Milliarden Möglichkeiten und keine Chance!

 

 

Die Menschen in den HDC´s haben Milliarden Möglichkeiten, Chancen, Milliarden Chancen, doch nicht jene Chancen, welche die neoliberale Agenda verspricht, sondern jene Chancen, die ein anderes, ein soziales, global verwirklichtes System bieten würde.

Nun, ich spreche von Milliarden Chancen, da ich jeden Menschen der in seinem Leben noch eine Wahl hat, mit einbeziehe – und neben einigen Milliarden die in absoluter Armut leben, gibt es eben auch Milliarden die materiell gut versorgt sind, die Spielraum hätten, die es wagen könnten, es wagen sich selbst zu verändern, so zu verändern, wie sie sich im Grunde die Welt als Ganzes wünschen.

Es kann natürlich sein, ich irre mich, die Menschen möchten keinen Frieden und keine intakte Sozio- und Biossphäre, na dann müssen sie nichts ändern, dann können sie einfach so weitermachen, mit Glück bleibt alles bis zum Tod bequem, nett und unterhaltsam – in ihren Vorgärten.

Von den Millionen, die vollkommen überversorgt sind, vermag ich nicht zu sprechen, das System ist für sie exakt so angelegt, wie es eben läuft, sie werden es tunlichst immer so am Laufen halten. Nur sie hätten keine Chance – wären sie ihrer Sklaven beraubt, da jene sich nicht mehr versklaven lassen.

 

Keine Chance!
Im Allgemeinen bekommen die Armen keine Chance. Im Allgemeinen werden sie weiter ihr Elend zu tragen haben, werden sie weiter täglich wie jedes andere Tier auf dieser Welt um ihr Überleben mit List und Tücke zu kämpfen haben.
Nirgends muss man härter arbeiten, muss man umsichtiger agieren, muss man mehr Dinge abwägen, als in einem Elendsviertel. Hier geht es aber nicht um die nächste Milliarde, hier geht es einzig um das Recht den nächsten Tag zu sehen!
Wir Menschen sind eine sonderbare Erscheinung, wir sind der Inbegriff des Zwiespalts, die ultimative Dualität des Seins, wir träumen vom Schönen und Schöpferischen, wir philosophieren über die Zeit und die Unendlichkeit, wir komponieren betörende Form-Farb-Klangwelten, und doch sind wir triebhafte, unerbittliche Mörder, die keinen Vorteil verachten, egal welche Konsequenzen das eigene Glück für den Rest dieser großen Erdfamilie mit sich bringt.
Der einzelne Mensch ist vollkommen bedeutungslos, doch als Gruppe schon, kann er die ganze Welt vernichten.
Wo da die kritische Zahl liegt, vermag ich nicht zu sagen. Vielleicht jene zwei, die einen Interkontinentalrakete mit ihrer Bombe aus dem Silo jagen können?

