Geldluft

Geldluft, Geldduft,
direkt in die Seelengruft

führt in die Seelengruft
Geldduft in der Geldluft!

Graue Fassaden, aschgrau die Haut
ein Glück
von jedem Leben das man klaut

Ja selbst die Ärmsten könnten noch mehr
noch mehr geben
mehr als nur ihre Leben dem Hunger geben

Als Versuchsobjekte
Als Organspenderobjekte
Als Spekulationsobjekte
Als Waffenzielobjekte

Als Arbeitsobjekte

 

Als Belustigungsobjekte
Als Anschauungsobjekte

Ja, schau sie an diese Objekte
vergiss nicht
das Geld, das Geld, das Geld

das auch ihnen gefällt

Sie oder Du
es gibt kein gemeinsam

Es gibt nur den Kampf
den Krieg
den Sieg

Frieden kann nur über den Gräbern ruh´n
wo Menschen leben
wird immer gekämpft und geschachert werden
werden die einen betrügen und die anderen betrogen
wird nichts als gelogen, werden die Sinne verbogen

die unruhigen Herden
sie jaulen bis sie umgepflügt und zu Schlacke gebrannt
ihre Angst in den Boden schwitzen werden!
ihr Blut in die Ritzen dringt!
Ihr Leben gemünzt in den Taschen der Sieger klimpern!

Sie lassen sich treiben
Sie lassen sich führen
Sie lassen sich schlachten
Sie lassen sich verachten

Sie verachten sich selbst
bis in den Tod hinein
dort werden sie vielleicht endlich friedlich sein!
endlich friedlich, endlich keine Täter oder Opfer mehr sein!

Ich habe die Sinne so gestrichen voll von meiner Art!
Mir ist jedes Staubkorn näher, als meine hirnlosen, feigen,
gierigen, geizigen, verblendeten, opportunistischen, letztlich immer nachgebenden, letztlich immer dem Geld huldigenden Artgenossen!

Heute drängt es mich wieder,
die Wut aus mir herauszutippen,
damit es mich nicht zerfetzt, dieses Gefühl der Ohnmacht!

In den Randnotizen erwähnte ich die Relationen.
Wenn in London eine Garage für das Luxusmobil
eine halbe Million Geldeinheiten einbringt
wo ein Kind in der Woche für lebensverkürzende
stark lebensverkürzende Fronarbeit andernorts
sogar noch um die halbe Geldeinheit betrogen wird,
die man ihr „offiziell“ dafür zukommen lässt,
dann muss man nicht mehr relativieren!

Nicht mehr muss man relativieren!

Diese menschliche Gesellschaft ist eine veritable Hölle!
Es gibt Zonen in dieser Hölle, da die Teufel vor Spaß und Gelächter halb krepieren, am Überfluss und an der teuflischen Verschlagenheit
mit der sie sich die armen Teufel zu Nutze machen!

Doch es gibt durchaus Orte in dieser Hölle,
die keinen Vergleich mit dem unvorstellbarem Inferno,
jenem Zustand der schlimmer als der Tod ist,
zu scheuen brauchen!

Das Höllenfeuer ist das Geld,
Das Höllenfeuer ist der Überfluss

Lieber für hunderttausende von Geldeinheiten das
Luxusmobil anstreichen lassen,
lieber für Milliarden von Geldeinheiten
tausende leerstehender Luxuswohnwaben bauen
lieber die Hölle organisieren

als endlich mit Liebe und Klugheit
die Menschen einen und allen ein würdiges und angstfreies Leben
ermöglichen!

Es ist schlicht nichts zu relativieren

ohne Geld verreckt der Mensch am Wegesrand!

Und das Geld regiert die Hölle der Menschen – nicht die Welt

Die Welt wird sich noch um die Sonne drehen,
wenn diese Hölle längst erloschen ist

der Mensch ist wohl das einzige Wesen,
dass nicht mordet um zu leben,
sondern mordet um wenigen den Irrsinn zu geben
und der Masse die Zukunft zu nehmen.

Doch selbst die vermeintlich klugen,
buckeln und lassen sich am Nasenring ihrer Eitelkeit
durch die Arena ziehen
lassen sich instrumentalisieren
lassen sich kaufen!

