendwo der Fall ist!)

Ich behaupte, es gäbe keinen Grund Armeen zu unterhalten, hätten alle Menschen das zum Überleben Nötige für sich und jeder neben ihnen ebenso!

Auf dieser Basis erwüchse meiner Meinung nach, eine ganz und gar andere Vielfalt, eine wesentlich buntere und reichhaltigere (man reflektiere nur mal sein persönliches Freizeitverhalten – ok – die Leser hier sind vielleicht nicht gerade repräsentativ – nur – …… ach was solls – ich schreib das alles ja zum x-hundertstenmal auf…. – ich geh jetzt raus – hab 30 Minuten in Überheblichkeit und Eitelkeit gebadet – ich leb jetzt wieder und hör auf zu nerven……….)

Euch allen viel Glück, Gesundheit und die Kraft, den Mut, die Lust – zu leben!

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Über oberham

Einsiedler in Hinterwald
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