Vom Glück frei und reich zu sein!

Es gibt Momente, da bleibt einem schlicht nur die Flucht. Ich behaupte, brennt es in meiner Hütte, werde ich vor dem Feuer fliehen.

Brennt es im ganzen Land, werde ich versuchen – irgendwie – in ein Land zu gelangen, wo noch kein Feuer wütet.

Doch was tun, wenn die Welt brennt? Wohin sollte man fliehen?

 

Unsere Welt brennt lichterloh. Wir fliehen nicht, im Gegenteil, wir glauben auf der Insel der Seligen, der besten aller Welten zu hocken, dabei verbrennen wir bei lebendigem Leib, bis am Ende nur

noch die Asche bleibt.

Es ist ein kaltes Feuer, die Flammen sind die Verschlagenheit, die Gier und die Arroganz des Einzelnen, es züngeln auch Eitelkeit und Ignoranz durch unsere Fasern, kurz,

wir ahnen vielleicht etwas vom Gestank des verbrannten Fleisches, doch es bleibt bei einer vagen Wahrnehmung, die wir verdrängen.

 

Man könnte es aber auch Käse nennen – alles Käse – der gute Leibnitz glaubte wohl an den gütigen Schöpfer, der es gut mit uns meinte – ein aufrechter weniger im Theorem verwobener Zeitgeist las ihn wohl, und erweckte eine Milbe zum Leben:
Wilhelm Ludwig Wekhrlin (Weckherlin) schrieb so vor etwa 250 Jahren – wohl 50 Jahre nach der Theodizee das Folgende:

 

Monolog einer Milbe im siebenten Stock eines Edamerkäses

 

Auf einem silbernen Teller befand sich einst ein Edamer Käs, und nahe dabei ein Talglicht, welches den Käs bestrahlte. Milben hatten sich, durch die innere Gährung seiner organischen Partikeln, im Käse erzeugt. Unter ihnen war eine Philosophin, welche dem Ursprung und der Bestimmung des Käses und der Milben nachdachte. Jemand, der den Käs zu essen im Begriff war, belauschte ihren Monolog mit dem Ohr jener Geniemänner, welche die Sphären singen, die Nerven stimmen, die Flöhe husten hören.

Man fragt mich nicht, wie Das möglich war. Die Frage über das Wie der Dinge ist oft indiskret, und wir könnten eher allgemeine Zweifler werden, als sie in jedem Falle beantworten. Genug, dieser Fürwitzbeutel vernahm die Milbe so reden.

„Wie lieblich duftet dieser Käs! Wie ambrosisch ist dieser Geschmack! Wie nahrhaft diese Speise! Wie bequem meine Wohnung! Eine unermeßliche, durchaus eßbare Welt.

Wie mächtig, wie wohltätig muß der sein, der den Käs machte, ihn für Milben schuf! Unser Sein war sein Wille, unser Wohlsein sein Zweck. Denn vom Nutzen eines Dings schliessen wir auf seine Absicht.

Ich gehe weiter: Dieser Käs ist der beste unter den möglichen. (Der Eigentümer hielt ih für versalzen). Der Beweis ist simpel. Hätte der Urheber einen besseren machen können, so würde er ihn vorgezogen haben. Warum sollte er das Vollkommene dem Mittelmäßigen nachsetzen!

Jener glänzende Körper, der aus ungemessener Ferne meinen Käs bestrahlt (hier lächelte die Milbe gegen das Talglicht) was kann er sein, als unsere Laterne? Wie erquickend, wie wohltätig ist sein Licht! Wie anpassend der Organisation meiner Augen. Ja, das Licht ist um der Milben willen gemacht.

Glückliche Milben! Ihr seid Mittelpunkt – Endzweck aller Kombinationen der Welt. Euch erfreuet das Licht. Euch duftet der Käs, Euch laden seine fetten Partikeln zum Genusse ein.

Aber eben darum, weil Milben der Zweck sind, dem die Natur alle ihre Werke, als Mittel, subordiniert hat; eben darum, erhabene Milben, ist diese ephemerische Existenz nicht das ganze Erbteil, welches die Natur euch beschieden hat.

