Unermesslich – da geht noch mehr!

Ich verachte die Geldwirtschaft, sehe sie als Grundübel.

Warum habe ich hier in vielen Episoden dargelegt.

Heute empört sich das Volk über Betrüger die Millionenboni einkassieren, obschon man sie bei ihren Betrügereien erwischt hat.

Welche Rechtfertigung, außer jene, man gehöre nun einmal zu jenen „Topmanagern“, besteht für diese Angestellten, die keinen Tarif kennen, außer den des maximal erträglichen Raubes?

Die Stimmrechte liegen in den Händen jener Kreise, somit liegt die Gesellschaft praktisch offen wie eine Schatztruhe vor Ihnen.

Sind die Menschen, welche die Arbeit verrichten wirklich so bodenlos dumm, dass sie diese Betrüger nicht aus ihren Betrieben jagen, da sie hoffen – eines Tages – vielleicht….. – oder da sie untereinander zerstritten sind, karrieregeil auf den nächsten Sprung wartend?

Leider sind Staaten ebenso zu Selbstbedienungsläden für gewissenlose Betrüger verkommen, doch auch hier hält das Volk nicht dagegen, es nimmt träge wie ein Ochse jeden Peitschenhieb hin, solange der Haferbeutel vor der Nase hängen bleibt.

Würden global Vermögensobergrenzen und Verdienstobergrenzen eingeführt, würden tatsächlich alle klugen Menschen aufhören ihren Tätigkeiten nachzugehen und lieber den ganzen Tag vor ihrem Pool hocken, oder Golf spielen?

So man bei der Geldwirtschaft und beim Eigentum bliebe, wären
ein Vermögen von – sagen wir fünf Millionen (ja, dann kann man eben keine Privatimmobilien an jedem schönen Ort der Welt mehr für zwei Tage im Jahr – Kurzaufenthalt – nur für sich – vorhalten….. – keinen Privatjumbojet mehr nutzen, keine Privathundertmeteryacht mehr genießen…..) – und ein Einkommen p.a. von 500.000,– Euro – bzw. Kaufkraftäquivalente in anderen Regionen, tatsächlich so mickrig, dass keine „Anreize“ mehr bestünden?

Wer eine schöne Geschichte für Kinder schreibt – sprich im Grunde ein schlichtes Märchen – wird plötzlich Milliardär.

Wer eine nette Idee hat, mit Glück, viel Glück, Milliardär.

Wer im Netzwerk der Topverdiener – jener oben angesprochenen Managerkaste landet – nach einigen Dekaden – Milliardär.

Übrigens sollten politische Ämter niemals mehr entlohnt werden, als der Gewählte in seinem Beruf verdient hat – würde man die Obergrenzen einführen, könnte man gleichzeitig die Untergrenzen kräftig anheben – und beide Grenzen zu achten und zu kontrollieren, wäre oberste Aufgabe der Behörden.

Das Gemeinwesen würde in jeder Region nur durch die Abgaben finanziert, die jene leisten, welche die Obergrenzen erreichen – den ab da gilt eben 100% für das Gemeinwohl.

Spenden geht immer – so eine Region keine Gelder für das Gemeinwohl erwirtschaftet, liegt es an den dortigen Menschen die Grenzen zu verschieben – sprich die Obergrenzen müssten gesenkt werden….

Letztlich hätten mit diesem System Regionen die Möglichkeit sich aus der Geldwirtschaft zu verabschieden – zur blanken Nutzökonomie zurück zu schwenken.

Das Grundproblem ist die Toleranz gegenüber der Gier, der Glaube, die Gier sein der Fortschrittsmotor.

Nun, solche Obergrenzen sind nichts Neues, sie werden von manchen Ökonomen längst gefordert – längst hat man erkannt, die grenzenlose Anhäufung, bei wenigen, ist immer der Anfang vom Ende…. – doch man scheint dieses Spiel zu lieben – bis zum jeweiligen Schlusspunkt – ob die Wachhunde brav gehorchen?

Falls ja dürfte für die Gewinner die nächste Horrorrunde relativ locker abgehen, dank perfekter Waffentechnik und hochgerüsteter Söldner – nur – Söldner morden nicht selten am Ende ihre Auftraggeber…. wenn es so noch mehr – eben unermesslich viel – zu holen gibt.

Das Volk ist selbst schuld, es toleriert den Wahnsinn, es lässt sich regelmäßig demütig in die Schlachtbox führen – davor zieht es den Pflug, brav und dumpf wie der Ochse unter dem Joch.

Eine simple, fast bürokratiefreie Welt wäre möglich – mit Einkommens – und Besitz- Ober- und Untergrenzen!

Doch lieber milliardenfaches Leid, damit einige tausend Menschen als Milliardäre jeden noch so perfiden Wunsch ausleben dürfen und können.

Wer weiß, vielleicht ist die Schlange ja in Form der Gier in unserem Hirn verästelt ………….