Wir teilen die Welt in Werte auf, die Böden sind bald wohl global im Besitz von Konzernen, der neofeudalistische Raubzug wird keinem einzelnen mehr gestatten, sich selbst in Freiheit zu halten.
Das Individuum wird zurückgeschleudert in die absolute Unterwerfung, die totale Kontrolle.
Die Fäden halten dabei wie immer einige wenige Artgenossen in ihren Händen. Würden wir ihnen nicht willfährig unsere Leben opfern, wir hätten eine Chance, doch gerade jene, die in Regionen leben, die kaum Hunger und nur relative Armut kennen, sind die Landsknechte der Mächtigen.
Ihr Lohn ist die totale Plünderung der Erde!
Aus dem Sacco di Roma ist inzwischen das Sacco di Terra geworden und wie damals fallen nicht selten die Plünderer auch über einander her.
Wütende Landsknechte sind jene, die ihren Sold nicht angemessen erachten, sie suchen sich neue Führer, die ihnen vermeintlich lohnendere Beutezüge vorgaukeln, wohl ahnend, dass vielleicht auch das totale Verderben hinter den lockenden Parolen lauert. Doch egal, man versucht es, da der Weg niemals sozial war, niemals friedlich, niemals hoffnungsvoll der Liebe zugewandt, sondern immer ein verlogener, blutiger, dunkler und letztlich mörderischer!
Der Weg der Menschen ist von Massakern gesäumt, in den Gräben der Vergangenheit türmen sich die Schädel der hingeschlachteten Artgenossen, die Schatten der ausgerotteten Arten, die Bilder der verwüsteten Regionen.
Es bleibt immer nur die Möglichkeit, nie wird es Realität, immer haben einige fast alles und bleibt die Mehrheit in Armut der Willkür jener Mächtigen ausgeliefert.
Wir drücken die Welt gerne in Zahlen aus, es gibt kaum einen Lebensbereich über den wir nicht Statistiken erstellen, wir wissen, dass ein paar Dutzend Menschen mehr für sich beanspruchen dürfen, als einige Milliarden, wir gönnen dem einen was immer er möchte, auch wenn neben ihm täglich 30.000 verhungern.
Wir sehen es nicht, da wir selbst in unseren Vorgärten liegen und lustvoll die Wärme der Sonne genießen.
Wir fliehen in unsere Nischen, oder sind erfolgreich in unseren Karrieren aktiv, wir freuen uns über die täglichen kleinen Siege, grämen uns über die Niederlagen, doch wir leben unsere Zeit ab, in einer Zone des Friedens und der üppigsten Vollversorgung, des schamlosen, ja wahnsinnigen Überflusses.
Selbst ein gewöhnlicher, machtloser Nutzmensch darf in unseren Breiten die Gefräßigkeit eines Monstrums entfalten, seine Führer lassen einen Stall bauen, der alleine schon mehr an Ressourcen verschlingt, als der Planet nachhaltig für seinen Unterhalt bereitstellen kann, sprich man marodiert wissentlich seine eigenen Lebensgrundlagen.
Man weiß, es sterben viele Millionen Menschen im Jahr an der verdreckten Atemluft, an den verseuchten Böden, an krankmachender Nahrung, man nimmt die Information auf, wie man eine lästige Mücke wahrnimmt, man schlägt sie platt und vergisst sie im nächsten Augenblick.
Wenn die eigenen Kinder an Allergien leiden, wenn man selbst mit dem Krebs ringt, wenn die Karriere plötzlich zum Alptraum wird, wenn der eigenen Lebensentwurf scheitert, dann hat man die dunkle Seite vor sich, wird man vielleicht wachsamer, beginnt zu sehen, doch dann erfährt man nur noch intensiver seine eigene Ohnmacht.
Mag sein, mancher findet dann noch seinen Weg, doch ich behaupte es sind wenige, ebenso wenige entscheiden sich bewusst, schon lange vor einem Scheitern des Mainstreamwegs, andere Wege zu wagen.
Ich spreche da nicht von „erfolgreichen“ Künstlern oder all den anderen „bunten“ Figuren, die uns das Spiel so präsentiert. Ich spreche von jenen die niemand je kennen wird, der im Mainstream unterwegs ist. Ich spreche von den Menschen, die versuchen ein wahrhaftig menschliches, im Sinne von vernunftbegabtes Sein, zu leben.
