Das gemeine Merkelmull – Heterogelaber phallus rautus

Das Merkelmulltier oder auch das gemeine Merkelmull, eine Abart des Heterogelaber phallus (streng unwissenschaftlich) – Ursprungsart Naktmull, Heterocephalus glaber (streng wissenschaftlich) – ursprünglich unter der Erde leben, kam eines Tages ans Tageslicht.

Diese abartige Abart, scheint sich zu verbreiten. Der Bildungsbürger hat nun auch noch eine gesonderte Partei, doch wen mal wählt ist für den ungebildeten Bürger einerlei!

Nur die Mull-Eliten wissen noch was vor sich geht. Sie verabscheuen solche Schreiberei!

Akademiker sind Merkelmulle, keinesfalls Primaten, mit denen man sie gemeinhin verwechselt.

Empathie – so sie zum Eigennutz transformiert, ist schlichter Jagdinstinkt, so könnte man konstatieren, es transformiert ein Teil des Homo Sapiens während seiner „Ausbildung“ zu Merkelmullen, der die restlichen einstigen Artgenossen, domestiziert und sie schlicht für seine mulltierartigen Beutezüge missbraucht.

Wehe dem Mensch, der da nicht zum Mullartigen wird, er ist auf Gedeih und Verderb dem Schicksal ausgeliefert, mögen gütige Mulle seine Wege bestimmen, so kann seine Zeit noch erträglich werden.

Was man gemeinhin unter dem Homo Sapiens versteht, das würde mich wirklich interessieren – soziale, zur Selbstreflektion fähige Wesen – also nein, habe ich noch nicht kennengelernt – da beginnt die Utopie schon bei der Klassifizierung der eigenen Art.

Natürlich streng unwissenschaftlich.


 

Eusoziale Sozietäten zeichnen sich dadurch aus, dass ein Großteil der Population sich für eine kleine Gruppe aufopfert.

Im Notfall haben diese Opfertiere auch ihre Leben zu geben, die Königin rettet die Art. (meistens….. ;-)….)

Die ca. 80 Millionen Merkelmulle in unserer Republik arbeiten hart, sie rennen täglich zur Arbeit oder betreiben brav Freizeitkonsum – einige Ausnahmen streifen mit einer ostentativen Verweigerungshaltung umher.

Das gewöhnliche Merkelmull hat ein sehr bequemes Leben, selbst als niedrigstes Funktionstier, muss es in der Regel nicht hungern und wird auch notversorgt, so es krank wird bzw. verunfallt.

Weltweit jedoch leben inzwischen über 7 Mrd. Heterogelaber Phallus – die Rautus Variante kommt nur mehr auf knapp 80 Mio. – vom prekarius oder sklavius gibt es hingegen mehr als 2 Milliarden – diese fast schon dominante Unterart ist geradezu hingebungsvoll bemüht, dem Rest der Mulle das Leben angenehm und erträglich zu machen.

Den Gipfel der Population bilden die Varianten – Oligarchus, Plutokratikus oder auch Tycoonos – diese wiederrum halten sich im Umfeld die Politicus Variante, welche dafür Sorge trägt, dass die gemeinen Merkelmulle – und wie sie alle noch in ihren Unterarten bezeichnet werden (das würde nun zu weit führen für diese kurze Abhandlung) – treu und brav ihre Aufgaben erfüllen, im Glauben, sie lebten in einem mehr oder minder gerechten Gemeinwesen.

Es gibt ein Problem, die – ich vereinfache – Obermulle, werden niemals satt, sie möchten immer mehr, mehr Spaß, mehr Macht, mehr Luxus, mehr Fleisch, mehr Gold, mehr Rendite, mehr Dekadenz usw. usf. .

Trotz aller Bemühungen schaffen die Funktionsmulche es nicht, ihre Führung zufriedenzustellen.