Das Paradies auf Erden, es wäre um ein vielfaches leichter zu realisieren, als die derzeitige Horrorwelt – einzig der Horror ist Realität, das Paradies gibt es nur für ganz wenige – und die dürfen keine Liebe zur Natur und damit auch den Mitmenschen hegen, sonst müssten sie sich vor Selbstekel ja sofort im Sinne dieses Textes freiwillig, schnellstens ändern.

Tja, es kommt vor, doch leider sehr, sehr selten vor, dass Milliardäre freiwillig ihre Spielgewinne – tatsächlich und gezielt – dem Gemeinwohl zuführen – wo es passiert, macht einer oft viele für einen Moment, manche gar für lange Zeit sorgenfrei und gar glücklich.

Wir wären aber in der Lage das Glücksrad bezüglich der materiellen Dinge wegzuwerfen – wir wären seit Langem in der Lage, eine gerechte Verteilung der ökologisch vertretbaren Dinge und gesunder Nahrung für alle Menschen zu organisieren – es wäre wirklich nicht schwer!

Wenn es die Mehrheit der Menschen wirklich wollte!

Sie will es nicht!

 

(… und ja – das ist ein Karusselltext – sprich – so oder ähnlich habe ich das schon gefühlte hundertmal geschrieben……. – Analogie DB – 09/13 – damals ähnliches Rumoren im Volk… wie heute wegen VW….. – oder wer erinnert sich an Mannesmann/Vodavone -Esser hieß der Schlauberger – glaube ich mich zu erinnern….)

Advertisements

Über oberham

Einsiedler in Hinterwald
Dieser Beitrag wurde unter Was Spatzen von den Dächern pfeiffen veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

6 Antworten zu Unermesslich – da geht noch mehr!

  1. fini09 schreibt:

    Zum wiederholten Mal lieber Oberham, bleibt mir nichts anderes als, ‚leider‘ IST Zustand und wird
    sich nur noch verschlimmern, als Antwort schreiben. Die ‚Bevoelkerung‘ ist nicht allein gierig, auch Feigheit, Angst, Unwillen, Dummheit (gezeugt durch Dekadenz eben auch in der ‚Samenlotterie’m.E.oder durch Beobachtung sehend) werden die schlimmsten Dystopien sich aus diesem Grund weiter ins Verderben, den Untergang oder Apokalypse bestaetigen. Sorry fuer
    evtl.Fehler in diesem langen Satz. Inzwischen habe ich leider die ‚Hoffnung‘ insofern aufgegeben,
    das eine ‚radikale‘ Aenderung eintreffen wird, weil eben unsere ‚Spezies‘ stets mehr gefuehlskalt und vor allem ignorant, selbstgefaellig ohne Empathie, dem ‚Moloch‘ blind gehorchend ‚verdammt‘ ist zu ‚krepieren‘. Ja, und ‚auf den Traenen der Zeit schwimmt die Rache davon‘.
    Danke fuer diesen, egal ob Du Dich wiederholst!, sehr eindringlichen Beitrag. Traurige Tatsachen!
    LG

  2. fini09 schreibt:

    Vielleicht seh ich zu ja zu ’schwarz‘, denn ein kleiner Prozent der Menschen versuchen das Unmoegliche aufzuhalten…nur, ob das noch ueberhaupt moeglich ist, das ist die Frage, fuer meine Wenigkeit, aller Fragen. Die Antwort weiss nur der Wind, sagte Bob Dylan einst..;)

    • oberham schreibt:

      Wissen – ja wir wissen – nichts. Doch wir sehen, riechen, fühlen, können stehen, gehen – kurz im Raum bestehen, schmecken das Gift, hören den Wind – und wir können sprechen, singen, schreiben, handeln, ja handeln.
      Wer lebt, der handelt, oder er wird nur behandelt – einzig – wie viele Menschen gibt es, die bewegungsunfähig im Koma liegen – ich frage mich – sind die Menschen um mich herum alle sediert? Liegen sie in einer besonderen Form des Komas?
      Du kannst konstatieren, vielleicht stirbt Dein Kind, da Du ein stickoxiydspuckendes Gerät benutzt – Du erntest einen Blick – verärgert wahrscheinlich, verwundert vielleicht – der diese Worte Hörende ist seltsamerweise stolz, stolz auf den Besitz dieses Gerätes, ja er weiß alles über dieses Gerät, er weiß, dass dieses Gerät sogar viel sauberer sein könnte, doch dann müsste er Pisse in einen Tank füllen, so alle 1000 km – das ist unzumutbar.
      Zumindest haben es die Verkäufer dieser Geräte so gesehen – die Kunden werden uns unser Gerät nicht abkaufen, wenn sie noch etwas Pisse in einen gesonderten Tank füllen müssen – würden die modernen Trucks ebenso hemmungslos die technische Möglichkeit der Bequemlichkeit opfern, wer weiß, vielleicht wäre längst die Todesrate von offiziell geschätzen 10.000 Menschen p,.a,. auf ein Vielfaches angewachsen.

