Ein Gespenst geht um – Europa an die Wand gefahren?

Eine – wie ich meine – treffende Zustandsbeschreibung.

Ich nenne das System seit langem „Finanzfaschismus“ – das Pervideste, kaum ein Individuum kann noch ohne Kollaboration überleben.
Ich lebe seit Jahren sehr konsequent am Rand, doch über den Rand hinaus – ?
Manchmal bin ich kurz davor, alles liegen lassen, den Rucksack packen und schlicht losmarschieren. Den Versuch wagen, ob man noch ohne jegliche Teilhabe am Wahnsinn überleben kann.

Es gibt Obdachlose, die sich ganz bewußt dem System verweigern und mitten unter den Wohlstandszombies, den willigen, billigen Zweigen des Bündels, in teils wirklich erbärmlicher Armut ihre Leben fristen, die überleben und ihre kleinen Momente finden, an denen ein Lächeln über ihre Lippen gleitet – ihnen gilt meine Hochachtung!

Wer im Bündel weiter wirkt und lebt, aus Feigheit und Bequemlichkeit, der wird eines Tages die Konsequenzen erleben – desto verwobener man mit den Faschisten agiert, desto härter soll es sie treffen.

Meine Hoffnung, diesmal kommen die meisten nicht mit dem Leben davon, den Europa wird brennen!
Wir werden es erleben.
Meine Prognose, – Russlands Oligarchen kommen nicht mehr mit den Plutokraten des Westens klar, vielleicht ist schon die Teilungsschlacht um die Ukraine der Auslöser, es wird der berüchtigte Knopf gedrückt und die Dinge nehmen ihren Lauf.

So absurd es klingt – im kalten Krieg der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts, standen sich noch Ideologien gegenüber – hinter der Gier der Mächtigen lag noch ein Rest an politischer Überzeugung – so krank diese auch gewesen sein mag.

Heute sind die Finanzfaschisten unter sich, es ist ein globaler Streit um die größte Beute – ohne jede Rücksicht auf das Leben und die Welt an sich.

Was passiert wenn dumme Kinder streiten, die Sandburg wird am Ende von jenem mit der größten Wut eingetreten – und am Ende treten alle – alles kaputt.

Wir alle akzeptieren, dass Gier und Dummheit die Welt regieren – wie können wir da eine friedliche und humane Zukunft erwarten, in der das Wort Human, sich aus der Vernunft so wie sie vor nunmehr über zweieinhalb Jahrtausenden von den Stoikern formuliert wurde, ableitet?

Wir lassen zu, dass Humanismus im Sinne von blindem Faschismus lebt!

Die Klugheit wird Mittel zu einem niedrigem Zweck – am deutlichsten wird dies, wenn wir erleben, wie der Arzt zuerst die Rechnung kalkuliert, wie der logische Denker nicht die Gesellschaft analysiert, sondern Algorithmen  für Spielmaschinen an den Finanzmärkten schreibt und programmiert, wie der empathische Geist sich zum Lügenbaron aufschwingt, der die meisten Stimmen bei närrischen Wahlveranstaltungen auf sich vereint, um sich danach von den Wählern wie ein Fürst halten zu lassen und die übertragene Macht an die meistbietenden zu veräußern.

Nur die Intelligenz, die abgekocht, jeglichen Gewissens beraubt, in einem Artgenossen lauert, wirkt auf diesem Planeten.
Jene Intelligenz, die sich dem Mitmenschen verpflichtet sieht, wird verweigert, sie findet keine Kraft und endet kümmerlich in Nischen, manchmal lindert sie dort Leid und Elend, manchmal verhindert sie einen raschen Tod und macht ihn zu einem schleichenden – manchmal gar, wird sie vom System als kleines Ornament der einst so positiv besetzten Menschlichkeit gekauft und wie ein Schild vor den Augen der Massen aufgestellt.

Nur – jene gekaufte Intelligenz – sie ahnt wohl schon, wie ihr geschah, und folglich, bleibt sie am Ort, ist auch sie korrumpiert und verdorben.

