Eingeholt

Als junger Mensch schrieb ich eine kurze Geschichte über den Traum des „kleinen Chinesen“ von der weiten Welt.
Damals inspirierte mich eine Episode aus „das große Fressen“ – ich spannte einen Bogen von Verdun (wo sich in einem Bunker die Offiziere frische Leber von gefallenen Soldaten schmecken ließen – 1916 starben in diesem kleinen Frontabschnitt ca. 1000 Menschen täglich im Schnitt und es gab viel frisches – wenn auch oft verseuchtes – bzw. zu sehr beschädigtes Fleisch) bis hin zur „eisernen Reisschüssel“ die beim „großen Sprung“ in China propagiert wurde und praktisch das Modellprojekt des willenlosen Staatssklaven repräsentierte, der sich für sein Futter total unterwirft.

Nun, die Synapse damals war eine Kreuzfahrt ins Glück, die bestimmten – etwas unwilligen – Chinesen zu Teil wurde.

Kurz – sie landeten in Konserven, die als Hundefutter den Amerikanischen Haustierbestizern angeboten, dort zu einem Verkaufsschlager und dem provitabelsten Exportgut der Republik wurden.

Doch meine Boshaftigkeit war damals noch zu unterentwickelt, ich wollte eine zynische Geschichte schreiben, an die ich selber nicht wirklich geglaubt hätte.

(Wobei es erwiesen ist, dass privilegierte, völlig enthemmte Menschen zum Kannibalismus neigen – dass die 120 Tage von Sodom nur eine Ahnung vom dekadenten Sadismus der Eliten abbilden – dass der Mensch einen Grad an Bestialität pflegt, den die Phantasie eines gewöhnlichen Artgenossen niemals spiegeln kann……. – die Unerträglichkeit unserer Abartigkeit ist nicht zu begreifen, würden wir sie begreifen, wäre das unser psychischer und wohl auch physischer Zusammenbruch, unser Tod.)

Hier kann man sich noch einreden, das sei perverses Geschwätz:

Hier wird es schon etwas schwieriger, sich seine Verschwörungstheorie
zurechtzubasteln – vor allem es ist staatlich organisiert!

http://www.3sat.de/page/?source=/wissenschaftsdoku/sendungen/185086/index.html

Soviel ich gehört habe, hat sich der flotte Till das Thema für seinen neuesten Blogbuster ja auch geschnappt – mit sehr hohem Action-Unterhaltungsanspruch.

So können wir nun resignierend die Schulter zucken – so what – ist eben ein Geschäft, wie jedes andere.

Übrigens die Falun-Gong haben einen Anspruch:

(der Zusammenhang geht aus der Doku „Ausgeschlachtet-Organe auf Bestellung“ hervor….)

真 Zhēn – Wahrhaftigkeit (wörtlich: wirklich, wahr)

dazu noch

善 Shàn – Barmherzigkeit/Gutherzigkeit (wörtlich: gut, freundlich)
忍 Rěn – Nachsicht/Duldsamkeit (wörtlich: dulden, ertragen)

Persönlich finde ich jeden Zusammenschluss, jegliche Unterordnung verächtlich, doch vieles von Falun Gong ist bedenkenswert.

Meine böse Zunge kommt zum Fazit.

Falun Gong wurde von einem chinesischem Geschäftsmann gegründet.

Er lud die Menschen nicht auf eine Kreuzfahrt ein, er wollte nur gesunde Organe züchten und sich eine Herde zusammentreiben.

Es funktioniert!

 

Meine Geschichte ist von der Realität überholt worden, vor allem, es war nicht das materielle, hedonistische, scheinbare Glück einer Seereise, Ferne, Sehnsucht nach Neuem, nach Unbekanntem, das die Menschen in den Schlachtsaal führte, sondern die Suche nach Frieden und fürsorglicher Gemeinsamkeit, die Suche nach der Menschlichkeit im sanften, guten Sinn.

Das  vermeintlich Gute wurde nicht vom  vermeintlich Bösen eingeholt, nein, das Gute wurde erfunden, auf dass sich das Böse leichter über die Beute hermachen kann.

