Wortfetzen aus dem Off

Jahresmenschenzeiten

Duft von trockenen Gräsern
schmeichelt gemeinsam mit warmen Wind und Sonnenstrahl
meinen Sinnen – Glück
– träge trage ich meine Gedanken mit mir
– naiv wie ein Kind
– nie erwachsen geworden
– nie ein nützlicher Mensch
– einfach nur ein Wesen in der gleichförmigen Strömung der Zeit
– Beeren auf meiner Zunge, fruchtig
– Erde unter meinen nackten Füßen, tragend
– langsam bewegt sich ein Körper dahin
-oder ist es schnell?
Der Sommer – Vergangenheit
Im August wird schon der Nebel auf den Feldern liegen
Brombeerzeit – die Tage werden sparsam, lang wandelt der Mondschein
länger und länger
Nachts allein sein
der Blick zu den Sternen
nichts hört ich,
nicht einmal das leise Weinen
Stille –
viele gehen nun schon vor dem Herbst
viele werden im Herbst gehen
Winterzeit
wie belanglos, bereit,

gruselige Heiterkeit,
hinter den grimassierenden Fratzen, lauert diese grässliche Gedankenbrut
die wabernd mächtig
immer das Scheußliche tut

nützliche Helfer überall,
überall, wohin ich seh,
nützliche Helfer, willig, billig, seelenlos, längst gestorben,

der moderne Mensch ist mehr den je ein destruktives Wesen
mordender Mensch, bis du je anders gewesen?`

Im Frühling?

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Über oberham

Einsiedler in Hinterwald
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4 Antworten zu Wortfetzen aus dem Off

  1. Der Nachdenker schreibt:

    Den Status quo in Worte gehüllt,
    hörbär für den, der zu hören vermag,
    die Wahrzeit als Zeichen an die Wand gemalt,
    sichtbar für den, der zu sehen vermag.
    Die Mehrheit der Menschen, nein, sie war nie anders,
    gierig nach Macht, Geld, Besitz,
    nur die alles ausradierenden Massenvernichtungswaffen
    hatten sie niemals
    vorher.

  2. kahalla schreibt:

    Demokratie, Liebe, Gerechtigkeit, alles Gewäsch?
    Träume von einer besseren Menschheit, in der Praxis gescheitert, am Menschen und seiner Gier.
    Doch mehr haben wir nicht. Seit wir uns über die Natur gesetzt haben sind wir verantwortlich.

    Wieso glauben diejenigen, die sich über die Menschen gesetzt haben, nicht verantwortlich zu sein?

    Und zurück zur „Unschuld“? Das geht wohl nicht. dafür haben wir uns zu weit entfernt, von dem Tier das wir waren. Weitermachen bedeutet untergehen; wir sind auch noch nirgendwo angelangt wo wir uns wieder eingliedern wollen in diese Natur. Wahrscheinlich sind wir auf dem Weg nach oben und das in einer Natur, in der es kein oben gibt. Paddelnd wie ein Taucher der Oben und Unten nicht kennt und deshalb ziellos auf der Stelle zappelt.

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