Der autonome Mensch

Das Jahr 2015, die Menschen haben sich 7 Dekaden nach der Katastrophe, als sie am Abgrund standen und ihnen die Apokalypse schon vor Augen lag, zu einer friedlichen Gemeinschaft, intellektueller Lebewesen zusammengefunden.
In Europa begann es damit, dass sich die einzelnen Menschen weigerten weiter staatliche Gebilde zu unterstützen. Menschen die sich als „Führungspersönlichkeiten“ gerierten wurden geächtet, es galt die nötigen Dinge anzupacken, gemeinsam und gleichberechtigt, die Talentierten, die Fleißigen sie nahmen die Melancholischen, die weniger Geschickten als ebenbürtige Artgenossen war und hörten auf sie mit Überheblichkeit zu betrachten.
So stellte sich bald heraus, dass in allen Menschen ganz wundervolle Fähigkeiten geborgen lagen, die in diesem neuen sozialen Milieu endlich ebenso zu blühen imstande waren, wie jene derer, die dank ihrer Kraft auch das widerliche Zeitalter der Verdrängung und des Wettkampfs, vortrefflich zu meistern, im Stande waren.
Man hörte auf sich bürokratischen Zwängen zu beugen, die völlig unnötig sind.
Es verschwanden mehr als drei Viertel aller Aufgabenfelder der alten Gesellschaftsordnung.
Jeglicher Besitz wurde als perverse Art der Entwürdigung anderer empfunden, die Achtung der Dinge war eine Selbstverständlichkeit und da jeder Mensch ohne Not und Angst existieren konnte, bedurfte es keiner Aufsichts- oder Kontrollorgane.
Kurz – Utopia war möglich geworden.
Die Medizin machte enorme Fortschritte, man besann sich der alten Kenntnisse mit der Natur zu heilen und verband diese mit den modernen Fortschritten in der Chemie, sowie der Physik.
Vor allem, man hörte auf sich durch einen auch individuell destruktiven Lebensstil täglichen Gefahren und täglicher Verseuchung auszusetzen.
Man begann eine völlig andere Art des Hedonismus zu empfinden.
Es war nicht mehr angesagt sich in Blechbüchsen mit hoher Geschwindigkeit über Land zu bewegen, sondern man nutze bionische Fluganzüge zur Überwindung größerer Distanzen, man musste nie mehr mitführen, als man am Körper trug, da überall die Dinge, die man benötigte zur Verfügung standen.
Kultur lebte man, sie verlor ganz und gar ihren Warenwert, sondern verschmolz in der Kreativität aller.
Konzerte und Schauspiel fanden spontan statt, Orte wundervoller Akustik wurden geschaffen, wo sich jene fanden, die besonders gerne mit Lauten malten.
Sport trieben jene, die ihre Kraft und Geschicklichkeit auszuleben wünschten, ohne jedoch je von Tausenden begafft und angefeuert zu werden – es gab keine „Professionalität“ –
Jeder Mensch war ein Lebensprofi geworden – die Gesellschaft war eine Gemeinschaft, es gab weder Geld noch Privatbesitz – die Infrastruktur war ausgefeilt und vollkommen auf die Lösung der wesentlichen Bedürfnisse ausgerichtet.
Der Wegfall von Verteilungs-, Verwaltungs- und Marketingstrukturen, löste jegliches Konkurrenzschema auf. Die Menschen hatten was sie sich wünschten und sie wünschten sich nicht mehr als destruktive Horde den Planeten und sich selbst im gnadenlosen Gegeneinander zu schänden.
Der brillante Mediziner achtete die empathische Pflegekraft als völlig gleichberechtigt und je nach Veranlagung konnten die Menschen sich an wahrhaften Universitäten bilden und ihre Fähigkeiten erweitern.
Es gab eine universelle Sprache, die neben hunderten von anderen alten Sprachen, von jedem verstanden wurde.
Die Grundlagen der Naturwissenschaft kannten die Menschen meist im Kindesalter , die Geschichte ihrer Art ebenso, die Muttersprache und die Universalsprache schon früher – die Form war nebensächlich, die Ausdruckskraft wurde hingegen geliebt.
Die Dinge des Lebens besorgte man an Eindeckungspunkten – manchmal waren sogar die Wohnwaben damit ausgestattet (besonders jene, die häufig frequentiert wurden, da sie an besonders beliebten Orten lagen…..)
Die Menschen hatten verstanden, dass man nach einigen Tagen den Zauber eines Ortes zumindest erahnen konnte, dass dieser Zauber jedoch im Grunde praktisch jedem Ort auf der Erde inne wohnte – somit ergab es sich kaum, dass immer noch als besonders empfundene Plätze überlaufen waren.
Das Glück der Geburt hatte sich relativiert, einzig, dort wo man geboren wurde, hatte man noch ein Vorrecht auf seine Wohnstatt – die nur belebt wurde, so man länger als eine Woche zu reisen wünschte.
Die Arbeitswelt war so durchlässig geworden, dass die nötigen Fertigkeiten praktisch nie einen Mangel darstellten, im Gegenteil, meist war sie im Überfluss vorhanden und man durfte im System aktiv werden, so man einen Platz ergatterte.
Dies war im Grunde die letzte Verwaltungsaufgabe, die Mobilität der Menschen möglichst gerecht zu organisieren – sowohl was ihre jeweilige Unterbringung – als auch ihre Aktivität betraf.
Jeder Mensch hatte dabei ein garantiertes Mobilitäts- als auch Aktivitätskontingent, das es Quartalsweise selbst reduzieren konnte – die dabei entstehenden Pluskontingente wurden nach Warteliste auf jene übertragen, die mehr unterwegs sein wollten, bzw. mehr Aktivität im System verbringen wollten – woraus sich jedoch niemals Ansprüche ergaben.
Es wäre ja auch abstrus, würden durch die Erfüllung von Wünschen, die immer Ressourcen erforderten, noch höhere Bedürfniskontingente ausgelöst. Ein perverses Prinzip das in der Vorzeit gegolten hatte.
So war es früher der Fall, dass jene die nicht durften, auch Nichts bekamen (bis zum Hungertod), jene die durften im Grunde am Ende Alles hatten und alles Mögliche konnten.

