Suade am Donnerstag irgendwo in Europa

Ich finde die heuchlerische, feige Wohlstandsgesellschaft hat verdient, dass die Mehrheit Ihrer Mitglieder endlich ebenso ins Elend sinkt, wie jene, die in den letzten Dekaden stellvertretend gelitten haben.
Ja, es wird noch mehr Elende geben in der Zukunft.

Elend für jene, die glauben eine bezahlte Arbeit und die damit gewährte Kaufkraft seien Lebensinhalt und Lebenssinn.

Vielleicht besinnen sich manche, vielleicht ist es für manche die letzte Chance einen anderen Weg zu finden, durch ein erfülltes Leben, als Wesen das sein Sein wirklich selbst bestimmt.

Ich fürchte jedoch, sie werden nur wütend und rasend übereinander herfallen.
Ja, die Profiteure, jene die tatsächlich als “Erfolgswesen” im Irrsinn des Materialismus, ihre unbegrenzten Kaufkräfte wüten lassen dürfen, werden weiter ihr hemmungsloses Spiel treiben können.

Sie werden munter davon parlieren, man dürfe nicht die Schwachen gegeneinanderhetzen, um sie im nächsten Nebensatz aufzuwiegeln und genau dies zu tun.

Eine solidarisierte Gesellschaft wäre ja auch der Tod für die Menschenschinder und Ausbeuter!

Nein, die Mehrheiten werden nichts erkennen, sie werden lediglich jammern, sich gegenseitig schänden und in ihrer würdelosen Existenz den marginalisierten Hordenhaufen spielen, aus dem sich die Gewinner ihre Lüste ziehen.

Das Spiel nähert sich auch in unseren Breiten wieder mal einem unerfreulichem Höhepunkt – recht so!
Warum sollen immer nur die Anderen leiden?

Die dümmlichen Funkitons- und Konsumtrottel, mögen sie gegeneinander ausgespielt werden, sollen sie doch übereinander herfallen, mich erfreut diese würdelose Inszenierung, mich schaudert ob jener Menschen, die da erst zu jammern beginnen, wenn das Elend sie selber am Kragen packt!

Es sei ihnen vergönnt, dass sie endlich zu spüren bekommen, was Armut bedeutet.

Das ganze Millionenheer, welches da glaubt, mit 300 Euro könnte man nicht würdevoll leben, das seine Seele und seine Lebenszeit in Ämtern als kriechende Masse ablebt – egal auf welcher Seite des Tisches, die gierigen “Besserverdiener”, die da glauben, Bildung sei das Recht zur Ausbeutung der “Ungebildeten”, die perfiden “Eliten” die sich im öffentlichen Diskurs munter die Bälle zuspielen, kurz fast alle Menschen in unseren Breiten, öden mich nur noch an!

Desto gründlicher das System kollabiert, desto eher bestünde eine winzige Chance, dass man endlich erkennt; jeder Mensch hat die Kraft seinen Intellekt zu entwickeln, entwickeln wir ihn, einander zu unterstützen in friedlicher und vernünftiger Lebenskunst, könnten wir vielleicht tatsächlich noch eine Zukunft für unserer kommenden Generationen ermöglichen, die ein glückliches, freudvoll erfülltes Sein eines jeden menschlichen Wesens sieht, Menschen die sich der Zugehörigkeit und des Einsseins mit der Natur bewusst sind, so wie sie es früher waren, gepaart mit der Erkenntnis, dass es keiner Ideologie und keines Glaubens bedarf, um zu würdigen, welch wundervolles Geschenk es ist, als denkendes Wesen eine Zeit lang existieren, fühlen, lieben und schaffen zu können.

Das Leben ist eine Wundertüte, nur leider, die Dummheit besiegt die Kraft des Geistes in den meisten unserer Artgenossen, so kommt aus dieser Tüte nicht die Brillanz der schöpferischen Kraft eines jeden, sondern das pure Grauen des dumpfen Triebes hervor.

Sei´s drum, ein jeder von uns hätte täglich, ja in jedem Moment, die Chance seine Handlungsweise zu ändern!

Jeder kann leben, ohne dem System zu dienen!
Jeder könnte überleben, ohne dem System zu dienen!

Nur – er verliert seine Konsumkraft dabei – und das scheint für die allermeisten absolut unvorstellbar zu sein!