Würden wir die Kraft unserer Art bündeln, zu unser aller Wohl, könnten alle Menschen in Frieden
Und in Freiheit leben, jeder Mensch der möchte, könnte seinen Garten bestellen, jeder Mensch der möchte könnte seine Talente erforschen und sie anderen zur Freude gedeihen lassen, wir könnten einander lieben und in vollkommener Eintracht unsere verschiedenen Neigungen ausleben.
Die Welt wäre ein Paradies.
Ja, wir könnten dies!
Und wir müssten die Erde nicht dabei vernichten!
Das ist keine Behauptung im Raum.
Alleine für Waffen werden mehr Rohstoffe, mehr Lebenskraft und mehr Umweltvernichtung eingesetzt, als für alle Infrastrukturprojekte in Asien, Afrika und Südamerika zusammen.
Dort wo Infrastruktur errichtet wurde und errichtet wird, ist die destruktiv und umwelt – damit auch menschverachtend!
Wir schaffen Betonwüsten und Asphalthorror, planieren ganze Landschaften ein und rotten die Flora aus, damit wahnhafte Bedürfnisse von Gigantismus und Geschwindigkeit ihre Befriedigung erfahren.
Alles was wir planen und letztlich schaffen unterliegt dem Primat der Gier und der Dummheit, der vollkommenen Ignoranz an den Auswirkungen unseres Tuns!
Wir schaffen uns kleine Nischen der Intelligenz, fast so als wollten wir uns selbst sedieren, so als wollten wir uns sagen, in Zukunft wissen wir, wie es sein sollte, wir lernen aus unseren Fehlern – nur um dann doch wieder die gleichen Idiotien zu exekutieren.
Der Architekt plant das grüne Haus und baut den Betonbunker, das grüne Haus ernährt ihn nicht, der Betonbunker bringt ihm das Honorar.
Der Ingenieur plant den minimalistischen aber sicheren Individualverkehr, doch er baut den vollkommen obsoleten Verbrennungspanzer für den statusbesessenen Volltrottel.
Ersteres macht ihn arm und wird ihm keine Karriere bescheren, letzteres fördert sowohl seinen Wohlstand als auch seine Karriere.
All unsere geistige Kraft, wir lassen sie korrumpieren von den Mechanismen der Gier!
Und die Gier ist es, die die Mächtigen nutzen, uns zu kaufen!
Solange wir Landsknechte bleiben, die Welt plündernd und mordend durchstreifen, solange haben auch wir keine Chance!
Wir, die Menschen die eine Wahl haben, wir können uns noch immer mit den Armen zusammentun, wir können uns besinnen, wir können eine gemeinsame Lebenswelt für uns alle schaffen!
Doch wir können dann unmöglich dem Gesetz der Gier und den unbeschränkten Reichtums der Wenigen folgen.
Wir müssten nur eines tun, wir müssten schlicht verbieten, das ein Mensch mehr hat als das Hundertfache des Ärmsten und wir müssten verbieten, das ein Mensch mehr Kaufkraft im Monat erhält für seinen Beitrag an der Kultur und der Ökonomie, der gesellschaftlichen Aufgaben, als das zwanzigfache eines global festgelegten Kaufkraftminimums, welches für jeden Menschen gilt.
Ich behaupte, so eine Regelung würde automatisch die Wirkung der menschlichen Schaffensaktivität
Vom destruktiven hin zum genialen, nachhaltigen und oftmals auch wunderschönen verändern.
Wir würden nicht mehr gewalttätige Landsknechte sein, sondern wir würden zu Menschen, so wie wir es von uns allen erträumen – sozialen, toleranten, friedlichen, wissensdurstigen, belesenen, denkenden, schaffenskräftigen, kreativen, freien und glücklichen Menschen – und eben nicht nur jene, die das Glückslos ziehen, sondern alle, vor allem in einer Welt die nicht von uns vernichtet wird.
Warum so ein Vermögenskorridor und so ein Einkommenskorridor diese Auswirkungen hätte, werde ich in den nächsten Beiträgen exemplarisch erläutern – ich weiß, es ist sinnlos, doch sorry, es macht mir Freude wenigstens gedanklich zu erkennen, das ich kein Monstrum bin, sondern einer Art angehöre, die fähig wäre ein angstfreies und elendsfreies Leben für alle in der Gemeinschaft möglich zu machen.

