Das Kalfaktorenkabinett

Rücksichtsloses Schaufelschlagen
In die Kohlenhaufen
Schwitzend all die Würde tragen
Auf den krummen Buckeln
Die die Sinne nicht mehr plagen
Da sie Nichts verpassen
wollen
Was man könnte aus dem Leben andrer schlagen

Nachschub kommt von allen Seiten
Die Bunker quellen über
Wie geht´s noch härter, heißer, darüber
kann man streiten

Die Kalfaktoren dieser Welt
Sie heizen munter und mit Durst
Mit Durst nach mehr und immer mehr
Vom schwarzen Teer
Sie fressen gern die Lebenswurst

Geteert sind ihre Seelen
Geteert sind ihre Augen
Klebriger Teer quillt
Ihnen aus allen Poren
Die Völker in den Öfen schmoren

Das Kalfaktorenkabinett
Es ist der Dreck
Der üble Dreck
Dem wir uns opfern ohne Zweck

Die brave Brut jedoch
Sie lässt sich weiter willig
Jagen
Durchs Feuer jagen
Will sich immer weiter um sie
Scharen
Um diese widerlichen Fratzen
Scharen

Wann werden Menschen kommen
Die sie endlich selbst ins Feuer jagen?

(Mit dem Geld das alleine das politische Establishment Deutschlands
Für seinen „Dienst“ am Volk für sich einstreicht, könnte man jährlich
Den Hungertod der ganzen Welt besiegen – den Transport, die Verteilung und
Die Verhinderung der Vernichtung, der benötigten Lebensmittel – den produziert werden sie ohnehin!
Würden Abgeordnete sich Europaweit mit der Hälfte ihrer Bezüge und materiellen Privilegien, gewöhnlichen Verwaltungsgebäuden und die Absenz von überflüssigem Protz begnügen, könnte man ein jährliches Budget von ca. 200 Milliarden Euro kreieren, das in Afrika, nachdem man dort die korrupten Eliten nach Recht und Gesetz verurteilt, aus den Palästen gejagt und von jeglicher politscher Macht ausgeschlossen hat, sicherlich aus dem Kontinent einen wundervollen Lebensraum für alle dort ansässigen Lebewesen kreierte, da man damit die Wunden die man schlug langsam heilen könnte.
Doch das ist unmöglich, da diese Gesellen eine Bruderschaft der Verräter bilden und jeder der in diese Gruppe aufgenommen wird, entweder vor Scham und Ekel sofort wieder flieht, was selten, wenn überhaupt geschieht, oder binnen kürzester Zeit in das Ensemble aus Heuchelei, Gier und grenzenloser Arroganz hineingefunden und sich perfekt angeschmiegt hat, fortan darum bemüht, weiter dort mitspielen zu dürfen.
Das politische Personal ist schlicht die Seite des Kraken, die Immunität genießt.
Der Abgeordnete muss nicht einen Killer senden, er kann die Polizei senden, wenn ein Fußsoldat nicht spurt.
Wobei in manchen Ländern kommt das ja aufs Gleiche raus.
Staaten sind verbrecherische Gebilde, die ihre Massen ausbluten, ausbeuten, und die Masse wird entweder von gröbster Gewalt zur willigen Demut, oder von einem kleinen Brocken vom materiellen Wahnsinn zum willigen Idioten konditioniert.
Da sich Verbrecher selten einig über die Beute sind, herrscht ständig irgendwo Krieg, werden die willigen Menschobjekte permanent gegeneinander getrieben.
Ja, das Bild vom Kohlehaufen, es passt, der gewöhnliche Mensch ist das Stückchen Kohle – aus den Lebensschichten gebrochen, wird er auf die Schaufel gelegt und von seinesgleichen munter in den Ofen geworfen, wo er im Feuer seine Kraft opfert und als Rauch aus dem Schornstein quillt.
Es sind jedoch keine artfremden Wesen die ihn morden und nutzen, sondern es sind seine Artgenossen, eine winzige Gruppe, die sich findig lieber zum Kalfaktor den zur Kohle entwickelt.
Natürlich trifft dieses Prinzip nicht nur auf die Politik zu, es greift auch in den Konzernen, die im Grunde zu „Branchenstaaten“ mutiert, oftmals mehr Macht als ein Staat selbst, besitzen.
Es ist eine gruselige Allianz, die Staaten und Konzerne verschmelzen lässt, so werden die ökonomischen und die politischen Führer eins in ihrer Absicht, sich die Masse der Menschen zum willigen Sklavenheer, zur Kohle zu formen.
Da die Menschheit über das Geld sich uns seinesgleichen definiert ist die Relation, dass einige Dutzend Menschen bald wohl fast alles „Geld“ in ihren Händen halten, jener ideale Zielpunkt, den sich diese wenigen erträumen – Milliarden rechtlose Nutzwesen, die nur zu einem Zwecke leben, ihnen alles was sie wünschen und sich ausmalen, zu ermöglichen.
Das ist kein neues Bild – doch es ist in der Gegenwart ein abartigeres Bild denn je, da die Masse theoretisch ganz genau erkennen kann, was passiert!
Früher war der Sklave ein rechtloses Wesen, heute hätten über Generationen hinweg die Menschen
Sich theoretisch die Rechte erkämpft, die es ihnen ermöglichten, Verbrecher aus den Palästen zu jagen, einzig, der Jurist ist ein feiges angepasstes Sklavenwesen, nicht weil er macht- und rechtlos wäre, sondern weil er feige und gierig ist.
Der Mensch ist per se, feige und gierig, was all seine Bemühungen um Gerechtigkeit und Freiheit zu Nichte macht.
Die wenigen die Mut beweisen zahlen meist den höchsten Preis dafür. Es sind immer zu wenige!
Wohl bis zum Ende, zu wenige!