Wer noch halbwegs bei Sinnen ist, würde erkennen, das nicht das System unser Überleben sichert, sondern die Natur – und das System vernichtet diese!
Die meisten Menschen glauben, eine absolut destruktive Handlungsweise sei alternativlos – glaubt, wenn man morgen nicht mehr zu “Arbeit” ginge, würde man übermorgen verhungern!

Glaubt, man müsse seine Kinder in diesen Irrsinn bestärken, müsse ihnen nur die “Erfolgsspur” vortreten…….

Erfolg in einer Welt des Wahnsinns, kann nur Wahnsinn sein!

Darum ist jede Episode, in welcher dieser Wahnsinn hervorbricht, schlicht zu begrüßen, da sie jenen, die da einen bequemen Winkel für sich gefunden haben, jenen die da glauben, sie hätten sich ihre absurden “Privilegien” verdient, in großer Zahl die Wahrheit präsentiert.

Die Plärrer der Parolen des Hasses, sie sind nicht widerlicher, als die Plärrer der Parolen der Liebe, wenn diese nach ihrem Geplärr in ihre SUV´s einsteigen um zum nächsten “Event” zu rauschen!

Die Marginalisierten sind vom Akt des Konsums zwangsweise abgeschnitten, die Gebildeten, die Funktionswesen, sie dürfen noch – sowohl dienen, als auch konsumieren!

Fragt sich nur, wer dann den Akt der Destruktion vollführt – sind es die frustrierten Horden, oder sind es die saturierten?

Wo hockt das miese Menschlein?

Hockt´s im kackbraunen Kneipenloch, oder im edlen Konzertsaal?

Was tut das miese Menschlein?

Schlägt es einem behindertem Kind den Schädel ein, oder behandelt es ein behindertes Kind gegen einen Krankenschein, wenn´s keinen hat, schickt es das Kind wieder heim – wird´s erschlagen, wird es keine Belastung für die Gemeinkasse sein!

Was sagt das miese Menschlein?

Es sagt meist, das Menschlein ist mies!

Tu ich auch, bin auch ein mieses Menschlein!

Ups, gibt’s irgendwo welche, die nicht mies sind?

Du, vielleicht, der du bis zu diesen Worten durchgehalten hast?

Ich brauche Luft zu atmen, die nicht verpestet ist!

Ich brauche Boden zu gärtnern, der nicht verseucht ist!

Ich brauche Zeit zu gärtnern, damit die Früchte mich nähren.

Ich brauche Zeit zu wandern, damit mein Geist fliegen kann.

Ich brauche Zeit zu lieben, damit mein Herz tanzen kann.

Ich brauche  Zeit zu träumen, damit ich durch die Welt fliegen kann.

Ich schenke mir die Zeit, ich schenke mir mein Leben, ich will

von niemandem etwas stehlen, ich ernte das Obst, wo es von den Besitzenden achtlos

dem Verrotten preisgegeben ward und steh so neben dem Reh, dem Igel, der Maus,

manchmal räum ich auch Mülltonnen aus – dort treffe ich die Ratte, wir kennen uns.

Die Ratte ist mir lieber, als der Mensch, der in seiner Dummheit das Essen wegwirft,

der in seiner Bequemlichkeit und Feigheit devot den Psychopathen ins Gedärm kriecht,

der einem System dient, dass ihm täglich seinen Wahnsinn blank vor seine Augen hält!

Die Böden verseucht Ihr, die Luft vergiftet Ihr, das Wasser schändet ihr,

jeder der für Lohn arbeitet ist ein räuberisches, meist völlig fremdbestimmtes Vieh!

Niemand erhält vom System Kaufkraft, der ihm kompromisslos zu widerstehen versucht!

Findet Euch, helft Euch, lernt in Lumpen glücklich zu werden.

Ein Atemzug in Freiheit ist mehr, als ein langes Leben in Knechtschaft!

Der Tag, an dem ihr versteht gemeinsam in Güte und Klugheit einander zu helfen,

ohne dem anderen eine Rechnung zu präsentieren, ohne Quittung, ohne Gier und Neid,

der Tag wäre voller Licht, Wärme und Hoffnung,

doch ich sehe überall nur das Dunkel des Stumpfsinns und nur gegen Bezahlung

erhält man die mögliche Brillanz des menschlichen Talents,

die schönste Stimme, die zu Tränen rühren kann,

ätzt mir die Sinne, da die Gulden klimpern und die Melodie vernichten!

