Die braven, oberirdisch lebenden Nacktmulche im Mai 2016

Wir schreiben das Jahr 2016
nach einer obskuren Zeitrechnung
Wir könnten auch das Jahr 10016 schreiben
oder das Jahr 9999?

Klingt nicht schlecht,
so hätten Fatalisten ein rundes Datum vor Augen
2000 war ja doch relativ gewöhnlich

Es leben auf einem Planeten
den die aufrecht gehenden
meist felllosen Zweibeiner
irgendwie – je nach Sprache –
Erde nennen
etwa 8 Milliarden Exemplare
Nacktmulche oder auch Menschen genannt

Sie haben eine unterirdisch lebende Entsprechung
die jedoch sehr selten vorkommt
und nicht so exaltiert auftritt
im Spektrum der Biossphäre
dieses blauen Planeten

Beobachtet man diese Wesen
kommt man aus dem Staunen
nicht mehr heraus
oder auch aus dem Grauen

Ich schildere hier
ein paar
analoge Alltagsszenen

Wenige baden in mit „Edelwasser“ befüllten
Pools auf Yachten die über Ozeane
elegant gleiten

Viele baden in eben diesen Ozeanen
unfreiwillig
manche kurz bevor
die anderen
mit Ihren Schiffen über die Stellen gleiten
an deren Punkt die Vielen
letztmals einen Atemzug getan
um in die Tiefe zu entschwinden.

Zuhause angekommen
in der Villa
greift das Poolbadeexemplar
ein Thema auf
es gilt nun zu verhindern,
das die Umgebung der Behausung an Wert verliert

den man mag es nicht glauben
einige die im Meer gebadet
wurden vom Marineheer
gerettet und sind auf dem Weg hierher.

Mag sein die Badeanalogie ist nicht gerade originell
doch Originalität ist hier nicht das Ziel
der Analogien gibt es noch viel!

Relativ wenige kommen in den Genuss
betörend schön klingende
Stimmen und Töne von Instrumenten
gespielt von talentierten Händen
Lippen, kurz Artgenossen zu hören…..
Beethoven klang 1942 vor ausgewähltem Publikum
im gleichen Moment, nicht so weit weg,
hörten andere, weniger beglückte,
ein leises Zischen…. – die letzte Musik!

Aber auch heute, hier und jetzt
die Klänge sind für die einen wundervolles Geschenk
und virtuose Darbietung
manche mit Ehrenkarten
andere löhnen den Lebenslohn
eines Kindersoldaten (so dieser nicht stirbt)
für die anderen sind sie Höllenlärm
und letztes Empfinden
wen die Bombe nicht auf der Stelle zerfetzt
den erreichen die Töne noch
bevor er sein Blut sieht
wie es versickert
langsam im schmutzigen Sand

Ein anderes beliebtes Treiben
sich an Tafeln mit edlen Speisen
an wunderbaren nackten Schenkeln
die Schwänze zu reiben
die Platte lebt und liegt doch still
selbst wenn der Ausfluss in die Löcher will
doch ist sie dadurch satt
und lebt
unter der Platte noch eine andere Kreatur
kurz sich hebt
ein letztes Mal
Wochen ohne Mahl und ohne sauberes Wasser
da wird nicht mehr onaniert
noch wird elegant diniert
nein,
es wird elend krepiert!

Zwischen den Polen der Analogien
hausen Milliarden wie Androiden
sie scheinen tod und ohne Geist
sie laufen, kriechen, robben, jobben,
sie lecken, willig, billig,
sie passen auf, sie haben Acht,
sie treiben was sie treiben müssen
vor allem sie die Ärsche küssen
und auch den Scheißdreck schlucken sie
dazu!

Sie hocken hinter Tischen, hantieren in großen Hallen,
Sie lenken Büchsen mit Motoren, durch alle Dimensionen
sie sind schon bald verloren
Manche genießen ab und an, einen Pool und ein Konzert,
ein schönes brav bezahltes Abendmahl, ein Brunch
das nächste Mal.

Sie fühlen nicht, sie bedauern nicht,
sie nehmen nichts wahr, sie sind taub und stumm,
sie mühen sich, sie sind blind
und doch für ihre Funktion
schalten ihre Hirnstammfunktionen
die Sinne ein
doch nur dazu, nur zum Arbeitstakt
zum Konsumtakt nie zum Denkakt!

Sie führen ein Pluralismustheater auf
wär ich ein fuktionierender Mulch
wär dies ein Teil davon
so ist es ein anonymer verzweifelter Ruf

(wobei …. – hier liege ich letztlich falsch, selbst dies Getippe hat mehr Nutzen für das System, als es dagegen wirken könnte – sonst wär es nicht zu lesen)

Den selbst das Elend – es ist ein gutes Geschäft
wer es schön beschreibt
verlegt darüber
malt es
inszeniert es
persifliert es
karikiert es
kurz instrumentalisiert es
um an seine persönliche Kaufkraft zu kommen
damit er schwimmt mit auf den irdischen Wonnen……

So bleibt die letzte Analogie

Diese Menschen atmen alle
sie sehnen sich nach dem Leben
alle
doch im Moment da man geboren
schlägt ein grausamer Augenblick
manchen gleich wieder in die Dunkelheit zurück
bettet ein milder Umstand
das junge Leben in einen unbegreiflichen Wohlstand
schiebt ein hilfloses Mütterlein
Ihr Kind in die Dienstwesenhorde hinein.

