Keine Liebe für das Liebchen Leben (gegen H.Heine)

Mit deinen blauen Auren, hast Du mich behütet und mehr
Hast mir mein Sein gegeben, mein Himmel ich lieb dich so sehr.
…. Er war wirklich so wundervoll leicht und beschwingt, ein Geschenk,
ein Geschenk dieses Himmels, den ich grad mit seinen Worten umschmeichle.
In sein Blau strömen die Gedanken, alles bewegt, alles vergeht, doch auch alles
Er starb als Mein Vater Wilhelm geboren wurde, der Heinrich, den Heine mein ich.
Seither sind Ebben und die Brandung der Flut an den Gestaden des menschlichen Seins
Wie tanzende Paare ihre Wellen treibend mit der Zeit gegangen
In ihrer Gischt lag das Schicksal der Menschen gefangen
Meerschaum in wilden Wassern, trübe Blasen auf ruhiger See,
In den Herzen lag kalt schwarzer Schnee
Als die einen eingingen, andere empfingen,
entbanden.

Frauen lagen tot am Straßenrand, hingen in Zellen an Griffen,
Frauen lagen blutend unter Steinen und starben,
verbrannten auf Stühlen bei lebendigem Leib,

Männer hingen in Drähten, wie Fliegen in Netzen,
Männer brannten in eisernen Särgen, verlorene Schergen

Glückstrunken war der einsame Mensch, der Nichts betrachtend
Nach Frieden trachtend, seine Zeit in stille Winkel trug
Wo kein Jammern und Schmatzen zu hören
Kein verkrüppelter Leib zu sehen
Kein Verwesen zu riechen
Keine Druckwellen an die Sinne schlagen.
Was aber ist eine Welt, die nur dann noch erträglich ist
So man sich in ihr versteckt und keine Sehnsucht in die Zukunft leckt?

Stille

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Über oberham

Einsiedler in Hinterwald
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3 Antworten zu Keine Liebe für das Liebchen Leben (gegen H.Heine)

  1. fini09 schreibt:

    ..vertraute Einsamkeit kann in einem Versteck durchaus gelebt werden…das Leben spielt sich derweil in der Welt wie ein Horror-Film ab. Wir sind auf eine bizarre Art Zuschauer geworden.
    Derweil ist eine Zukunft, wie das ferne Grollen eines aufziehenden Unwetters, auf eine unbestimmte Zeit – in weiter Ferne – zu erahnen; und, ein Hoffnungsschimmer bleibt…immer.

    Danke fuer diesen Beitrag.
    LG

  2. oberham schreibt:

    … ja, glücklich jene, welche einen Winkel gefunden haben. Was wir wohl noch alles zu sehen bekommen? Unfassbare Grausamkeit spielt sich jederzeit ab – immer und überall – bizarr.

    • fini09 schreibt:

      Nein! Ich widerspreche, das,’unfassbare Grausamkeit sich jederzeit abspielt – immer und uerberall‘. Das Wort immer bedeutet fortwaehrend – laufend – nie aufhoerend also quasi ewig! Wenn dem so waere wuerde das lauten, das die staerkste Kraft verloren gegangen ist, und das stimmt niemals! Die staerkste Kraft im ganzen Universum ist und
      bleibt die Liebe…Ja, keine Floskel – pure Kraft – welche die Grausamkeit fuer ‚immer‘ verbannt. Sorry, mir fehlen oft die treffenden Worte. Bin kein Profi im Kommentieren.

      Danke.

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