Es gibt den Gesang – den Gesang der Natur, der Wind spielt im Konzert mit allem was sich in ihm wiegt,

die Vögel, je nach Jahreszeit, die Grillen und Myriaden von anderen Arten………..

hier schlägt der Lärm der Maschinen die Bresche des Wahnsinns in die Schönheit.

Es gibt noch Orte der Stille, Orte wo ich der einzige Wahnsinnige, nackte Zweibeiner bin,

täglich suche ich sie auf – dort liegt mein Paradies!

Solange ich mich frei bewegen kann, werde ich diese Orte suchen, mich dort meiner Zeit freuen – sollten sie mir in meiner Heimat genommen werden,

werde ich weiter ziehen,

ich werde ziehen, nicht flüchten,

ich werde niemals von einem Krieg in einen anderen fliehn,

ich nehme an euren Kriegen nicht teil

euren täglichen Verteilungskriegen – Mensch gegen Mensch (bis sich alle soweit einig sind…..)

Familie gegen Familie (bis sich alle soweit einig sind……)

Schüler gegen Schüler (bis sich alle soweit einig sind……)

Student gegen Student (bis sich alle soweit einig sind…….)

Lehrer gegen Lehrer (bis sich alle soweit einig sind…….)

Künstler gegen Künstler (bis sich alle soweit einig sind…..)

Arbeiter gegen Arbeiter (bsases……………..)

Bauer gegen Bauer (bsases………………)

Händler gegen Händler (bsases……………..)

Handwerker gegen Handwerker (bsases…………..)

Brainworker gegen Brainworker (bsases……………..)

Jeder gegen Jeden (bsases………………….)

Bis sich alle soweit einig sind, es gilt die Natur und die Umwelt zu erhalten, alle Menschen sind gleich, es darf keine Armut geben, niemand soll verhungern müssen, wir wollen Frieden, wir wollen Einigkeit, wie wollen unseren Nächsten lieben und respektieren, ABER zuerst müssen wir Geld VERDIENEN………………………………………………………..

Wer keines verdient, der hat sein Leben eben nicht verdient!

Soll er schnell sterben – geh er sterben.

Ein Spruch der in den Schichten weit „Unten“ sehr beliebt ist – und völlig ernstgemeint einander zugerufen wird.

Im Krieg schreit der Soldat – STIRB!

Heute schreit die Masse – Geht sterben, aber lasst uns, unseren Kampfplatz, er gehört uns, wir waren zuerst hier.

Heute schreien die Gebildeten, wir müssen die Elenden menschenwürdig behandeln, doch wir können leider nur unsere alten Kleider dafür erübrigen, wir können keinesfalls unseren Konsumstandard dafür senken, das würde unsere Wirtschaft schädigen, wir müssen viel konsumieren, doch einige der Ankommenden werden gut genug konditioniert sein, um selbst zu uns ins Wohlstandssegment aufsteigen zu können.

Zwei Seiten der selben widerwärtigen Gesellschaft.

Nun – für heute genug geschimpft – ich genieß ab jetzt meinen Tag – Ihr seid sicher längst beim Kämpfen, nicht wahr?

Wobei jene die hier lesen, sind ja selber meist Widerständler, jenen erzähl ich keine Neuigkeiten, es ist ja der längste Bart von allen, den ich hier ausbreite.

Euch einen schönen Tag, die Artgenossen an der Front, sie werden bald wieder mit Bajonetten aufeinander stechen – die Bomben reichen nicht.

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Über oberham

Einsiedler in Hinterwald
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5 Antworten zu Suade am Donnerstag irgendwo in Europa

  1. kahalla schreibt:

    Wahrscheinlich werden sie Sportgeschäfte nach Baseballschlägern absuchen….

    Ehrlich gesagt, finde ich, dass niemand ein solches Leben verdient hat, weder das elende, arme der vielen Flüchtlinge, weder das RTL-verseuchte Hartz 4 Leben, weder das angeblich freie Bürgerleben mit all seinen Komplexen und seelisch kaputten Facetten, noch das paranoide, narzisstische Leben der reichsten unter den Dummköpfen.
    Ja, wir marschieren hierzulande stracks in eine Diktatur der Konzerne. Und es wird eine neue Katastrophe geben, dieses mal globalisiert, nicht „nur“ in Afrika, Amerika, Europa oder Asien. Überall wo die Gier „der Märkte“ hinreicht, wird es Krieg, Tod und Verderben geben. Ich hoffe, dass möglichst viele wirklich freie Lebewesen überleben werden. Ob da auch noch Menschen drunter sind? Keine Ahnung. Nur eins beruhigt mich. Hitlers Krieg war lange nicht so total im Ergebnis, wie er ihn gerne gehabt hätte und näher dran an der Perfektion ist die heutige Herrschergeneration ebenfalls nicht. Aber mal sehen, vielleicht überleben die Wale ja noch die Menschheit. Der Lebensgemeinschaft Erde könnte man das gönnen, mal so ganz global betrachtet.

