Weihnachtszeit – Prinzip Grausamkeit!

Weihnachtszeit kein Tag ohne Blutbad, keine Sekunde in der nicht Millionen Grausamkeit gerade so überleben.

Was sind das für Überlebende?

Sie bilden das Gerüst unserer Privilegien!

 

Was nehmen wir täglich wahr? Was lassen wir durch die Brandmauer unserer geistigen Isolation dringen?

Elend? Wohl kaum, solange wir nicht davon betroffen sind!

Mut! Gerne, z.B. bekommt ein mutiges Mädchen einen Nobelpreis, dafür, dass sie einen Kopfschuss überlebte, nicht dafür, dass sie kämpfte für Freiheit und Bildung – den dafür kämpfen täglich Millionen genauso eifrig und genauso erfolglos!

Nur, wer hob dieses Mädchen auf ein Schild und hob dieses Schild vor Aller Augen hoch hinauf?

Wer braucht solche Symbole für das Gute im Menschen?

Die Grausamkeit schlägt jede Sekunde zu, überall auf dieser Welt, die gröbsten Massaker schaffen es, dass wir auch aus Dritt- und Schwellenländern Nachrichten serviert bekommen.

In einem HDC genügt ein Zwischenfall wie Sydney, oder ein abgeschnittener Kopf unter tausenden, doch es war einer von „uns“.

Hier wird derzeit heftig über die Rassisten hergezogen.

Ich finde diese Differenzierung der Grausamkeit nicht minder rassistisch.

Wer das Elend dieser Welt durch seine Brandmauer lässt, der wird ins Grübeln kommen!

Doch wer hat schon die Zeit dazu?

Oder – könnte es sein, dass man danach nicht mehr funktioniert?

Jeder Konsumakt, der nur dem dummen hedonistischen Triggerrepertoire entspringt ist Grausamkeit!

Erst wenn wir lernen eine gerechte Welt unter uns Menschen zu gestalten und das verfluchte Privilegienrennen stoppen, werden Hass und Mord, Neid und Verschlagenheit, Angst und Hunger in der Vergangenheit verharren und nicht unser tägliches Leben bestimmen!

Jeder verhungerte Mensch – verhungert direkt vor unseren Augen!

Jeder massakrierte Mensch – wird direkt vor unseren Augen massakriert!

Welches Meer an Blumen müssten die Australier wohl auftürmen, würden die zwei „Leistungsmitmenschen“ schreien, wir sind nicht anders als die 100 Schüler in Pakistan, wir sind nicht anders als die in den 16 Stunden verhungerten etwa 20.000 an Hunger und Elend meist sehr jung verreckten, wir sind alle Opfer dieser unserer menschlichen Gesellschaft auf der Erde!

Die IS ist schlicht eine Ausgeburt der Wut, die Taliban sind eine Ausgeburt der Wut, all diese „Terrorgruppen“ – sie sind grobe Werkzeuge von nicht minder verschlagenen Artgenossen, wie es ein gewöhnlicher, mit dem Segen demokratisch legitimierter Regierungen agierender Plutokrat ist!

Es gibt kein Gut und Böse! Wir sind alle Menschen und jeder trägt auf seine Art zum Spiel bei!

Überdenkt eure Rolle!

Wollt ihr dieses Karussell der Grausamkeit wirklich immer weiter in Gang halten?

Niemand hier in unserem reichen Land ist ohnmächtig!

Niemand!

Lasst uns anfangen die blutige Beute zurückzugeben.

Wenn wir weiter Beute machen, ohne Sinn und ohne Verstand, werden auch wir bald wieder ganz konkret in Grausamkeit versinken!

Ich gedenke aller die im Elend stecken und qualvoll verrecken – ich wünsche allen, die grenzdebil im Weihnachtsrausch durch die Zeit hasten, sie möchten sich erst wieder Geschenke zuwerfen, wenn kein Mensch auf dieser Welt mehr Hunger leidet!

Doch das ist keine Schlagzeile wert!

Wichtig ist, dass man konsumiert, wichtig ist, dass man wunschgemäß funktioniert,  sich ins rechte Licht stellen, seine Beute machen und dann lassen wir es mit Spaß und Freude ordentlich krachen!

Ich hoffe jeder der dies laß, titt künftig wenigstens ein kleines bisschen auf die Bremse – Euer Spaß, dass ist der Quell der Grausamkeit – den kein Privileg, dass man nicht einem anderen weggenommen hätte.

Unsere Gier lässt anderen nicht einmal mehr den Tropfen Wasser, – wie kann man dann, schockiert sein über Grausamkeit?

Wir machen es den gewissenlosen Artgenossen leicht. Unser Verhalten als Gesellschaft ergibt sich aus dem Verhalten eines jeden Einzelnen von uns. Wir sind so eitel, so banal, nichts ist leichter, als uns nach Belieben aufeinander zu hetzen!

Geht Weihnachten in die Flüchtlingsunterkünfte und fragt dort nach den Zurückgebliebenen – gedenkt dann gemeinsam und weint – über uns und wie wir die Welt in eine Hölle wandeln, wo wir doch ein Paradies daraus machen könnten.

Jene von Euch die im Paradies leben, sollten sich das Fundament betrachten auf dem es steht – wer das ignoriert, der ist ein veritabler Raubmensch – wahrscheinlich glücklich und zufrieden.

Kann es sein, dass es doch Gut und Böse gibt?

Wer in dieser Welt zufrieden ist, der schwimmt glückstrunken im Blut des Elends ohne auch nur einen Funken von Verstand, wer in dieser Welt zufrieden ist, der ist ein veritables, instinktgetriebenes Wesen, das beliebig manipulierbar, mehr oder weniger brav, tut, wofür es Fressen – gleich Kaufkraft erhält!

Es gibt auch unzufriedene – doch leider ist diese Unzufriedenheit nicht auf obigen Gedanken gegründet, sondern auf der Angst zu wenig Beute zu erhalten, zu wenig Kaufkraft, zu wenig vom Zuviel!

Das Pack das sich heute auf den Straßen zusammenrottet, es giert nur nach noch mehr Dreck im Regal – es giert nicht nach mehr Güte auf der Welt – man wünscht sich zu Weihnachten Frieden – und man stiftet Hass und Grausamkeit – man, das sind wir alle!

Ich wünsche Euch allen Unzufriedenheit, Unzufriedenheit mit uns, unserem Verhalten und unserem Lebensstil – wenn wir uns nicht ändern, wird die Realität nicht länger vor unserem behaglichen, dummdreisten Privilegienstadl halt machen, werden auch wir bald wie die Sklaven in dunklen, stinkenden Verschlägen kauern oder uns von einer Stunde zur nächsten angstvoll durch Krieg und Terror schleichen, so wie heute schon an vielen Orten dieser Welt die Artgenossen zu leben – besser – zu vegetieren haben.

Ihr lacht?

Ihr seid erbost?

Warum?

Welches Argument führt ihr an, welche Rechtfertigung, die meine Klage widerlegt?

Fangt an!

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2 Antworten zu Weihnachtszeit – Prinzip Grausamkeit!

  1. fini09 schreibt:

    Das Fest der Diebe ist rum und so ist’s wie du schreibst … it’s a shame

  2. fini09 schreibt:

    da gibt es keinen Widerspruch…so wahr…so true…

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