Sollte sie nicht ewige Zwecke lieben? Sollte der Zirkel der Allnatur ohne seinen Mittelpunkt, worauf alle Strahlen sich beziehen, bestehen können? Nimmermehr! Milben: ihr seid zu den erhabensten Aussichten bestimmt. Eure Existenz; in der Höhle des Käses ist nur der rosenfarbene Morgen eines schönen Tags, dessen Mittag eurer wartet.

Die sublimen Gedanken, welche itzt meinen Geist beschäftigen, sind mehr als die Wirkung meiner Organisation. Es ist wahr, ich kenne meinen Körper, die inere Natur seiner Elemente, die Art ihrer Zusammensetzung beinah gar nicht. Aber dennoch kann ich a priori bestimmen, welche Wirkungen aus dieser Zusammensetzung möglich sind, und welche nicht.“

So eben wollte die Rednerin von der Zukunft weissagen, und die Natur der Käse, welche sie künftig bewohnte, und zum Teil essen würde, auf unzählichen, wie sie meinte unumstößlichen Grundbegriffe der Milben metaphysik zu demonstrieren beginnen, als der Zuhörer, vom Mitleid über ihre Mühe gerührt und um ihr eine langwierige Reihe Syllogismen zu ersparen, die Rednerin samt dem Katheder, worauf sie stand, in den Mund steckte und verschlang.

Man sagt, sie habe noch zwischen den Zähnen des Würgers behauptet, ihre Erhaltung, ihr Wohl sei der Endzweck der Natur.

Nun – ein jeder Leser möge selbst rätseln wie es weiter ging.

 

 

 

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Über oberham

Einsiedler in Hinterwald
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27 Antworten zu Vom Glück frei und reich zu sein!

  1. jauhuchanam schreibt:

    Tja, wahrlich, er hatte einfach schon vor 2900 Jahren recht, der Salomon, seines Zeichens König eines Beduinenvölkchens „Et gievß niet nüß neueß untär de Sunne“

  2. jauhuchanam schreibt:

    Hat dies auf Muss MANN wissen rebloggt und kommentierte:
    Nicx Neues von der Front

  3. hy schreibt:

    lieber oh, was hältst du von der flucht aus dem freitag online-forum? was von einer vernetzung der aktiven aus der fc?

    • oberham schreibt:

      hy – manche schreiben mir schon per e-mail, ich lud schon öfter ein zu mir, auf der FC muß ich nicht wirklich fliehen, das schöne am Elektronenverschieben ist doch, die absolute Freiheit – die zwar in den absoluten Ketten enden wird, doch meine pessimistischen Prognosen dürften wohl erst in einigen Dekaden für die Massen handfeste Realität werden – sprich – die Mikrowelle sticht ins Fleisch – so das Nutzmenschlein nicht nach Wunsch funktioniert.

      Seit jeher streben die Gewinner die Kontrolle an, doch wie man sieht, selbst wenn der Weg ganz offen vor den Massen beschrieben wird (Orwell ist Geschichte längst – Snowden ist das Heute und keine Fiction – sondern das reale Leben) trotten sie munter oder auch weniger munter weiter täglich an ihre Funktionsorte und funktionalisieren sich durch die Systemtunnel in die man sie gelockt, geführt – oder was weiß ich – hat.

      Bald wird es kaum mehr ein Entkommen geben und was passiert, wenn so ein Stollensystem mal verunfallt, konnten die Kumpel in der Türkei jüngst hautnah erleben, man verbrennt – oder erstickt – da in einen Tunnel oder schlimmer noch Stollen – keine Frischluft mehr gelangt – brennt es.

      Ich freu mich immer über Besuch (so er nicht amtlich ist….. sondern privat) ;-).
      Auch über e-mails.

      …… und wir sollten doch froh sein, ich spekuliere ernsthaft damit, dass man die annonymen, die als wirr, naiv und wie sonst auch kathegorisierten, für die nächsten ein zwei Dekaden noch in Ruhe läßt – da sie ja keine Gefahr für das System darstellen.

      Ganz ehrlich – so sehr ich dezidiert zu meiner Meinung stehe – warum sollte ich dafür kämpfen?
      Ich lebe sie, ich lade jene ein – die sie selbst auch ähnlich leben und leben möchten.

      Doch ich finde ein ernsthaftes Vernetzten macht nur unter jenen Sinn, die wirklich eine objektiv vertretbare Minimalisierung ihrer Systemkollaboration als ersten Schritt realisiert haben.