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Über oberham

Einsiedler in Hinterwald
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9 Antworten zu Milliarden Möglichkeiten und keine Chance!

  1. BakuRock schreibt:

    Mein Freund,

    deine Analysen sind trefflich und sehr gut formuliert. Es sind Analysen des bestehenden menschlichen Irrweges. Auch die Hintergründe, warum Menschen diesen Irrweg gehen, beleuchtest du bestens. Du kennst die Ursachen der Übel. In der Konsequenz beschreibst du auch, was und wer sich und sein Verhalten ändern müsste, damit Frieden wird und Leben bleibt.

    Doch bei den Gedanken zum WIE (für alle machbar und möglich) bleibst du m.E. am Nicht-Machbaren hängen. Du schreibst:

    „…Wir müssten nur eines tun, wir müssten schlicht verbieten, das ein Mensch mehr hat als das Hundertfache des Ärmsten und wir müssten verbieten, das ein Mensch mehr Kaufkraft im Monat erhält für seinen Beitrag an der Kultur und der Ökonomie, der gesellschaftlichen Aufgaben, als das zwanzigfache eines global festgelegten Kaufkraftminimums, welches für jeden Menschen gilt.
    Ich behaupte, so eine Regelung würde automatisch die Wirkung der menschlichen Schaffensaktivität vom destruktiven hin zum genialen, nachhaltigen und oftmals auch wunderschönen verändern….“

    Wer ist „Wir“ und wer hat die Macht etwas zu verbieten? Klar besehen sind „Wir“ (denen ich angehöre – also 99 % der Menschen) nicht diejenigen, welche die Macht haben etwas verbieten zu können.

    An dieser Stelle des Denkens erwartete ich eigentlich Vorschläge an die „Wir“, was und wo und wie Wege sein könnten, die von dem einen Prozent vorgegebenen Pfade zu verlassen, und eigene Wege (also Emanzipation des „Wir“) beschreiten zu können. Das hatte ich in einem anderen Thread als Solidarität eingefordert. Das wäre Hilfe zu Selbsthilfe. Die halte ich für wahre Solidarität mit meinen Mitmenschen.

    Das bleibst du bisher leider schuldig. Stattdessen kündigst du nun an, die Vorteile einer solchen Regelung „…Warum so ein Vermögenskorridor und so ein Einkommenskorridor diese Auswirkungen hätte, werde ich in den nächsten Beiträgen exemplarisch erläutern…“

    Du überspringst also auch hier den eigentlichen „Knackpunkt“ – und gibst nicht mal eine Spur zum Praktikablen für die milliarden Menschen. Schade.

    P.S.: „..Wo da die kritische Zahl liegt, vermag ich nicht zu sagen. Vielleicht jene zwei, die einen Interkontinentalrakete mit ihrer Bombe aus dem Silo jagen können?…“

    Meine Hoffnung liegt darin, das diese zwei noch so jung sind, dass sie in ihrem Egoismus auf ihr eigenes, noch zu erwartendes Leben, eben nicht auf den Knopf drücken – auch wenn ihnen die irrwitzige Selbstvernichtung befohlen wurde……….

    Im Übrigen habe ich festgestellt, dass, je näher Alternde ihrem eigenen Ende kommen, sie umso lauter und heftiger über Szenarien der Zerstörung und Vernichtung der gesamten Menschheit – ja des gesamten Lebens überhaupt, orakeln. Sie sehen also mit ihrem endenden Leben auch die gesamte Welt enden. Ich hoffe, ich werde nicht so 😉

    • oberham schreibt:

      …. bezüglich Fatalismus – wäre ich so eingestellt, würde ich dann so leben?
      Ich finde eben, der Mensch ist ein wundervolles Wesen, er hätte die Chance verdient, es besser hinzubekommen, ich wünsche Ihm noch viel Zeit! – vor allem eine Zukunft in der es keine chancenlosen Artgenossen mehr gibt, sondern allen Milliarden Möglichkeiten offen stehen!

    • Sotchin schreibt:

      „Ich behaupte, so eine Regelung würde automatisch die Wirkung der menschlichen Schaffensaktivität vom destruktiven hin zum genialen, nachhaltigen und oftmals auch wunderschönen verändern….““

      Das möchte ich verstehen. Welche Veränderungen sollen das sein? In welche Richtung?

      • oberham schreibt:

        … die Veränderung ist ganz einfach, weg von der Wettbewerbsgesellschaft hin zur kooperativen Subsistenzwirtschaft – und was Mensch zu brauchen glaubt, ergibt sich dann aus den Möglichkeiten, die ohne Vernichtung der Natur realisierbar sind.
        Ich denke, Singen, Tanzen, Heilen, Lernen (nicht Konditionieren sondern Reflektieren), Spielen (sogar Segelflug mit elektrisch betriebenen Winden z.B. mit Methan aus unserer Kacke…. wäre für jeden Menschen möglich – ich denke es würden nicht alle sieben Milliarden auf einmal fliegen wollen – doch wir könnten mithilfe von unserer Scheiße in das Erlebnis auf warmer Luft dahinzugleiten, hochzusteigen und wieder sicher zu landen, kollektiv genießen – was nicht darstellbar ist – dass ein Milliardär sich in einer goldenen Badewanne von Dienstfrauen verwöhnen lässt, während anderes Dienstpersonal einen 300 Tonnen schweren Mischmaterialkoloss durch die Atmosphäre pflügen lässt und dabei Unmengen an Giftstoffen verteilt.
        Nun, wer den Privatjet im Superluxussegment als etwas genialeres betrachtet, als die Fähigkeit Milliarden Menschen den Spaß am Segelflug zu ermöglichen, der wird meinen Gedanken nicht folgen können!)
        Das gleiche gilt – alle Menschen können sich gesund und lecker, nach ihrem Geschmack – ernähren – dafür können wenige nicht mehr opulente Gelage feiern, die unter dem Stich jeweils Unmengen von Leben verschlingen – davon wird aber das meiste in den Müll geworfen, da ein Milliardär nur übervolle Buffets akzeptiert – auch wenn er nur einen winzigen Bruchteil davon nimmt – und es gehört zum Prinzip, dass die Diener das Ganze dann wegwerfen, wer etwas nimmt ist ein Verbrecher!)

        Wie viele Menschen haben wohl am Ende ihres Lebens noch nie ein Buch gelesen?
        Ich fände es genial, hätten alle Menschen künftig am Ende jedes Buch gelesen, welches ihnen Freude bereitete – und hätten sie alle die Möglichkeit ihre Gedanken zu schenken, so sie möchten…. – keine Harry Potter Mainstreammärchen, für die einige Kulturmilliardäre werden, sondern Geschichten in denen Dämonen in Blitzen baden um am Abend in einem Symphoniekonzert die erste Bratsche zu spielen und anschließend ein Liebesabenteuer mit demOrakel von Delphi zu beschreiben! – wobei es könnte natürlich auch die Abhandlung darüber sein, welche Möglichkeit bestünde, x-fache Lichtgeschwindigkeit für Behälter die Menschen sicher durchs All transportieren zu ermöglichen – Gedankenspielereinen mit physikalischen Formeln, mit höherer Mathematik, mit stochastischen Labyrinthen, unsere Gehirne sind hungrig, sie lassen wir jedoch meist zuerst verhungern!
        Wir begnügen uns damit, eine Methode zu beherrschen, die unsere Kühlschränke füllt und womöglich noch einen Ferrari, eine Yacht oder sonst irgend welchen Dreck ins private Portfolio unserer Gier spült.
        Wir verleugnen unseren Verstand, für ein paar Krumen!
        Ein Mensch wie Kahalla, der seit wohl mehr als zehn Jahren die Möglichkeit aufzeigt, wie man guten Wohnraum für viele Menschen schaffen kann, hat keine Chance, da er nicht dem Prinzip der Dummheit und der Gier treu ergeben ist – (und auch andere – z.B,. in England hätten längst alternative Wohnformen, die auch für kalte Winter geeignet sind beschrieben – nur Sonderlinge greifen sie auf – und Sonderlinge dürfen – noch – ihre Leben spannend gestalten.)
        Sotchin, du kann sicher morgen schon zum Sonderling werden, du kannst es selbst teilweise realisieren, du kann Schaffensaktivitäten entfalten, die nicht destruktiv sind, die nicht dem System dienen, die nur deiner Gesundheit und deiner Zufriedenheit dienen, ohne andere auszubeuten, zu schädigen oder zu bevormunden – du kann schlicht genial sein!

        Verflucht, es gibt kein Rezept, da jeder Mensch anders ist, doch es gibt die klare Erkenntnis, das jedes Tun eine Folge hat – und du musst nun nur die Folgen deines Handelns bedenken, sofort wirst du erkennen , ob du einem destruktivem Moloch folgst, oder vielleicht schon ein Sonderling bist.

        Wer ein Auto fährt, …. wer in einen Düsenflieger steigt…….., wer in Plastik verpacktes Fertigessen kauft…., wer behauptet, das müsse er, da er sonst keinen Beruf ausüben könne….. – oh je, oh je, merkt ihr es – oder schüttelt ihr weiter den Kopf über mich?
        Ich fürchte ich schüttelt weiter den Kopf…….