Bleiben die Kämpfer im Dunklen – doch sie sind nicht einig und die meisten von ihnen sind nicht bereit, dem einzelnen Menschen schlicht zu vertrauen – so wird dort Gewalt und Grausamkeit in anderer Maske, aufs Neue zum Mittel, wird der gleiche Tanz mit anderen Schritten getanzt.

Nur wenn der Mensch sich wahrhaftig seiner Vernunft entsinnt und wirklich jener ohne Kompromiss und fadenscheinige Vorschübe folgt, haben wir die Chance, freie, selbst bestimmte, Lebewesen zu werden, die sich in sozialer Anarchie in fruchtbarer, sozialer Interaktion, im Einklang mit ihrer Umwelt, ihrer grandiosen Möglichkeiten gewahr werden, welche im Geist unseres Intellekts geborgen liegt.

Leider  scheinen wir jedoch zu glauben, dummdreistes Getier zu sein, welches schlicht der ordnenden Hand von Wahnsinnigen bedarf.

Leider scheinen wir lieber im atomaren Feuer zu verbrennen, als doch, wie so lang schon erträumt, zu den Sternen aufzubrechen und all die längst erdachten Fiktionen mit realem Leben zu füllen.

Leider scheinen wir unsere Artgenossen lieber dem Hungertod auszuliefern, als selbst, so wir am gefüllten Trog pflanzen, die Krümel aufzulesen, zu verteilen, diese nicht achtlos in den Schlamm zu treten.

Wir müssten noch nicht einmal gerecht teilen, es würde schon genügen, die tägliche Gedankenlosigkeit aufzugeben und bewusster unser Glück der Samenlotterie zu achten.

Das wäre der erste Schritt, doch genauso wie jede Sekunde ein Mensch an der Dummheit von uns allen verendet, wirft die Gemeinschaft der Reichen jede Sekunde das Leben von Dutzenden Menschen indirekt in den Müll!

Wir gehen Schritte, doch Schritte die immer näher an den Abgrund führen, vielleicht ist der letzte Schritt sogar schon getan, wird es keinen weiteren mehr geben.

Mein Kommentar – sorry – da hat es mich wieder überkommen.

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Über oberham

Einsiedler in Hinterwald
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15 Antworten zu Ein Gespenst geht um – Europa an die Wand gefahren?

  1. Werner Fröhlich schreibt:

    Der erste Satz, des ersten
    Der erste Satz, des ersten Grundgesetzartikel muss dringend geändert, sein Inhalt der Realität angepasst werden. Wo es bisher heisst:

    (1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt,

    sollte wegen der Glaubwürdigkeit in Zukunft stehen:

    (1) Die fällige Zinszahlung ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.
    ***************************************

    Wie so oft ist Google dieser Änderung bereits weit voraus:
    Der erste Rang (von 144.000 Ergebnissen) bei der Google Suche nach der Menschenwürde:
    Die Würde Des Menschen – Niedrige Preise, Riesen-Auswahl.
    http://www.amazon.de

    Niedrige Preise, Riesen-Auswahl. Kostenlose Lieferung möglich

    ********************************************************************

    Leider ist das kein dummer Scherz, sondern die Realität.

    Antworten
    Unpublish

  2. Der Nachdenker schreibt:

    Die Situation ist eher der vor dem Ersten Weltkrieg vergleichbar. Auf beiden Seiten haben wir kapitalistische Mächte, aber es ist die eine Seite, die partout und entgegen aller gewesenen und aktuellen Verlautbarungen keine Ruhe geben will
    http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/59049

    • oberham schreibt:

      Ich stimme zu, doch leider gibt es keine Seite, der man sich wirklich zuwenden könnte – beide Seiten (übrigens auch zu Beginn WWI) sind schlicht monströse Systemklumpen.

      Vor hundert Jahren zahlten Millionen williger Mitläufer einen erbärmlichen Preis – ihren sinnlosen Tod im Häcksler der industriellen Menschenschlachtung – vielleicht zahlen diesmal 100mal mehr Menschen diesen Preis – die Häckselmethoden haben sich verschärft, über die Grausamkeit muss man nicht nachdenken, die Mächtigen dürften sogar die höheren Summen goutieren – doch es könnte sein sie verrechnen sich diesmal, sprich sie werden selbst gehäckselt.