Da gibt es keinen Unterschied
zum Samenkorn
das eine fällt auf fruchtbaren Grund
das andere zerfällt im toten Staub
zum Ameisentier,
zum Fisch im Ozean,
zum Affen in der Steppe,
zum Vöglein in der Hecke,

auf dieser Erde leben Tiere
sie bilden die Natur
für einen kurzen Augenblick
gab es die Nacktmulche nur,
die Grausamkeit und Schicksalslotterie,
des Fressens und Gefressenwerdens
auf eine widerliche Weise
zelebriert.

Doch auch von diesen Viechern
ist bald der letzte wohl krepiert!

 

Meine Trauer gilt den Verlieren, jenen die niemals eine Wahl hatten
Meine Verachtung gilt allen, die eine Wahl hätten,
und doch wie die geistlosen, instinktgejagten, Raubtiere
nur zum eigenen Wohle nutzen,
egal wie viele Artgenossen sie dadurch in Elend und in den Tod drängen.

In diesem Land, in dem ich geboren wurde,
hat jeder eine Wahl!

 

Nur was wählen diese neben mir lebenden Artgenossen?

 

Sie maulen über CETA und TTIP,

Sie maulen über Monsanto und Bayer,

Sie maulen über S21 und BER,

Sie maulen über die korrupten Politiker

Sie maulen über die Milliardäre,

Sie maulen, sie  maulen, sie maulen

über alles, nur nie über sich selbst!

….. und jene die nicht für Bayer arbeiten dürfen,

…..jene die keinen Haupttreffer im Postenkörbchen der Gemeinschaftskontrolle gewonnen,

….. jene die keine Millionen erbeutet, oder geerbt,

kurz die 90% der Menschen, die mit einer anderen Wahl, den 10% den Wahnsinn austreiben könnten,

würden sie nicht selber mit triefenden Mäulern davon träumen,

selber Wahnsinn zelebrieren zu dürfen,

 

haben es gründlich verdient wie Lämmer auf die Schlachtbank geführt zu werden

um dort mehr oder weniger kümmerlich zu verrecken!

…. wobei ich mit Grauen die verseuchten Böden, die kranke Natur und die geschundenen Kreaturen wahrnehmen muss, die hilflos diesem Treiben ausgeliefert sind!

Mein einziger Trost – im mathematischen Sinne sind wir so winzig, winzig unbedeutend, marginal, redundant, absurd schlicht – ein sehr sehr schlechter Witz schlicht….

so nehme ich es zum Glück

nur selten so schwer wie eben gerade

alle Guten Wünsche an jene Artgenossen, die sich gegen den Wahnsinn stellen und sich dem Wahnsinn verweigern,

die anderen treiben sich ohnehin selber das Grauen in ihre Schicksale hinein – selbst wenn sie „gewinnen“, den jeder Gewinn hängt einzig von der Gunst ihres Spielsystems ab und wie elend doch so ein Milliardär verendet, wo er doch nicht den Jungbrunnen fand, nach dem er sich – täglich konkreter und hoffnungsvoller – so sehnt.

Manchmal sehe ich diese zerschnittenen Fratzen in ihren Roben auf Bildern an – ja, so sieht die Elite, so sehen die Alpahunaffen dieser Unaffenhorde aus!

Wer sein Leben und seine Kraft für eine solche Gesellschaft opfert, der hat nicht und niemals, auch nur einen Hauch jener Idee in sich getragen, die ein lebendiger Geist, Ihm hätte schenken können. Fatal, fast jeder Intellekt lässt sich am Ende korrumpieren – die wenigsten, finden in der täglichen Reflektion ihrer Gedanken und ihrer Mitnatur, wahres Lebensglück.

Verflucht sei die Eitelkeit, Mensch der ich bin, steh ich nie über anderen, nur daneben, egal wer, wo und wie talentiert ich bin.

Doch erlaub ich mir hier die Wut, die Wut auf jene, die sich erhaben fühlen, die so widerlich sind, zu glauben, sie dürften viele Erden marodieren, um Ihren kranken Bedürfnissen Genüge zu tun, die so schrecklich dumm sind, zu behaupten, man könne Hilfesuchende nicht aus Ihrer Not befreien, da man sonst vielleicht nicht mehr nach Asien fliegen könnte, um dort kleine Kinder zu vergewaltigen – oder seinen VW.-Passat alle fünf Jahre erneuern – oder seine Frau schlagen, die – ob des tollen Einkommens das man erbeutet – demütig im Haus bleibt und sich weiter vergewaltigen lässt.

Diese Gesellschaft ist ein gruseliger, monströser Haufen von Mittelschichtlern –

und diese braune eklige Brut wird sich beim nächstgenmal hoffentlich endlich ganz und gar selbst zerfressen!

Entschuldigt – vielleicht tute ich dem ein oder andern hier wirklich Unrecht – doch liebe sozial engagierte Mitmenschen – dann hört auf gegen Geld zu arbeiten – den euer Chef dürfte meist sicher so ein Drecksmonster sein – anders könnte er in diesem Geschäft nicht überleben!

Legt die Hände nieder – hört auf mitzuspielen und findet Euch!

Baut eine andere Gesellschaft auf!

Wer mag kann zu mir kommen! (Gibt eine trockene Schlafstelle – seine Brennessel muss er selber sammeln und auch sonst – das Überleben gilt es zu organisieren – ohne das System und ohne Geld!)

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