Der Kongress jubiliert!

Endlich hat man es geschafft
die Hungerleider akzeptieren es
zu braten im eigenen Saft
gefressen zu werden, ja nach Bedarf
williger und genügsamer als jedes Schaaf

Sie kriechen wie Schnecken über Asphalt
wimmern und lecken in demütiger Art
jene die sie wie Objekte leiten
kaum jemand will mehr für Freiheit streiten.

Die Häufchen, die wie zur Kirmes laufen
sich um ein Mikro und Aufmerksamkeit raufen
sie kommen und gehen wie das Wetter
nur netter und harmloser als ein lauer Wind
beim ersten Knall trollen sie sich
ein paar in Zellen, die meisten bettelnd
um Praktika und siehe da
sobald ein befristeter Vertrag
vor so einem Empörten lag
er brav und willig zimmert sich
seinen eigenen Sarg

So einer von tausend wird Politokrat
das ist der neue Name für Aristokrat
die lümmeln lässig in ihrem Postenschlaraffia
mästen ihre Bäuche oder ficken gar da
das geht vom Stadtrat über den Bürgermeister
fädelt sich weiter vom Landrat zum Landtag
vom Land in den Bund und in die Regierung
dem  Adel von heute fehlt keine Schmierung!

Die braven Leute arbeiten hart
die cleveren Leute betrügen smart
Regierungen gibt es, doch sind nur da
um die Beute zu teilen, egal was geschah

Die Beute das sind die Milliarden Leben
von Tieren und Pflanzen die sie noch geben
die meisten Menschen gehören dazu
sie träumen vom Reichtum und schaun den Reichen zu
wie Sie sie zu Nutzmenschen schleifen
zu wehrlosen, leblosen, doch tätigen Leichen

Das Grab des Menschen ist seine Feigheit
die größte und schönste Gelegenheit
jener
die sie zu nutzen wissen

Diese Menschen haben kein Gewissen,
sie leben für den Moment und vielleicht noch für Morgen
sie streben an zu logieren ohne jegliche Sorgen
sogar den Tod würden sie gerne besiegen
sie behaupten die Welt zu besitzen
Alles gehört Allen
doch zu diesen „Allen“
gehören nur jene, die wandeln in den Privilegienhallen

So klingt das moderne Sklavenheer
es jault und pfeift in einem Stadium
es leuchtet beseelt mit einem Handy herum
es presst sich in Aluzigarren und fliegt übers Meer

und unter den „fliegenden“ Sklaven
ersaufen die unnützen, unglücklichen Arbeitslarven
bevor sie ausgeschlüpft sind
mussten sie leise der Fischzucht dienlich
einen letzten Opfergang antreten

Jene die es ans Ufer schaffen
dürfen ihre Glieder raffen
dürfen den Reichen beim Flanieren
durch die getönten Scheiben gaffen
vom eigenen Millionenkonto träumen
meist werden sie jedoch nur Dreck wegräumen

Ein paar lebendige Kreaturen
leben noch ohne Körperuhren
die träumen sich durch Utopien
die weigern sich vor dem Geld zu knien

Die kommen selten auf die Plätze
da sie dort wohl bekämen die Krätze
sie sehen mit Ekel auf ihre Artgenossen
dafür werden sie nicht selten erschossen

Doch lieber die Kugel im Hirn, die mich löscht
als der Stift in der Hand, der mich zum willigen Helfer macht
sei gegen die Macht

Tauch ein in die natürliche Pracht
die ein einsames Frühlingsfeld
ein verwunschener Waldsee im Sommer
ein goldener Baldachin aus Herbstkronen
oder gar ein funkelndes Schneefeld dir macht!

Vergiss die menschlichen Irrsinnszonen
flieh
denn der Kongress jubiliert
und bald wird jedes verbliebene Hirn
bei lebendigem Leib seziert

Ein deutscher Arbeiter schenkt dem Politokratenpack mehr
als die Hälfte seines Lebens,
den Rest schenkt er den Milliardären
von seinem Leben bleibt nur

ein kümmerlicher Haufen
Zorn, Wut und wohl bald wieder ein wütender Mob,
der eine ausgewählte Opfergruppe zu meucheln hat,
damit er seine eigene Opferrolle vergisst.