      Klingt grob – doch ist die Realität nicht – genau so – grob!

  3. Der Nachdenker schreibt:

    Damit aus der Stunde der Wölfe die Stunde der Humanität wird:
    https://www.jungewelt.de/2015/02-09/041.php

    • oberham schreibt:

      Sorry, ich fordere seit Jahren, sämtliche der Humanität verpflichteten Abgeordneten sollten alles was 2000 Euro an persönlichen Zuwendungen übersteigt in einen Sozialfonds fließen lassen! (Essen, Mobilität, Ausstattung erhalten sie ohnehin on top, Altersversorgung ebenso – ihre KV zähle ich nicht zu den 2000…..)
      Ich bekam z.B. von Kippings Mitarbeitern die dreiste Antwort, sie erhalte ohnehin nach Abzug all ihrer Spenden netto kaum mehr.
      Eine „ehrliche“ Antwort übrigens, da sie offenkundig die Attitüde dieser niemals arbeitenden Klasse gegenüber dem „Pöbel“ ausdrückt – immer frech ins Gesicht lügen, die meisten glauben sogar was man da so von sich gibt.

      Die 70.000 kamen ja noch nicht einmal von den Abgeordneten, sondern aus allen Teilen der Gesellschaft.

      Ich kann solche Notizen nicht als Zeichen für besondere Humanität sehen, es ist billiger Populismus, würden sie wenigstens diese Aktion nicht noch an die Werbetafel kleben, sie würden damit wenigstens zeigen, es geht ihnen um die Hilfe und nicht um persönliche Sympathiepunkte in der Bevölkerung.

      Nein, ich finde die Linke ist schlicht genauso ein verlogener Haufen von Mandatskampfdrohnen, wer auf einer Liste steht, dem geht es nur um seinen Platz!
      Egal wo auf der Ideologieskala er verortet ist – Humanismus findet man bei keiner Partei! (Die Linke hat nur die besten Reklamesprüche drauf – zumindest, wenn man sich als soziales Wesen betrachtet).
      Macht

  4. fini09 schreibt:

    Hallo lieber Michael,

    wieder darf ich Dir Danke, vielen Dank schreiben fuer Deine Unermuedlichkeit … Deine verbale Genialitaet haut mich um! Bleib bloss in Deinem Zauberwald~bitte nicht weggehen da…; Later I will write some more; lG Marjon

    • oberham schreibt:

      Fin sagt zu Fini – lob diesen Spaziergangbegleiter nicht so über den grünen Klee, sonst wird er nur eitel!

      ….. jamais fini, je suis un grain de poussière, Volant en travers de l´univers!
      (das war mein größter dichterischer Reinfall….. – damit wollte ich als junger Mann, eine junge Französin beeindrucken – den zweiten Reim lasse ich hier weg – der brachte mir die komplette Palette aller möglichen Peinlichkeiten ein und es wurde nix aus der Liaison.

  5. Der Nachdenker schreibt:

    Tja, dem werde ich nicht widersprechen, lieber Oberham, denn – was Du schilderst – ist wohl die traurige Realität. Wären wir bei EUR 9.029,- Abgeordnetengehalt brutto pro Monat anders? Oder würden wir das so machen:
    (Zitat:) Ein echtes Vorbild in Sachen Sparsamkeit war übrigens der uruguayanische Präsident José Mujica. Er lies die luxuriöse Präsidentenvilla verkaufen und investierte die Erlöse in den sozialen Wohnungsbau. Sein Dienstwagen war ein alter Opel Corsa, die S-Klasse seines Vorgängers wurde verkauft. Und schließlich spendete er 90 Prozent seines Gehalts für wohltätige Zwecke – mit 800 Euro pro Monat kam er offenbar aus (Zitatende)
    http://www.nachdenkseiten.de/?p=24865 – Kommentar von Jens Berger zu Punkt 1b
    Offensichtlich denkt die Mehrheit (nicht nur der Politiker, sondern auch der ‚Normalbürger‘), daß sie irgendetwas mitnehmen, wenn sich der Sargdeckel über ihnen schließt. Wie sagte doch da der Mann aus Nazareth: Seht euch die Vögel des Himmels an: Sie säen nicht, sie ernten nicht und sammeln keine Vorräte in Scheunen; euer himmlischer Vater ernährt sie.
    (Mt 6, 26) Er scheint etwas Elementares erkannt zu haben.