Gimmiks…….
Sogenannte „Utilitators“ formten Kleidungsstücke in Sekunden nach Wunsch und exakter Passform –
Man konnte sogar das gewünschte Material wählen – nach Gebrauch wurde die Kleidung dem Apparat wieder zugeführt – der nächste Nutzer wählte seine Variante, so er Bedarf hatte.
Auch mit technischen Geräten des täglichen Bedarfs, im Grunde allen Dingen die man früher mit sich führte, so man zu verreisen pflegte, folgte man diesem Prinzip.
Es war die perfekte Kreislaufökonomie – der Rohmaterialbedarf sank um 90%, die nötige Energiewandlung sank dank der wegfallenden Logistik und der Überflussproduktion, trotz des mannigfaltigen Modifizierens, ebenfalls um mehr als die Hälfte.
Die meisten dieser Innovationen hätten Führungsstrukturen verhindert, da die „altbewährte“ Ökonomie als vollkommen obsolet, ihre Strukturen als vollkommen überflüssig und somit die Jagdgründe der Oberschicht , als vollkommen eigennützig und wohl mehr als vier Fünftel der Menschheit schon zu Lebzeiten, zu Gunsten einer privilegierten Kaste, ins Elend treibend, entlarvten.
Da jedoch eben diese soziale Hierarchie aufgebrochen wurde, konnten sich die Menschen endlich entfalten.
Kurz – die neue Lebenswelt war so bunt wie niemals zuvor,
so friedlich wie niemals zuvor,
wo freudvoll wie niemals zuvor,
ja, auch so liebevoll wie niemals zuvor.
Es gab weder die Hybris Einzelner, zu glauben, sie könnten anderen Weisheiten auftischen,
noch gab es die devote Untertanenhaltung Anderer, sich willig benutzen zu lassen.
Der Mensch war endlich ein autonomes Wesen geworden, das sich vom Hordenvieh deutlich abhob.
Man erkannte, ein Teil von der Unendlichkeit zu sein, und war dankbar, einen Teil des Seins, als menschliches Wesen verbringen zu dürfen.
Der Sinn des Lebens war es, nicht dem Fressen und Gefressenwerden ausgeliefert zu sein, sondern tatsächlich etwas Besonderes im Lebenskosmos der Erde zu repräsentieren.
Ja, vielleicht würde man tatsächlich eines Tages ferne Galaxien erkunden und Wege finden, Sonnen am Leben zu halten.

