Bescheidene Freiheit

24 Stundentag
10 Stunden Nachtruhe – davon 2 Stunden Lesezeit
2 Stunden von der Dämmerung in den hellen Tag hinein – nach dem Äquinoktium – Frühaufstehen angesagt –
2 Stunden Freude bei Nüssen, Brot, Obst und – ja – Tee manchmal gar Kaffee – genießen – nebenbei – lesen
1 Stunde Gartentreiben – sähen, jäten, gucken,
2 Stunden Tagträumen, tippen, kuscheln, spielen, Gedichte laut alleine rezitieren, Shakespeare spielen,
der schönen Dinge mir noch andere in meinen Tag so fielen,
oder fallen, ich find jedenfalls daran Gefallen
2 Stunden Arbeitszeit – Hütte, Garten, was so anfällt,
auch „Hausarbeit“ (nähen, flicken, reparieren, …)
1 Stunde Körperpflege – ja ich mich sehr gerne hege!
2 Stunden in die Abenddämmerung – nach dem Äquinoktium zur Nachtruhe gezählt……. – dafür wird das lesen an einem Stillen Ort in der Natur gewählt – falls warmes, schönes Wetter herrscht.

Bleiben noch zwei Stunden –
flexible Traum- oder auch mal Werkelzeit………

Kochen gehört zur Hausarbeit

Genießzeit zur Flexibelzeit (das Morgenmahl ist fix – danach je nach Hunger – gerne mal nach einem langen Spaziergang ein Teller mit Nudeln, oder Kartoffeln……- dazu Kräuter aus – hoffentlich – unverseuchten Winkeln… bis dato geht es mir gesundheitlich – sowohl physisch als auch psychisch (was die Gesellschaft wohl anders sieht) ausgezeichnet)

Die Tage vergehen im Flug.
Einmal die Woche mit dem Rad zur Bücherei, einmal die Woche gibt es zwei Brezen vom Bäcker – (soviel Geld hab ich noch – zur Not noch für 50 Jahre …..)

In der Bücherei lese ich die Zeitungen ab und an
Vor allem jedoch reicht der Bestand bis an mein Lebensende, was lesenswerte Bücher betrifft…….
…. zumal ich selber sehr, sehr viele öfter mal wieder iin die Hand nehme – Bücher die ich tatsächlich selber habe….

Mitten in der Mitnatur bin ich nun noch eine Weile
ohne Wehmut, ohne Not
mit Liebe zu den Wesen,
bin ich am Ende hoffentlich kein Biest gewesen!

Meine Gedanken schmeicheln mir,
beschenken mich,
sie begleiten mich durch Tag und in den Träumen durch die Nacht,

neben mir liegt immer einer – manchmal sogar zwei…..

die Menschen sind mir fremd
schon immer
meine Tür steht zwar offen
doch keiner findet den Weg zu mir

so bleibe ich so lange alleine hier

es ist schön, zu mir sind sie ehrlich

ist doch herrlich!

Die Tage sind viel zu kurz
viel zu kurz

Ich frage mich so oft,
wie leben die Artgenossen,
vor allem
wann leben die Artgenossen,

sehr, sehr selten ich sehe
sie ruhen –

sehr, sehr selten – meist nur im Sommer
am See………….

Aber ja,
sie bauen die Welt
damit ich überleben kann

nur

ich denke, diese Welt braucht weder mich
noch brauch ich sie

ja im Gegenteil

würde morgen der Lärm verstummen
selbst die Bücherei und die Brezen
tauscht ich gerne
gegen die Ruhe ein!

….. und elektrische Maschinen
sorry – auch dieser Blog –
bedeuten mir nichts –
die Gedanken hier
sie sind ein leiser Ruf
mir würde auch dieser Ton nicht fehlen

das will ich niemanden verhehlen

einzig ich bin ein Mensch
und ich bin eben nicht allein
ich sehe was geschieht

würd gerne, so gerne
mit anderen spielen
schon als Kind

doch meine Spiele sind wohl
zu langweilig, zu ermüdend, zu dumm

darum
schau ich dem komplexen, „klugen“ Treiben zu

mach noch nicht ganz die Augen zu

ein Blinzeln

Im Herbst ändern sich die Rhythmen –
wegen der verschobenen
Dämmerzeiten

Doch jetzt gilt es sich
auf die Gartenzeit vorzubereiten
niemals mehr als fünf Stunden
niemals – meist nur drei

den Rest der Tage halt ich mir frei!

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Über oberham

Einsiedler in Hinterwald
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3 Antworten zu Bescheidene Freiheit

  1. Achim schreibt:

    Guter Text. Gutes Leben. Ich besuche Dich mal zum direkten Gedankenaustausch. Lust.
    Gruss stowi01

  2. fini09 schreibt:

    ;-)DAnke***** mit viel Sonnenschein in den Garten hinein…eine ‚reiche‘ ERnte wird’s sein:-) LG

  3. Der Nachdenker schreibt:

    Das IST Freiheit.

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