Humanität als Erpressung!

Entweder wir erhalten von Euch Geld, oder wir werden human handeln!

Mehr gibt es nicht mehr zu schreiben – die Widerlichkeit hat ihr Laken über den Kontinent gebreitet, darunter wabert das eingesessene Gesindel und zählt verzweifelt seine Euros, die bei manchen momentan nicht täglich mehr werden, sondern weniger.

Viele der Flüchtlinge werden sich fragen, wo bin ich nur hingeflohen?

Mag sein, in Syrien kann es jedem, jederzeit, praktisch an jedem Ort, passieren, ermordet zu werden, von wem auch immer, es morden ja alle gegen alle.
In Europa ist das anders, wir leben in einem „zivilisierten“ Territorium.
Doch, sobald auch nur der Hauch von Gerechtigkeit sich zeigt und ein machtbedarftes Etwas Witterung aufnimmt, setzt sich sogleich ein subtiles Räderwerk in Gang – man mordet nicht, man vernichtet nur. Gerechtigkeit im Wettbewerb, das gibt es nicht, Sieg oder Niederlage, so lautet die Order!
In Syrien vermodern die Toten, in Europa vermodern die Lebendigen.
In Afrika geboren, bedeutet – kämpfe um zu überleben.
In Europa geboren, bedeutet – kämpfe um Wohlstand und die angemessene Güterausstattung, das angemessene Einkommen.
Afrikaner flüchten aus den Todeszonen.
Europäer beleben eine Leichenhalle, eine Leichenhalle in der Verwesung und Moder von Millionen in der Luft liegt und die mit ihrem Geiz, ihrem Hass, ihrer Gier und all den anderen netten Eigenschaften des kleingeistigen Volltrottels, das maximal mögliche Elend schaffen, welches den Menschen verbietet, Tod umzufallen, sondern sie als Zombies ein knappes Jahrhundert lang, das Spiel der Widerwärtigkeit zelebrieren lässt.
Wenn die Evolution mit dem Leben spielt, dann sind wir die Spielfigur die den Part des Monsters innehat.
Blick ich nach Osten, Trauer und Schmerz.
Blick ich nach Westen, Trauer und Schmerz.
Doch auch Zuhause, hat man die Hoffnung gerissen, aus meinem Herz!

Wie kann man nur in so einer irrsinnigen Welt der Mörder, der Lügner und der Menschhasser, als williges Rädchen sein Tagwerk vollbringen?
Was hält gütige Menschen davon ab, sich zu verweigern, sich autonom zu stellen, ihre Fähigkeiten dort einzubringen, wo sie ausschließlich dem Menschen und nicht dem System dienten?
Nun, ich kann es aus eigener Erfahrung sagen – seit nunmehr fast 15 Jahren warte ich auf eine Möglichkeit dies zu tun – in 15 Jahren konnte ich bis dato nur mir selber helfen, da ich keinen Artgenossen finde, der sich ähnlich zum System verhält – ich bin wohl verrückt, verrückt zu glauben, es könnte das Sein sein, welches zählt, und nicht das Haben.

