An die BGE Aktivisten

BGE = „Beute-Gemeinschaft-Europa“ – ein globales Grundversorgungsprinzip muss die Basis werden, danach kann man über regionale Facetten von Zuwendung und Verteilung nachdenken.

Ich finde die Idee per se absolut nachvollziehbar und es gibt sicherlich unglaublich viele Argumente dafür – ja sie im Grunde fast zwangsläufig ein Lösungsansatz.

ABER – solange unser Wohlstand, selbst jener der marginalisierten Menschen im „Abschreckungspuppenensemble“ auf der hemmungslosen Ausbeutung der Biosphäre, zu der wir genauso gehören, wie die Böden, die Atmosphäre, die Ozeane, all die anderen faunischen Wesen und floralen Gebilde, ist diese Idee regional einen vollen Tisch hinzustellen, an ihm Platz zu nehmen und im Schatten weiter das Elend zu ignorieren, eine vor Arroganz und Ignoranz strotzende – und leider wird eben viel zu wenig auf diesen Aspekt hingewiesen (ja, es gibt den Einwand, ab und an wird er auch formuliert.).

Ich wünsche den jungen Menschen sie würden nicht am einen Abend über Transition und eine gerechte Verteilung, über Ökologie und eine bewusste Lebensführung reden, um am nächsten hunderte von Kilometern zu fahren, ein Konzert zu besuchen, dessen Organisatoren sie hundert Euro pro Kopf in die Kasse stecken, hundert Euro die sie vorher durch demütige, willige Teilnahme und Hilfe, vom System als Belohnung erhielten.

Das mag nicht auf eine kleine Gruppe von wahrhaft mutigen und sich anstrengenden Menschen zutreffen, doch es trifft auf den Mainstream zu, jenen Strom der die Geschehnisse mit der Zeit in eine Katastrophe, nicht nur für die heute schon im Elend zu tausenden ihre Leben aushauchenden, sondern auch für die heute noch vollversorgten jungen Menschen, treibt.

…… sorry, wer glaubt er könne munter im Wohlstand baden, wer glaubt er wäre schon ein Transitionaktivist, wenn er seinen Konsum bewusster und teils vielleicht sogar bescheidener gestaltet, wenn er ab und an eine Veranstaltung besucht, vielleicht gar organisiert und sich in Gruppen gegen den Wahnsinn des Systems ausspricht, der hat leider keine Chance.
Er tut etwas für seine persönliche Seelenhygiene, doch er begibt sich nicht in den Widerstand gegen das System!

Er wird zu einem pittoreskem Bestandteil des Systems, ein Teil des Pluralismustheaters – so wie z.B. Mekiffer, der sein Buch ganz konventionell verlegen lässt und die üblichen 19.00 Euro kassiert – ok wer es elektronisch liest, muss „nur“ 7 Euro zahlen – was mindestens eine halbe Stunde für das System bedeutet, sonst kommt man nicht an die 7 Euro.

So wird der Wahnsinn des Systems als absurdes Geschäftsmodell entdeckt.
(In den frühen 80ern schrieb mal ein 17jähriger eine Facharbeit in Wirtschaft über Verteilungsgerechtigkeit – er wies damals schon nach, dass in jener Zeit jedem Zeitgenossen ein mangelfreies Dasein hätte ermöglicht werden können, ohne die Vernichtung der ökologischen Basis, bei damals gut 4 Mrd . Menschen – ich denke es wäre auch für 8 Mrd. Menschen machbar.)

Die Idee der kooperativen Gesellschaft lebte vor ca. 8000 Jahren – danach zerbröckelte sie, wurde sie unterwandert, vergewaltigt und schließlich ganz ausgelöscht. Sie wurde abgelöst von der hierarchischen Hordengruppe, die intern in Wettkämpfen um den Status, und in Horden sich feindlich gesinnt das Zeitalter des ewigen Krieges begann – ein Zeitalter, das bis heute andauert.

Wir leben in einer Zeit, da Kriegsverbrechen zum immanenten Prinzip der Hordensystematik wurden, ja das Verbrechen schlechthin.
Die erfolgreichsten Verbrecher führen die Horde an, jeder der sich in dieser Horde kooperativ verhält, ist ein Teil des Verbrechergesindels.
Wir haben das „Glück“ einer Horde anzugehören, die inzwischen die Beutezüge mit ferngelenkten Raketen absichert und in Stellvertreterkriegen weitab vom eigenen Tal, seine Taschen füllt – die Hordenführer Milliarden, die Offiziere Millionen, das Fußvolk eine volle Gulaschkanone, ganz ohne Waffe in der Hand, meist vor einer Tastatur sitzend, oder irgendwo nach Anweisung seinen Lohn, sprich Beuteanteil, erbettelnd.

Du kannst es gleich löschen, ich sitze ja auch vor einer Tastatur, doch ich lebe seit 20 Jahren ohne bezahlte Dienste und organisiere mein Leben täglich – von Tag zu Tag, möglichst ohne anderen Menschen zu schaden.
Kannst auch gerne mal in meinem Blog stöbern.

Der ist zornig, ok, – man kann es als protofaschistisch abtun, die bequemste Art sich aus der Affäre zu ziehen.
Ja ich fordere eine Vereinigung, eine Vereinigung der Menschen zu Solidarität und zwar zuallererst gegenüber den Armen und Elenden dieser globalen Welt.
Ich verachte jede Gewalt und plädiere für den persönlichen Verzicht, zu Gunsten der Hilfe gegenüber jenen die keine Chance haben.

Doch dadurch, dass ich auch den eleganten Kritiker mit meinem Zorn besudle disqualifiziere ich mich natürlich, zumindest im höflichen und positivistischem Diskurs.

Ja, ich bin unangenehm!
Doch ich bin sicher kein Mensch, der sich über einen anderen stellt, im Gegenteil es gilt sich unter alle zu stellen, nicht als Diener, sondern als unnützer Teil dieses Systems!

Dort müssten wir uns finden und gemeinsam unsere Überleben solidarisch und ohne Schaden für die Welt organisierend.

Das herrschende System – es ist ein Sieg des Faschismus, es ist der pure und zerstörerische Eitelkeits-, Arroganz-, Überheblichkeits- und letztlich Dummheitsfaschismus der Mehrheiten, der „Bildungseliten“ und der Oligarchen gegen die Erde und wenigstens die Hälfte der völlig chancenlosen Artgenossen in den Elendzonen, wo man diese sehenden Auges täglich zu zehntausenden systematisch ermordet – durch Hunger, Krankheit und teils aktive Gewaltanwendung.

Ihr könnt nicht vom BGE träumen, das auf einer solchen Basis steht!