Würden wir nicht stupide Heizer des Wahns als unsere politische Führung akzeptieren, wäre die Welt kein Höllenfeuer für Milliarden Menschen!
Würden morgen alle Menschen die noch bei Verstand sind, sich diesen Verbrechern verweigern, hätten übermorgen die Menschen die Chance auf einen Neubeginn.
Würden morgen alle arbeitenden Menschen schlicht nur diejenigen ignorieren, diejenigen aussperren, die sie bis dato antreiben, die sie bis dato zur Lüge zur Heuchelei, zur Demut gegenüber der erkannten Dummheit anhalten, wären diese Menschen endlich mutig genug, sich selbst zu vertrauen und den Verbrechern Einhalt zu gebieten, hätten wir eine Chance!
Doch man akzeptiert die Kalfaktoren der Gier, und legt sich selbst willig und billig auf die Schaufel, auf dass man verheizt wird, im Ofen der den Kessel heizt, welcher das Schiff der menschlichen Gesellschaft wütend und vernichtend durch den Planeten treibt!
Wann endlich hört die Masse der Menschen auf, die Feigheit zum obersten Prinzip ihres Handelns zu küren?
Die Menschen sind nicht dumm, doch sie sind zu feige, sich ihrem Verstand zu stellen und nach ihrem Gefühl zu handeln!

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Über oberham

Einsiedler in Hinterwald
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2 Antworten zu Das Kalfaktorenkabinett

  1. Mro00 schreibt:

    „Die Menschen sind nicht dumm, doch sie sind zu feige, sich ihrem Verstand zu stellen und nach ihrem Gefühl zu handeln!“

    Es gibt schon ein paar Mutige, die sich querstellen. Doch was nützt ihnen das letztendlich? Sie gehen in der Masse der Gleichgültigen unter. Was sollen die paar Mutigen dann noch anders sagen, als: „Unser Reich ist nicht von dieser Welt“. Ein gutes Beispiel in dieser Hinsicht, und ich sage es in einem Wort, ist Massada. Danach hat sich diese Welt hier zwar auch nicht zum Besseren verwandelt. Doch ich hätte dann zu gerne das blöde Gesicht des römischen Heerführers gesehen. Da mußte er nämlich erkennen, was für ein Feigling er doch war.

    • oberham schreibt:

      Die Mehrheit, die Übermacht, wie auch immer – an Massada habe ich wohl kaum gedacht, als ich obigen Text schrieb.
      Ja, es gab und es gibt wohl immer einige Mutige, — ich würde sagen jenen Menschen die mutig sind, nutzt ihr Mut sehr wohl. Das Leben eines Individuums ist schlicht eine kurze Episode, jedes Individuum hat die Wahl, kriechend zu leben, oder aufrecht – wer aufrecht geht, dem bläst der Wahnsinn wohl ins Gesicht und versucht ihn zu Fall zu bringen.

      Doch wenn er einen fällt, dann – finde ich – ist es besser Tod zu sein, als kriechend weiter zu leben.
      Das perfide an der Gesellschaft ist, die Jugend wird gebrochen und in die Knie gezwungen….. – dabei hält die meisten wohl die Liebe am Leben, auch wenn sie nicht den Mut zur Aufrichtigkeit umarmt, ja, ihn in der Regel ausschließt, da Einsamkeit die wahrscheinlichste Variante ist, in dieser Gesellschaft ein aufrechtes Leben führen zu können.

      Wir haben alle die Wahl, ich möchte niemanden verurteilen, ob der Wahl zu kriechen und dafür lieben zu dürfen, ich hasse nur jene, die kriechen und dennoch lieblos und im Grunde längst zu Staub zerfallen, die Geschicke unserer Art doch bestimmend, wüten.

      Da ich sie fliehe, vergällen sie mir nicht meine Zeit. Meist, da ich leider noch immer so neugierig bin, die Dinge zu verfolgen…… – der Tag an dem ich meine Neugierde ablege und ganz in den Blättern des Giersch aufgehe, wird sicher kein trauriger Tag für mich sein!

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