2014 überlebt – 2015 werden die Satten auch überleben

Leider starben im Jahr 2014 etwa 3 Millionen Kinder an den Folgen von Unterernährung – jedes zweite Kinderleben holt sich damit der Hungertod.

Als ich ein Kind war in den 70ern sammelten wir im Advent für Athiopien und in den Nachrichten zeigten sie uns aufgeblähte Kinderbäuche.

Laut WFP kostet eine warme Mahlzeit am Tag ca. 20 Cent, so sie durch das WFP zur Verfügung gestellt wird.

Nun damals in den 70ern waren immer so um die 20 DEM in einem Häuschen – man warf eben alles rein, was man kriegte – die Bilder machten uns betroffen und wir Kinder waren damals voller Gewissenbisse! (Oder?)

Inflationsbereinigt dürften das so an die 200 Mahlzeiten gewesen sein.

Ein Leistungsmensch der heutigen Industriegesellschaft erhält für seine dekadenten Bedürfnisse an die 10.000 Euro – gleich 50.000 Mahlzeiten pro Tag. Damit deckt er nur seinen Überflussbedarf – vom Grundbedarf eines Milliardärs möchte ich nicht schreiben, da kommen wohl sechststellige Summen zusammen.

Ja, lauter schnöde Zahlen!

Das Kanzleramt verschlingt 5 Milliarden warme Mahlzeiten

Der Bundestag und die gut 600 privilegierten Maden im Speck der Pseudodemokratie verschlingen über 18.000.000.000 Milliarden warme Mahlzeiten!

Würden wir in Deutschland den Bundestag auflösen, dazu noch die Länderparlamente und die ganzen Landratspopanze, Kleinkleptokraten in den Rathäusern, kurz, würden wir den Protz-Pomp Parlamentarismus abschaffen und durch ehrenamtliche Regionalgesandte ersetzen, könnten wir, wohlgemerkt, bei Beibehaltung der restlichen Protz- und Pompkultur im Verwaltungs- und Regierungsgewerbe, ganz alleine etwa 30 Milliarden Euro an das WFP überweisen – entsprich 150 Milliarden Mahlzeiten – schwupps – bei 900 Millionen hätten wir fast alleine das Loch geflickt, welches das Symptom Hunger zumindest im ersten Augenblick verschwinden ließe.

Natürlich – wir tun das nicht, da es nicht so einfach ist (obschon – so einfach wäre es – den die Mahlzeiten könnten damit bezahlt, den hungernden Menschen ein Essen am Tag ohne Not bereitgestellt werden…)!

Es gibt so viele Vorwände lieber seine Fettreserven aufzustocken, besser seine nächstes Sperrmüllmöbel im Supermarkt abzuholen, die dritte Maß auf dem Volksfest zu saufen, einen Marionettenstaat zu finanzieren, vor Politikern zu buckeln, sich als Fußabtreter entwürdigen zu lassen, selber als frustriertes Nutzvieh seine Lebenstage auszuscheiden, – ja alles ist besser als ein Mensch zu sein, der jenen helfen möchte, die es wirklich dringend brauchen.

Menschen in Afrika hungern, da unsere Regierungen immer dafür gesorgt haben, dass Rohstoffe günstig und Made in Germany teuer sind – natürlich das Spiel treiben alle HDC´s gleichermaßen, da sitzen wir mit Japanern, Amerikanern, kurz allen die am Ausbeuten der Entwicklungsländer Geschäfte machen, mit im Boot.

Nur – wir hier in Deutschland, wir kleinen, ohnmächtigen Mitläufer, Mitschnorrer, Mitausbeuter, hätten die Chance, statt unsere Kleingewinne in billigen Dreck der nur noch mehr Elend verursacht zu stecken, schlicht zurückzugeben.

Selbst der ärmste Hartz IV Sklave könnte im Monat fünf Euro gleich fünfzig Essen via WFP zurückgeben.

Natürlich wer es nicht über ein kümmerliches Dasein als Drohkulisse für die eine Stufe höher angesiedelten Nutz-Konsum-Idioten unserer Gesellschaft hinaus geschafft hat, der wird mir grimmig gegenüberstehen, mir am liebsten in meine arrogante Fresse schlagen – nur – sorry – was glaubt Ihr gibt ein besseres Lebensgefühl – einem verhungernden fünfzig Essen im Monat zu zahlen, oder selber in irgend einer Dreckspizzeria die Mafia zu finanzieren – und dort mal fünf Euro für „Lebensgenuß“ auszugeben?

Ich behaupte niemandem fällt es leichter mit ein Euro am Tag zu existieren, als jenen, die ohnehin nur zwei Euro zur Verfügung haben – denn ob ich jetzt Haferflocken für 40 Cent kaufe, oder eine Tüte Chips für 1,30 – wenn die Tüte Chips tatsächlich für mich so wichtiger „Luxus“ ist – dann bin ich wohl schon völlig verzweifelt!

Die Armen bekommen nichts – sie bekommen auch bei uns nur Dreck und würdelose Almosen – würden sich die 10 Millionen relativ Armen in unserem Land dem Minderkonsum verweigern – eine Welt bräche zusammen – die Welt der Abzocker mit dem Elend!

