Schwefel

Wie putzig doch die Blätter sind
die wandern

Schwefel, Schwefel,
Schwefel der wandert
bergab
ja bergab
immer tiefer
stetig, wie
Ameisenkolonnen
wandert der Schwefel
Schwefelkolonnen

nicht wahr?

Arme Ameise, arme Ameise,
die du bist
die du frisst
die du nicht einmal

so Du eine seltsame

indonesische

Homo Formicula

bist

gefressen wirst
sondern weggeworfen
wie ein widerliches Biest

die nackten Aufrechtgehenden
mit Lumpen umwickelt

die nackten Aufrechtgehenden
in zartes Seidengespinst gehüllt

die einen schenken dem Schwefel ihre Beine
die anderen sind anders,

sie spielen das Leben,
ja sie spielen, sie lassen sterben,
sie lassen leiden,

sie hassen, sie lachen,
über die Schwachen

Schwefel, Schwefel,

Schwefel, Schwefel,
Schwefel der wandert
bergab
ja bergab
immer tiefer
stetig, wie
Ameisenkolonnen
wandert der Schwefel
Schwefelkolonnen

´
Das kleine Kind starrt mich an
schon immer
schon immer und immer
frägt es

WARUM?

Ich denke mir eine Antwort aus –

„Jeder muss jedes Leben einmal leben.“

Das Kind weint

„Das glaub ich nicht!“

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