      Wie oft hab ich mich schon mit jenen angefeindet, die zwar die Systemwelt als Irrsinn glasklar erkennen, jedoch ihre zig Tausend Euro im Monat aus dem System schöpfen, um einen ebenso als glasklar irrsinnigen Lebensstandard zu genießen.

      Jene die z.B. auf den Podien der Montagsdemos stehen, sind in der Regel Menschen mit Minimum sechsstelligen Kapitalreserven und teils fünfstelligen monatlichen Einkünften – wenn der Protest zum Geschäftsmodell verkommt (z.B. auch Störsender und ich könnte mir vorstellen der gute Dieter fand das auch am Ende misslungen…..) werde ich dort immer der Troll sein, der das Nest beschmutzt und die haben mich z.B

      • oberham schreibt:

        nach meinem zweiten Kommentar, der das Crowd-Funding anprangerte, der die hohen Produktionskosten für die wirklich eher kümmerlichen Video-Clips als lächerlich bezeichnete und der die immer gleiche Phrasendrescherei (ok – das ist nun wirklich subjektiv….) unter den immer gleichen Gesichtern für reine Selbstdarstellung hielt, schlicht auf die Ingo – Liste gesetzt.

        Versuche mal prominente „Systemgegner“ anzuschreiben und schlag ihnen – der du eben keine Person des öffentlichen Lebens – im Sinne – mediales Leben – bist, ohne Geldleistung einen Vortrag unter gleichgesinnten – zumindest kritischen Leuten – in Deiner Gemeinde – Deinem lokalem Lebensraum – zu halten – du wirst keine Antwort erhalten.

        Das politische Kabarett ist manchmal scharfzüngig und wirklich wohltuend anzuhören/sehen – doch immer mehr kommt die Artistik dazu – oder ein musikalisch adretter Aspekt – wer nicht perfekt jonglieren kann, der wird nicht mehr seine Worte verkaufen dürfen, da Worte leicht zu kreieren sind, eine anspruchsvolle Jonglage jedoch monatelanges, intensives Training erfordert.

        Nichts gegen Jonglieren, es ist sehr gut – vor allem für Kinder – führt zu besserer Verkopplung der neuronalen Struktur – und uns Alte bewahrt es vor Demenz – doch mit drei Bällen holst du eben keinen mehr hinter dem Ofen hervor – und jetzt im hohen Alter ist dann die Rückenproblematik die Antipode in der Kosten-Nutzen Gleichung (außer man hat einen Sklaven – oder einen super Hundefreund – der einem die Jonglierstücke immer wieder in die Hand reicht.).

        Es gibt inzwischen unglaublich viele „vernetzte“ Gruppen – von Transition bis Commons – man kann die Brights, die Ökosozis u.v.a.m. aufführen – doch Leute wie ich, die arbeiten sich durch das Überlebensprogramm, den ich kann weder reisen, noch mich auf Demos herumtreiben – ich muss für mein Essen, meine warme Bude, die Instandhaltung meiner Hütte, meine Körperpflege, meine Tiere etc. sorgen!

        Ich kann nur hier so ein zwei Stunden am Tag meine Gedanken in Kommentaren oder hier im Blog posten und andere daran teilhaben lassen.

        Wer die prominenten Stimmen hören möchte – einfach auf YouTube oder in die einschlägigen Mediateken schauen – dort wird er sofort fündig.

        Ich empfehle Dutschke zu googeln, aktuell eine SPD-Wahlkampfhelferin – Sina Trinkwalder (Millionärin, die von den Medien gehypt wird, die wirklich gute Statements abgibt, jedoch in meinen Augen das Paradebeispiel für den Wohlstandsgutmenschen abgibt – der Vorzeigealternative! – …. sie outet sich auch – einfach mal etwas Zeit investieren – im Nacht-Cafe vor einem Jahr war es sehr gut zu sehen….. – aber – jeder mache sich sein eigenes Bild)

        Natürlich kann man den Störsender auch als etwas Tolles sehen, Barwasser macht wirklich gute, unterhaltende Talks – Pelzig …. – die neue Anstalt ist bis dato sehenswert – (nur dort kommt sicher nie ein Mensch wie du und ich zu Wort – das ist Voksunterhaltung auf dem Differenzieralibiregal – und die Akteure wissen es – wobei ich ihnen ja nicht einmal den Vosatz, etwas zum Besseren ändern zu wollen, abspreche – nur die Damen und Herren leben schlicht exakt die gleiche Konsumarroganz, wie ein Bundestagsabeordneter, ein Versicherungsverkäufer mit hohem Provisionserfolg, oder sonst ein erfolgreicher Eurogenerator.