Vom Traum zur Wirklichkeit
2015, die Menschen spielen leider immer noch das alte Spiel!

Es bedarf keiner großen Anstrengung, sich aus dem Spiel zu nehmen,
einzig ein Leben zu führen, welches nicht mehr als eine Erde erfordert,
würden etwa 10 Milliarden Menschen Teil der irdischen Fauna sein.

Es bedarf weder Schmerzen, noch bedarf es irgend eines Verzichts, es bedarf lediglich der grundlegenden Fähigkeiten als autonomes Wesen zu überleben.

Wer es schlecht trifft, der hat wohl keine Überlebenschance, da er von seinen Mitmenschen ganz konkret erschlagen, oder diffus in ein frühes Ableben getrieben wird.
Wer in Deutschland nach der Zeit des großen Krieges geboren wurde, der hat keine Ausrede!
Der kann es leicht hinbekommen!
Der Mensch kann ruhig etwa 20 m² Wohnraum für sich beanspruchen. Das ist mehr als genug!
Der Mensch braucht einen Garten, um Gemüse, Kräuter und wenn möglich Obst anzubauen – da genügen 100 m².
Der Mensch sollte sich in solidarischen Landwirtschaften zusammen tun, damit die Grundnahrungsmittel – Getreide, Knollenfrüchte, – wer es möchte Milch und Fleisch, gemeinsam bereitgestellt werden können.
Damit ist das Nötige vorhanden.
Es erfordert durchschnittlich zwei Stunden Arbeit täglich.
Die restliche Zeit steht für die Gedanken und die Freude an der Bewegung, am Erleben der Umgebung zur Verfügung.
Desto mehr Menschen sich als autonome Wesen gerieren, desto mehr gemeinsame Gestaltungsmöglichkeiten ergeben sich!
Würde die globale Gesellschaft ein lösungsorientiertes, vernunftbegabtes Handlungsmuster pflegen, ergäben sich wohl Lebenswelten wie eingangs beschrieben.

Nun, derzeit bedeutet es jedoch, sich wirklich auf das Wesentliche zu konzentrieren.

Mobilität ist in diesem System ein teuer erkauftes Gut!

Die Warenwelt ist schlicht pervers, Konsum ein destruktiver Akt (leider auch das Tippen

hier – da es Energiewandlung benötigt….).

Der Mensch der Gegenwart steht vor dem Dilemma –

seine Existenz zu einem lokalem Akt der Kontemplation und der extrem konzentrierten Erfahrung von Umwelt und Natur zu „reduzieren“ –

oder als Mitglied der Gesellschaft einer destruktiven Horde willig und mehr oder weniger widerwärtig zu folgen.

Als Hordentier sind wir wohl instinktgebunden an die zweite Variante gekettet.

Als Menschen geben wir jedoch vor, über den Status eines Primaten hinausgekommen zu sein.

Somit bliebe im Grunde nur Variante eins! (Nun würden sich morgen alle dazu entscheiden – hätten wir übermorgen eine neue Gesellschaft – ähnlich der kurz skizzierten Utopie….. – oder gefällt sie nicht? – nun – gerne lese ich hier andere Vorschläge…. – ich denke da ist vieles ohnehin völlig frei –

der utilitator der Menschlichen Träume…………………………

in einer realen Welt vielleicht nie existent….

in der Welt der Transhumanisten, existiert der Mensch ohnehin nur mehr virtuell……..

er kann dann wohl ganz immobil in einer Box gehalten werden –  die Matrix lässt grüßen….

