Vorsicht Wiederholung!

Erinnert sich hier jemand an Wladimir Orlow´s Figur des Danilow? (… oder eben Bulgakow, Pynchon ach egal…. – irgendwie schildet doch jeder Autor immer das Gleiche….)
Er und ein anderer Dämon (Karmadon) duellierten sich in einem abgelegenen Winkel des Universums mit Mittelstreckenraketen, und wie es halt üblich ist – der „Westen“ (ich interpretiere diese Sequenz so) – hat typischerweise wieder beschissen ;-). Doch auch Danilow (die russische Seele – erhielt daraufhin Hilfe – so kam er glimpflicher davon als Karmadon – übrigens bei dem Duell verschwanden die BRD und die DDR für immer …… – die Sekundanten ………..)

Beschissen wird ohnehin, hüben wie drüben, immerzu und überall! Eben eine – für unsere Begriffe – ewige Schleife – Sisyhphos – diese Sissy, die sich mit einem großen Stein vergnügte.
(Ich stell mir grad vor wie dieses „Multigendiala -Wesen“ in ihrer Tunika den Berg hinunter tänzelt, hui, hui wie schön sie doch rollt die busige Felslust…..)

Schlichte Phantasie – in die wir uns doch noch flüchten können ob der realen Scheiße in der wir alle langsam eingelagert werden, bis sie an den Rand der Atmosphäre reicht und wir alle nicht mehr atmen können.
…. und es sind nicht die 18jährigen Amokläufer die uns zuscheissen, das sind nur jene, die in der Kacke heute schon ersticken und den ein oder anderen von uns am Bein packen, ihn mit hinunter ziehen ins Off des Aa.

Wir alle gemeinsam produzieren diese verfluchte braune Brühe, nicht das kleine Aa Häufchen am Tag, das wir irgendwo hinterlassen, sondern das andere, das manifestierte Konglomerat aus Elend und Dreck, Gier und Hass, stinkendem Glücksrausch und modriger Depression – die menschliche Gemeinschaft, nichts weiter als ein gigantischer Haufen Aa auf einem Planeten im Irgendwo – ich möchte im nächsten Kapitel auch ein Dämon sein – verklumpte Materie, ein schwarzes Loch statt eines Herzens und diese krude Mischung hier schlicht absorbieren, transformieren und einen Lichtstrahl ins Nachbaruniversum (ich glaube an die Theorie der Multiversen) jagen, dort lass ich eine neue blaue Kugel Wesen voller Liebe durch eine andere Zeitachse sich laben.

Ich empfehle Danilow, den Hang zur Musik und eine große Prise Absurdität der anderen Art – den die unserer irdischen Aufführung ist schlicht ermüdend und abgeschmackt, mich ödet das ewig gleiche Spiel von Hass, Gier und einer Prise letzter Liebe schlicht nur noch an – vielleicht sind Amokläufer schlicht gelangweilt, möchten noch einmal wenigstens einen Kick erleben – haben eben keine Position, in der sie andere straffrei massakrieren können, sondern müssen es ganz banal und manuell mittels Werkzeug selber erledigen – die Opfer sind doch mehr oder weniger immer Zufall, der Suizid als blutiges letztes Ausgehen.

Wünschen wir uns die andere Variante – nehmen wir die Komödie nicht als die göttliche, sondern als die irdische, als ein Zerrinnen von Zeit in den Lokus.

Einer der gewiss nicht gelangweilt gelebt haben dürfe und letztlich durch eine Kugel in den Hals starb, der bat seine Frau, sie möge ihn doch bitte verbrennen lassen, die Asche dann in das heimische Klo streuen, so könnte er wenigstens (er ging wohl davon aus, sein Geist lässt sich nicht wegspülen) solange sie noch unter den körperlich manifestierten weilt, ihren prächtigen Popo bewundern (auf andere Vorlieben bin ich grade eben, ob meiner bösen Laune gekommen, doch unterstellen wir, alles materielle spielt hier keine Rolle – die Schönheit eines weiblichen Hinterns ist nicht materieller, sondern metaphysischer Natur!).

(Das Klo wählte er, da er Ihr sicher noch neue Amouren gönnt – die Gute sieht noch wunderbar aus, …….)

Sie hat Ihm diesen Liebesdienst nicht erfüllt. Seine Asche liegt ganz brav auf einem Pariser Friedhof (Montparnasse – es ist das Grab des – in meinen Augen genialen – Georges Wolinski).

Maryse warum nur? Sollte es Dich vor der Kloake gegraut haben, hättest Du doch eine schwere, hohle Glaskugel nehmen können…… (und natürlich diese Toilette wäre Dir alleine vorbehalten ….. auf alle Zeit).

Zum Abschied für heute (sollen sich doch die Arschlöcher dieser Welt mal – wir genießen das Leben und dabei braucht es keinerlei Konsum den folgenden Filmausschnitt gibt es fast gratis….)

Advertisements

Über oberham

Einsiedler in Hinterwald
Dieser Beitrag wurde unter Was Spatzen von den Dächern pfeiffen veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort zu Vorsicht Wiederholung!

  1. fini09 schreibt:

    ..diese Doku ist sehr aufschluss-gebend und reich an Satire. Einer der markantesten Saetze lautet: ‚um zu ueberleben muss er pro Tag 100 weibliche Genitalien zeichnen‘ das ist Wolinski-
    Humor dem fuege ich hinzu: ‚Man;-)n goennt sich ja sonst nichts’…mit Dank an Sisyphos 🙂

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s