    • oberham schreibt:

      Ja, ganz vereinzelt gibt es Menschen die – gelangen sie in Positionen, die ihnen ermöglichen Mittel legal zu generieren, diese für kluge und vernünftige Zwecke einsetzen, die sich nicht dahinter verstecken „es nütze ja nichts, wer solle davon profitieren, das wäre doch zu gönnerhaft, man schwinge sich so zum Richter über Glück und Unglück auf“ – eine paradoxe Rechtfertigung der Habenden und Raffenden.

      Ich kann nicht in die Verlegenheit kommen, dies an mir zu beweisen, da mich niemand in ein Parlament wählt – wäre ich dort – ich würde ostentativ dieses Gesindel entlarven und täglich dokumentieren was genau dort an Lug und Trug vonstatten geht.

      Ich wählte diesen Kabarettisten ins EU – Parlament – ich schrieb vorab darüber und empfahl allen Wählern diese Chance zu nutzen – nun er hat sich als gewöhnlicher Zeitgenosse mit gewöhnlichem Charakter geoutet – bis auf ein paar uninspirierte Fragen an Herrn Junker kam da noch nichts – die versprochene Rotation – aus fadenscheinigen Gründen (er hätte sich immer krank melden können, es wäre möglich zu rotieren!) – gerne die Einwände der etablierten Verbrecher annehmend, abgesagt (wie einst bei den Grünen….), kurz – ich war pessimistisch, hoffte ein klein wenig (siehe hier im Blog – unter „die Partei“), mein Pessimismus hat sich leider als berechtigt erwiesen…..

      Der von dir als Beispiel angeführte Artgenosse ist mir bis dato noch nicht bekannt gewesen – Danke – das lese ich gerne noch genauer nach.
      Vor allem was aus ihm geworden ist.

      Es ist in der Tat das alte Lied vom Haben und vom Sein – und unsere Politikverbrecher sind alles Haben-Menschen – Menschen die glauben sie seinen erst etwas, wenn sie im Protz ersaufen. (…….. und ich betrachte den Lebensstil eines durchschnittlichen Stadtmenschen in Europa als protzig! – somit fällt auch ein Ströbele bei mir in Ungnade, den auch der logiert auf über 100 qm Wohnfläche in guter Lage….. – im Grunewald – seine Wähler lässt er glauben, er wohne in seiner Kanzlei in Tiergarten…. – ich kenne KEINEN Bundestagsabgeordneten, der auch nur einen Hauch von der Einstellung jenes Menschen aus Uruguay hätte – der neue Papst machte Reklame mit dieser Art von Bescheidenheit – doch das war nur ein plakatives Schaulaufen – diese Figur ist in meinen Augen der momentan widerlichste Lügenbaron, ihm gebührt in der Tat der Platz auf dem Gipfel dieser Pyramide des degoutanten Menschenschindergewerbes.

      ….. und nochmals Danke für die Kommentare – wäre schön würde mal etwas Leben in die Bude hier kommen.

      • oberham schreibt:

        Ich lebe heute von ca. 300 Euro p.M. (die ich durch verschiedene kleine Kollaborationsleistungen von Auftraggebern erhalte – Tausch – Arbeit gegen Geld – da ich wählerisch bin, keine verhassten Tätigkeiten, jedoch – natürlich – jedes mal eine Niederlage im Kampf gegen das System – genau wie ich jeden Konsumakt als Niederlage betrachte)

        Hätte ich ein bezahltes Mandat – würde ich nicht mehr benötigen! Keiner kann erwarten, dass man verkleidet in ein Parlament latscht – ich bin wohl gewaschen und ich stinke nicht, den ein gepflegter Körper ist wohl die Grundlage von Gesundheit – wobei eben nicht in Seife sondern in Heilerde gebadet wird, man sich mit selbstgemachter Kräuterseife wäscht und nicht mit diesen verfluchten Produkten aus diesen verrückten Drogeriemärkten – wo die Monokulturen der Palmwälder geradezu herausjaulen.