Der Jäger hat die Beute eingeholt.

http://www.sueddeutsche.de/panorama/organhandel-in-china-tod-auf-bestellung-1.2267742

http://www.organhandel.info/gewaltsame-organentwendung/

http://www.zeit.de/2013/11/China-Transplantationen-Organhandel

usw. usf. …. – längst bekannt, wie auch der Holocaust wohl schon in den späten 30ern

der „gebildeten“ Oberschicht in den „Zivilgesellschaften“ unserer Welt bekannt gewesen sein dürfte.

Wir wissen, dass wir Monster sind, doch wir verdrängen es!

Solange wir es verdrängen, werden wir Monster bleiben!

Wir sind die Jäger, jeder Jäger kann auch zur Beute werden, er sollte sich dann schlicht nicht wundern.

Glück wer schneidet, Pech wer ausgeweidet,

beides Wesen der gleichen Art,

unter anderen Umständen

 

hätten sie sich vielleicht gepaart.

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Über oberham

Einsiedler in Hinterwald
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2 Antworten zu Eingeholt

  1. kahalla schreibt:

    Nun, auch der Organisator der Ausstellungsreihe mit zum Teil menschlichen Präparaten, Gunter von Hagen stand im Verdacht, sich aus „Menschenmaterial“ chinesischer Herkunft bedient zu haben.
    Seine Werkstätten sollen in der Nähe mehrerer chinesischer Konzentrationslager gelegen haben.

    Ob das stimmt kann ich natürlich nicht sagen, dafür fehlt mir der entsprechende Hintergrund, Fakt ist aber, dass die Perversion des Menschen mit seinen Möglichkeiten wächst. Hierbei gibt es eigentlich nichts Neues, selbst ernannte „Gottkönige“ gab es seit Anfang der Zivilisation an sich und es war schon ein Zugeständnis an die katholische Kirche, wenn sich europäische Potentaten nur als „von Gott eingesetzt“ bezeichneten. Während die Kirche ihre Altersrente verzehrt, findet man Größenwahn heute hauptsächlich im Bereich der Wirtschaft, die Sklavensysteme installiert und dies getreu christlicher Maximen niemals im eigenen Namen tut, sondern über angestellte Mittelsleute, die als Fachidioten keinerlei Verantwortung übernehmen. Das politische System hat sich durch Korruption selbst ausmanövriert und vom Finanzwesen kaufen lassen. Die Wissenschaft, als Institution von Forschung und Lehre, verfällt mehr und mehr drittmittelbestimmte Weltdeutereien und ist auf dem besten Wege sich obsolet dadurch obsolet zu machen. Die strahlende Führungsmacht des Westens glaubt mit dem was sie von Nazideutschland gelernt hat Weltpolitk betreiben zu können, während der Lack der Demokratie immer weniger Oberfläche am Körper des Westens findet um daran zu haften. Also sollten wir nur bedingt mit dem Finger auf China deuten. Die beschrieben Perversionen sind nicht nur in jeder menschlichen Gesellschaft möglich, sondern auch vorhanden. Der Unterschied ist nur, dass es Gesellschaften gibt in denen Gesetze die Ausübung der selben erschweren. Diese Gesetze werden dort auch weiterhin für die oberen Gesellschaftsschichten gelten, für die Anderen kann man sie anscheinend bedenkenlos abschaffen. Auch Europa ist ein Hort für Selbstbediener, deren Dünkel sich überall etabliert und gemeinsam bauen Konzerne, Beamte und Politiker Europa zum Sklavenhalterstaat nach altrömischem Muster aus. Wenn das Frieden sein soll, dann ist Frieden kaum besser als Krieg.

    • oberham schreibt:

      … oh, ich wollte nicht so verstanden werden, als dass ich den europäischen Konsumauten als etwa weniger der eisernen Reisschüssel anhängig betrachtete.