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Über oberham

Einsiedler in Hinterwald
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15 Antworten zu Der autonome Mensch

  1. fini09 schreibt:

    @Oberham; erster Teil ein gelungener Traum – Joytopia laesst gruessen;)) sehr aufschlussreich,
    phantastisch u. eigentlich durchfuehrbar beschrieben. Nur, das ‚eigentlich‘ bleibt im Raum stehen;
    und, nun kommt wieder die eine Zahl ins boese Spiel: 99.9% scheinen nicht unseren Traum zu teilen…imho der ‚Transhumanismus‘, ein Albtraum der schlimmsten Art; Ist zum Bestand-Teil, Realitaet geworden. Das was einst ‚Mensch-Sein‘ bedeutet(e) stirbt langsam einen mehr oder weniger grauenhaften Tod denn sie woll(t)en es nicht sehen, nicht einsehen das…
    was einst ‚Mensch-sein‘ Sein sollte……….Ja, ‚der Hass‘ mit seiner Schwester ‚Gier‘ geeint mit dem Neid sie werden/haben’s vollbracht…Depri nicht wahr?
    LG

    • oberham schreibt:

      Sein eigenes Menschsein, hat letztlich noch immer jeder in den eigenen Händen.
      Die Devise lautet – rühre keinen Finger für dieses System – sei frei, bestelle einen Garten und bewege Dich neugierig durch Natur und Geist.
      Wer einen Vierzehnstundentag mit Gartenarbeit, Körperpflege, Faullenzen, Phantasieren, Kochen, Spazierengehen, Holz, Kräuter, Beeren, Pilze, sammeln, etwas dehnen und Entspannen, etwas Kräftigung und Ausdauer, Dinge reparieren, Möbel zimmern, Lesen, Studieren (Sprachen, Naturkunde, Physik, Chemie…..) gestaltet, der vergisst, dass er entweder nur mit Pfoten oder ganz alleine lebt.
      Dem wird niemals die Langeweile aufs Gemüt drücken, der wird ein spannendes, vollgepacktes Sein erleben!
      In den zehn Stunden Schlaf (ich war heute Nacht in Mexiko…. bin nicht gestorben, obwohl es gewaltig herging…… ) reist man träumend durch die Welt – die Axonenkinos laufen auf Hochtouren, gefüttert mit den Bildern des Tages.

      Man braucht keine TV-Berieselung, im Grunde würde auch die Bibliothek der Welt im I-Net genügen….. – letztlich werde ich eines Tages den Strom abstellen, Lesestoff hab ich längst genug – ist eine gute Isolierung der Innenwände – man muss die Liebgewordenen nur regelmäßig zur Hand nehmen, sonst würden sie zu schimmeln anfangen, das Papier muss immer gut durchlüftet und trocken sein!

      90 % des Wissens der Menschen ist völliger Schwachsinn – der Tag an dem man es endlich schafft, sich vom „Tagesgeschehen“ der Politverbrecher und der lieben Mitmenschen maximal möglich zu lösen, sich dafür einem Blatt, einem Grashalm oder auch einem Lichtreflex auf einem Schneekristall zuzuwenden, ist der Tag, an dem man den schlimmsten Mühlstein um sein Herz gelöst und in den Brunnen geworfen hat, ohne dabei mit zu versinken.

