Warm und trocken

Gedanken gleiten über
Blätterflächen
die
ruhig im Abendwind
sich
regen

Vielstimmige Klangwelt
Licht taucht in den Raum
am Saum der Welt
pocht noch
Leben

Es scheint der Mensch
sein Henker zu sein

Die Schnittstelle
warm und trocken
Das grelle Surren
längst versunken
vom Zeitmaul
aufgefressen
auch der noch junge
Baum

Ohne Gnade
frisst sich die Menschenflut
schlimmer als jede
Lavaglut
durch diese Räume
fallen die Bäume
verseucht das Land
zerrissen das Band

Kurz war der Moment
da Gedanken
liebevoll sich in die Welt
verschränken
dort zärtlich Ihre
Hände lenken
die nicht mehr morden
nicht mehr vernichten

die sanft berühren
von Ihrer Sehnsucht berichten
die zu verstehen suchen
die lautlos nach Frieden rufen

zu späht
es brechen die Tränen des Himmels
aus Wolkenaugen
kalt und nass

ist der Tod in der Flut

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Über oberham

Einsiedler in Hinterwald
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