        ….. und macht es einen Unterschied, ob ich mir eine dekadente Penthauswohnung in der City mit zwei Luxuskarossen in der Tiefgarage von der Kohle kaufe – oder einen wunderschönen Bauernhof in Alleinlage leiste, wo ich mir meinen Lebenstraum dank der Kohle aus dem komerziellen Kritikerfolg leiste, jedoch dort abgeschottet ein geschlossenes Haus für die abgerissenen Widerständler errichte – offen für die anderen Bohemiens?

        Das ist schlicht immer wieder Klassengesellschaft – und zwar klassifiziert nach Besitz, nicht nach Lebenseinstellung – der erfolgreiche Versicherungsmaschmeyer, darf den Bahrwasser auf seinem Hof nämlich sicher besuchen- so er möchte – er wird bewirtet und der Bahrwasser holt sich Anregungen für die nächste Nummer – wird ihn – so der Verbrecher möchte – sogar in seine Sendung laden – wo man sich etwas anpikst – aber auf keinen Fall zu arg!

        …….. oh – sorry – jetzt ist mir wieder der Gaul durchgegangen.

        Mag sein es ist die enttäuschte Eitelkeit – von mir – mag sein ich bin nur ein schnöder Neider – es ist sicher die leichteste Replik – nur – warum ändern dann diese Multiplikatoren so rein gar nichts?

        Früher wurden die aufrechten Widerständler – auch wenn sie absolut friedlich auftraten oft schlicht weggesperrt oder ermordet – heute hält man sich – wie zu allen Zeiten auch die professionellen Lästerer – die Gaukler, den Hofnarren – wie man es auch sagen mag – wir die belanglosen, dürfen wenigstens Leben und ich denke – sähe ein aufmüpfiger Leibeigener aus dem 12. Jhd. uns heute so leben, er würde wohl tatsächlich auch uns als wohlversorgte, angepasste Opportunisten beschimpfen, da wir in seinen Augen doch immer noch zu wenig wagen.

        Er gab sein Leben, wir geben nur ein wenig dümmlichen Konsumballast – das pure Leben bekommen wir fast ohne Not und fast ohne Elend – dank des milliardenfachen Elends in der Welt – ….. und die brennt längst lichterloh.

      • jauhuchanam schreibt:

        „Snowden ist das Heute und keine Fiction“
        Was hat er denn großartig neues bekanntgemacht, was Václav Havel nicht schon vor 40 Jahren gesagt und geschrieben hat? Außerdem ist doch nun gerade die Kontrolle und Überwachung ein wirklich alter Hut. Was ist denn an der NSU oder NSA ein „Skandal“?
        Im Grunde ist das doch auch nichts anderes, als ein weiteres Geschäftsmodell, um in einem Nischen-Markt der Unterhaltungsindustrie Produkte, die keine hohen Kosten bei der Herstellung verursachen für „gutes“, aber teures „Geld“ an die sowieso schon satten Sklaven verkaufen zu können. Brot und Spiele halt, um das System der Lüge zu bewahren.

        Und auch du hast doch selber die bequemste aller Ausreden parat, eben genauso wie die Masse und die Masse der Unterhalter des Massen:
        „ich muss für mein Essen, meine warme Bude, die Instandhaltung meiner Hütte, meine Körperpflege, meine Tiere etc. sorgen!“
        Wieso MUSST du?
        Wer sagt das denn? Wer schreibt das vor? Wozu soll denn dieses „Rechtfertigung“ gut sein? Welchem zwanghaften Paradigma ist der Mensch denn damit unterworfen? Nicht etwa der protestantischen (calvinistischen!) Arbeitsethik?
        Wenigstens ein Gebot halten „Sechs Tage musst du arbeiten.“ weil die Gesetze des Lebens sich eh überholt haben und sie „kein Mensch mehr braucht“???

