Der destruktive Weg

Ohnmacht macht Macht!  Im System ist das Individuum ohnmächtig, sein Intellekt ist schlicht eine Variante determinierten Instinkts, sein Talent schlicht eine Variante von Jagdgeschick.

Wir sind als Art nicht zukunftsfähig. Soviele Arten wir auch durch unser Verhalten vernichten werden, so widerlich vielfältig wir auch den Planeten mit Spuren unserer Destruktivität und bodenlosen Dummheit hinterlassen werden, unsere Art wird eine der kurzweiligsten Erscheinungen im Spektrum der Evolution gewesen sein.

Dabei wäre Anderes möglich gewesen!

Mein Ruf gilt allen, die noch Hoffnung in sich tragen, verweigert Euch dem System und kreiert möglichst autonome Überlebensmodelle im Off.

Noch ist die Natur nicht völlig vom Wahn unserer Art durchwirkt, noch bleiben uns Chancen sie zu bewahren und mit ihr, durch sie hindurch, aus ihr heraus zu existieren.

Es gilt einen seinsbezogenen Hedonismus zu genießen, nicht einem auf Materialismus bezogenen, grausamen Giertrieb zu folgen.

Das System kannibalisiert unsere Art, wir zerfressen nicht nur die Lebensgrundlage deren Teil wir sind, sondern auch uns selbst im gegenseitigen und gnadenlosen Wettbewerb.

Jede empathische, soziale, intellektuell gütige Regung wird am Ende doch zu einem Faden der Grausamkeit gewoben, indem das System die Güte als Kitt für seine Vernichtungskraft missbraucht.

Im System ist Vertrauen gleich Selbstmord, im System wird Vertrauen mit der Höchststrafe bedacht, man wird zum Idioten.

Dabei sind es jene, die gütige Menschen und deren Vertrauen tagtäglich verraten, die die Idioten sind.

Selbst der mächtigste unserer Art ist nur ein Trottel des Systems, ohne die Kette der Grausamkeit könnte kein Machtknoten existieren, würde er schlicht von der klugen und gütigen Masse ignoriert.

Doch die Masse liefert sich aus, sie willigt ein in den Weg der Vernichtung, sie beugt sich dem Druck den sie doch selbst erzeugt.

Wer von Euch kann mir ein Beispiel nennen, ein Beispiel, da gütige, intelligente Menschen letztlich nicht doch zum Steinchen des Mosaiks, dieses verdammten Treibens werden?

Solange die Geburt eines Menschen vom Prinzip her nicht anders angelegt ist, als der Fall eines befruchteten Samens, einer Pflanze, die – fällt sie günstig – zum Himmel sprießt und gedeiht, fällt sie fatal, eingeht bevor sie noch richtig Wurzeln schlug, solange ist der vermeintliche Intellekt nichts weiter als ein fehlgeleiteter Instinkt, eine groteske Variante im Überlebensroulette der Natur.

Doch das Groteske hält sich nicht lange im Spiel des Lebens!

Wer keinerlei Hoffnung mehr hat, der kann weiter die gängige Variante wählen, es ist Ihm nichts vorzuwerfen, da man Hoffnung auf eine menschliche Zukunft durchaus als Wahnsinn bezeichnen kann.

In diesem Sinne tippt hier ein Wahnsinniger ab und an seine Apelle.

Ich bin auf die Beispiele gespannt!

Advertisements

Über oberham

Einsiedler in Hinterwald
Dieser Beitrag wurde unter Was Spatzen von den Dächern pfeiffen veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

6 Antworten zu Der destruktive Weg

  1. Lieber oberham,

    JEDER Mensch ist ein GUTES-SEIN.

    Die westliche Kultur aber ist eine Schuldkultur, die von einer Organisation,geschaffen wurde, die von den meisten Menschen (die ich „kenne“) als Religion, nämlich der „christlichen“ wahrgenommen wird. Dieses System beruht auf einer Lüge, nämlich, dass der Mensch ein Böses Sein wäre. Mit dieser Lüge wurden die Menschen seit nunmehr über 1415 Jahren abgefüttert. Alle europäischen Sprachen sind davon tief durchdrungen. Vor allem davon, dass das „Böse“ tatsächlich existieren würde und der Mensch SCHULDIG werden könnte, wenn er es nach der Lehre des Todeskultes ja nicht schon SOWIESO bereits wäre, da der Mensch ja angeblich in SCHULD gezeugt, in SCHULD empfangen und in SCHULD geboren würde; es sich also um einen natürlichen Vorgang handeln würde. Dieser unsinnige Wahn wurde dann noch damit verknüpft, dass ein angeblich guter und lieber Gott den Menschen geschaffen habe.