      Ich bin noch nicht ganz soweit – leider.
      Ich arbeite hart daran. (Schreibe z.B. keine Suaden mehr über die Gier der Politiker, die sich nebenbei 3000 Euro mehr pro Monat zugestanden haben – die UKP für persönliche Arbeitssklaven ist von 16,9 – auf 20 angehoben worden – was soll´s…………. – völlig egal!)
      (… und doch war ich so blöd, mich – kurz – zu ärgern…)

      Fazit – entweder man hat Hoffnung, dieses System möge sich zum Besseren modifizieren, oder man findet dieses System völlig irrsinnig.
      Erstere Sichtweise kann praktisch unendlich viele Facetten haben.
      Letztere sollte zumindest in der Konsequenz der Spielverweigerung eine gemeinsame Konstante haben.
      Solange man nicht ganz aus dem Irrenhaus tritt, hört man das Schreien der Verrückten.
      Es wird Zeit für mich endlich die Türen hinter mir zu schließen!

      Nun, ich bin ein Mensch wie alle anderen auch – es ist nicht einfach ganz alleine zu sein.
      Doch die Stille lockt unglaublich süß.

      Insofern, desto wirrer meine Worte auch werden, desto besser geht es mir!

      • fini09 schreibt:

        Deine Worte sind hart – nicht ‚wirr‘..danke!

      • Michelle schreibt:

        Hi Hi, kam durch Dude zu dir, schöne Vision, die ich gerne teile. Ich selbst lebe ja schon seit vielen Jahren außerhalb des Systems und bin dermassen glücklich damit, dass ich es nicht mehr geschafft habe, wieder zurückzukehren, obwohl es immer mal wieder Leute gab, die mich dazu überreden wollten, weil ein Leben ohne Wohnung ja doch schon etwas schwierig ist. Mir wars bisher lieber, weiter ohne Einkommen zu leben. Aber was machen die anderen? Habe gerade mit einer Hartz-vierlerin geredet, die sich super schlecht fühlt, kein Wunder. Wir brauchen vorübergehend ein bedingungsloses Grundeinkommen, zu diesem Ergebnis bin ich nach Jahren des Lebens mit 200 Euro im Monat und einem Jahr ganz ohne Geld lebend gekommen.
        Liebe Grüße von

        Michelle vom Vagabundenblog
        vagabundenblog.wordpress.com

  2. Pingback: Der autonome Mensch | Sei herzlich Willkommen beim Dude

  3. oberham schreibt:

    @Vagabundin…. – wünsch Dir weiter ein freies Vagabundendasein – 200,– € im Monat sind doch ne ganze Menge… – ein Jahr ganz ohne Geld find ich richtig, richtig!
    Leider bin ich auch so im 200 Euro Bereich – sprich ich muss ab und an etwas gegen Geld erbringen, womit ich im System klebe –

    Das mit dem Grundeinkommen ist, solange man Geld als Tauscheinheit nutzt eine Sache, der ich zustimmte, soweit es global gälte – nur – wie könnte ich von einem „deutschen“ oder „europäischen“ Staat ein Grundeinkommen annehmen, wenn jenseits der Grenze weiter das übliche Wahnsinnsspiel abläuft.
    Die ganze Debatte um das Grundeinkommen hat für mich den faden Beigeschmack, dass man sich auf sein Staatsgebilde kapriziert und zu glauben scheint, damit irgendwelche Privilegien verdient zu haben!

    Wenn Grundeinkommen dann global! Solange wir als Nation zu den Raubnationen gehören, sollen die Verlierer in unserem System so viel wie möglich leiden, wer nicht ohne Geld auskommt, wer glaubt gesellschaftliche Teilhabe sei ein Mindestquantum an Kaufkraft besitzen zu dürfen, ganz „bedingungslos“ (die Bedingung ist, dass das Staatsgebilde die jenseits dieses Gebildes Geborenen weiter munter ausbeutet!), der lügt sich weiter selber in die – dann volle – Tasche!

    Nein, in unserem Land gibt es wirklich nur das Vagabundieren oder die eremitische Klause im Wald – oder gerne Schrebergarten – mit minimaler Kollaboration und da sind 200 Euro ohnehin schon ganz kräftig.

    Da gibt es in Berlin doch glatt einen Verein, der Grundeinkommen verlost – die sind so dämlich, dass sie das entlarvende Prinzip ihrer Aktion gar nicht kapieren – denn bei einem Grundeinkommen in Deutschland, wären dies dann eben 80 Mio Losgewinner – der Rest ? – nun da gibt’s dann wohl wirklich eine dicke Mauer um unser Land herum!