( Kommentar auf einem BGE-Blog gepostet….. https://ju3iane.wordpress.com/gut-zu-wissen/)

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Über oberham

Einsiedler in Hinterwald
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30 Antworten zu An die BGE Aktivisten

  1. Tja – gut erkannt. Wäre auch meine Meinung. Beste Grüße: Eifelphilosoph

    • Alfred schreibt:

      Viele Argumente kann ich durchaus nachvollziehen – jedoch: die Gesellschaft, die -falls sie – irgendwann einem BGE zustimmen würde, würde eine schon ganz andere, veränderte sein gegenüber derjenigen, wie wir sie jetzt noch kennen.
      Damit erledigte sich also bereits das ein oder andere Problem von selbst, weil der „Kampf gegen das System“ schon lange entbrannt ist, weil sich vorwiegend alles auf einer GEISTIGEN Ebene unserer eingefahrenen Denkgewohnheiten und Verhaltensroutinen abspielt.
      Es gibt nur zwei Möglichkeiten: entweder die Gesellschaft ist reif für das BGE – ober eben nicht. Es wird ihr niemals „entgegenreifen“ bzw. als pralle Frucht in den Schoss fallen, sondern allenfalls umgekehrt. Der Löwenanteil der Arbeit würde zuvor geleistet.
      Besser wäre es meines Erachtens jedoch, wir könnte baldmöglichst lebenswürdigere Bedingungen schaffen, und wenn wir hier in Deutschland begaennen. Das System Hartz 4 richtet so viele Schäden gerade auf der zwischenmenschlichen, von Vertrauen geprägten Basis an, so viele psychische, die unübersehbar tief in unsere Gesellschaft (und nicht nur unsere!!!) hineinreichen und ihren Schatten direkt oder indirekt auf mehrere Generationen werfen werden.
      (Übrigens auch so ein pikantes Detail, worüber sich ein wahrheitsliebender Geist wohl informieren, das aber kaum in die breite Diskussion gelangen kann.)

      • kahalla schreibt:

        Ja Alfred, was du schreibst kann ich zu 100% nachvollziehen. Sowohl die Schande Hartz4, für die sich weit ärmere Staaten in Grund und Boden schämen müssten, als auch die Notwendigkeit der Schaffung von würdigen Lebensgrundlagen. Ich war beim BGE früher sehr skeptisch, weil ich befürchtete dass dieses Neuerung, nachdem sie mit viel kraft durchgesetzt würde, innerhalb weniger Jahre durch den „freien Markt“ aufgesogen würde, weil dieser sich schon immer zum Ziel gesetzt hat möglichst alle „Kaufkraft“ abzuschöpfen. Von daher sehe ich das BGE eher als Verschnaufpause, als eine Art befristeten „Waffenstillstand“ im Krieg der Reichen gegen die Armen. Ich finde man sollte sämtliche Lebensgrundlagen aus dem globalisierten Markt heraus nehmen. So sollten Land, Wasser, Luft, Licht aus dem absoluten Eigentum herausgenommen und vor der Akkumulation durch ein paar wenige Superreiche geschützt werden. Mein konkreter erster Schritt wäre weniger utopisch, sondern bestünde in der Ablösung des sterbenden „sozialen Wohnungsbaus“ durch ein Projekt, das Wohngeldbezieher zu „Eigentümern ad Usum“ eines ökologischen Kleinhauses mit Selbstversorgerkomponente macht. Im Übergang wären die Grundstücke, auf denen diese Häuser stehen von der Kommune gepachtetes Land. Weshalb die Einschränkungen? Weil ich ein Projekt anschieben will, das die Menschen aus der aktuellen Situation abholen kann.(mehr zu lesen unter http://10000-euro-haus.de) Ein „Prekariat“, das sich durch eigene Ideen, Schaffung einer eigenen Kultur und Zusammenarbeit aus der durch Hart 4 erzwungenen Armut verabschieden und durch unabhängige Lebensgrundlagen (Hier: Wohnung, Nahrung, Soziale Kontakte) aus der Abhängigkeit von autoritären Strukturen befreien kann.

  2. Alfred schreibt:

    Das klingt nach einem hoffnungsvollen Ansatz. Meine Glückwünsche dazu.
    Doch was mit meinem Artikel ferner zum Ausdruck gebracht werden sollte: Ich würde einem BGE immer das Wort sprechen, selbst – und gerade dann -, wenn ich wüsste, dass es nicht mehr zu meinen Lebzeiten realisiert wird; bis zum letzten Atemzug sozusagen. Der Hauptartikel hier hat meines Erachtens den Schönheitsfehler, dass er ein bisschen impliziert, man könne sich lediglich aufgrund von kleinlicher Profitgier angestachelt, ein Opfer seiner Egomanie, kurzsichtig und -fristig für BGE einsetzen. Vor „Arroganz und Ignoranz strotzend“ würde ich die BGELer deshalb nicht UNBEDINGT beschreiben – im Gegenteil: vielleicht ist es ein derart weiter Weg dorthin, dass wir heute damit anfangen sollten, die ersten noch so winzigkleinen Schritte zu setzen. Dazu gehört auch die Aufklärung im weitesten Sinne.
    Dieser Kampf, egal wie er ausgeht, wird ohnehin immer auszufechten sein – entweder nach außenhin oder für sich im Stillen: das Geben und Nehmen, hier groß bemaßstabt. Doch der innere Krieg ist dem physischen allemal vorzuziehen – daher dies Bestreben auch niemals seines Sinnes beraubt werden kann!
    Zu befürchten steht meines Erachtens auch nicht der von Ihnen, kahalla, beschriebene Effekt, weder in dem Ausmaß noch seiner Ausschließlichkeit. Dafür würde sich das Volk zu viel von seiner ehemaligen (falls es welche gehabt hat) Souveränität zurückholen.
    Es wäre schon viel getan, wenn jeder, etwas mehr als jetzt, aus intrinsischen Antrieben heraus tätig werden würde.
    Daher nichts für ungut – und viele Grüsse!

  3. Alfred schreibt:

    Mir ist zu dem Gedankenkreis noch etwas eingefallen, was doch des Mitteilens wert sein müsste!
    Man kann die entsprechenden Blogs stunden-, vielleicht tagelang rauf-und runterverfolgen, ohne den simplen Gedanken aufgeführt zu finden – vielleicht gerade, weil er so nahe vor uns steht.
    Widerstehen wireinmal soweit wie möglich unserem Drang zur Einteilung in Wertekategorien wie „gut“ oder schlecht“, sondern horchen stattdessen in uns hinein.
    Was geschieht mit uns, wenn wir über ein BGE (oder derartigem) sprechen oder ihm nachsinnen? Welche Prozesse laufen da ab, was stößt sie an?

    • kahalla schreibt:

      Mir erscheint ein Riesenstein, der mir vom Herzen fiele, da das BGE, möglicherweise nur für kurze Zeit, das Leben in ein freies verwandeln würde. Und ja es gibt dann bestimmt einige Menschen die ihre Souveränität aus den Klauen der ewigen Sklavenhalter nehmen und sie wieder selbst leben würden. Wie viele aber begreifen heute nicht das Geschenk das sie dadurch bekämen, obwohl sie sich zu Recht über genau die Bürde beklagen die ihnen genommen würde, gäbe es das BGE. Werden sie es dann begreifen? Wie viele Franzosen waren direkt an der französischen Revolution beteiligt und wie viele schüttelten über die dabei ausgefochtenen Kämpfe nur verständnislos die Köpfe?
      Wir mögen irgendwie ein Volk, oder gar eine Nation sein, aber wir haben keinen gemeinsamen Gedankenaustausch, sondern bekommen Weltbilder vorgekaut. Dafür ist eine Nation zu groß, die von sich nicht behaupten kann dass sie wirklich unabhängige Medien habe. Medien sind nicht ein Forum der Diskussion, sondern eher ein Zirkus der Manipulation. Selbst wenn „Meinungsmacher“ gegeneinander kämpfen, geht es nur um den Sieg des Stärkeren. Eine solche Gesellschaft tut sich schwer, kooperative Lebens- Handelns- und Arbeitsweisen nur zu begreifen. So sind diese Gemeinschaften, die gerne esoterisch und weltfremd oder manipulativ oder, oder, oder… geschildert werden, kleine Labors für die große Gesellschaft und meine Hoffnung ist, dass es davon recht viele, also so viele gibt, dass darin en masse Gesellschaftsvorschläge entstehen die unserer großen Gesellschaft aus der Krise helfen, oder sie wenn da kein Weg ist, überflüssig machen können.. Wir brauchen massig Experimentierfelder für eigenverantwortliches Handeln. Wo sonst sollen wir lernen wie das geht?