    Derartige Wahnvorstellungen MÜSSEN im Denken eines Menschen, der von einem derartig abscheulichen Irrtum befallen wird, zu einer Schizophrenie im Denken selbst führen, in der sich dann kein Platz mehr für Logik befindet.

    Denn es ist doch so, wenn ein guter und lieber Gott der Schöpfer der Menschen ist, aber gleichzeitig die IRRE Behauptung, die nichts weiter als eine LÜGE ist, aufgestellt und verbreitet wird, dass der Mensch von Natur aus ein böses und schuldiges Sein wäre, bleibt nichts anderes übrig, als das der gute und liebe Gott selber der Urheber des Bösen sein muss, denn schließlich hat er ja den bösen und schuldigen Menschen erschaffen.

    Dies kann nur zu zwei Schlussfolgerungen führen, nämlich entweder, dass es gar keinen Gott gibt, oder dass diese absurden und irren Vorstellungen ein kranker Wahn sein müssen. Die letzte Schlussfolgerung führt nun bei vielen Menschen in ihrem Denken dazu, dass es gar keinen Gott geben kann, obwohl doch damit nur ausgesagt werden kann, dass es einen solchen, von Menschen fabrizierten Gott, der zwar angeblich gut und lieb sein soll, aber dennoch den bösen und schuldigen Menschen erschafft, nicht geben kann, was aber doch keineswegs ausschließt, dass es gar keinen Gott/gar keine Götter gäbe.

    Menschen haben diese Organisation geschaffen und dazu die Religion und das Recht fabriziert. Es handelt sich dabei um ein Kunst-System von dem wohl angenommen wurde, dass es das Überleben des Menschen gegen die Gefahren der Natur, also unserer Umwelt, in der wir als biologische Lebewesen zubringen, „besser“ zu schützen weiß.

    Nun sind aber Religion und Recht Formen des Aberglaubens, der so lange anhält bis eine Katastrophe eintritt, der nicht mehr mit Aberglauben begegnet werden kann.

    Das System, in dem wir zur Zeit leben, besteht aus SCHULDEN-Geben, Forderungen-Haben und darauf Abgaben (wie etwa Zinsen, Gebühren und Bußgeldbescheide) zahlen. Da es gar keine Schuld gibt, können diese natürlich auch gar niemals zurückgezahlt werden und somit besteht eine „ewige“ Forderung auf die Menschen per ZWANG etwas abzugeben haben, ohne dass die Forderung jemals erlöschen kann, die sich ja selbst auf etwas bezieht, das überhaupt nicht vorhanden ist, außer natürlich als Idee, als Phantasma, das für Wirklichkeit gehalten wird.

    Die Menschen in „unserem“ System sind also in einer irreligiösen Wahn-Idee VERHAFTET, die von Karl Marx richtig als Zustand der Illusion bezeichnet wird, der von der Religion verursacht und aufrechterhalten wird. Dazu bedient sich die Religion des von ihr selbst erdachten Mittels, welches Recht genannt wird, und an dessen „Gesetze“ sich der Mensch zu halten habe, andernfalls er bestraft wird. Was jeweils „Recht“ ist, wird freilich von dieser kranken und absurden Religion, die hier die Gewalt und Unterdrückung des Menschen ausübt, bestimmt.



    Ich habe jedenfalls keine Veranlassung mich der Hoffnungslosigkeit hinzugeben, weil ich weiß, dass JEDER Mensch ein Gutes-Sein IST, und ich keine Zweifel an einen guten und lieben Gott habe. Außerdem ist die Welt nicht nur „groß“ und schön, sondern auch noch von Menschen bevölkert, die anderen Kulturen angehören und nicht einem derartigen Wahn, wie dem Christentum=Schuldkultur = TODESKULT unterworfen wurden, wenn ich auch durchaus nicht verkenne, dass andere Religionen auch viel Aberglauben aufweisen und als System ausgeübt, als Aberglauben zu bezeichnen sind, wie der hier herrschende.