    Globales Grundeinkommen für alle Menschen – bin ich sofort dafür – klappt aber nur, wenn man die 100 reichsten Menschen (und die ca. 100 Millionen Millionäre gleich dazu…) kurzerhand zu Grundeinkommensempfängern macht und deren Vermögen sozialisiert – globale Genossenschaften – so könnte man den ökonomischen Cut etwas mildern – bis man endlich zur hierarchielosen Anarchie der symbiotisch, sozialen Interaktion gelangt.

    Bleib gesund – das ist das Wichtigste, vor allem für Vagabunden!

    • oberham schreibt:

      ….. war doch klar, wobei – wäre die Initiative erfolgreich gewesen, hätte die Schweiz die interne Sklavenhaltung aufgegeben, nicht jedoch die exterritoriale – vor allem, der Wohlstand der Schweiz basiert auf mehreren Verbrechen, gegen die Menschlichkeit und gegen die Natur – den Wohlstandsturbo gab es Dank der Schoah – der Wohlstandsmotor dröhnt im Grundbereich dank mannigfaltiger Zusammenarbeit mit den widerlichsten Kräften der globalen Ökonomie!
      Sollen die Schweizer in ihren Bergen bald von Muren begraben werden, es wäre die sinnige Antwort der Natur auf ihre selbstgerechte „Demokratie“ – ÖPV können sie, das gestehe ich ihnen zu.

      Der liebe Jean hat auch nur Geld verdient mit seinen Büchern und es dann Anwälten wieder in den Rachen geworfen, da er mit Prozessen überzogen ist – so ist seine ganze engagierte Aufklärung ein Witz, er füttert damit letztlich nur die Gier jener Artgenossen an, die sich an seinen Schriften abarbeiten – die Leser unterhalten sich nur, glänzen mit den Botschaften des Jean, um andere zu schockieren, aber in Kreisen, wo man am Ende gemeinsam über das Ganze inbrünstig grölt und lacht!

      Nein – den Schweizern würde so ein exklusives nationales BG richtig gut stehen!
      Mich wundert, dass sie die Initiative nicht durchgezogen haben, es wäre ein schöner Grund gewesen die Grenzen absolut dicht zu machen – wo kämen wir da hin, würden „Nichtschweizer“ plötzlich vom Fleiß der Volksgruppe „bedingungslos“ profitieren.

      Es wäre vielleicht für die BG-Romantiker ein Wachruf geworden, ihre arroganten Träumereien zu hinterfragen.

      BG ginge nur global!

      • Dude schreibt:

        Klar war’s nicht unbedingt, aber dennoch eher wahrscheinlich, ja.
        Und ob sie erfolgreich sein wird, entscheidet dann – zumindest wenn man an den Scheinrechtsstaatzirkus mit seiner scheinheiligen, verlogenen Pseudo-direkten-Demokratie noch glaubt – das Volk… *lol*
        Aber die Sache ist gelaufen – seit dem Pseudo-Parlaments-Tralalalalaaa definitiv KLAR. 😉

        Und was die Exterritorialen https://dudeweblog.wordpress.com/2013/04/12/vom-staat-als-verbindendes-regulativ/ anlangt… zuerst müssten die – BIZ, CERN, UNO, sonstiges Gesindel in ZH, BE, BS, GE – allesamt mal auf den Scheiterhaufen geknallt und deren Schandtäter an den vor den Tempel stehenden Fahnenmästen aufgeknüpft werden von nem bewussten, wachen, engagierten Volk. Aber davon ist nicht mal zu träumen bei dem ganzen obrigkeitshörigen und systemgläubigen Biozombiegesoxx das hier so rumwuselt.