      • oberham schreibt:

        …. schau dich in der Nachbarschaft um, selbst dort funktioniert doch der unbedarfte, solidarische Austausch nicht – ja selbst in den Familien herrscht nicht selten „Krieg“.
        Der Verteilungskampf ist die zentrale Funktion unserer Art – das würde ein BGE nicht ändern – das können nur wir selbst ändern, indem wir uns diesem Kampf verweigern!

        Im Grunde wissen das die Menschen seit Jahrtausenden, doch die Kraft der Güte haben die Mächten als Triebwerk für ihre Zwecke umgedeutet, so teilt der Mensch zwar brav seine Kraft, doch nicht für Armen, (die es eigentlich nie geben dürfte) – sondern für die Reichen opfert er sich auf!
        Es ist nicht der Bettler der den Mantel erhält, es ist der Milliardär, der sich den Millionsten Mantel in seinen Schrank hält und nicht wenige Menschen geben nicht die Hälfte ab, sondern sie müssen alles geben, sie müssen sogar ihre Chance zu leben geben, damit der Gewinnerclub seine Kammern immer weiter vollstopft!

        ….. und wenn dann Milliarden Menschen die letzten Erdkrumen, die letzten Fische, die letzten Tiere hinweggefegt haben, werden die Kammern überquellen, doch dann wird der Reiche plötzlich bemerken, dass man Gold nicht fressen kann!

      • kahalla schreibt:

        Ja und? Erstens haben Menschen gelernt Idioten zu sein, da besteht die Chance, dass das auch umgekehrt geht. Und zweiten hocke ich nicht rum , sondern suche, ja verzweifelt, aber ich suche einen Weg wie wir von diesem Unfug weg kommen. Tut ja sonst keiner und es ist eben das wichtigste, solange man noch daran glaubt dass Menschen auch anders können als die perversen Knilche die dieses System lenken. Sonst müsst ich mir ja die Kugel geben.

  4. oberham schreibt:

    Ich brauche kein „Einkommen“ so ich in einer solidarischen Gesellschaft lebe. Was ich benötige, die Geborgenheit der Gruppe, die Kraft der Gruppe, ich spreche von Gruppe, da eben gerade das Hordentier sich weiter entwickeln müsste.
    Das BGE ist schlicht eine Idee, die sich in die Geldwelt fügt, die den Druck vom Individuum nehmen möchte, zu jeglicher Arbeit gezwungen zu werden, da nur mit einem Einkommen, ein Überleben möglich ist.
    Das 10.000 Euro Haus geht in eine Richtung die Geld zwar noch einschließt, doch versucht seine Macht durch kluge Ausgabenvermeidung und Effizienz zu mindern. Somit mehr Freiheit für den Menschen zu generieren (sofern er nicht zur Klasse jener gehört, die sich eben durch einen Überfluss an Geld ihre Freiheit schlicht erkaufen können – eben indem sie die Mehrheit für sich arbeiten lassen und somit in Unfreiheit setzen.)

    Der klassische BGE Empfänger ist heute doch schon vorhanden – es ist der Wahlbeamte mit Sofortpension – in 10 Bundesländern kann ein Bürgermeister oder Landrat seinen Dienst quittieren, so es ihm keinen Spaß mehr macht und fortan 70% Sofortpension beziehen.
    Oder auch der Bundespräsident – bei ihm lautet das dann Ehrensold.

    Bei den Wahlbeamten sprechen wir schon von zehntausenden – Präsidenten leben immer nur ein aktiver und vielleicht fünf bis sechs im Ehrensold.

    Politiker kommen ebenfalls auf Vollstversorgung, haben allerdings gewisse Anfangsrisiken zu akzeptieren -sprich erst nach einigen Legislaturperioden passt das Übergangsgeld und können Vollversorgung in den Komplizennetzwerken bis zum „Ruhestand“ (Politiker gehen – so sie möchten immer mit 63 in die Rente – sprich kassieren ihre üppigen BGE-Prämien – ohne Risiken – schon nach vier Jahren in einem Parlament hat man die achtfache „Notrente“ – ist man zwei Legislaturperioden im Bundestag übersteigt der Rentenanspruch jeden in einem gewöhnlichen Arbeitsverhältnis erreichbaren.)

    Wer vom BGE träumt und dafür kämpft, der muss zuerst die x-Klassengesellschaft zerschlagen, den keine „Oberschicht“ wird bereit sein, für eine freie Bevölkerung Opfer zu bringen!
    …. und wie ich in meinem Blog ansprach, erst müssen die wohlhabenden Regionen der Welt dafür Sorge tragen, dass nirgendwo mehr Menschen Hungers sterben!
    (Das ist in meinen Augen der unabdingbare erste Schritt!)

    Was die BGE Gemeinde leider auch ignoriert, schon heute könnte man lässig global ein BGE auszahlen, würde man sich in eine solidarische Gruppenbevölkerung auflösen und den Bürokratieterror, den Staatsterror, sprich den ganzen Terror der nötig ist, um eben einem alles zuzuschanzen und Milliarden nicht mal das Nötigste zu gönnen!

    Die vielen positiven Aspekte ignorieren den Grundton des Verteilungskampfes.
    Wir bräuchten nicht erst Robotik und eine nochmalige Produktivitätssteigerung!
    Schon heute werfen die Menschen in den Speckgürteln der Welt mehr Nahrung und mehr Gebrauchsgüter (oft ohne sie je benutzt zu haben) weg, als sie essen, bzw. intensiv und achtsam nutzen!
    Wer sich die Arbeitswelt ansieht – der erkennt doch auf den ersten Blick, mehr als drei Viertel der Tätigkeiten sind vollkommen überflüssig, es sei denn die Organisation und Kontrolle, bzw. die Bewachung und der Raub von Leben, Kraft und geschaffenem Gut werden als sinnhaft betrachtet.

    Würden wir uns jeglicher Umverteilung zu Gunsten der Reichen verweigern, bräuchten wir schlicht kein Geld! Arbeitsteilung und die effektive Vernetzung und Verteilung des Nötigen – auch der Kultur und des hedonistischen Krims-Krams – Spaß, Sport und Überfluss gar – funktionierten locker ganz ohne Geld.

    Beispiel – ich leibe klassische Musik – ich werde nie in ein Theater, eine Oper oder eine andere geschlossene Veranstaltung gelangen, die nach Eintrittskarten verlangt – obschon oft mehr als die Hälfte der Plätze leer bleibt – ich darf nicht dorthin, da ich keine Kollaboration leiste, keinen Lohn bekomme, folglich nicht einmal das Talent meiner Artgenossen live erleben darf – mir bleibt die technische Konserve – dank I-Net und dank überflüssig gewordener Tonträger – dabei müssen gerade die Ärmsten kräftig beisteuern, damit die großen Talente, mit großen Gagen, großen Kontoständen ihre Fähigkeiten vortragen.