        Deine Kritik, die du übst ist gut und wichtig. Deine Erkenntnisse, die ich hier mitlese, teile ich in vielem. Aber das Leben selbst jedoch wird gerade Dir nicht erlauben, dich zurückzuziehen oder zu flüchten. Wenn die Feuerwehrleute so denken oder handeln würden, wie du, würde nie ein Brand gelöscht. Das Leben – dein Leben – ist Geschenk, und zwar nur so lange, wie du keine Erkenntnisse und kein Bewusstsein hast.

        Die aber hast du! Und damit wird das Leben zu Forderung, gerade an Menschen, wie dich. Von wegen eine pessimistische Sichtweise als Ausrede vorschieben Ich kann nur hier so ein zwei Stunden am Tag meine Gedanken in Kommentaren oder hier im Blog posten und andere daran teilhaben lassen.“ Die Feuerwehrleute können doch auch nicht einfach zu Hause weiter in den Sessel pupsen, „weil der Brand ja eh nicht zu löschen ist, gehe ich gar nicht erst hin, wenn die Sirene das Kommen befiehlt“.
        Es geht nicht darum, den Brand zu löschen, sondern zu verhindern, dass er sich ausbreitet! Der Brand erledigt sich sowieso von selbst, dass wurde einem schon im Kindergarten beigebracht: „Was ist das? Es frißt und frißt, je mehr es frißt, je hungriger wird es. Hat es alles gefressen stirbt es.“

        … und was du nicht tust, wird ein anderer tun, aber meist nicht in deinem Sinne.

        Wenn du deine Berufung schon nicht darin siehst, die Brandstifter dingfest zu machen und hinzurichten, wirst du vom Leben dennoch dazu gezwungen, die Ausbreitung des Brandes zu verhindern. Weigerst du dich jedoch und schiebst auch noch die billigsten aller Ausreden als Rechtfertigung vor, bekommst du – gerade du – vom Leben selbst so was von auf die Fresse, dass dir Hören und Sehen vergehen wird.

        Gruß aus dem Norden
        Georg Löding

  4. Rüdiger schreibt:

    „Doch was tun, wenn die Welt brennt? Wohin sollte man fliehen?“
    Die Antwort wurde schon gegeben.
    Sie ist seit 2000 Jahren noch immer dieselbe.
    Und nur dort kann man die Übereinstimmung von Reden & Handeln/Leben entdecken.
    Allerdings: Nur der wahrhaft Suchende wird auch finden.
    Deutschland hatte einen Philosophen, der Berufspessimist war, namens Sch… aber gesucht hat er nicht.

    • jauhuchanam schreibt:

      Und wo steht bitte dieser Unsinn wieder: NUR der wahrhaft Suchende wird auch finden ???
      => „nur wenn ich fleißig Buße getan habe, komme ich nicht ins Fegefeuer“, oder was???

      Mann, Mann, Mann Rüdiger!

      Welche Antwort wurde schon gegeben???
      Rücke bitte mit der Sprache raus, bevor du deine Stimme bei der Wahlposse verlierst und du sie für weitere vier Jahre in einer Urne beerdigst.

      • Rüdiger schreibt:

        Ein großer Zorn erfüllt dich, Jauhu, er spritzt aus jeder Zeile, und nichts & niemand ist davor sicher. Du machst auch den noch nieder, der hier die Plattform bietet für deine zornigen Zeilen. Weißt du, was der weise Mann Salomo dazu gesagt hat?
        Spr 22:24-25
        Geselle dich nicht zu einem Zornmütigen und begib dich zu keinem Hitzkopf,
        damit du dir nicht seinen Wandel angewöhnest und er dir nicht zum Fallstrick deiner Seele werde. (Schlachterbibel 1951) Oder…
        Spr 22:24-25 (Luther 1912)
        Geselle dich nicht zum Zornigen und halte dich nicht zu einem grimmigen Mann;
        du möchtest seinen Weg lernen und an deiner Seele Schaden nehmen.
        Dennoch will ich mit der „Sprache herausrücken“, denn es kann sein, daß du nie die Möglichkeit hattest, die Wahrheit zu hören. Deine Forderung hat mich nämlich an etwas erinnert, das schon so lange her ist… Es war zu Ostern oder Pfingsten (ich kann‘ s nicht mehr genau sagen) 1987, als ich von Hannover kommend mit drei Mitfahrern nach Süddeutschland fuhr, um dort meine christliche Gemeinde zu besuchen. Das verlobte junge Pärchen, das hinten saß, wird wohl noch in Hannover zugestiegen sein, auch sie wollten irgendwo dort unten eine Gemeinde besuchen. In Kassel stieg dann noch jemand zu, ein Zugereister (sag ich mal), ein Mann aus dem mittleren Osten, vielleicht 40-45 Jahre alt. Nur von ihm kann ich noch sagen, wo er abgesetzt werden wollte, nämlich in Stuttgart-Feuerbach. Ich weiß nicht mehr, ob er mir auf der Hin- oder auf der Rückfahrt erzählte (er sprach recht gut Deutsch), welcher Glaubensrichtung er angehörte. Wie dem auch sei, er war Angehöriger der Bahai-Religion (soweit ich weiß, eine Variante des Islam).
        Nachdem mein Gemeindebesuch am ersten Feiertag beendet war, machte ich mich wieder auf den Heimweg nach Hannover und pickte ihn in S-Feuerbach an derselben Stelle wieder auf, wo ich ihn abgesetzt hatte. An dem Morgen war ich nicht besonders redefreudig, aber nicht schlecht gelaunt, sondern mehr in Gedanken versunken, beschäftigt mit den Dingen, die ich in den Predigten gehört hatte. Wir werden wohl, während er vorn neben mir saß, doch ein wenig geredet haben, wahrscheinlich über seinen Besuch dort unten und über seine Glaubensrichtung. Irgendwann muß er mir nämlich das Stichwort gegeben haben, woran ich mich noch sehr genau erinnere, denn ich sagte ziemlich bestimmt, wie ich vermute: „Ich weiß, was die Wahrheit ist.“
        Mit einer solchen Aussage kann man in diesem unseren Lande keinen Menschen zu einer vernünftigen Reaktion veranlassen – das wußte ich längst. Und darum hab ich auch gar keine Reaktion erwartet. Doch bei diesem Mann war alles anders. Er reagierte nämlich geradezu wütend und sagte: „Wenn Sie die Wahrheit wissen, dann ist es doch Ihre Pflicht, sie anderen mitzuteilen!“
        Hatte ich richtig gehört? Hier saß jemand neben mir, der meinen Satz ernst nahm? Das war ja kaum zu glauben. Ich fühlte mich ertappt, denn natürlich hatte er Recht! Nachdem ich zur Erklärung für meine Stillsein einige Sätze über die Einwohner des Landes gesagt hatte, durch das wir da gemeinsam fuhren, kam ich ohne weiteres Drumherum seiner Aufforderung nach und sprach von MEINEM Glauben an den auferstandenen Jesus Christus, der nicht tot ist, nicht im Grab verwest ist, sondern lebt, was man sonst von keinem Religionsgründer sagen könne, denn die seien bekanntlich alle vermodert. Ich begann, den echt christlichen (nicht konfessionellen, nicht kirchlichen) Glauben vor ihm auszubreiten, als er mich plötzlich unterbrach und mit Erstaunen feststellte, die Magenschmerzen, mit denen er in Stuttgart eingestiegen war, die hätten ihn jetzt verlassen… Darauf zitierte ich ihm Jesaja 53
        Aber er ist um unsrer Missetat willen verwundet und um unsrer Sünde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf dass wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt…
        Wir hatten bis Kassel eine wunderbare Zeit miteinander, und das war für ihn Anlaß genug, mich bei sich zu Hause zu einer Tasse speziellen Tees einzuladen. Ich bin dieser freundlichen Einladung gern gefolgt und fuhr nach einer guten Stunde und einem liebenswürdigen Abschied weiter nach Hannover.
        Manchmal hat Gott ganz erstaunliche Wege, um Menschen zusammenzuführen.

      • jauhuchanam schreibt:

        Lieber Rüdiger,

        bist du unter die Wahrsager gegangen? Welche Kristallkugel veranlasst dich, mich in deiner bereitgehaltenen Schubladen zu sortieren und öffentlich Lügen über mich zu verbreiten?