      Wir sind lethargische, komatöse Wesen, negieren unseren Verstand, wäre ich 1930 in meiner Hütte – wie heute – halbwegs autark und als Sonderling ebenso wie heute geduldet worden, hätte man mich drei Jahre später wohl in ein Lager verfrachtet, oder gleich erschlagen.
      Wie wird es mir 2019 wohl ergehen? Sicher ist etliche Kinder die heute noch fröhlich spielen, werden 2019 an Krebs – wegen der Stickoxyde gestorben sein – nur welche genau, das kann heute keiner sagen – daher kann man es getrost ignorieren.

      Man sieht sie nicht – die Partikel.
      Nun andere Dinge sieht man sogar, riecht man, schmeckt man, fühlt man, hört man, sogar der Boden schwankt dann und wann, bedenklich – der Schwindel ist ein Symptom.

      Oh ja, der Symptome gibt es viele – wir können sie alle wahrnehmen, viele müssen sie leidvoll mit ihrem ganzen Sein erfahren.

      Doch wir wissen nichts. ….. und es scheint wirklich so zu sein, wir sind auch unserer Sinne beraubt – also was nutzt uns da noch der Verstand?

      Manchmal stelle ich mir vor, ich blicke auf eine Blüte, ich rieche ihren Duft, ich spüre ihre Zartheit auf meiner Haut da ich mich sanft an sie schmiege – beobachtete mich ein Mensch ein anderer Mensch dabei, er würde etwas denken….. – und ich träume – ich höre auf zu denken, sondern ich lasse mich in das Spektrum meiner Umgebung, jener die ich noch als lebenswert empfinde uns täglich neu suchen muss, da sie überall gemordet wird und die Winkel immer mehr in der Vergangenheit versinken, fallen.

      Ich lasse ich wegfallen, ich umarme die Lethargie, ja, ich umarme sie – jene imaginäre Geliebte, welche mich aus diesem Horror des Denkens geleitet.
      Den diese Welt zu reflektieren ist der schlimmste Alptraum, nichts zu wissen mag schützen, doch erst wenn man sich aller Sinne beraubt – nichts mehr wahrnimmt, ist man in der Lage zu überleben – entweder als funktionierendes Monster im System, oder als lethargischer Träumer versteckt an einsamen Orten – wie ich heute schrieb – einer ist aufs Meer hinausgeschwommen …. – bei mir gibt es kein Meer – auch keinen großen See – nein, ich bin in das Meer der Lethargie hinausgeschwommen….. jener imaginäre Ozean, der mich aufnimmt und mich durch meine Tagträume strömen lässt.

      Ja, ich denke auch, die Menschen sind längst Vergangenheit, was meine Artgenossen treiben ist nicht menschlich, es hat so gar nichts mit dem zu tun, was wir als menschlich empfinden würden – es sei denn Massenmord durch Bequemlichkeit oder Massenmord durch Berufsmörder – egal jede Art von Massenmord ist die Bestimmung unserer Art und damit die einzig gültige Menschlichkeit.

      Doch es gab diese Utopie des Friedens…….. – wer weiß, vielleicht erwartet sie uns ja.
      Wir sollten jedenfalls gespannt und frohen Mutes jenen Augenblick herbeisehnen, ich zumindest freue mich schon sehr darauf.
      Doch in meinem Ozean bin ich derzeit gut aufgehoben – gerade jetzt – wo eben soviel Schönheit durch meine Sinne in mich hineingetragen wird, der Frühling dieses bunte, fröhlich zwitschernde Wunder!
      Wenden wir uns ab, wenden wir uns ab von unserer Art, suchen wir jene Menschlichkeit für uns, die wir so sehr für uns alle ersehnten, achten wir alle Wesen, ja lieben wir sie, den nur durch die Güte und die Sanftmut empfinden wir wahres Glück, sie sind die Pforten, durch die wir vermeiden anderen Wesen zu schaden, durch die gleichzeitig all das Schöne uns Wunderbare der Erde, des Kosmos der Unendlichkeit in uns fahren.

      Verschließen wir uns gegenüber dem Wahnsinn der Zivilisation und lassen wir uns zurücktreiben zu jenem Punkt, da der Mensch noch menschlich war.

      Ich versuche es täglich! Es bringt mir täglich Momente des Glücks – bis mich einer erschlägt – einer jener sonderbaren Artgenossen, die ich inzwischen schon fast so scheu wie ein wildes Tier zu meiden suche.
      (Dafür kommen mir die Vögel auch im Wald immer näher und Rehe scheinen keine große Angst mehr vor mir zu haben – nachts hocken die Igel vor der Hütte 🙂 – die Elstern sind so frech, die kommen in Paaren daher und ich muss aufpassen, dass sie mir nicht alles gleich jetzt aus den Beeten picken…….)

      Noch ist es möglich Tränen des Glücks zu weinen!

      • fini09 schreibt:

        Deine Antwort ist poignant und gleichsam wunder-wahr*********Vielen Dank.

      • fini09 schreibt:

        ..“Wunder-Traurig-Wahr“. Sorry; der so-und-sovielste ‚Wegzug‘ steht vor der Tuer. LG

  3. fini09 schreibt:

    ‚blowing in the wind‘; also ‚wehen‘ ohne zu ‚wissen‘;
    https://www.youtube.com/awatch?v=3l4nVByCL44

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s