  2. carravaggio schreibt:

    Ja Baku,

    irgendwie muss ich dir schon Recht geben. Allerdings ist jeder Lösungsansatz, der von einer „Allmachtposition“ ausgeht, allenfalls von allmächtigen (Göttern, Diktatoren und anderen Toren) zu verwirklichen. In sofern sehe ich die Im obigen Text als Lösung vorgeschlagene Vorgehensweise als fruchtbares Denkspiel. Was unsereinen angeht, also die 99%, haben wir nur die Möglichkeit, uns für ein Puzzlestück im großen Teppich zu entscheiden, das wir ändern wollen, und dieses Puzzlestück quasi unser Leben lang zu verfolgen. Das bedeutet, ähnlich wie z.B. Gandhi auf dieses eine Ziel mit dauerhafter und wachsender Konsequenz hin zu arbeiten.
    Ich habe mir bestimmt tausende solcher „Man müsste“- oder „wir sollten“- Vorschläge zu Gemüte geführt , habe überlegt was ein Gangbarer Weg sein könnte und habe -für die von mir überschaubare und halbwegs auch durchschaubare Umgebung einen Lösungsansatz entwickelt, der Menschen, die nicht den großen Geldsegen geerbt haben, hier in Deutschland helfen soll, ein Leben in Würde, also z.B. unabhängig von Sklavenhaltern, selbstbestimmt , kreativ und eben auch im nachhaltigen Sinne produktiv, zu leben. Wie? Indem ich bei den Grundlagen anfange. Das ist sehr rudimentär. Es geht um ein sicheres Zuhause, keine krankmachende horrend teure Mietklitsche. Es geht um die Möglichkeit sich selbst zu versorgen, ohne sich selbst auszubeuten, es geht um ein soziales Umfeld, das sich auch in Richtung sozial entwickeln kann und damit die Grundbedürfnisse menschlichen Lebens garantiert. Kein Hexenwerk also, aber von direktem Interesse eigentlich nur für Menschen die diese Voraussetzungen nicht haben. Die „Entscheider“ , also die Hilfstruppen des einen Prozent Rest, werden mit all diesen Notwendigkeiten versorgt und sehen deren Notwendigkeit nicht ein. Und von den 99% haben wiederum 99% resigniert. Also gibt es nur 0,99% der Menschheit, die tatsächlich gegen alle Widerstände neue Ideen für ein soziales Zusammenleben, für eine nachhaltige Behandlung dieses von uns arg geschundenen Planeten etc . aktiv arbeiten können…Und die sollten sich nicht gegenseitig auffordern, etwas zu tun, sondern selbst ein Puzzlestück hernehmen sich überlegen wie sie es vom „bösen“ zum guten Puzzlestück umbauen können und dann loslegen. Egal wo du anfängst, wenn du es ernst nimmst ist es immer eine Lebensaufgabe.

  3. oberham schreibt:

    … so war es gemeint, es soll schlicht ein Denkspiel sein!
    Daher lautet die Überschrift 1 Mrd. Möglichkeiten …. – für uns, jene Menschen, die das Glück haben, nicht in eine absolute Elendszone hineingeboren worden zu sein.

    Ich würde mich freuen, wenn ihr die folgenden Denkspiele weiter kritisch begleitet.
    Die Sache mit dem Korridor sprach ich schon öfter an, ich hatte mir nur noch nie die Mühe gemacht, bzw. hatte keine Lust, die implizierten Mechanismen zu beschreiben.

    Die Quintessenz die ich herausarbeiten möchte – ohne Armut, keine Waffen, keine Umweltvernichtung, wesentlich weniger Krankheiten,
    und – Neid und Wettbewerb werden ebenso als Scheinmotoren des Fortschritts entlarvt –
    das Gegenteil ist meiner Meinung nach der Fall, ohne Armut, ohne Überlebenswettbewerb, würde der menschliche Intellekt sich wesentlich schneller in bisher als utopisch erachtete Regionen hineinfinden und wohl noch weit brillanter – vor allem auch in der „Breite“ brillant – unsere Leben bestimmen!