    Wer kein Geld hat ist ein NICHTS – in unserer Gesellschaft!
    Und in der BGE Idee bleibt es dabei!

    …. und sorry – die Einzelheiten bedürfen langer Diskussion – ja – sicher –
    aber – in meinen Augen steht und fällt alles mit der Umverteilung!
    Kein Mensch darf sich anmaßen, mehr für sich zu beanspruchen, solange andernorts verhungert wird – da ist mein Credo, das bleibt mein Credo und wollten wir den Hunger und die Armut mehrheitlich tatsächlich abschaffen, würden wir das Geld verdammen!

    Die Mehrheit will es jedoch nicht und die BGE – Befürworter sind ganz klar ebensolche Leistungsapostel, die letztlich den Armen als faul schmähen und den Reichen als fleissig und fähig bewundern!
    Sie widersprechen sich, sie zählen auf die inhärente „Leistungsbereitschaft“ eines jeden – ich würde manchen dann bitten, er solle doch bitte die Latrinen reinigen ein Woche im Jahr – und den Latrinenreiniger einen Woche an seiner Stelle wirken lassen – wenn der Latrinenreiniger es dann besser machte – in dieser einen Woche – so solle er doch faierweise in der Latrine bleiben und den Tausch auf immer akzeptieren!
    Es geht ums Glück des Augenblicks – nur das entscheidet ob jemand für 50 Mio im Jahr einen Konzern anführt oder für 5 Euro im Jahr plus Abfälle die das Verhungern verhindern, im Schrott wühlt!
    Der Augenblicke gibt es natürlich mehrere – Geburt, Schule, Kennenlernen von Artgenossen, die Systematik des Zufalls – manche haben vom ersten Moment an niemals auch nur die Chance einen Glücksmoment zugeteilt zu bekommen, andere ertrinken im Glück – das ist schlichte Natur – schlichtes Zufallsprinzip des ausfliegenden Samenkorns!
    Wollten wir uns über die Triebhaftigkeit und die niederen Instinkte erheben, wir könnten es tun- jetzt sofort – doch dafür bedarf es nicht eines BGE – dafür bedarf es einzig jener Menschlichkeit, von der wir seit Jahrtausenden träumen, sie zu besitzen – wir haben sie nicht, wir träumen nur davon!
    Hätten wir sie, sähe die Welt anderes aus!

    Danke für Eure Beiträge, …….. doch ich bin überzeugt, erst wenn das Geld hinter uns liegt, kann vor uns eine gerechte und gütige Gesellschaft – eine menschliche Gesellschaft liegen.
    Die Realität sieht das Geld als Surrogat, für Pheromone, für Gesten, für Rangkämpfe, wobei selbst diese primitiven Formen ja noch munter Anwendung finden – bis hin zum blutigen Massenschlachten im Krieg – doch das Geld legt immer die Spur und wer dieser Spur listig folgt, der mag sein Glück in dieser Gesellschaft im destruktiven Konsumaktekonzert finden, wo es letztlich alles käuflich zu erwerben gibt – vom Mord über den Verrat bis hin zum Privatjet, der mehr Dreck in die Atmosphäre schleudert, als eine Kleinstadt dies zu tun imstande wäre – wohlgemerkt nur um den „Gewinner“ von A nach B zu transportieren, wo er doch am Punkt A im selben Luxusbau hurt, frisst und säuft, als am Punkt B!

    Nein, es geht nur um Zahl der Federn im Pfauenschwanz!
    Es geht nie um Vernunft, Güte und Hilfe für die Schwachen!
    Die Schwachen verrecken nur darum nicht zu Hunderttausenden am Tag, sondern nur zu Zehntausenden, weil man ihre Dienste braucht – sie dienen den satten als Anschauungsmaterial – sie dienen als groteske Mahnung – seht, was mit euch geschehen würde, dientet ihr nicht brav im Sinne einer „funktionierenden“ Gesellschaft.
    Dass der Afrikaner ein ebenso kluger und geschickter Bauer ist, wie der Bayer, das ist eine Tatsache, doch der Bayer glaubte meist wirklich er wäre schlicht der, der es kann und der Afrikaner der der es nicht kann!

    Die Spaltung – sie ist in den Köpfen der meisten Menschen leider perfekt angelegt!

    Solange wir uns spalten lassen, haben wir keine Chance!

    Eine menschliche Gesellschaft ist sozial und anarchisch – der Einzelne geht auf im glücklichen Interagieren mit seinen Artgenossen – nicht nur die privilegierten Artgenossen leben in einer anregenden Welt des intellektuellen Spektrums, sondern alle Menschen!
    Doch ich fürchte jene die es heute genießen, marodieren lieber den Planeten, als es allen zu gönnen, dieses wahre Feuerwerk des menschliches Geistes.

    Es ist der Geiz der Mittelklasse, der „gebildeten“ Schichten, die sich den Herrschenden in die Gedärme kriechend anbiedern, Ihnen alles bieten, was gewünscht wird, und die dabei sowohl die Biossphäre als auch die Mehrheit ihrer Mitmenschen schlicht mit tödlicher und dummer Verachtung strafen!

    • kahalla schreibt:

      Nun, die Erkenntnis ist nicht unbedingt neu. Aber reicht es die Schuldigen zu verorten und zwar dort, wo man selbst gerade nicht ist? Alle tragen Schuld am jetztigen Zustand, die Marodeure genauso wie die Duldenden. Mir geht es darum praktische und praktikable Ansätze aus diesem Zustand zu finden. Wenn Du weißt was deiner meinung nach der erste Schritt ist, warum suchst du nicht Wege, genau diesen zu gehen udn auch für andere gangbar zu machen? Das ist es was ich versuche. Ob jemand diesen Weg geht, oder ob es der richtige ist weiß ich noch nicht. ich gehe ihn und wenn ich nur 10 Menschen durch mein Tun die Augen geöffnet habe, dann hab ich schon mehr erreicht, als die russische Revolution. Egal wo sie geschichtet sind, alle sind Menschen und Menschen sind eben viel beschränkter als ihr Selbstbild es.gerne hätte. Da schließe ich mich ein. Immerhin hänge ich mich quasi alleine an ein Projekt, für das 10 Menschen zu wenige wären. Und, ja, ich bin immer noch alleine damit, auch wenn ich gerade jetzt hoffen kann, dass sich dies demnächst ändert.

      • oberham schreibt:

        …. na sich ist der Gedanke nicht originell, das Offensichtliche, es liegt ja seit einigen tausend Jahren vor den Augen der Zeitgenossen.
        Nun, ich habe schon oft direkt dazu aufgerufen, gemeinsam eine „geldfreie“ anarchistische Gruppe zu bilden – bin leider bis dato alleine geblieben.
        Selber habe ich hier doch schon oftmals meine Lebenssituation beschrieben – ich denke ich lebe meine Einstellung nun seit über 15 Jahren…. – praktisch geldfrei, immer mal wieder versuchend Initiativen zu lancieren – leider bis dato ohne Erfolge in Bezug auf Multiplikationseffekte.
        Wobei es durchaus Artgenossen auf dem Planeten gibt, die es ebenso halten wie ich (ohne Bücher zu vermarkten und ohne im Netzwerk von konventionell lebenden Freunden zu überwintern……).