Geld ist Gift, Geld ist das Gift
Geld ist das Gift, das den Verstand ermordet
Geld macht den Menschen zum Unmenschen
Geld spaltet in Täter und Opfer
In Reich und Arm
In Leben und Tod
In Lust und Qual

Geldduft zu atmen, bedeutet sich hinzugeben
wer glaubt er brauche Geld um zu leben
der hat das Leben längst verlernt

Wir haben es wohl fast alle verlernt
so sind wir Teufel geworden

mit Glück in eine Villa geboren
ein Leben in Muse und Kunst

Mit Pech in ein Slum
ein Leben in Angst und in Schrecken

die Glücklichen dürfen am Blut der Armen lecken!

Doch selbst die Ärmsten begehren nicht auf,
so nimmt die Hölle bis zum Ende ihren Lauf!

Würden die Opfer nicht davon träumen
endlich auch Täter zu sein,
es könnte das Ende dieser Hölle sein!

Würden die armen sich an ihren Händen fassen,
sich gegen den kranken Traum
vom Reichtum verbünden
könnten sie eine andere Gesellschaft begründen.

Ich kann nicht glauben
warum es nicht geschehen kann

Warum, warum flieht ein Mensch vom Paradies in die Hölle?

Den ein Paradies ist das Leben
ohne Geld!

Selbst ich kann das schreiben,
in völliger Einsamkeit

nur träumend von den Möglichkeiten der Gemeinsamkeit!

Mich nehmen die Elemente in ihre Arme,
die Luft spricht zu mir
mein Atem verbindet
Gedanken und Licht
zu Spiralen aus Zeit und Gefühl!

Jeder Schritt bringt mich zu verwunschenen Orten
Jeder Blick lässt mein Sein ins unendlich schöne
Planetenreich strömen, umfasst von Myriaden
tanzt so der Verstand im Gefolge mit,
auf einem phantastisch forschem Ritt –
und müde legt man auf warmen Grund
seine Beine, ruht das Wasser im dunklen Teich,
mitten in mir, in meinem Lebensreich.

Ach könnt ich nur mit Artgenossen durch dieses Leben tanzen,
könnt Frieden und Liebe sich mit uns verschränken,
könnt ich der Gier ihr Ende schenken!

Wir furchtbar muss es sein,
alles zu haben und nichts zu geben
alles zu rauben und nichts mehr zu fühlen
alles zu vernichten und nichts wirklich schönes mehr zu errichten?

Wir lassen die Verbrecher gewähren
ja schlimmer, die meisten reihen sich ein ins Glied!

Bis es zu spät ist,
bis es wieder bedeutet,
der Sold wird an die Witwe ausgezahlt
das Leben wurde im Stahlbad zermahlt.

Doch der zerfetzte, zerbombte Mensch
ist nur das Pünktchen auf dem i.

Der Stich, das ist die „demokratische, friedliche, Staatengemeinschaft“
der Saal der Hölle
dort wo das tägliche Geschäft,
dort wo das Geld
dort wo der verblendete Mensch
irgendwann gelandet ist –

verlasst die Hölle und habt endlich den Mut
aus diesem Kreislauf zu brechen

Werdet frei – besser in Einsamkeit am Wahnsinn zerbrechen
als in der Horde ein Biest zu sein!

Ich weiß, ich bin alleine unter den Menschen,
doch ich bin nicht alleine auf dieser wunderbaren Erde!

Meine Wut richtet sich gegen die Feigheit und
mein Hass gegen jene, die es ganz bewusst leben,
dieses erbärmliche Teufelsleben.

Solange jedoch auch die vermeintlichen Opfer sich hingeben,
solange, sie vor allem nach Geld und materiellem Wohlstand für sich, vor allem für sich und vielleicht ihre Kinder streben,
solange ist die Einsamkeit ein Geschenk!

Der edelste Gedanke, wird er verkauft, ist nichts als ein Stück Ware im Höllengeschäft!

Wer für Geld wirkt, der hat seine Freiheit verwirkt!

Nochmal – wer relativieren möchte, der soll es gerne tun, er tut es nur, damit sein Wahnsinn kann ruhig in ihm ruh`n!

Geldluft und Geldduft schaffen der Lebendigen ewige Gruft!

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Über oberham

Einsiedler in Hinterwald
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