Obschon die etablierten Philosophen seit Jahrtausenden vom Sein schwafeln, den Irrsinns des Habens anprangern – nun – die jeweiligen Stimmen, schlugen sich fast immer – ich nenne Diogenes den Älteren als Ausnahme – auf die Haben-Seite.
Vom Sein zu reden ist angenehm, das Sein ohne das Haben zu leben, funktioniert – doch es ist karg, solange kein anderer Mensch mithelfen mag.
Wir haben eine schöne Arbeitsteilung organisiert, wirklich, schön, manchmal richtig klug – nur wozu – um die Hölle auf Erden zu schaffen!
In meinen naiven Schädel will nicht hinein, warum wir es nicht tun, um das Paradies zu etablieren!
Griechenland ist ein wundervolles Beispiel – ein gesegneter Teil unseres Planeten – doch die Menschen dort schaffen es nicht, ihn wirklich zum Glück ihres Seins zu nutzen, wohl können sie es manchmal genießen, so degeneriert kann ja keiner sein, doch den Anteil der Lebenszeit, den man im grauen Sumpf des Stumpfsinns steckt, sollte mal jeder gegen jenen stellen, in dem er sein Sein bewusst und glücklich durchlebt!
Vor allem, man sollte nicht vergessen, worauf sein persönliches Glück gründet, so man zu den Gewinnern zählt, die so viel haben, dass sie aus dem Haben ein subjektives persönliches Glück ziehen, welches objektiv die Masse im Schatten ins Elend jagt!
Ich gönne jedem im Restaurant die verdorbene Speise, gönne jedem der ein Hedomobil fährt, seine persönliche Schrottquetsche am Widerstand, gönne jedem der in Aluzigarren durch die Atmosphäre rauscht, den devoten Piloten, der kreist bis das Kerosin ausgeht und das Teil vom Himmel fällt, gönne jeder ignoranten, feigen, dummen Gesellschaft den Diktator, der es in den Fleischwolf jagt!
Letztlich, spielt die Evolution vielleicht wirklich mit uns, und sie hat Spaß daran, zu beobachten, wie diese Wesen immer wieder auf den Punkt zusteuern, wo sie ihre Kinder aufeinanderhetzen und sich bei lebendigem Leib verbrennen – ja – wahrscheinlich gibt es tatsächlich dieses finale Szenario.
Es fing mit einem kleinen Feuer am Lager an und endet mit der Ekpyrosis, vielleicht auch dem Kataklysmus – beide Varianten durften begrenzte Kontingente unserer Art schön oft dank der Dummheit unserer Verhaltensweisen als vorzeitiges Lebensfinale genießen.
Dabei wäre es so einfach – Almende, soziale Anarchie, Nächstenliebe, Neugier – wenn schon Gier, freie Liebe (leider wenn – dann nur von privilegierten Sprösslingen als hedonistische Lustvariante praktiziert) und Respekt vor der Natur als Grundprinzip aller Handlungen (was alles einschließt!).
Man könnte die soziale und ökonomische Überlebensfähigkeit eines friedlichen, menschlichen Wesens in der Tat mit diesem einen Satz beschreiben:
Wir handeln als Menschen so, dass wir einander nicht schaden und miteinander unserer Umwelt nicht schaden, unsere Klugheit nutzen, uns vor Unbill zu schützen, als da sind Hunger, Kälte, Krankheit und Angst, Hoffnungslosigkeit und Langeweile, Naturgewalten und das kosmische Spiel.
So hätte unser Geist wahrlich genug zu leisten, würde uns sicher nicht langweilig und jene die lieber in der Sonne liegen als zu forschen und zu werken, die würden niemand mit Missmut betrachten.
Sollten wir am Ende wirklich alle im Müßiggang verenden, wäre das allemal das schönere Ende, als im gegenseitigen Hass zu verbrennen.

Doch Hass ist intelligent, der Traum vom Paradies hingegen ist naiv.
Das Schlimme, die meisten Menschen glauben das tatsächlich!

Es scheint die Palingenese bedarf unbedingt des Gipfels an menschlicher Idiotie und Grausamkeit, um aus der Zeit sprießen zu können.

Kleiner Trost – vielleicht ist ja jeder einzelne Tod eine ganz persönliche Palingenese und Metaphysik nenn ich einfach jene Dimension, in der es Wesen gibt, die schlicht ihre Klugheit für den Frieden nutzen – wobei wir wieder beim Paradies landen – so brauch ich keinen Gott für meinen Traum, sondern nur die Unendlichkeit des Kosmos, den dass dort so ein Plätzchen liegt, das ist schon rein stochastisch höchstwahrscheinlich – wahrscheinlicher – milliardenfach wahrscheinlicher wohl, als dass der irdische Menschenhaufen unserer Dimension sich noch einer gütigen Lebensart besänne!

Schade, echt Schade – ich hätt es gerne auch hier erlebt – so muss ich zwangsläufig im Müßiggang mich beschränken, mich selbst am Leben halten, da jede Interaktion mit dem System – wie auch diese Zeilen hier – wie schon so oft angemerkt – eine veritable Niederlage sind – Energiewandlung, Umsatzsteuer, Partizipation mit dem Konsumkarusell…………….. – nun, ich bin eben kein meditierender Asket – bin ein Homo ludens, ein naives Kind dem Greise nah, doch eben auch da.

Schreibtherapie 09.03.2014 – so jetzt kann ich ruhig in den Garten, ach was freute ich mich gäbe es in Griechenland Neuwahlen – würden die Flüchtlinge alle mit Transitpapieren versorgt!

Realitätsfaktor 0,2 ? und wenn?

Die Führungsmarionetten sind auf Reisen – einer bei despotischen Feudalherrn, eine bei komplettdegenerierten Systemsoldaten – man könnte sagen – es geht noch schlimmer……

Asiaten scheinen noch leidensfähiger zu sein – oder?