        Die 2000 gestünde ich jedoch anderen zu – würden die verantwortungsvoll generierbaren Wohlstands- und Bequemlichkeitsattribute gerecht verteilt, stünden jedem Menschen bei etwa drei Stunden Mitarbeit täglich (in sozialer gegenseitiger Fürsorgearbeit, Kultur, Technik, Infrastruktur – Bürokratie wäre praktisch zu 95% vermeidbar! – Forschung und von mir aus – professioneller Zerstreuungsaktivität) in etwa der Standard zu, den ein Bewohner eines HDC mit entsprechend 2000 Euro Kaufkraft heute darstellen kann, so er sein Hirn beim Konsum einschaltet – sprich – gesunde Nahrung, gesundes Wohnen, Kultur, vertretbare Individualmobilität – eine Prise Luxus und Unvernunft.

        (Daher die 2000 Euro – als Kämpfer sollte man mit 300 auskommen – es herrscht ja Verteilungskrieg, sprich, Friedenszeiten sähen anders aus…..)

        Dieses – wie würden wir uns verhalten – bitte – sei so selbstbewusst, Dir diese Frage klar zu beantworten – nein – wir würden uns nicht korrumpieren lassen, denn denken wir tatsächlich, dass die Gunst des Systems uns so schnell korrumpieren würde, könnten wir sofort hier aufhören zu schreiben, die Energiewandlung dazu verwenden und auf einem Shoppingportal umzusehen, das Hirn ausschalten und fluggs im Strom der Konsumidioten mitschwimmen, maximale Kaufkraft generieren und maximalen Dummheitsgrad in unsere Axone zu programmieren – der Leidensdruck wäre binnen kurzer Zeit weg – gewissenlos sind 5000 Euro im Monat doch locker einzutreiben – strengt man sich etwas an, ist das Zehnfache möglich oder gar mehr – man muss nur seine Lügenkapazität entwickeln und möglichst ein Multiplikatorenmodell des Melkens von Mitmenschen arrangieren.
        Insofern sind die Politmuppets ohnehin eher erbärmliche ineffiziente Lügner, da sie sich ein einem recht dreckigen Becken aufhalten, dort schwimmen lauter faulige Fische unter modernder Bracke – ok, manche kommen ins Millioneneinkommensmeer – durch sehr cleveres Schwimmverhalten, doch die meisten bleiben entwürdigte Handheber und Stuhlsitzer, die sich nur in ihren provinziellen Waben erhaben fühlen und den dortigen – noch buckligeren Artgenossen mal auf die Schultern klopfen dürfen.

        Die Würde des Menschen ist unantastbar – da sie nicht vorhanden ist!

  6. Der Nachdenker schreibt:

    Klar herrscht Verteilungskrieg. Gott bewahre unsere Kinder! Götz Eisenberg, die ich sehr schätze, hat ein neues Buch zu dem durchgeknallten System geschrieben, besonders aufgeschreckt hat mich der ‚Kälteschatten, der ‚auf die Kindheit fällt‘ und sich in die Kleinen frißt:
    Der im Namen des Neoliberalismus von der Leine gelassene Kapitalismus hat ein gesellschaftliches Klima der Kälte und Feindseligkeit entstehen lassen, das sich in den Menschen als psychische Frigidität, Rücksichtslosigkeit und Indifferenz reproduziert. Selbst auf die Kindheit fällt ein Kälteschatten: Die Gesellschaft des entfesselten Marktes bemächtigt sich der Kinder mittels elektronischer Medien. Eine derartige Form der Sozialisation fördert die Produktion von Psychopathen. So wächst ein Menschentyp heran, der in seiner Bindungs-, Skrupel- und Gefühllosigkeit der Funktionsweise der Gesellschaft des entfesselten Marktes entspricht und sie am Leben erhält. Doch Götz Eisenberg belässt es nicht bei dieser von ihm an vielen Beispielen konkretisierten Feststellung. Er sucht nach Auswegen.
    http://brandes-apsel.systeam-dev.de/cgibib/germinal_shop.exe/VOLL?titel_id=8358108&titel_nummer=8358108&backpage=brap_kurzliste.html&verlag=83&caller=brap
    Nach Auswegen suche ich im übrigen auch.