Es kommt vereinzelt immer wieder zu mehr oder minder grausamen und umfassenden Konflikten, die Mulle massakrieren sich, sie lassen sich gezielt verhungern, durch verweigerte Hilfeleistung oder sie verseuchen sich, trotzdem werden sie immer mehr – eine natürliche Reaktion der Natur – desto gefährdeter eine Art, desto größer der Output – doch die Mulle sind unglaublich effizient was ihre Überlebenschancen angeht, trotz des Wahnsinns den sie veranstalten – den bevor sie sterben, stirbt in der Regel erst einmal alles um sie herum – oder die neueste Variante – die bis dato erst zweimal auf eine begrenzte Mullpopulation angewandt wurde – welche sowohl die Mulle, als auch alles um sie herum im gleichen Augenblick vernichtet und anschließend dafür Sorge trägt, dass Gebiete lange Zeit Todesfallen bleiben.

Dem außenstehenden Betrachter bietet sich ein paradoxes Bild – da sich Mulle so selbstzerstörerisch verhalten, sind sie äußerst Fortpflanzungsfähig – diese Fähigkeit führt dazu, dass sie sich meist nicht in angemessener Zahl exterminieren, was wiederrum dazu führt, dass sich das Elend in Anzahl und Ausbreitung immer mehr verbreitet und somit der Mull eine Art biologische Massenvernichtungswaffe in sich darstellt.

So wird sich diese oberirdisch lebende Mullvariante wohl eines Tages an einem kritischen Punkt ins Nichts auflösen.

Was bleibt – ich denke die Nacktmulle – die Ursprungsart, sie wird überleben, wie tausende andere Arten auch.

….. übrigens die Merkelmulle wissen das alles, sie behaupten zur Selbsterkenntnis fähig zu sein, sie schreiben Bücher über ihren Wahnsinn, praktisch täglich erscheint ein Neues – aber – an ihrer Lebensweise ändern sie nichts.

Die Führermulle langweilen sich – die Sklavenmulle arbeiten sich auf. Sie alle finden das wohl schick.

Ich denke – die Mulle haben einen schrecklichen Tick!


 

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Über oberham

Einsiedler in Hinterwald
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5 Antworten zu Das gemeine Merkelmull – Heterogelaber phallus rautus

  1. Willy Lehmann schreibt:

    „einen schrecklichen Tick“ ? – Sie bestehen aus Ticks. Ein einziger evolutionärer Irrtum.

    • oberham schreibt:

      es ist verzwickt – Altruismus eben das Prinzip der eusozialen Gemeinschaft – dem Nackmullbau oder dem Ameisenhaufen – oder eben dem menschlichen Wahnsinnshaufen – die meisten Drohnen in Arbeit haben relativ wenig Leidensdruck – zumindest bei uns – und sogar in den furchtbarsten Fabriken dieser Welt gibt es keinen Mangel an Arbeitskraft – die Menschen dort stehen Schlange um dort arbeiten zu dürfen.
      (auch wenn sie fast ersticken, 18 Stundenschichten leisten, kaum etwas dafür bekommen…….. – es scheint der Mensch ist ein ideales Nutzvieh… – und er scheint es so zu wollen – Aufstände gibt es erst, wenn der Hunger die Leute in Massen umfallen lässt, selbst Unfälle mit Hunderten von Toten führen heute nicht mehr zum Aufstand – da waren die Menschen ja im 19.Jhd. noch aufsässiger! – die haben sich doch ab und an lieber erschießen lassen, als langsam in den Fabriken abgewrackt zu werden…..- wobei die lokalen Aufstände in Asien, Afrika oder Südamerika erfahren wir hier ja auch nicht – insofern ist diese Aussage wohl falsch.)

      Abgesehen von den verkauften, versklavten Kindern – die man Anfangs mit Gewalt gefügig machen muss und einsperrt – ausgewachsene Merkelmulle jedoch arbeiten sich lieber zu Tode, als untätig und müßig in der Hängematte zu liegen – zumindest das „normal“ geprägte Merkelmull.

      Daher lässt es sich auch so vorzüglich gegen Faulpelze hetzen.

  2. jauhuchanam schreibt:

    Ein gutes Gleichnis!

  3. jauhuchanam schreibt:

    Hat dies auf Muss MANN wissen rebloggt und kommentierte:
    Ein gute Gleichnis

  4. fini09 schreibt:

    Fast..tot…gelacht…frappierende Aehnlichkeit..;-)

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