  2. Der Nachdenker schreibt:

    Ohne jede Obrigkeit
    »Es ist mir (Stefan Heym) öfter vorgeworfen worden, dass der Roman ›Schwarzenberg‹ nichts ist als eine Utopie. Es ist möglich, dass ich ein unverbesserlicher Utopist bin. Und dass das, was ich mir einbilde, was die Menschen leisten könnten, nicht möglich ist, weil sie nicht begreifen, dass sie, wenn sie nicht sehr scharf aufpassen, ihrem eigenen Untergang entgegengehen. Aber andererseits weigere ich mich zu glauben, dass der Mensch nicht lernen könnte, dass er nicht nur ist wie eine Wanze, die dahinlebt, krepiert und dann verschwindet.
    http://www.jungewelt.de/2015/05-23/001.php
    Wer, wenn nicht. Wann, wenn nicht jetzt.

  3. oberham schreibt:

    Dabei wäre Anderes noch möglich…. – ist es so optimistischer?

      • oberham schreibt:

        … in einem sind wir uns doch einig – wir sehen den Menschen positiv.
        Allerdings den Menschen in seinen Möglichkeiten, nicht die Menschheit als Gesellschaft – zumindest ist dies meine Veranlassung immer wieder mal hier zu appellieren.

        Die Menschheit als Gesellschaft hat sich in meinen Augen leider noch nicht ihres Potentials entsonnen, vielmehr hat sie ihr Potential pervertiert.

        Es gibt viele Facetten, doch es bleiben Facetten, welche die Brillanz menschlicher Schaffenskraft und menschlicher Empathie aufblitzen lassen.
        Das sind die Beispiele nach denen ich im Beitrag gefragt hatte.
        Ich hatte gehofft, es gäbe ein paar Leser, die sie mir um die Ohren (Augen) wickeln, um anschließen den Diskurs zu eröffnen, wie diese ganzen Facetten letztlich vom Wahnsinn des Ganzen (menschlichen Gesamtreibens) vergewaltigt und vereinnahmt werden.

        Ich mag keinem Menschen seinen Glauben absprechen, doch für mich sind gerade die Glaubensgemeinschaften ein vorzügliches Beispiel für die Ambivalenz von Möglichkeit und tatsächlicher Wirkung.

        Augustinus könnte man fast zu jedem Thema wunderbar zitieren, nur( „Nicht in Fressen und Saufen, nicht in Wollust und Unzucht, nicht in Hader und Neid, sondern ziehet den Herrn Jesus Christus an und pflegt das Fleisch nicht zur Erregung eurer Lüste“ (Röm 13,13–14)) wurde auch er letztlich nur zum Einnorden der Untertanen genutzt, wie jeder Glaube.

        Solange es jedoch Untertanen gibt, gibt es Erhabene, gibt es keinen Frieden und keine wahre Liebe die sich ins Vertrauen an die Fähigkeit zur Vernunft und zur Hingabe legen kann.

        Erst wenn wir Menschen wirklich begreifen, welch wundervolle Kraft im Denken eines jeden wirken kann, wird aus dem Konjunktiv ein Indikativ werden können.

        Nun, jene von uns, welche zumindest an diese Möglichkeit glauben, müssen nicht ohne Hoffnung bleiben. Wer diese Möglichkeit für sein persönliches Sein erschließt, der wird in meinen Augen eine erfüllte Lebenszeit in Würde fühlen und sich nicht zum Elendsbringer für die Verlierer des grausamen Spiels manipulieren lassen.

      • „Die Menschheit als Gesellschaft“ – was soll das sein?

        Die Menschen der Schuldkultur sind doch einem Aberglauben unterworfen worden und die älteste und weltumspannende Institution, die als „Religion“ daherkommt, tut eben nicht nur alles, was sie kann, um es dabei zu belassen, sondern auch alles, um sich alles zu unterwerfen.

        Mit dieser „Religion“ kann es jedenfalls niemals Frieden geben, denn so lange es Menschen, wie etwa dich oder mich und Millionen andere gibt, die nicht bereit sind, sich diesem Todeskult zu unterwerfen, wird diese Religion die Menschen mit ihren Kriegen und ihren ganzen dummen, absurden und abscheulichen Lügen überziehen. Klar, wenn sie uns alle ausgerottet hat, dann ist natürlich Frieden, der Frieden, der auf einem Wahn beruht, Friedhofs-Frieden einer Total-Verdummung.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s