        Weißt du nicht, was das Gesetz des Mose dazu gesagt hat? שְׁמוֹת :
        {ס} לֹא-תַעֲנֶה בְרֵעֲךָ עֵד שָׁקֶר. {ס} „Du sollst kein falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten.“ Exodus 20 und 2. Mose 23.1
        „Darum leget die Lüge ab und redet die Wahrheit, ein jeglicher mit seinem Nächsten, sintemal wir untereinander Glieder sind.“ Epheser 4:25 (Sacharja 8.16)
        Zürnet, und sündiget nicht; lasset die Sonne nicht über eurem Zorn untergehen.
        Epheser 4:26 (Psalm 4.5) (Jakobus 1.1-20) (Jakobus 1.19)

        Selbst wenn du also die Wahrheit geschrieben hättest, dass großer Zorn mich erfüllt hat, wäre es ganz alleine meine Angelegenheit in du dir gar nicht anmaßen dürftest, deine Nase hineinzustecken, es sei denn ich hätte gesündigt. Habe ich aber gesündigt?

        Dann gilt immer noch das Wort des auferstandenen Jesus von Nazareth:
        „Sündigt aber dein Bruder an dir, so gehe hin und strafe ihn zwischen dir und ihm allein.
        Hört er dich, so hast du deinen Bruder gewonnen *
        Hört er dich nicht, so nimm noch einen oder zwei zu dir, auf daß alle Sache bestehe auf zweier oder dreier Zeugen Mund. **
        Hört er die nicht, so sage es der Gemeinde. Hört er die Gemeinde nicht, so halt ihn als einen Zöllner oder Heiden.“
        Matthäus 18:15-17
        *(3. Mose 19.17) (Lukas 17.3) (Galater 6.1)* / **(5. Mose 19.15)**
        (1. Korinther 5.13) (2. Thessalonicher 3.6) (Titus 3.10)

        „Dennoch will ich mit der “Sprache herausrücken”, denn es kann sein, daß du nie die Möglichkeit hattest, die Wahrheit zu hören.“

        Ich habe nicht nur die Möglichkeit gehabt, die Wahrheit zu hören, ich habe sogar darüber in der Bibel gelesen. Aber, was ja viel wichtiger für mein Leben ist, ich habe sie auch praktisch erfahren:
        in der Not die Rettung, in Krankheiten die Heilungen, in Gefangenschaft und Ketten die Freilassung, von Folter die Erlösung. Nix Theorie sondern erlebtes und erfahrenes Vertrauen an und in den Gott, der alle Menschen liebt.

        Nun meine Forderung an dich, mit der Sprache rauszurücken, war, wo du den Unsinn her hast,
        NUR der wahrhaft Suchende wird auch finden ???
        Dazu finde ich nämlich in den ganzen heiligen Schriften kein Wort, aber lauter theologische Spekulationen. Jesus sagte: „Wer sucht, der findet. […]“ Das ist ein Versprechen und eine Zusage der Wahrheit in ganz verkürzter Form, welche an keine BEDINGUNGEN geknüpft ist, die eh kein Mensch aus sich selber heraus erfüllen könnte.

        Aber du setzt Seinen Worten – und wir sprechen ja dabei von Seiner eigenen Lehre – das „ABER“ eines Aberglaubens, nämlich die BEDINGUNG „nur“ in Verbindung mit „wahrhaft“, ENTGEGEN. Und damit wird das Evangelium – Sein Evangelium und Seine Lehre – zu einer unerträglichen und niemals zu erfüllenden FORDERUNG, wie es ja auch dem KULT entspricht, der nur Schulden (Verurteilung) gibt, dafür Zinsen (Buße) verlangt und behauptet, dass der Mensch ein böses durch Geburt schuldiges Sein sei.

        Und ja, gegen diese abscheuliche Lehre, diese widerliche und das Verderben über die Menschen bringende Lehre, die Lehre von der Schuld des Menschen, gegen die bin ich auch wirklich zornig. Von diesem Zorn lasse ich mich sogar gerne anfüllen und werde mich nicht einmal wagen dafür zu schämen. Das wunderbare dabei ist nämlich, dass dies meine Liebe zu den Menschen überhaupt nicht beeinträchtigt.

