Die wissenden Menschenfresser!

Was wäre doch eine friedliche, gerechte Welt für ein öder Ort!

Es gäbe keine Empörungsmöglichkeiten!

Wir wären am Ende alle furchtbar gelangweilt und unglücklich!

Nur das Wissen um das Elend in der Welt, macht auch aus dem Kleinkonsumenten einen Gewinner!

Dafür tut er alles, dafür ein Gewinner zu bleiben, dafür, das Elend der Welt zu erhalten!

Konsumenten sind wissende Menschenfresser, sie fressen nicht direkt, sie bevorzugen das indirekte Mahl.

Kommen die zu fressenden Menschen mal unerwünscht bis vor die eigene Türe, lasst man sie „Zurückführen“.

Konsumenten konsumieren das Elend der Welt, ohne Elend keine Schnäppchen!

Lieber Elend und Schnäppchen im Regal, als eine gerechte Welt!

Die Marketingbrache hat sogar Labels für das gute Gewissen – die konsumiert der Konsument gerne.

Ich nehme mal ein Ökofair und Sozialfair, das macht mich zum Sozialhelden.

Kein Politiker würde in einem Land gewählt, würde er für den Wohlstandstransfair unter den Regionen plädieren.

 

Da die Masse so verlogen, so verschlagen, so feige und so konsumorientiert ist, sollten wir uns doch freuen!

Wir sollten uns auf den Tag freuen, wo auch in Europa, in den USA, in Japan, Australien, überall auf diesem Planeten, nur noch Menschen, die im Elend baden, die wenigen Gewinner laben.

Jeder von uns hat das absolute Elend verdient!

Leider bekommen die meisten nicht was sie verdienen, leider dürfen sie noch wissende Menschenfresser spielen.

Doch – ich hoffe – ich erlebe noch den Tag, an dem das ganze scheinheilige Konsumentenheer die Rechnung zu bezahlen hat!

Sie werden erst aufhören Menschen zu fressen, wenn sie gestorben sind!

Es ist nicht viel Zeit vergangen, seit die Masse von Ahnungslosigkeit sprach in diesem Land – schon damals jedoch herrschte keinesfalls Ahnungslosigkeit.

Heute hat man es nicht mehr nötig , zu lügen, man gibt sich weltoffen, tolerant und gebildet – dabei ist man schlicht ein widerlicher Gewinner der Samenlotterie, der Alles duldet und Alles akzeptiert, was ihm seinen kleinen Gewinn erhält.

 

Es ist so schwer kein Misanthrop zu sein, zu hoffen, an eine lebenswerte Zukunft zu glauben.

 

 

Wir wissen von den Millionen die an Hunger zu Grunde gehen – seit wir denken können. (vielleicht sollte man uns die Leichen in unsere Häuser tragen…..)

Wir wissen von den Millionen die an der Grenze zum Tod in Höllen viele unserer Produkte herstellen – seit Jahrzehnten.(Vielleicht sollten wir das Elend an den Dingen riechen…….)

Wir wissen von den Milliarden die ohne Rechte und ohne Hoffnung von einem Tag zum nächsten ums Überleben kämpfen – seit wir denken können.(Vielleicht sollte täglich einer an unserer Türe klopfen……)

Wir wissen von der Absurdität unbegrenzten Wachstums und huldigen ihr doch wie einem Gott – seit wir als Erwachsene systemkonform leben. (… nun schlägt die Natur ausgerechnet bei uns nur selten zurück…..)

Wir wissen von den Mechanismen des Finanzfaschismus, des Konzernfaschismus, der die globale Politik im Sack hat und entscheidet wo sich Wohlstands- und wo sich Armutszellen bilden. (…. Soviel man sich auch über Politik ärgert, am Ende findet man es ganz in Ordnung…..- Deutschland geht es gut!)

Doch wir geben uns philosophisch und zweifeln schlicht das Wissen an, wir wüssten eben, dass wir nichts wissen – wie schlicht und einfach doch die Lösung ist! (…. Wir leben eben in der besten aller möglichen Welten…..)

 

Wir schaffen es noch nicht einmal in unserem Land der Korruption und dem ewigen Ränkespiel von Bevorzugung und Diskriminierung Einhalt zu gebieten, wir tun uns wohl schon schwer, es zumindest in unserem Umfeld zu unterbinden, doch genau dort beginnt alles Elend – bei uns!

Solange wir wissen und mit den Schultern zucken, wird es nur jeden Tag schlimmer werden!

Doch es genügt nicht sich zu empören, jener der mitspielt, sich jedoch empört, der ist am Ende noch widerlicher, als der, der einfach nur genau die Spielregeln befolgt.

 

Verflucht, jene die erkennen, die Spielregeln sind beschissen! Sie sollten endlich aufhören mitzuspielen – ihr werdet nicht verhungern!

Ihr werdet nur einen großen Scheißhaufen an Konsumidiotie hinter euch lassen!

Vor allem aber werdet ihr aufhören Menschen zu fressen!

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Über oberham

Einsiedler in Hinterwald
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2 Antworten zu Die wissenden Menschenfresser!