        Welcher Wohlstand? Hat Dich der Geist des angebeteten Kalbes jetzt auch schon infiziert? 😉

        Die Schweiz IST ein Verbrechen an der Menschlichkeit. Seit allerspät. 1814, aber vermutlich schon seit 1291. Zuviele Indizien sprechen dafür dass die satanistische Templerkabale nach den Kreuzzügen diesen Pfuhl schon als Refugium auserkoren.

        „Sollen die Schweizer in ihren Bergen bald von Muren begraben werden“

        Och, von mir aus könnts auch Mühleberg oder Beznau lupfen. Viel effizienter, da dann v.a. das Flachland und weniger die Berggebiete (wo noch die vernünftigsten Leute hausen, falls man hier überhaupt noch von Vernunft sprechen kann) treffen… 😀
        Und die beiden wären eh schon längst überfällig mit den ganzen belegten und vom ENSI (Eigentum der AXPO und BKW) gedeckelten Kernmantelrissen. :mrgreen:

        Und der liebe Jean war einer meiner grössten Schocks dieses Jahr. Sollte eigentlich nen Artikel geben. Aber hab schon länger keine Lust mehr, gratis für das Gesindel zu arbeiten.
        Ahnte es zwar schon länger mit seinem ganzen verblödeten hirngefickten Marxismus-Scheiss, aber war erst sicher, als ich das entsprechende Zitat hörte, das vielleicht dann doch mal noch als Artikel publiziert wird. 😉
        Für mich ist er jedenfalls, auch wenn er lange einer meiner Mentoren war, TOT.
        Eigentlich hät‘ ich’s schon länger ahnen müssen bei seinen ganzen Pfiffelispielen mit den NWO-Schwuchteln beim UNO-Dreckshaufen. Nun, ich kann’s nur so erklären, dass meine Achtung vor ihm einfach sehr lange sehr hoch war. Naivität… tja… man lernt…

        “ es wäre ein schöner Grund gewesen die Grenzen absolut dicht zu machen“

        Das ist ein anderes Thema. Da machst Du gar ein bodenloses Fass auf…
        https://dudeweblog.wordpress.com/2015/09/24/fluechtlingsfiasko-endphase-europa-und-darueber-hinaus/
        Die Geschehnisse darum auf Terrorhelvetien bezogen, haben mir aber auch gezeigt, wie lächerlich und unnütz dieses ganze Pseudo-Direkte-Demokratie-Scheinrechtsstaat-Theater ist. Nicht lange danach hat sich mir das ganze Scheinrechtssystem dann vollständig in hellstem Lichte gezeigt, als das was es ist:
        Ein dreckiger, perverser Witz von kinderfickenden Satanisten-Blutlinien über die Jahrtausende installiert – weltweit.

        Also schmiert euch ein BGE an den Arsch, sowohl in Nationen als auch Global, denn es ist blanke Utopie, Illusion – nichts weiter.

  4. oberham schreibt:

    …. Utopie, leider, im Grunde ist jede Hoffnung auf Vernunft utopisch, da der Irrsinn ja nicht erst seit gestern die bestimmende Kraft in der menschlichen Gesellschaft ist.
    Doch der einzelne Mensch kann diesem Irrsinn entfliehen – und er muss nicht sein Leben vorzeitig beenden dazu – er kann schlicht ein klares, freies und dabei schönes Sein für sich gestalten.
    Man muss sich letztlich nicht einmal über das Elend grämen, da man es als einzelner, der dem System weitestgehend entflohen ist, nicht zu verantworten hat – nicht ändern kann.
    Würde nur jeder Mensch sein Schicksal selbst in seine Hände nehmen……. – nun, diese Träume sind ebenso alt, wie unser Verstand, unsere Gedanken, hallten auch vor zigtausend Jahren durch die Sphären, leider nur als Marginalie in einem Ozean aus Demut, Duldsamkeit und grenzenloser Feigheit gegenüber den Psychopathen, die die Horden führten und führen.
    Jene die aufstanden und es beenden wollten wurden immer erschlagen, aus jedem Aufstand gingen neue Irrsinnige hervor, die die Horde zu führen verstanden, die Eremiten verkrochen sich in ihren Winkeln, wissend, es konnte nicht anders sein, da jede Gefolgschaft schon mit dem Ende gebrandmarkt ist!
    Nun, solange einer vorneweggeht und der Rest hinterher, bleibt jede Utopie von einer sozialen und friedlichen Gesellschaft der Menschen Utopie.