    Im Grunde möchte ich an Argumenten herleiten, dass der Intellekt eben nicht Waffe – sondern das Mittel zum Frieden ist – und Frieden ist eben die höhere Stufe in der Evolution, da die Flora und Fauna meist noch im gnadenlosen Wettbewerb des Lebens steht (es gibt schon Ausnahmen…. – die Facette der Symbiose ist älter als wir Menschen, weit älter, doch wir könnten es eben in den Bereich der „höher“ entwickelten Lebewesen zu einem neuem Grad der Entwicklung führen…)

    Uns bleibt nur das Gedankenspiel, betreffend unsere Mitmenschen, betreffend unserer eigenen Person haben wir viele Möglichkeiten – ich tendiere da auch zur persönlichen Subsistenzökonomie – dabei versuchend möglichst autark zu bleiben.

    • kahalla schreibt:

      Zu der Auflistung was wir eben nicht tun sollten fällt mir noch die Lebensarbeit von Wilhelm Reich ein, der in einigen seiner Bücher die Unterdrückungsmaschine psychologisch analysiert hat und – folgerichtig?- sowohl von den Nazis, als auch von den „freien“ USA verfolgt und in den Tod getrieben wurde. Er ist auch der einzige, dessen Bücher in beiden „Kulturen“ verbrannt wurden.
      Soweit die Laudatio auf W. Reich.
      Was er herausfand ist der Zusammenhang zwischen der sexuellen Unterdrückung in unseren Gesellschaften und der Gewaltbereitschaft, der Bereitschaft zu jeder Art inhumanem Fanatismus und die Schwäche der Menschen in diesen Kulturen.
      Hier ist auch ein Antrieb für die Aggressionen gegen Naturvölker und die Natur schlechthin zu sehen die von unseren Gesellschaften ausgeht. Schließlich sind wir aus dem „sexuellen Paradies“ Vertriebene neidisch und zutiefst verunsichert, aber auch komplett fasziniert , wenn wir der Ausgeglichenheit von Menschen begegnen die ihre Sexualität frei leben können. In diesem Fall kommen dann unsere übelsten Triebe hoch. Neid , Hass und Zerstörungswut führen zu Mord und Totschlag, Vergewaltigung und Brandschatzung. Und da wir diese freie Libido zerstören wo wir hin kommen, können wir das wahrhaft wertvolle im Leben nicht mehr finden. Als Ersatz bleiben Gold , Geld und die die Vergrößerung unserer Zerstörungsmacht, als die „Karriere“. Alle die diesen Weg nicht einschlagen wollen werden nach Möglichkeit instrumentalisiert, um den Mächtigen ihre dumme Macht noch zu vergrößern. Ja und so kommt es das in jeder konkurrierenden Gesellschaft die dümmsten , raffgierigsten und wirklich schlechtesten Menschen an der Spitze stehen. Eine andere Lösung (als Gedankenspiel) wäre, wenn wir diese Deppen alle gemeinsam einfach nicht mehr ernst nähmen. das würde reichen. Dafür müssten wir aber frei von Angst sein, bis auf den Grund unserer Seele. Dem aber ist die Art Bildung vor, die in allen „zivilisierten“ Gesellschaften gesellschaftliche Grundtechniken mit Lob und Strafe verknüpft. Es gibt also viele Hebel um dieses Gesellschaftssystem zu etwas lebensfreundlichem umzubauen und wir dürfen nur nicht in Falle Laufen, den einzig wahren Weg gefunden zu haben und diesen dann gegen die anderen verteidigen zu müssen. Dann sind wir wieder in der Falle unseres Konkurrenzsystems drin. Schließlich sind wir, auch wenn wir Ideen für eine bessere Welt hegen, durch den Ort unserer Geburt und mehr noch durch „Erziehung“ Teil des Systems. Was Du, oberham, tust, ist quasi eine Art Systementzug, etwas das jeder Mensch tut, der sich auf seine Wurzeln besinnt.
      Was ich tun will ist, auch anderen Menschen, die durch ihr absolutes Nichteigentum selbst zum Eigentum anderer werden, die Grundlagen hierfür zu geben. Das Leben eines Menschen ist an die Erde gebunden auf der umhergeht und alles tut was sein Leben lebenswert macht. Wenn diese Erde im Privatbesitz weniger anderer Menschen ist, dann ist auch der Mensch nicht frei. Weder der Eigentümer, noch der, der von überall verjagt werden kann. Anstatt einer Freiheit, die wir Menschen uns durch Kooperation und, ja sagen wir Liebe, innerhalb einer Welt ohne Eigentumsrechte an deren Lebensgrundlagen zur natürlichen Lebensweise machen können, bekommen wir geborene Sklaven und geborene Sklavenhalter.
      Egal wie man es nennt, in den uralten Schriften wird es Paradies genannt, in den Forschungsberichten des 19. und 20. Jahrhunderts „Urzustand“, zum erreichen dieses Ziels, das das einzig sinnvolle für alle Menschen ist, brauchen wir beides, Freiheit in unseren Beziehungen und die Liebe, diese fair und nachhaltig zu gestalten. Und das sind die „inneren Werte“, die jede Erziehung zu korrumpieren und zu zerstören trachtet.
      Niemand von uns ist so frei, weshalb es auch immer Ansätze gibt, einen anderen zu verteufeln, auseinanderzunehmen und fertig zu machen. Und dieser Kampf jeder gegen jeden ist unser eigener Anteil an der „Hölle“. Letztlich sind die großen Weltreligionen und die Staatsgebilde genauso wie die großen Wirtschaftsorganisationen nur korrumpierte Lösungsansätze, die durch „Zivilisierung“ und Schaffung einer Hierarchie in Machtmaschinen verwandelt wurden. Aus solchen Organisationen kann weder Freiheit noch Liebe kommen. Beides muss in unseren Herzen und in unserem Geist sein. Wir selbst sind der Bereich der Welt, den wir am ehesten beeinflussen und ändern können. Folglich sollten wir unser Leben in ein freies und liebevolles wandeln. Unsere Beziehungen werden sich ändern und unsere Präferenzen ebenfalls. Und wer das schafft, der ist für die Sklavenhalter verloren.