  1. kahalla schreibt:

    Nun, diejenigen, die am wenigsten vom Menschenfressen profitieren, haben Angst selbst zu Futter zu werden. Das ist die Keule die sie treibt. Denn die Globalisierung des Reichtums ist gleichzeitig die Globalisierung der Armut. Denn auch hier werden Menschen per Gesetz in den Dreck getreten. Was wäre denn der Reichtum ohne die Armut? Reichtum ist relativ und ohne Arme wären die Reichen ganz normal und umgekehrt. Es stimmt, es geht um die die fressen und die, die gefressen werden. Dabei werden doch auch die hiesigen Arbeiter und Angestellten gefressen, allerdings erst als Nachspeise. Und Nachspeise zu sein, das ist schon mal was. Darauf kann man sich was einbilden. Nicht gierig herunter geschlungen zu werden sondern genüsslich auf den Verzehrberg drauf getüpfelt. Genauso wie Reichtum und sein Wertesystem relativ ist, genauso so sind die moralischen Werte in einem so pervertierten System relativ. Es gibt kein gut oder böse, sondern nur noch ein besser oder schlechter. Und diese Wertungen definiert einzig das Auge des gierigen Betrachters.
    was erwartest du von einem Land in dem asoziale Kriminelle Sozialgesetze entwerfen, in dem „Christen“ als Kriegstreiber fungieren und „Sozialdemokraten“ in undemokratischer und asozialer Tradition den „Kleinen“ ein Rambo, den „Großen“ ein Bambi sind? Ein Land das gerne Kompetenzen an Europa abgibt, weil man sie dort viel gewinnbringender verramschen kann.
    Eine Regierung die den Dreck der Atomlobby mit Kusshand nimmt und den Kleinen aufs Auge drückt, die selben Gierschlünde aber noch aus Steuergeldern für nicht hergestellten Strom bezahlt. Nee, da kannst du nichts anderes erwarten als das was du dich darüber beschwerst, und wahrscheinlich musst du noch froh sein, dass diese Gestalten so dröge und phantasielos sind.
    Wie eine griechische Anekdote erzählt, die von einer alten Frau berichtet, die täglich für ein langes Leben des verhassten Diktators betet. Der Potentat, erstaunt darüber, dass jemand ihn anscheinend mag, muss das Rätsel lösen, die Frau besuchen, taucht in ihrem Dorf auf und stellt sie vor versammelter Presse zur Rede. „Frau wie kommt es, dass du anscheinend als Einzige in diesem Land mir nicht den Tod wünschst?“ Die Alte blickt ihm in die Augen, setzt sich auf eine Bank und sagt: “ Junge, dein Urgroßvater war ein schlimmer Kerl und ich habe gebetet, dass er so schnell wie möglich zu Tode kommt. Das klappte auch und dein Großvater kam an die Macht und er war noch viel schlimmer als sein Vater. Und nach ihm kam dein Vater der diesen noch übertraf. Und jetzt wo du dran bist, ist es noch schlimmer geworden. Ich möchte die Herrschaft deines Sohnes nicht mehr erleben.“ Und damit stand sie auf und ging weiter ohne den Staatsmann eines weiteren Blickes zu würdigen.

  2. oberham schreibt:

    …. die Anekdote ist wirklich sehr treffend! …. wie ich schrieb, es kann nur schlimmer werden.
    Doch, mein ABER lautet eben, jeder könnte schlicht aufhören mitzuspielen – es geht!
    Ich lade jeden ein zu mir, es zu erfahren. (Bitte ein Stück Seife mitbringen, Wasser und Kräuter, Früchte und Salat gibt es momentan satt………….)
    Man kann sich dem System entziehen, desto mehr es versuchen, desto spannender würde es werden!
    Die Systemflüchtlinge gab und gibt es allerdings schon immer – sie blieben leider bis dato immer nur eine Marginalie am Rand.
    So absurd es klingen mag, in meinen Augen ist auch ein Politiker schlichtes Fressen, er frisst wohl extrem, doch auch er wird gefressen, würde er ein anderes Leben anstreben, würde er wahrscheinlich glücklicher. Ich glaube desto mehr Verbrechen einer begeht, desto unglücklicher wird er, irgendwann genügen Macht, Reichtum und all das was er damit kaufen kann, nicht mehr um sich nicht vor sich selber zu grausen.
    Was wissen wir schon, was hinter den Fassaden alles an abgrundtiefem Selbsthass und Ekel vor Seinesgleichen hockt.
    Dort wo Armut nicht gleichbedeutend mit Elend ist, leben die glücklichsten Menschen!

    Materielle Armut ist nur dann ein Weg ins Elend, wenn man keine Heimat und nicht einmal einen warmen, trockenen Ort zum Wohnen für sich alleine hat.
    (Ein kleiner Kühlschrank ist schon super – im Sommer – doch ich bin sicher, da gäbe es auch andere Lösungen………… – wär ich noch jung, würd ich wohl wandern, weit wandern, soweit mich die Füße tragen………..)

    Freiheit und ein kleiner Fleck dieser Erde, möglichst einsam (meine Geschmacksrichtung), gerne ohne Strom – aber viele Bücher (ich lese am Tag, Nachts schlafe ich) – schon geht es mir gut.

    Würden wir in einer friedlichen gerechten Welt leben, wäre ich glücklicher, da ich es liebte mit anderen Menschen gemeinsam Dinge zu erleben – doch das was uns an Erlebnismöglichkeiten geboten wird, ist schlicht Irrsinn.

    So stand ich im Kindergarten in der Ecke und tue es bis heute – es war nur eine kurze Zeit, da hab ich mitgespielt, es war die schlimmste Zeit meines Lebens, komischerweise jene Zeit, da man mich als – doch noch – normal, titulierte.

    Heute bin ich der ewige Sonderling, den man meidet. Ein Griesgram, ein
    Menschenhasser, ein Nichtsnutz – und das ist mir das liebste Kompliment!
    (Menschenhasser bin ich keiner – im Gegenteil, mir kommen tausend und eine Idee wie wir glücklich und friedlich zusammenleben könnten, ohne Führung, ohne Repression, ohne Diskriminierung……..- doch keiner mag sie hören – vieles hab ich hier schon geschildert….).

    Würde z.b nur alles was öffentliche Mittel angeht vollkommen transparent ins Netz gestellt, wäre es zu Ende mit der Korruption.

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