8 Dezember 2015 – Der radikale Konsumfaschist!

Der Traum vom mündigen Bürger, der sich in einem staatlichen Konstrukt regional organisiert, um sich gegenseitig zu stützen und ein würdiges und angstfreies Überleben zu ermöglichen, er bleibt genauso eine ewige Utopie,
wie jene soziale Anarchie, von der ich mein Leben lang träume, die ich den Menschen, kraft ihres Intellekts zutraute.

Nein, wir haben den Status eines Hordenviehs leider nie überwunden!
Wir werden ihn auch nicht überwinden.
Die zarten Bande vermeintlichen sozialen Fortschritts, sie waren nichts weiter als eine neue Form von Krieg und Vernichtung, sie wurden von Gier und dem ewigen Streben nach Renditen gewoben, sie triefen vor Eitelkeit, vor Ignoranz und letztlich triebhafter Verschlagenheit.
Die Horde wird von den vermeintlich „Stärksten“ angeführt, da sie sich immer im Verteilungskampf, eben auf Beutezug, befindet.

Die Stärke des Menschen ist sein Grad an Verschlagenheit, inwieweit er seine Artgenossen dazu bringt, ihm hörig zu dienen.

Die Masse ist immer jenem hörig, von dem sie sich am meisten Vorteile verspricht, die größte Beute – das ist Demokratie.
Die Masse ist immer jenem hörig, von dem sie die meiste Angst verspürt, der sie so grade am Leben hält – das ist Despotie und grobe Diktatur.

Immer sind die Menschen Faschisten, sie rotten sich zusammen, bilden Gruppen – letztlich „Staaten“.
Dort wo viel Beute verteilt wird, ist das Spiel bunt und angenehm, dort wo die Horde im Rennen zurückliegt, die Hordenführer aber auf nichts verzichten möchten, ist das Spiel die Hölle für die Mehrheit der Horde.

Seit einigen Jahrhunderten läuft das Spiel der Kontinente – Europa liegt da gut im Rennen – noch…… – was für ein Glück – im Gegensatz zu unseren Vorfahren dürfen wir sogar mit Geldscheinen kämpfen, müssen keine Waffen – selber – tragen.

Der Staat als vernünftige Ordnungskraft, das gab es wohl noch nie, Staaten waren und sind nichts weiter als Horden 2.0.
Die Idee, sich interagierend zum gegenseitigen Wohl in Gruppen zu organisieren, hat die Natur vielfältig umgesetzt, beim Menschen hat das leider nicht funktioniert.
Der Mensch entwickelt dabei zwar eine dermaßen kraftvolle Dynamit, dass er zum derzeit wohl einflussreichsten Lebewesen auf dem Planeten wurde, doch diese Dynamik ist seit Jahrtausenden schon eine zerstörerische Kraft.
Die große Mehrheit der Menschen ist radikalisiert, sie möchte nur eines, in der Konsumautenarmee dienen und wirken!

Der Systemmoloch hat uns dermaßen im Denken manipuliert, dass der Blutgier des Hungers, die Gier nach einem hoffnungslos überbordendem Warenberg gefolgt ist, dem man jede Vernunft und jeden Verstand opfert.

Auch wenn es langweilt, die Blechbüchse mit Verbrennungsmotor ist das beste Beispiel.
Nicht nur, weil in China die Menschen sich förmlich danach verzehren, so eine Büchse zu besitzen, sondern vor allem da sie als Symbol, als Statussymbol vor allem in breiten Schichten der „gebildeten“ Bevölkerung dient. (nun bei uns nimmt dies langsam ab, dafür treten neue Geister auf… – die Selbstvernetzung, das Kompletttracking, der Schritt hin zum Transhumanismus…. – man hybridisiert sich freiwillig zum Cyborg…..)

Solange vermeintlich intelligente Artgenossen akzeptieren, dass man ihnen tonnenschwere Transporträder mit mehreren hundert Pferdestärken verkauft, ihnen auf dem Papier Verbrauchswerte unterbreitet, die inzwischen um den Faktor 5 (von acht Prozent auf inzwischen 40 Prozent) von einem realistischen Betriebsverbrauch abweichen, damit „gesetzliche Bestimmungen“ bezüglich des Flottenverbrauchs eingehalten werden.

Egal ob in Paris nun ein Abkommen ratifiziert wird, oder nicht – die Realität bliebe exakt die gleiche – Konsum und Verbrauch bis die Menschheit sich selbst auskotzt.

Einzig mit Abkommen, gäbe es geschönte Daten zum Verbrauch, ohne – kann man sich das so großkotzig sparen, bleibt es bei den regionalen Lügengeschichten.

So man dann noch etwas in die generellen Lebensgewohnheiten eines durchschnittlichen Mitteleuropäers mit Kaufkraft „hineinblickt“, wird jede Hoffnung zum naiven Selbstbetrug!