      Einzig wir hier, hatten post Großgemetzel schlicht das Glück zu den bestgefütterten braven Dummköpfen zu zählen.
      Überall auf der Welt kann es prinzipiell jeder zum Großverbrecher und gewissenlosen Massenmörder bringen!
      Warum, weil die Menschen im Großen und Ganzen überall auf dieser Erde die gleichen feigen Kreaturen sind und insofern habe ich kein Mitleid mit jenem der lebendig auf dem Seziertisch landet, er war schlicht ein eher feiges, duldsames Opfer, den ein grausamer, gewissenloser Täter – doch keinesfalls betrachte ich es als Mut, sich zu opfern!

      Daher auch die zynische Anspielung Falun Gong sei eine Erfindung des chinesischen Staatsapparates, damit man ganz gezielt eine Lebendorganbank aufbaut – schicker als es sich jede SF-Idee je ins Manuskript geschrieben hätte.

      Ich könnte jetzt politisch ganz böse inkorrekt weiter meine Thesen aufstellen, doch das verbietet sich. Nur andeutungsweise – auch der Holocaust war ein gigantisches Geschäft – nicht nur für die Schergen, sondern auch für die Helden im Raum der „Alliierten“.

      Generell gilt – solange man nicht zu den ermordeten und den völlig geschundenen zählt, bleibt man im Täterlager!
      Ich bin ein Täter, just gerade jetzt, als ich mich hier mit meinem Getippe einbringe.

      Meine Ansichten sind wohl den meisten zu radikal – nur sorry, wo wären die Verbrecher ohne uns?

      Es lohnte sich nicht andere zu schinden, könnte man das Geschinde nicht durch uns kapitalisieren.
      Das witzige dabei, die meisten Menschen lassen sich schinden, die große Mehrheit erleidet mehr, erduldet mehr, als dass sie andere quält – doch sie tragen die Schinder auf Händen, feige, devot und ohne jede Würde!

      Es macht nicht erfolgreich, wenn man Millionen verdient, ich könnte keinen einzigen bekannten Menschen mit Würde benennen – Menschen mit Würde verkriechen sich!
      (in diesem Blog hier erwähnte ich ja schon öfter meine Lieblingsbeispiele
      Grothendieck und Perleman)

      Ob nun eine Näherin in Pakistan in ein Loch kriecht und langsam ihr Leben im Staub aushaucht, oder eine Lady Gaga im Glamour eine Homage an David Bowie vorspielt –
      es sind beide Marionetten im Unmenschenhaufen!
      Einzig die eine kriecht für eine Handvoll Reis und einen Verschlag im Schlammloch, die andere suhlt sich in der hedonistischen Badewanne des käuflichen Waren- und Dienstleistungsspektrums, da sie zu einer Vorzeigefigur erwählt wurde (man kann natürlich glauben, sie wäre so überragend, so ganz außergewöhnlich, einfach der Mehrwertmensch ……).

      Ich verachte uns für unsere Feigheit – darum bin ich ein einsamer Mensch.
      Man mag mich verbittert nennen, ich bin es nicht!
      Ich bin sicher ich lache weit mehr, freue mich weit mehr, bin glücklicher als die meisten Menschen auf der Erde – nur – ich hab keinen Bock meine Freude groß mich dieser beschissenen Horde zu teilen – hätte ich ein Talent, ich würde es im tiefsten Loch begraben, nur damit kein menschliches Wesen davon kosten kann.

      Den wenigen die hier lesen, geb ich ab und an den Versuch eines Gedichts – ich versuche damit etwas zu entschädigen, für die Last, die Mühe, vielleicht den Kummer, den ich ihnen mit der Realitätsschilderung bereite.

      Wie oft schon gesagt, der Mensch könnte, wäre er keine kleine feige Kreatur, sondern ein aufrechtes Wesen!
      Und Mut bedeutet nicht, sich für die Verbrecher sinnlos zu opfern!
      Mut ist Einsamkeit, Verweigerung und totaler Rückzug, bis endlich eine andere Gesellschaft erkennbar ist – man mag sich finden in Gruppen – doch die Wahrscheinlichkeit ist winzig, dass es solche Gruppen ohne erneute Führungs- und Kollaborationstendenzen gibt – ich hab noch keine gefunden.

      Danke für Deinen Kommentar

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