Zumindest haben die Japaner schon Erfahrung mit atomaren Feuern außerhalb von Reaktorbehältern…… – vielleicht holt das Moderfleisch im Hosenanzug sich ja ein par Tips diesbezüglich.

Der Gabi wird sicher schöne Eindrücke für seinen neofeudalen Ranzen sammeln.

…. und so geht der Lauf des Irrsinns seinen Gang.

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Über oberham

Einsiedler in Hinterwald
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4 Antworten zu Humanität als Erpressung!

  1. fini09 schreibt:

    Zitiere ein Lied: „Wacht auf ! Verdammten dieser Erde-Die stets man noch zum Hungern zwingt-
    Das Recht, wie Glut im Kraterherde-nun-mit Macht zum Vorschein dringt!
    Reinen Tisch macht mit em Bedraenger-Heer der Sklaven wache auf!
    Ein Nichts zu sein-tragt es nicht laenger! Alles zu werden! Stroemt zu Hauf!“

    Das Bewusstsein der Masse ist bei Weitem noch nicht faehig die Zeichen zu erkennen…, und das Weltweit. Traurig – aber Wahr!

    • oberham schreibt:

      …. oh ich fürchte der normale Durchschnittseuropäer erkennt das Alles!
      Doch er hat – eine Eigentumswohnung, einen Volkswagen, – etc. —

      letztlich hat sich das KDF – Prinzip der Faschisten durchgesetzt – gibt der Masse ihre Spielsachen und sie machen auch ohne Ketten was Du willst!

      Ausnahmen kann man wegsperren, es sind so wenige, da kann man ein gewöhnliches Psychiatrisierungskonzept anwenden.
      …. oder es reicht die billigere Variante, die allerdings auch weniger lukrative Arbeitswaben schafft – der Knast.

      Die Masse erkennt und pennt – die will gar nicht aufwachen.

      Das Lied ist zu romantisch, es unterstellt den freiheitsliebenden Menschen.
      Biete einem Zeitgenossen 10.000 Euro im Monat – dafür, dass er sich 10 Stunden am Tag hinter einem Bildschirm hockt und Zahlen anstarrt – wetten, du hast eine irre Warteschlange für den Job!

      Ups…… – ok – sagen wir 20.000 Euro im Monat – aber ehrlich, ich glaube auch für 2000 Euro würden das die meisten machen.

      Darum bezahlt man auch bei den sinnvollen Arbeitsplätzen kaum Geld, den dort gibt es ja den Sinnlohn, jene Droge, die den Menschen, welche das System stützen, einimpft, sie täten ja einen Dienst an der Gemeinschaft.
      Es stimmt ja sogar – einerseits – andererseits, halten sie die Pumpe am laufen, welche das Blut der Elenden in die Geldbeutel der Verbrecher befördert – würden sich die Verbrecher verweigern – sprich aufhören zu „arbeiten“ – würde es kaum einer bemerken.
      Doch würden sich all jene verweigern, die sinnvolles tun, im Sinne von, Dienst am Menschen, – das System bräche zusammen.

      Nur – gerade jene Menschenfreunde glauben meist, es könnte gelingen das System langsam zu einem sozialen und gütigem zu transformieren, sie verschließen die Augen vor dem Zyklus aus mal mehr, mal weniger Grausamkeit der Macht – wir befinden uns geradewegs zu auf neue Grausamkeitshöhepunkte – wenn sie es dann realisieren, ist es zu spät –

      nur – es ist keine Verschlafenheit – die Masse ist schlicht halbwegs zufrieden und die Gütigen haben diesen krankhaften Optimismus im Herzen, der ihnen ein erträgliches Überleben ermöglicht.

      Wenige lassen sich auf so einen pessimistischen Blick ein, wie ich ihn habe – die meisten würden ihn ja auch kaum ertragen, ohne in die Klapse wandern zu müssen.

      Liebe Fini (;-)) – denk an die Katze.

      • fini09 schreibt:

        Das Lied zerpflueckt – Kommentar zerzaust – die vier Pfoten spielen derweil mit ner
        Pluesch-Maus…

  2. oberham schreibt:

    :-))))) – stimmt – das mit der Plüsch-Maus – z.G. meist vier Pfoten – manchmal acht – doch die Maus ist robust – schon 30 Jahre alt – und groooooooooß
    Ach lass die Lieder, Lieder sein, zu singen ist ein schöner Schein.

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