        Dein Projekt ist ja nun auch schon eines, welches Du mit bewundernswerter Ausdauer betreibst……

  5. kahalla schreibt:

    Ja und ich komme ohne Geld nicht mehr weiter. Muss also über den gemeinnützigen Verein Spenden sammeln.das hab ich gerade begonnen wie du im Newsletter lesen konntest. Eine tür aus diesem System raus muss irgendwo sein wo Menschen mal in dieses System hinein gekommen sind, aber es muss sie geben, denn dieses teuflische System kann nicht „gottgegeben“ sein. Und wenn ich mir den Malinowski durchlese, was er von seinen Melanesiern berichtet. Die hatten so einen Quatsch nicht, obwohl sie ein äußerst komplexes Gesellschaftssystem hatten. Eigentlich bei allem gucken was diese ach so glückliche Gesellschaft schlecht macht, egal obs das finstere Mittelalter war oder die Steinzeit, egal obs Indianer oder Kommunisten sind. All das könnte dieses System gefährden und schwächen und sollte alleine deshalb genau angesehen werden. ich versuche in meinen Seminaren mit anderen zusammen ein Bewusstsein dafür zu wecken, wie eine andere Gesellschaft aussehen könnte und wie sich die mit ihren Träumen von eben der selben verträgt. Und den ganzen Kram mach ich kostenlos.
    Ja, ich reib mich darin auf, das aber tausend mal lieber, als im Hamsterrad der Milliardäre. BGE würde mir mein leben und diese Arbeit sehr erleichtern. Und vielen anderen wahrscheinlich auch.

  6. Alfred schreibt:

    Nun ja, wir dürfen bei alledem aber auch nicht vergessen, dass das BGE weder das Eine noch das Andere IST, sondern unser BILD davon. Wir transportieren unsere VORSTELLUNGEN mit mehr oder weniger Gehalt. Da vergaloppiert man sich schnell.
    Die Wahrheit liegt wie fast immer irgendwo in der Mitte.

    • kahalla schreibt:

      Ich wusste dass diese Aussage provokant war, ich wollte ja auch provozieren, sprich andere „hervorrufen“, willkommen im Club. 😉

      • Dude schreibt:

        Hehe, Du gefällst mir, denn das mach‘ ich auch gern… 😉
        Und btw. Dein 10k-Euronenhausprojekt (hatte mich dazu bereits vor ein paar Tagen mal eingelesen bei Dir drüben) gefällt mir ebenso, auch wenn ich so ein Projekt niemals ohne Grundtitel machen verwirklichen wollte, genausowenig wie ich Europa als Standort dafür wählte.

  7. Dude schreibt:

    @kalhalla 19.06/0537pm

    „Eine tür aus diesem System raus muss irgendwo sein“

    Oh die gäbe es schon -> https://dudeweblog.wordpress.com/2015/10/21/es-ist-zeit/
    Allerdings würde das ernsthafte Durchschreiten dieser Tür blutig, und dafür fehlen den meisten heutigen Biozombies schlicht die Cojones und das Rückgrat, mal davon abgesehen, dass sie viel zu hypnotisiert und hirngewaschen sind von Seiten Indoktrinationssystemen, Schafsmedien, soziokulturellen Programmierungen und abgelenkt von Panem et Circenses, sowie dem frönen der allgegenwärtigen Konsumanie.

  8. Dude schreibt:

    @Topic

    Wenn auch grundsätzlich seit ungefähr 2008 eher Verfechter eines BGE’s ( https://dudeweblog.wordpress.com/2013/09/27/die-eidgenossische-volksinitiative-fur-ein-bedingungslose-grundeinkommen-ist-zustande-gekommen/ ), bin ich mittlerweilen nicht mehr ganz so sicher, nachdem ich folgenden, sehr empfehlenswerten Erörterungen dazu gelauscht:

    • oberham schreibt:

      Wenn du meine Anmerkungen zusammenfügst, kommt das Level9 Vid hinten raus – ……
      Wer meinen Lebensentwurf besser fände, der sollte schlicht morgen damit beginnen, autark zu werden und irgendwann könnte man sich doch vernetzen, da der nächste Eremit nicht einige Tagesmärsche entfernt wohnte…… – das wäre der Punkt an dem man eine Chance bekäme!

      Ich kann mein Fahrrad noch selbst reparieren, und ja – diese Medium hier habe ich nicht im Griff, man kann mich morgen davon abkoppeln…………. – unsere Worte wären mit einem Knopfdruck verschwunden – Bücherverbrennung in Millisekunden.

      Wir haben es in unseren Gedanken, entweder die Menschen beginnen in größerer Zahl umzuschwenken, oder es geht eben dorthin, wo ich niemals hinmöchte – wobei, ich fürchte wir werden des Elend, welches wir unsere Leben lang in entfernten Regionen ignoriert, zumindest nicht aktiv bekämpft, haben, bald hautnah beobachten können – das Armutsprekariat wird bald Realität auch in Europa sein – in den USA ist es ohnehin schon vorhanden………………. – die Schwellenländer sind die Prototypen offener Extremspaltung!
      Milliardenvölker die nicht aufbegehren, sondern sich bis zur tödlichen Erschöpfung konditionieren lassen, um diese winzige Chance auf das Auto vielleicht wahrnehmen zu können.

      Die Menschen in _China träumen nicht von einer gesunden Umwelt und einer solidarischen, kulturell bunten, freien -Gesellschaft, sie träumen von einem VW!

      Nur – wie waren wir konditioniert? Warum haben sich die 68 vom Reihenhaus mit Vorgarten korrumpieren lassen?

      Wir sind leider nicht klüger geworden, im Gegenteil, ich fürchte die Mehrheit wird immer leichter beeinflussbar – ohne konkrete Gewalt – es läuft über eine App.

  9. kahalla schreibt:

    NIx für ungut, ich freu mich über alle, die ihr Hirn nicht zum Versaufen nutzen, sondern damit was vernünftiges anfangen.

  10. Alfred schreibt:

    Lieber kahalla, der ganze Gedanke eines bdg. Grundeinkommens ist provokant, finden Sie nicht?
    Noch eins, bevor ich mich aus der Diskussion verabschiede. Oberham merkt irgendwo an, dass Politiker ja schon so etwas wie ein (B)GE erhalten würden.

    Die erschreckende Wahrheit ist: Das könnte kaum falscher sein.

    -Eines seiner Hauptmerkmale ist ja gerade, dass es jedem gleichermassen in derselben Höhe zusteht (womit es die Ausgangsbedingungen vollkommen veränderte).

    -Das Grundeinkommen NEGIERT NICHT Leistung (sondern jeder könnte obendrauf VERDIENEN) usw usf.