    Es gibt immer Hoffnung, nur nicht immer für alle.

    • oberham schreibt:

      … nicht wenige wünschen der Erde gute Besserung, möge der Ausschlag Menschheit möglichst bald vergehen.
      Überall wo die Gier der Märkte hinreicht, gab es, gibt es und wird es immer Krieg, Tod und Verderben geben – das kann ich nicht nur in der Zukunft sehen, das sehe ich seit ich lebe und wenn ich der Geschichtsschreibung glaube, gab es dies – so – auch schon seit sehr langer Zeit, gab es vor allem keine Zeit, in der wirklich Frieden herrschte, statt der Gier.

      Doch – es gibt immer Hoffnung, für jeden – man muss sich schlicht bewusst werden, dass man ohne Atemluft erstickt, ohne Geld jedoch, hat man sich und seine Kräfte immer noch – man kann ohne Geld leben!

      ….. und wenn man sich ein paar Euro im Monat erbettelt, ob nun mit einem Hut, oder durch ein paar Sklavenjobs, mehr als 10 Stunden im Monat sollte man nicht opfern müssen, um völlig frei und losgelöst vom System überleben zu können!

      Null Konsum und etwas Kreativität macht einen zum Widerstandskämpfer!
      Die Waffe ist die Verweigerung, das eigene Leben füllt man durch Bewegung, Essen beschaffen und Natur, geklaute Kultur, oder man gestaltet selbst – malt, musiziert, schreibt, gestaltet – kurz man lebt seine Idee vom Leben.

      Du probierst es doch ohnehin, das Gnadengeld vom Staat kann man von mir aus nehmen, sofern man keinen Buckel im Amt machen muss – es soll da ja auch anständige, vernünftige Argentursklaven geben – hockt man vor einem Arschloch mit Hautfalte in Körperform sagt man das diesem Wesen so ins Gesicht und die Almosenvariante von der Gesellschaft hat sich ohnehin erledigt – nur – ich wette das Gefühl endlich nicht mehr zu kriechen, hebt sogar Hunger und Kälte auf!
      Wenn bei Dir alle Strike reißen, kommst du zu mir gewandert – ich hab Vorräte für mehr Artgenossen – nur – in meine Hütte will bisher keiner – anscheinend ist mein Lebensstil doch zu öde – wobei ich finde, er ist reicher als alles was meine Artgenossen sonst so an Varianten zu bieten haben.

      • kahalla schreibt:

        Sicher probiere ich es . Allerdings erübrigt sich der Kotau, wenn man die Herrschaften vor Ort auf das festlegt, was sie laut SGB leisten müssen. Hier in Wupp können sie das nämlich nicht mal, werben aber in Hochglanzprospekten mit Vorzeigefällen. Es sieht so aus als hätte meine „Vermittlerin“ (die nie auch nur versucht hat etwas zu vermitteln) das Handtuch geworfen. Nun darf sich das Fallmanagement mit meiner Person beschäftigen. Bin gespannt, näxter Termin im Dezember. Per Mail machte die Dame einen ganz passablen Eindruck. Mal sehen… Und da du ja auch weißt, dass ich noch Großes vor habe, nämlich das, was du hast, möglichst vielen anderen auch zu ermöglichen, werde ich mich wohl noch ein paar Jahre mit der Gesellschaft herumschlagen. Sollte ich allerdings müde werden, diese Pläne zu verfolgen, kann es in der Tat sein, dass ich bei dir auf der Matte stehe. Eine Vision die mich nicht abschreckt, sondern mir dann als gute und wesentlich stressfreiere Alternative zu meinem augenblicklichen Dasein erscheint.

      • oberham schreibt:

        Don Quichotte 😉

      • kahalla schreibt:

        Sancho Pansa 😉

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