Der Kreislauf der Elendswirtschaft kollabierte.

Die Wohlhabenden mag ich gar nicht mehr ansprechen. Die Wohlhabenden sind so selbstgerecht und affektiert, diese widerwärtige Sippe von Akademikern und Wichtigtuern in den mittleren Führungsetagen, diese Superior-Konsum-Schmarotzer, die sich 50 oder mehr Stunden über Teppiche bewegen, von einem Schreibtisch zum anderen schwingen, in Meetings Häppchen fressen und ihre Bonusmeilen für die nächste Esspressomaschine oder ein „Upgrade“ verwenden, ja – manche spenden sie sogar – gibt’s was Sinnigeres, als die Möglichkeit die Bonusmeilen zu spenden – ?? – – diese Schicht der Wohlstandsbürger, dieser Mittelschicht, die eine „gesunde“ Gesellschaft anstrebt, die sie „auszeichnet“ – sie ist nichts anders als der Motor des Systems – die Zentrale, die alleine nichts – aber auch gar nichts – kann, die allerdings in der Prozesswelt, wie wir sie heute erleben, den Wahnsinn antreibt – sie sind die Peitschenschwinger auf der Galeere.

Die Oberschicht?

Solange die nicht endgültig vom Erdball verschwindet – hat die Menschheit keine Chance!

Wahrscheinlich könnte einer der zehn reichsten Menschen auf der Welt alleine – würde er seine ganze Macht verwenden – dem Hunger auf der Welt ein Ende bereiten – auf Dauer – sogar – nur – würde er das versuchen, wäre er wohl binnen weniger Tage ein toter Mann – man darf salbungsvolle Worte machen, man darf auf Podien steigen und vom Irrsinn der Welt sprechen in diesen Kreisen, nur eines darf man dort nicht – sich dem Wahnsinn entgegen stellen, mit wirkungsvollen Taten!

Nein, das Establishment ist der Wahnsinn selbst, erst wenn es verschwindet, hat die Menschheit eine neue Chance, sich sozial und ökonomisch zu engagieren.

 

Darum gilt mein Aufruf den Ärmsten unser uns Hilfsausbeutern der globalen Welt – verweigert Euch dem System und spendet euer letztes Hemd den Hungernden!

 

Freut euch über jeden Flüchtling der es zu uns schafft, den, auch wenn es ein in seiner Heimat reicher Verbrecher war, so ist er nun wenigstens dort kein Verbrecher mehr – und somit sollte er lieber hierzulande sein Glück versuchen – hier als Hai unter Haien, als in seiner Heimat, wo die normalen Menschen ohnehin schon genug zu leiden haben.

Dort wo die absolute Armut herrscht, kann es nichts Schlimmeres als den Kampf um die Macht geben!

Nur – ich denke – die meisten Menschen würden lieber an einer Granate sterben, als am Hunger – das Problem an der Granate ist, sie hat noch nie eine bessere Zukunft gebracht!

Auch wenn jetzt mancher aufschreit – ob unserer jüngeren Geschichte – ich behaupte, die westlichen Länder verhalten sich gegenüber den Entwicklungsländern nicht wirklich anders, als sich ein noch so schlimmes faschistisches Regime gegenüber diesen Ländern verhalten hätte – mag sein, dass die Granaten manchmal den Grad an Wahnsinn in unmittelbarer Zukunft tatsächlich lindern, doch vor allem verlagern sie die Brandherde, ziehen weiter an Orte wo noch frisches Blut zu ernten ist.

Das Schlimmste – zumindest in der Geschichte war es bis dato immer so – sie kehren regelmäßig an den Ort ihrer ehemaligen Feste zurück, kaum ein Fleck auf der Erde, der auf Dauer von ihnen verschont bliebe.

 

Wir können nur versuchen, der Maschine unsere Kraft zu entsagen – statt Konsum – Essen für die Hungernden – 20 Cent entspricht einer Mahlzeit!

 

http://documents.wfp.org/stellent/groups/public/documents/newsroom/wfp270047.pdf

Spendenkonto bitte über die Web-Page selber rausfinden…..

 

Mir ist klar, dass dieser Spendenaufruf nur ein mieses Pflaster für die Wunde in unserer globalen Gesellschaft darstellt, doch nehmt es so, es ist noch die am wenigsten schädliche Art von Konsum, wie ihr eure Cents wieder in den Kreislauf einbringen müsst.

Für die ärmsten unter Euch – selber gesunde Nahrung besorgen und saubere trockene Kleidung zu tragen, in einer vernünftigen Bude zu wohnen, ist natürlich vorrangig!

Nur – hinterfragt mal die Dinge, die ihr bezahlt, damit ihr „Freude“ bekommt.

 

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Über oberham

Einsiedler in Hinterwald
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2 Antworten zu 2014 überlebt – 2015 werden die Satten auch überleben

  1. Schönen Dank für deine Mühe, da mal einen kleinen Teil im Mahlzeiten berechnet zu haben.
    Tja, satt und reich scheinen wir zu sein – damit umzugehen, haben wir wohl immer noch nicht gelernt. Also weiter üben.

  2. oberham schreibt:

    … ich bin gespannt, wie viele von uns werden wohl 2035 überleben?

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