    Solange noch solche gravierenden Irrtümer kursieren, ist Aufklärung angesagt, wobei auch ich mir diese nicht leicht gemacht habe. Aufklärung braucht diese Welt, soviel steht mithin fest. Wenn die gröbsten Trugschlüsse beseitigt sind – DANN können wir aus einem gewissen Rückhalt heraus uns dafür oder darwider entscheiden; dann wird die gesellschaftliche Entscheidung schlussendlich enorm viel respektabler sein.
    Wobei auch ich mich immer wieder erneut aufkläre, denn kleinste Restzweifel sind nie ausgeschlossen. Was ich teilweise weiter oben in meinen vorherigen Kommentaren geschrieben habe, ist natürlich aus der heutigen Perspektive zu lesen und insofern auch korrekt.

    Viele Grüsse an alle!

    • oberham schreibt:

      Guten Morgen – Ihr Nachtwesen ;-)……….
      … also ich denke ich kenne die verschiedenen Modelle des BGE.
      Es wird seit langer, langer Zeit darüber gesprochen – man kann „seine“ Geschichte ganz gut in vielen einschlägigen BG-Blogs studieren.

      So wie ich es verstehe, möchte es in dem Raum, wo es eingeführt wird, die Menschen befreien vom Zwang als Arbeitssklaven ungeliebte Tätigkeiten ausüben zu müssen, ohne sich dabei gleichzeitig, aus der dortigen Gesellschaft ausgegrenzt zu sehen.
      (ganz kurz zusammengefasst….)

      Im Grunde wäre die ebenfalls von K. schon lange mit Herzblut durch die Lande getragene Idee, des 10 TDE Hauses geradezu idealtypische Ergänzung dazu.
      Nur meine Einwände hab Ihr gelesen und ich sehe eben die Welt nicht mehr als eine Zonenwelt, in der die eine Gruppe ein vernünftiges Konzept für sich realisieren kann, ohne gleichzeitig zu bedenken was für eine Außenwirkung das hätte.
      Wobei wir wieder beim Geld ankommen!

      Nun beginnen wir uns hier in einer ganz angeregten Runge langsam über die Aspekte auszutauschen – leider noch etwas zu provokant (die Anmerkung, mit den Politikern – sorry, das sollte jeder verstanden haben, wie ich es meinte – und ich denke A., wollte mich da nur ebenfalls provozieren. Wir sollten einander ab nicht necken, sondern auf unsere Argumente eingehen.)

      Also, nehmen wir an die Schweizer hätten das mit dem BG wider Erwarten eingeführt, was wäre wohl anschließend geschehen?

      Wie viele Obdachlose leben in der Schweiz?
      Was hätte sich augenblicklich verbessert?
      Wie viele illegale Sklavenarbeiter werden in der Schweiz geduldet, da sie ihre Sklavendienste regional gut vernetzen Schweizern erbringen?
      Hätten diese Sklaven auch das BG erhalten?

      Ich behaupte in der Schweiz hätte man damit praktisch gar nichts bewirkt.
      Für die ungeliebten Jobs wären wohl noch mehr illegale „geduldet“ worden, da für einen hilfesuchenden Menschen der es die Schweiz schafft, eine warme Unterkunft und dazu ein Taschengeld schon ein Haupttreffer sind!
      Wahrscheinlich hätten sich die „Illegalen“ noch devoter verhalten, die Gesellschaft in der Schweiz wäre noch eine Spur verlogener dahergekommen.

      Zu guter Letzt, aus welcher Kasse bezahlen die Schweizer „Ihr“ BG?
      Ok, wären die Tourismuseinnahmen so exorbitant, würde der Käse und die Schokolade, ein so enormes Überschussaufkommen generieren, dann könnte man sagen – die Schweizer haben es sich wirklich in ihrem Raum trefflich ermöglicht.

      Nur ist das so?

      Ich schrieb in meinem Blog: Beute Gemeinschaft Europa (ich unterstellte ein BG für ganz Europa).
      Hier das Bild des BGE-Schweiz.

      Ein Volk von 8 Millionen, eines der „reichsten“ der Erde (einst wirklich härtest arbeitende Bergbauern, die nun – vielleicht – reklamieren könnten, unsere Vorfahren haben sich dermaßen abgeschuftet, wir dürfen jetzt mal zum Stamme nimm wechseln….) hat beschlossen, die Beute künftig etwas gerechter aufzuteilen. Sie schafft in ihrem Land die Obdachlosigkeit für Schweizer Bürger ab und jeder kann künftig ganz bedingungslos einen winzigen Teil der Beute zu bekommen.
      Er muss nur doch – leider – eine Bedingung erfüllen.
      Er muss Schweizer sein!

      Ich würde jetzt zu gerne von jenen, die das regionale BG-Privileg fordern, wissen, warum eine leichte Nuancierung einer geraubten, von den armen Regionen dieser Erde geraubte Beute, die man in Geldeinheiten transferiert, damit sie besser verteilt werden können, zu einer positiven Zukunftsvision berechtigte?

      ….. und sorry, hier stimmt dann plötzlich das Bild des raffenden Politikers – dann ist die Politikerkaste die Schweiz – Politiker die arbeiten bekommen das BG Politik alle, ob sie nun ein Amt haben, oder längst im Ruhestand sind, jene im Amt bekommen halt noch mehr oben drauf……, jene die einmal gewählt wurden- sprich sie haben den nötigen Paß, bekommen es wenn sie nicht mehr gewählt sind…… (eine kleine Modifikation ist nötig, künftige Abgeordnete übernehmen für sich das Prinzip der Sofortrente, welches man von Wahlbeamten ja schon kennt……) – der Rest der Bevölkerung ist gleich dem Rest der Welt.
      In Berliner Politikbüros arbeiten zigtausend Praktikanten – praktisch für eine Tasse Kaffe und einen angebissenen Snack vom Buffet, in der Hoffnung auf Kontakte (das sind dann die Arbeitssklaven die in der BG-Schweiz ungeliebte Jobs machen, in der Hoffnung dort bleiben zu dürfen….), die werktätigen Menschen, das ist die Welt, das sind all jene Länder in denen Menschen jegliche Drecksarbeit verrichten, damit unsere hochproduktive Industrie die nötigen Rohstoffe bekommt, die BG-Empfänger ohne Vermögen, nicht in Lumpen herumlaufen müssen, die Nahrungsmitte auch für BG-Empfänger ohne Vermögen, bezahlbar bleiben usw. usf……………

      Wie ich auch bemerkte, ich finde die Grundidee – eine bedingungslose Grundversorgung für alle Menschen – absolut begrüßenswert und sie entspricht völlig meiner Denke – nur, eine regionale Beutegemeinschaft, die nur eines verändert – die Beute etwas modifiziert zu verteilen, damit in ihrem Raum das Bild vom Wohlstand und somit Sicherheit und Ordnung weiter schick und bunt bleibt, scheint mir eine Pervertierung dieses uralten Gedankens zu sein!

      Ich bin überzeugt, der Mensch könnte das Prinzip der solidarischen Versorgung global umsetzen, das bewies ich an Zahlen schon im alter von 17 – und damals wie heute gilt –
      ohne Geld bestünde die Chance auf Gerechtigkeit – Geld ist das Mittel, das die Menschen spaltet und sie letztlich auch dort ins Verderben treiben wird, wo heute darüber räsoniert wird, wer welchen Anteil vom Raub an den Milliarden Elenden unserer Art bekommen sollte.

