Tagwerk

Das letzte Traumbild liegt
im Gedankenbeet
gesät hat es die Nacht

was wohl aufgeht?

Morgendämmerung, schon Februar
munter unterhalten sich
die vielen Vogelwesen

kuschelig warm, ohne Gefieder, nackt
unter der Decke
fliegen aus der Morgendämmerung
meine Träume zu ihnen

störe ich –
noch – ja!

Sogleich beginnt sacht
der Puls der trägen Himmelspracht
sich in mir zu versenken
möchte mich mit ihr verschränken

Arm in Arm schwebt das Paar
ruhig durch den Tag

jeder Schritt, es atmet mit

die Bilder stürmen den Verstand
wer sieht, wer hört, wer fühlt,
wer schmeckt, wer in sich ruht,

die Artgenossen sind geschäftig
verdienen prächtig

mein Rücken glotzt sie stoisch an
vergessen, mich mit niemand messen,

meine Sinne gehören dem Tag
jenem der mich aufnehmen mag

wer ihn findet

der ist dem Wahnsinn
glücklich entronnen!

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Über oberham

Einsiedler in Hinterwald
Dieser Beitrag wurde unter Was Spatzen von den Dächern pfeiffen veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

3 Antworten zu Tagwerk

  1. Jana schreibt:

    Sehr, sehr schön…!
    Vielen Dank lieber Oberham

    liebe Grüße
    Jana

  2. alphachamber schreibt:

    Erstklassige Lyrik.

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