    • oberham schreibt:

      Meinen Ausweg kennt Ihr – wobei, es ist in diesem Sinne kein Ausweg, es ist mein Versuch das System zu bekämpfen.
      Meine Träume hätten danach vielleicht eine Chance.

      In der Tat, die Konditionierung der Jugend mittels elektronischer Medien, mittels der Pseudokommunikation von Twitter, Facebook etc. wird noch erschreckende Folgen zeigen.

      Übrigens auch wir, die wir hier tippen und uns austauschen, gehen dieser Systematik auf den Leim, da wir uns meist nie sehen werden, uns nie wirklich aktionistisch verbünden werden, wir erhalten etwas innere Ruhe, indem wir uns gegenseitig Gedanken übermitteln, doch wir blicken uns dabei nicht in die Augen, wir offenbaren uns dem System, das – so es möchte – entscheiden kann, ob wir es wert sind, verfolgt, ja gelöscht zu werden (im wahrsten Sinne des Wortes…..).

      Danke für den Link

  7. „haben wir die Chance, freie, selbst bestimmte, Lebewesen zu werden,“

    Was soll das sein: „eine Chance haben“ ???
    Wenn ich so an die Sache heran gehe, kann ich tausend Chancen haben: niemals werde ich ein freies Lebewesen werden, das selbstbestimmt lebt. Schon dieses „eine Chance haben“ macht alles zu einem Glücksspiel.

    Der Mensch MUSS , um frei zu werden, die Wahrheit er-kennen. Und was fragt der guten Pontius Pilatus? „Was ist Wahrheit?“ – eine Antwort an ihn ist in jenem Gespräch mit Jesus nicht überliefert. Wozu auch noch einmal mitteilen? Tausend mal ist sie niedergeschrieben worden; davon redete der Menschensohn – dieser Lehrer der ganzen Menschheit – unablässig. Der Mensch ist ein Gutes-Sein.

    Freilich, man braucht ja nur das wohl älteste Buch der Welt – den Prototyp des Evangeliums – das Buch Hiob lesen, um zu entdecken, dass den Menschen schon seit Jahrtausenden das ganze Gegenteil erzählt wird, und wie sich daraus ganze Kulturen entwickelten, die damit auf einem falschen Weltbewusstsein beruhen, daß „Religion“ mit irrationalen Illusionen füttert.

    Durch das ERKENNEN der Wahrheit, nämlich, dass der Mensch ein Gutes-Sein ist, wird jeder Mensch Frei. Solange der Mensch dieses Bewusstsein über sich selber nicht erlangt, kann er überhaupt nicht frei werden, denn dann fehlt ihm doch dazu die Grundlage selbst.

    Wie aber erlangt der Mensch dieses Bewusstsein?
    Er MUSS darauf VERTRAUEN, dass es sich um die Wahrheit handelt, dass der Mensch ein Gutes-Sein ist. Und dann MUSS er in dieser Wahrheit verharren – daran festhalten, unbeweglich, unerschütterlich – MUSS er in dieser Wahrheit BLEIBEN.

    Es handelt sich folglich um eine Entscheidung tatsächlich „etwas“ zu tun: nämlich diese Wahrheit AN-NEHM-EN! Un-Be-DINGT, denn sie kann zwar be-gründ-et werden, aber be-weis-en lässt sie sich genauso wenig, wie das Gegenteil, das den Menschen seit vielen tausend Jahren in allen möglichen Formen „erzählt“ wird, damit er als SKLAVE ge-halten werden kann.

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