      Wir leben im Paradies, auch wenn neben uns Irre wohnen mögen, die ihre Paradiese mit dem Faktor 1000 versehen, nur würden diese Wahnsinnigen eben nicht einen Cocktail für 500 Euro in einer Nobel-Bar saufen, sondern für 500 Euro Brot fressen – an einem Tag, dann wären sie schnell verschwunden!
      Ich bin schlicht angewidert von meinen Artgenossen, die von Gerechtigkeit träumen und dabei selber immer und wieder nicht den Schritt gehen, den perversen Überfluss der Millionäre und der Milliardäre zu bannen!
      Demütig soll auch der reichste Mann im Land das BG erhalten, schließlich soll es ja „gerecht“ zugehen!

      Und manche fordern gar, man solle doch die Steuern ganz abschaffen, bis auf eine Umsatzsteuer…..

      Das Modell der Negativsteuer ist besonders nett – bis zu einem bestimmten Grad bekommt man vom Staat das Grundgeld – erst danach wird EKst. fällig ……. – praktisch, da steht die Verwaltung ja schon – es bedarf nur einer Veränderung des Tarifs.

      Nirgends hinterfragen die BG Verfechter die grundlegende Problematik unseres globalen Geld-Systems – die wenigen, die gegen das Geld angehen, gelten als noch sonderbarere Gesellen (wer kenn nicht den Herrn Gesell und leider fällt dessen Name in meist sehr obskuren Gruppen – Gruppen die nicht selten in SUV-Blechkisten ihre Körper transportieren……. – Gruppen die sich ihre eigenen Bunker bauen, Gruppen die ich noch seltsamer empfinde, als jene, die sich meist gepflegt und höflich über ein BG austauschen… – könnte es sein, das „Divide et Impera“ schon bei den Ideen beginnt?

      Ich ende jetzt, ich möchte hier niemanden verletzen oder beleidigen – ich unterstelle euch allen Güte und Menschenlieb, Toleranz und den Wunsch eine gerechtere Welt für alle zu ermöglichen – nur bitte – geht mal konkret auf meine Argumente ein und macht mir klar, warum ihr das mit der regionalen BG-Idee als ok empfinden würdet.
      (..den selbst wenn wir alle Hilfesuchenden aufnehmen – fair wäre es dann nur, würden wir sie an jenem Ort abholen, wo sie so verzweifelt sind fortzugehen….. – und nicht selten auf der Reise zu Tode kommen…..)

      Wir sind alle Menschen – und der Talentierteste unter uns hat nicht mehr verdient, als der Geringste – beide haben das Recht von der Gemeinschaft versorgt zu werden, solange sie in der Gemeinschaft bleiben möchten.

      Ich bin mir bewusst, ich habe keinerlei Rechte, da ich die Gemeinschaft verlassen habe, da ich eine Gemeinschaft die Kinder in Gruben ersticken lässt, die täglich zehntausende verhungern lässt, die einem einzelnen das tausendfache des der Erde geraubten Gutes zuschanzt, damit jener eine Kohorte von ökologischen Vernichtungskriegern führt, die jeder erneut das tausendfache der Beute erhalten, welche jene bekommen, die als Würmer die Grundvernichtung vorzutragen haben, meide, so einer Gemeinschaft will ich nicht angehören, so bitter das für mich selber ist – der Gemeinschaft ist es egal.

      In diesem Sinne – jedem Gesundheit und Glück – beides ist auch in unseren Breiten wichtig, unglaublich wichtig.

      • oberham schreibt:

        noch eine Anmerkung zum Geld – zur Vereinfachung im ökonomischen Betrieb könnte es eine Rolle ausfüllen – einzig – wenn man in Geldeinheiten rechnet, müsste man konsequent eine Mindestzuwendung und eine Höchstzuwendung formulieren, dürfte die Höchstzuwendung keinesfalls mehr als das Zehnfache der Mindestzuwendung betragen und in etwas das gleiche sollte für Privatbesitz gelten.

        Frage an K – angenommen Dein 10.000 Euro-Haus-Konzept würde Dir von einem Konzern für 20 Mio. Euro abgekauft – wie würdest Du vorgehen?

        Könntest Du der Versuchung widerstehen, die Dir 20 Mio auf dem Markt der Eitelkeiten bieten? Ich denke ja – da könntest Du – würdest Du die 20 Mio in neue soziale Projekte stecken – würde der Konzern dein 10 TDE Haus für 20 TDE anbieten, selbst dann wäre alles noch ein Erfolg – und genau daher wird es nicht passieren fürchte ich.
        Wenn ich die Architektur Biennale in Venedig betrachte, dann ist Deine Idee denen um Längen voraus, dort wird nur Eitelkeitspflege betrieben, teils mit erfrischenden Ideen, doch eben, nur als Selbstzweck – letztlich geht es doch wieder um Karriere und persönlichen Erfolg.

        Das System jedoch gewährt persönlichen Erfolg nicht, wenn man es ernsthaft verändern möchte. Kritik und Pluralismustheater sind nett, ja erwünscht, das spiegelt vermeintliche Reflektion, doch ernsthaftes bekämpfen und transformieren, das funktioniert nur in winzigen Nischen – und selbst in der Transitionbewegung kann man schon erste, typische Kommerzialisierungstendenzen erkennen – ganz im Sinne des Systems.
        So pervertiert sich eine an sich schöne Idee am Ende wieder selbst und geht auf im Wahn, im Wahn vom Gewinn und von der Vorstellung ein Mehrwertwesen zu sein.

        Erinnert Euch als Ihr Kinder wart – habt ihr euch nicht gewundert, warum der eine so Viel hat und der andere praktisch nichts?
        Kam es euch nicht komisch vor, dass einer für fünf Mark arbeiten musste, ein anderer ab er fünfhundert erhielt.
        Ja, war es nicht doppelt seltsam, dass jene die interessante Arbeit hatten, dafür viel bekamen, jene die erschreckende, mitleiderregende Tätigkeiten absolvieren mussten, meist sehr wenig erhielten?
        Wir lernten es sei naiv so zu denken, jener der viel verdient, der kann eben mehr, der ist klüger, der hat sich lange ausbilden lassen, damit er dann später als der andere zu arbeiten beginnt, dafür aber mehr erhält.
        Ok, aber ist die Studienzeit nicht mit die schönste im Leben?
        Ist es nicht schöner als Student seinen Wissendurst zu stillen, als unter der Anweisung des Vorarbeiters Stahldraht zu flechten?

        Ich bin immer noch Kind, was ich mit zehn dachte, das denke ich noch heute – ich bin schlicht ein naives Wesen, immer gewesen und werde es immer bleiben.
        Vielleicht liegt darin mein Problem, doch wenn ich die Menschen betrachte, so habe ich das Gefühl, es liegt doch eher an der Gesellschaft, auch wenn wir die Toten sind sehen, nicht riechen, jene, die an sie denken, die haben ein Problem, jene die sie ignorieren, mögen erfolgreich im Wettbewerb bestehen, und ihre Karrieren vorantreiben, doch sie werden das Bild dieser destruktiven Gesellschaft weiter prägen und weiter vorantreiben und die Einwürfe von Dude bezüglich des Transhumanismus und der bevorstehenden Frage, ob man lieber in einer Gruppe von 500 Millionen von Mehrwertmenschen – oder in einer Gruppe von 100 Millionen Mehrwertmenschen und 8 Milliarden im Grunde Überflüssigen leben möchte, die stellt sich doch zwingend – jedem von uns – und ich fürchte wir gehören alle nicht zu den 500 Millionen, den dort sind nur systemtreue Köpfe erwünscht!

