Verachtung

Gedanken die leben
die Bilder durch Dich
hindurch
durch Deine Sinne
dicht hinter Deinem Herz
jagen

Jämmerlich erstickt
ertrunken, versunken
im Moor der Ignoranz

Parolen die wüten
die Kommandos durch Dich
hindurch
durch Deine Nerven
dicht unter Deinem Hirn
plärren

widerlich erhaben
hochgespuckt, eingedruckt
im Chor der Gehorsamkeit

Menschen verraten sich
sich und alle
alle die dienen und willig sich
wie galliger Schleim
aus den rotzenden Nasen
der Gier
ergießen

über die Erde ergießen

Nichts als Verachtung

selbst die leuchtenden Talente
werden in das Gift des Geldes getaucht
so am Ende
jedwede
Menschlichkeit

Stopp –

Wenn es menschlich ist,
gütig und liebevoll ein Kind aus
dem Trümmerhaufen
zu retten
dem Retter vor Rührung
die Tränen
über die Bäckchen
die verstaubten, verschwitzten
Bäckchen
glänzend gleiten
eine Spur von Freude
über das Leben
das bewahrte

der Profiphotograph
schießt das perfekte Bild
„Menschlichkeit“

Dahinter gleich um die Ecke
verreckt
im gleichen Augenblick
im Schatten eine Mutter mit ihrem Kind

der Profiphotograph
entdeckt sie
bei ihrem letzten Seufzer

das virale Video löst
Mitleid aus
und millionenfach
wird es geklickt

die Reklameeinnahmen
bescheren dem
Autor
ein
neues
Statussymbol
für
Hunderttausend
Dollar

Wie ich diese Welt des Geldes
verachte
Wie ich jede Menschlichkeit
verachte

Ich sehne mich so sehr
danach
ein schlichtes Tier zu sein

Diese Menschlichkeit
sie haftet an uns

wir ermorden unsere Gedanken
wir hetzen den Wahnsinn auf
Ihre leuchtende Kraft

Nur bezahltes Denken zählt!

Doch wehe, es passt nicht ins Geschäftsmodell,

jenes Geschäftsspiel

Verachtet Reichtum
Verachtet das Geld
Verachtet den Prunk
Verachtet den menschlichen Renditegrahl

Erst wenn sich nichts mehr rentiert
ist ein freies Leben möglich

Solange Hass und Gier die Gesellschaft schmiert
ist ein Todsein tröstlich!

Diese Gesellschaft hat ihre kommenden
Qualen verdient!

Die Verachtung der Erde, sie wird über dieses
feige und verbrecherische Pack
diesem Menschenpack
das sich gegenseitig beschimpf
das sich gegenseitig hasst
das sich untereinander zerfleischt………………….

….. die Verachtung der Erde,
sie ist längst in uns,
es ist die Verachtung vor uns selbst,
es ist der Hass auf uns selbst,
es ist die Menschlichkeit
selbst

Je die Gedanken zu Leben erwachen
die Parolen aus dem Hirn getrieben

beginnt die Erde
die Menschlichkeit zu lieben
da sie liebenswert ist

Hände die Blütenblätter zärtlich liebkosen
die Blüte am Stiehl
verwurzelt im Grund
die Augen liegen
bei Ihnen dicht
man pflückt sie nicht!

Die Lebenskraft des Lichts
klopft an den Lippen
die Gräser kitzeln sich
in den Zungengrund

Lange der Aufstieg
müde die Glieder
dreht sich der Körper
wie die Knospe zum Licht

Freude und Glück
aus allen Sinnen spricht

Hochachtungsvoll Mitnatur

Verachtungsvoll berechnender Mensch!

Mögen sie doch endlich krepieren
diese lärmenden, mordenden
hoffnungslos verlorenen
Kreaturen

Wer glaubt
er könne noch
ein
liebender
Mensch
sein
der
soll
es
endlich
sein!

Der Kotau der Masse vor den Verbrechern
lässt mich erbrechen
diese Worte

Die Verachtung vor diesen Schindern,
lässt mich mich selbst hassen,
da ich
so schwach bin,
so hilflos und schwach bin,

wie gerne würde ich die Menschen
in das Reich ihrer Gedanken zurück
geleiten!

Ich kann nicht glauben,
dass die Menschlichkeit nur die Hölle ist!

Wir müssten nur die Hölle endlich
verlassen, sie verschließen

und
das Leben liebend annehmen!

Es wäre so schlicht und so einfach
doch ja
das Schlichte verachten die Massen

sie lieben und achten das Grobe!

Das Kind fragt
Warum?

Der erwachsene Mensch frägt nicht mehr,
er befolgt nur noch,
was von ihm erwartet wird,
er
funktioniert
wie eine
seelenlose Maschine!

Wer weiß,
vielleicht sind die Seelen schon vor Jahrtausenden
in Müzen gegossen worden
hat das Geld uns zu lebendigen Toten geformt

ist der Mensch kein Tier
sondern ein Zellklumpen
mit Nickel im Zentrum des Hirns?

Sie werden jetzt
immer schneller
wieder wie
die hässlichsten Fratzen
die Verlierer auskratzen

….. das hämische Lachen der „Sieger“
es stinkt über alle Horizonte
drückt jegliche Hoffnung nieder.

Sie schreiten auf ihrem Weg
würdevoll über die Leichen
die sich selbst ihre Leben
aus den Adern saugten
blutend und triefend vor
Demut und Dummheit
pflastern die Massen
das blühende Feld

der tote Ort

breitet sich aus

über die ganze Welt!

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