Brav weiter bei MacDonnalds Hackfleisch frisst!

Selbst ein leibeigener Bauer im 12. Jhd. hatte mehr Zeit für sich,
als ein moderner Büroknecht.

(Körperliche Last und das Elend von Müh und Hunger hatte er zu tragen,

doch den modernen Trottel viel schlimmere Dinge plagen,

auch wenn er schon so abgestumpft ist, das er sie im Augenblick in dem er sie erleidet

auch vergisst!)
Damals sprach man vom finsteren Mittelalter,
nun heute könnte man von der beleuchteten Konsumhölle sprechen.

Damals wie heute, war das Leben für die meisten Menschen eine Folge von Erniedrigung und Ausbeutung – doch!:

 

Heute haben wir die Wahl,
wir können uns verweigern,
ohne sterben zu müssen!

Wir können leben,
ohne geknechtet sein zu müssen!

Wir müssen einzig auf den Irrsinn des materiellen Überflusses spucken
und uns mit Umsicht vor den Schergen der Ausbeuter ducken!
Macht den Irren ihre Plastikgärten kaputt
schlagt die Idylle des Konsums zu Brei
seid frei!

Seid ungehorsam und hört auf Euren Intellekt zu verleugnen!

Lebenskunst – mein Leben ist mein Kunstwerk

ich kaufe mir keine Freude

ich kaufe mir kein Glück

ich lebe mit Freude

ich lebe mit Glück

 

…… und ich lache immer öfter lauf auf, wenn ich das Wort „Sofortpension“ höre

  • das kennen nur Politokraten 😉
  • der brave Untertan schließt eine Riester-Rente ab
  • steht um sieben Uhr auf (oder noch früher)
  • pendelt in Metallbehältern zu seiner Arbeitswabe
  • pendelt in Metallbehältern in die Resilienzzone
  • ist stolz auf seine Resilienz

kommt nicht auf den Gedanken, dass eine Heuschrecke, die immer wieder aufsteht

sooft man sie auch plattdrückt, nur noch mehr Unheil anrichtet

das „Beste-Letzte“  ist, der „gewöhnliche“ Mensch ist nur der Fressapparat für jene, die ihn nutzen und hinter seinem Maul ihr Maul aufhalten, den die Lust am Fressen, die zelebrieren die wenigsten, die meisten kauen – schlucken und haben keinen Magen, da

hinter dem Maul der Schlund der Gewinner lauert!

Der Volksmund bezeichnet sich als kleine Fische…… – die von den großen gefressen werden

stimmt nicht ganz – das Volk ist der Schwarm, der für die fetten Fische die Fressarbeit leistet, ab dem Gaumen und dem Genuss sind tausend für einen da, für einen der „genießt“.

Der Schwarm hat immer mal gekämpft, dann wurde er gefressen, so richtig gefressen…..

Der Schwarm weiß es – was dem Schwarm leider noch nie in den Sinn kam,

er könnte den fetten Fischen einfach davon schwimmen, seine eigene Welt schaffen

kein fetter Fisch würde auch nur einen kleinen Fisch erwischen können – würde der

Schwarm nicht immer an das Maul der fetten andocken.

Selbst wenn er rebelliert – er bleibt angedockt, er ist nur kurz unruhig.

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Über oberham

Einsiedler in Hinterwald
Dieser Beitrag wurde unter Was Spatzen von den Dächern pfeiffen veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort zu Der Kongress jubiliert!

  1. fini09 schreibt:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Smombie
    ..eine sehr bedauernswerte Generation ist inzwischen herangewachsen. Erst wusste ich nicht ob ich lachen oder weinen sollte, hab mich fuer beides entschieden.
    Danke fuer diesen Beitrag!

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