        Wir haben unsere Großeltern industriellen Massenmord begehen sehen!
        Wir haben selbst geduldet, dass der Massenmord täglich per Hunger und Elend am Laufen bleibt.
        Würden wir uns dem entgegenstellen, sollte man die Hungertotenrate von 20.000 täglich auf 200.000 erhöhen?

        Sicher ein Aufschrei ginge durchs Netz durch die Welt – doch mehr?

        Was macht den Unterschied aus?
        Wo legen wir unsere persönliche Grenze an?
        Wann verweigern wir uns dem System, ab welcher Mordrate?

        Ich habe meine Entscheidung schon lange getroffen, ….mehr als nein sagen kann ich nicht. Ich überlebe ohne Sklaven!

      • fini09 schreibt:

        Hin- und hergerissen von dieser spannenden Debatte, welche m.M.n. nicht 5 Sterne – sondern mindestens **********Sterne wertvoll an: „Inhalt-Gehalt-Anspannung-Entspannung-Erklaerungen-Klaerungen“ auf menschlicher Ebene beigetragen…und ausgetragen worden ist ein ‚Grosses Danke‘ an alle Teilnehmer dieser Runde;-) … mit einem Lied von Janis moechte ich einen ganz kl.
        Beitrag hinzufuegen ‚with Love and Peace at least for this very moment‘ …

      • Alfred schreibt:

        Hier möchte ich mich doch noch einmal einschalten.
        Zum BGE/Politiker Vergleich. Ich Ich glaube schon verstanden zu haben, wie Sie es meinten, aber Sie stellten ja einen Vergleich an, und manche Vergleiche -bitte sehen Sie es mir nach – machen eben weniger Sinn als Andere. Wollen wir nicht überflüssigerweise noch mehr Verwirrung in die Thematik bringen, so dass ein Querlesen möglich ist!
        Ein BGE kann womöglich ur-anfaenglich nur regional an einem dafür geeigneten Standort (mit seiner jeweiligen Infrastruktur) entstehen, gebe ich zu bedenken. Das Potenzial dazu liegt eben bei den reichen Ländern, und damit auch eine hohe Verantwortung. Da es den jetzigen kapitalistischen Wettbewerb etwas entschärfen würde, käme das unbedingt auch den Dritte-Welt-Laendern zugute, denn die Firmen wären nicht mehr wie bisher gezwungen, möglichst billig zu produzieren (was auch einen Segen für die gesamte Umwelt bedeutete). Von einer potenziell höheren Spenderbereitschaft ganz zu schweigen.
        Man kann eben heutzutage nicht mehr tiefgreifende strukturelle Veränderungen in einem Land vornehmen, ohne damit auf globaler Ebene noch so schwache Impulse auszusenden.

  11. ju3iane schreibt:

    Hat dies auf Juliane Beer´s Privatomat rebloggt und kommentierte:
    Ein weltweites Bedingungsloses Grundeinkommen, wofür ich mich einsetze, bedeutet, in den ärmsten Ländern das BGE zuerst einzuführen usw., zuletzt also in den reichsten Ländern. Siehe dazu auch: https://www.youtube.com/watch?v=nHbjsdjokCI

    • oberham schreibt:

      Lambeck sprach – meiner Meinung nach, den wichtigsten Punkt deutlich an!
      Die Vernichtung der Subsistenzwirtschaft in jenen Regionen, wo man zumindest noch zu Zeiten guter Ernten ein zwar karges, doch selbstbestimmtes Dasein fristen durfte.
      Tempus edax rerum (bei Ovid) – Das gefräßige Kapital (David Harvey 2003 – der neue Imperialismus-https://belafix.wordpress.com/rezensionen/harvey-der-neue-imperialismus/) – ich wage zu behaupten schon Ovid wählte die Zeit als Platzhalter – wie so Vieles in den Metamorphosen als Platzhalter diente.
      Was uns auf den harten Boden der Realität zurück bringt.

  12. EnaAD schreibt:

    Eine kleine Geschichte.

    Wir hatten Glück, meine Kinder und ich.
    Alleinerziehende: 1. Kind hat Lernschwäche, 2. Kind ADHS. Is ja klar, alleinerziehend halt. Ich fand Arbeit, nachdem man mir auf dem Arbeitsamt in Aussicht stellte, man müsse erst einmal sehen, ob ich vermittelbar sei. Ich zeigte meine Muskeln und fand etwas.
    Is ja klar, alleinerziehende berufstätige Mutter. s.o.

    Ach ja, Depressionen hatte ich ja auch noch, mittelschwer.
    Jetzt wird alles klar: alleinerziehende berufstätige Mutter mit Depressionen. s.o.

    Der damals gut verdienende Vater fühlte sich genauso wenig zuständig wie vor der Trennung. Wer nichts tut macht keine Fehler, wer keinen Unterhalt zahlt und nachweisen kann, dass er nix verdient, wird auch nicht in die Pflicht genommen.

    Aber wir hatten Glück, denn wir sind dem wirtschaftlichen Supergau entronnen, bevor er uns um die Ohren flog. Ich zahlte brav die gemeinsamen Schulden ab. Mein Ex-Mann musste irgendwann private Insolvenz anmelden. Bezog Hartz IV.

    Ich schuftete derweil für unseren Unterhalt, hatte schlaflose Nächte, rannte zweimal wöchentlich in die Schule zum Elterngespräch, rannte zu Therapien und versuchte uns nebenbei mit letzten Kräften ein lebenswertes Leben zu ermöglichen.

    Ich rannte mir bis zur Erschöpfung die Hacken ab, um etwas Unterstützung zu bekommen. Die Tagesmutter zahlte das Jugendamt, den Hort die Stadt und ich konnte 14 Tage in Erholung gehen von der Diakonie. Immerhin.

    Mein erstes Kind ist bereits in der 1. Klasse durchs Raster gefallen. Die Lehrerin Ü50 hat in in die Schublade „faul“ gesteckt. Klar, Mutter allein erziehend.
    Er war nie krank, hat nie geschwänzt. Er ist nicht einmal sitzen geblieben, hat mit Ach und Krach den Hauptschulabschluss. Arbeitet jetzt wie ein Pferd nach bestandener Ausbildung in der Abfallwirtschaft als Lagerist, was er nicht lernen konnte aufgrund seiner Noten. Er ist in einem Welt- Konzern als Leiharbeiter beschäftigt, darf sich anhören, was die Kollegen an 13. und 14. Monatsgehalt einstreichen, während er knapp die Hälfte verdient und 100€ Weihnachtsgeld bekommt.

    Er ist nie krank, immer pünktlich und weiß genau, welcher Artikel wo liegt, und wie viel etwa vorhanden ist.

    Mein 2. Kind lernt erfolgreich Chemikant. Sein Gehalt ist für meine Begriffe gigantisch. Bitte nicht dissen, den Job gibt es halt und solange es das BGE nicht gibt, muss man nehmen was man kriegen kann.

    Das alles stelle man sich mit BGE vor. WOW.
    Entschuldigung für die fehlenden Fremdwörter. Ich habe bei vielem nur die Hälfte verstanden aber Wörterbuch sei dank. Man gibt sich da ja ungern Blößen hin.

    LG Ena

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