Die Menschen wollen nicht auf ihren Konsumkrieg verzichten, sie gaukeln sich technische Lösungen in der Zukunft vor und der Traum vom Perpetuum Mobile scheint mehr den je zum kollektiven Wahnsinn zu reifen.

Das Absurde, die meisten Menschen verzichten dabei auf ein glückliches Leben!

Die einen weil sie als Elendssoldaten die Verliererarmee füllen, die anderen, weil sie vor lauter Krieg und Kampf keine Zeit finden in Ruhe und Frieden ihr Sein zu fühlen.

 

Im letzten Jahrhundert ging man auf die Schlachtfelder und massakrierte sich, dabei immer neue Technik nutzend, wohlwissend, dass eine Granate dazu dient zu vernichten.
In diesem Jahrhundert geht man auf Shoppingtour, reist in Aluzigarren für einen Wochenendaufenthalt von A nach B, kurz saugt man Ressourcen aus der Erde, als hätte man noch x Reserveerden im Vorratskeller, informiert sich über das Internet, fast so, als möchte man sich und seine Art maximal möglich verhöhnen, da man weiß, mit diesem Verhalten vernichtet man die Zukunft seiner Kinder und bringt schon zu Lebzeiten Milliarden von Artgenossen in elende Umstände.

Geht es noch radikaler? Ich finde nicht!

Der ganz gewöhnliche, gebildete, durchschnittliche Artgenosse, ist ein Konsumfaschist!

Wenn jetzt die Verlierer ihm noch eine faschistische Regierung vor die Nase setzen, dann mokiert er sich vielleicht, doch letztlich hockt dann genau jene ignorante, menschenverachtende Brut in den Parlamenten, die grobschlächtig und widerlich, das Werk jener fortsetzt, die heute schon den Gang der Dinge bestimmen, nämlich die Mehrheit!

Diktatur und gewaltsame Unterdrückung von Menschen ist nur in jenen Zonen nötig, wo das Establishment die Masse so im Elend hält, dass sie ohne jede Hoffnung, ohne jede Chance, auf Eintritt in die Konsumautenarmee ist, sprich, hätten die Machthaber die Waffen nicht ständig im Anschlag, würde der Mob die Paläste stürmen.
Demokratie leistet sich der Mob, in dem Augenblick, da er zum Konsumfaschismus befähigt ist!
Sind die Bedürfnisse für die Mehrheit erfüllbar, darf man wählen gehen!
Man wählt immer nur den Bedarf, den vermeintlichen finanziellen Vorteil, ohne Rücksicht und ohne Verstand!

Würden sich Menschen zu Wahl stellen mit dem Programm:
Klimarettung, Bescheidung, gar würden sie selbst mit gutem Beispiel vorangehen und zuerst Protz und Pomp aller Regierungsmitglieder und der „Spitzenbeamten – Spitzenrepräsentanten“
schleifen, selbst als minimalistische Verbraucher ihre Botschaft vorleben, sie erhielten wohl kaum mehr als ein tausendstel Prozent aller abgegebenen Stimmen.

Kommen nun Menschen die Hass und Spaltung predigen, werden sie von jenen gewählt, die um ihre Stellung in der Konsumautenarmee fürchten.

Der schlimmste Verbrecher unter allen, das ist der Konsumfaschist, man kann ihn auch Konsumterrorist nennen, da der Konsumakt eines SUV wohl nicht minder tödlich gegen die Menschen ist, als eine gewöhnliche Selbstmordperson, die im Schnitt fünf Menschen in den Tod mit sich nimmt.

Aber Konsum lautet der Kampfauftrag und wer seine Befehle verweigert, der wird als Deserteur gehängt.
Mein Glück, das Hängen besteht nur aus sozialer Ächtung – nun – mal sehen, wenn die Binnenmärkte kollabieren, vielleicht wird dann Konsumverweigerung sogar noch unter Todesstrafe gestellt – noch sind wir so wenige, dass die Konsumfaschisten, die Finanzfaschisten, kurz die völlig radikalisierte Mehrheit über uns nur die Achseln zuckt.

Diese Wirtschaftsordnung muss kollabieren! Unterstützt Ihr sie weiter, wird sie bald alles – auch eure Kinder und Enkel in einer fulminanten Endschlacht in einen tödlichen Verteilungskampf reißen – die Gräben werden schon lange ausgehoben, die Truppen marschieren und ihr exerziert noch immer brav am Arbeitsplatz und in den Kaufhallen mit!

Die Klimagipfel sind eine lächerliche Posse, dort hocken Verbrecher, die wissen, für die Masse spielt das Klima schon bald keine Rolle mehr, es ist bestenfalls noch die Begleitmusik für diesen Totentanz.

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Einsiedler in Hinterwald
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