      • oberham schreibt:

        Danke auf diesen Hinweis – ja, ich kann hier jedes Deiner Worte mit einem leisen Lächeln begleiten, ich empfinde dies als nur zu wahr!
        (… und ist es nicht gerade die sexuelle Abartigkeit, die von Milliardären bis zum Exzess gepflegt wird? – Hingegen würden Menschen die sich in freier Liebe öffentlich geben, wohl sofort in eine Klinik eingeliefert….. – es sei den, man institutionalisiert es und hat einen „Background“, dann geht so etwas in Form einer „hippen“ Kommune – …. über die Sekten müssen wir ja gar nicht mehr groß debattieren….. –
        kein Wunder, dass jene Sekte, die hier am materialistischsten reglementiert (Mann reich – Harem möglich…. erlaubt – Frau nur Objekt der Begierde und Haustier – Mann arm – kein Recht auf Frau – Man arm gerne mal mit einer Bombe am Bauch unterwegs – im Himmel wartet der Harem….. – natürlich ist das undifferenziert und banal hingekleckst – doch eine Bombe zerfetzt den hirnblinden Träger ebenso undifferenziert wie die Umstehenden – und die „Christen“ stehen hier den „Moslems“ kaum nach – ach, ich fürchte alle die so richtig von einem Glauben vernebelt werden, sind noch leichtere Opfer der Sieger im Spiel, als jene, die zumindest sich selbst aus der Horde führen……. – die irgendwie zum natürlichem Sein finden möchten….)

      • kahalla schreibt:

        Du darfst glauben was du willst, solange du nicht das Denken anfängst. Und du darfst so böse sein wie du willst solange du nicht die Liebe entdeckst. Die Liebe zu Menschen, zu Tieren, zu einer dich erfüllenden Arbeit und zur Natur, deren Teil wir sind. Deine Bosheiten schaffen dir Vorteile im Rennen, die du aber nur als Ware konsumieren kannst, nicht als Gabe genießen.
        Diese Vorteile sind fraglich, weil sie dich an deinen Sklavenhalter fesseln. Das ist der eigentliche Zweck.

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