    • Dude schreibt:

      Weise Worte, mein Lieber – eines Artikels durchaus würdig. 🙂

      • Dude schreibt:

        Obschon mir ein kleiner Einwand dennoch angebracht erscheint.

        „er kann schlicht ein klares, freies und dabei schönes Sein für sich gestalten.“

        Kann er in der NWO? Mag sein, dass einigen das Privileg des Standes (oder des Geburtsorts, oder der Eigentumsverhältnisse) gegeben, doch ist dies wirklich allen gleichsam vergolten von den teuflischen Strukturen des jahrtausendelang okkupierten Planeten?

        Nein, mein Freund – das wäre eine blanke Lüge, und Hohn den von Geburte her systematisch der Verdammnis des lebenslangen Ausgebeutetseins und Unterdrücktseins gegenüber.

  5. fini09 schreibt:

    @dude;-) *****

  6. oberham schreibt:

    …. worst case, man wird irgendwo in einem absolutem Elendsloch von einer Frau geboren.
    Überlebt man die ersten Jahre, hat die Mutter unglaubliche Energie und Liebe gegeben!
    Man lebt vielleicht kurz, doch man kann versuchen als freier Mensch zu überleben, die Gesellschaft der anderen Menschen ist praktisch überall auf der Welt ein „feindlicher“ Lebensraum für Menschen die ihre Freiheit weit über das materielle Gut stellen.
    Natürlich ist es für viele dann die nackte Überlebensfrage – wie bekomme ich Nahrung, wo finde ich Schutz.
    Es mag überheblich klingen, doch solange die Menschen sich den Psychopathen unterordnen, bleibt für niemanden, der wirklich frei und vor allem frei von Verbrechen gegen die Natur und damit den Mitmenschen bleiben möchte, ein anderes Sein, als jenes der Besitzlosigkeit – insofern erübrigen sich Spekulationen über Eigentumsverhältnisse – wer behauptet frei zu sein, da er ein Bankkonto mit Guthaben zur Verfügung hat, da er Grund und Boden hat, der hat nur eine Freiheit, nämlich sich die Freiheit zu nehmen, das Raubgut zu seinen Gunsten zu nutzen, den jeder Besitz ist nichts weiter als Beute die man nicht teilt!

    Wer wirklich das „Glück“ hat zu erben, der kann sofort mit dem Teilen beginnen!
    Vagabunden und Obdachlose gibt es genug! In meine frugale Umgebung mag nur nicht einmal ein Obdachloser, zumal er sicher kein Gemüse bekommt, wenn er mir nicht hilft es anzubauen.
    Da bin ich gnadenlos – ich lass mich von niemanden ausbeuten, auch nicht von Menschen denen ich gerne helfen würde.
    Wer gesund ist, der hat gefälligst zu sammeln und anzubauen! Der hat zu lernen von den Pflanzen und den Lebewesen, da bleibt wahrlich genug Zeit für Muse und Träumerei!
    Ich verachte das ignorante Pack, das nicht einmal die Gräser benennen und Genießbares von Ungenießbarem unterscheiden kann!
    Es bedarf nur weniger Monate, um sich über die heimische Flora und Faune halbwegs kundig zu machen!
    Wer die Neugierde gegenüber seiner Umwelt verloren hat, da er lieber in komische Kisten blickt und komische Menschen kennt, die völlig bedeutungslos für sein Leben sind, der hat im Grunde schon seine Existenz verloren!
    Die Grundlage jeder Kultur ist die Kenntnis der Natur!
    Wer alleine nicht lebensfähig ist, wer sich in die Abhängigkeit des Stalls begibt, der ist zum Nutzvieh degeneriert!

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