        Ich wünsche dir und den deinen
        das Glück, frei und reich zu sein

        Georg

  5. Rüdiger schreibt:

    Hallo, Georg,
    ich gehe davon aus, daß man dir trotz deiner apodiktischen Tonart noch antworten darf.
    Deine Zeilen und deine gesamte Sichtweise bedürfen einiger Korrektur. Und sie wird biblisch sein.
    Fangen wir beim Zorn an. Der war ja auch jetzt wieder in deinem Antwortschreiben. Am Ende begründest du ihn sogar noch mit antichristlicher Lehre.
    Ich verbreite damit keine Lügen über dich, sondern es ist eben so. Und wenn ich dir dennoch schrieb – was man meiner Antwort entnehmen konnte, so man denn wollte – dann geschah dies warum? Um „Lügen über dich zu verbreiten“, über einen Menschen, den doch niemand hier persönlich kennt und der sich einen sehr eigenwilligen Nickname gegeben hat, mit dem ich dich auch angeredet hatte? Wir gehören nicht zu einer Gemeinde, in der schlechtes Reden, Verdächtigungen, Verleumdungen und Lügen über den anderen tatsächlich eine schlimme Sache sind; aber hier auf einem Blog, auf dem einander völlig unbekannte Menschen schreiben bzw. auch lesen, ist doch alles anders. Weil das so ist, bezichtigst du mich eines Vergehens, das ich niemals beging. Ich muß den Vorwurf daher zurückweisen und dich erinnern an Off 12:10… denn hinabgeworfen ist der Verkläger unserer Brüder… da siehst du, wer die Brüder verklagt!
    An deinem Post an Oberham war in keiner Zeile erkennbar, daß du ein Bibelkenner oder gar ein Christ bist; du sprichst dort wie ein unbekehrter Weltmensch. Und einem solchen habe ich geschrieben, weil er im Gefängnis seines Zornes sitzt. Mein Motiv, dir ein Zeugnis von der Gnade Gottes zu geben – und das müßtest du doch eigentlich erfaßt haben, wenn du ein Bibelkenner bist und nicht ohne Erfahrungen mit Gott, wie es ja scheint – war demnach und ganz offensichtlich ein positives, nämlich dir einen Weg heraus zu zeigen, den ich selber kenne. Das war m.E. unverkennbar. Dennoch ist deine Reaktion der ebenfalls unverkennbare Versuch, einem anderen Schuld aufzuladen, die er gar nicht hat.
    Kommen wir nun zu den falschen und antichristlichen Lehren, die du aufgeschrieben hast. So überrascht ich zunächst war, daß mir sowas ein Bibelleser schreibt und solche Vorwürfe macht, so klar wurde für mich dann aber auch, wieso es dazu kommen konnte. Denn dein Schriftverständnis ist auf einer komplett falschen Lehre aufgebaut, die du ausformuliert hast mit diesen Worten:
    Zitat:
    Aber du setzt Seinen Worten – und wir sprechen ja dabei von Seiner eigenen Lehre – das “ABER” eines Aberglaubens, nämlich die BEDINGUNG “nur” in Verbindung mit “wahrhaft”, ENTGEGEN. Und damit wird das Evangelium – Sein Evangelium und Seine Lehre – zu einer unerträglichen und niemals zu erfüllenden FORDERUNG, wie es ja auch dem KULT entspricht, der nur Schulden (Verurteilung) gibt, dafür Zinsen (Buße) verlangt und behauptet, dass der Mensch ein böses durch Geburt schuldiges Sein sei.

    Und ja, gegen diese abscheuliche Lehre, diese widerliche und das Verderben über die Menschen bringende Lehre, die Lehre von der Schuld des Menschen, gegen die bin ich auch wirklich zornig. Von diesem Zorn lasse ich mich sogar gerne anfüllen und werde mich nicht einmal wagen dafür zu schämen. Das wunderbare dabei ist nämlich, dass dies meine Liebe zu den Menschen überhaupt nicht beeinträchtigt. Zitat Ende

    Was ich tatsächlich schrieb, möchte ich mir nicht umwandeln lassen, okay? Es war nämlich dies:
    „Nur der wahrhaft Suchende wird auch finden.“
    So ist es und so wird es immer sein. Und damit verstehe ich die Lehre des Herrn Jesus auch gar nicht falsch. Denn schau dir mal das vierfache Ackerfeld an Mt 13:3-8 + 18-23. Da haben wir verschiedene Gruppe von Suchenden. Aber wer hat denn wirklich gesucht? Offenbar nur eine Gruppe, nämlich diejenige, die auch Frucht bringt und sich von der wahren Nachfolge durch nichts abhalten läßt. Das ist die Gruppe, die auch eine 100% Entscheidung getroffen hat und nicht nur 50, 60 oder 80%. Und dieselbe Gruppe findet man auch in Heb 10:22, es sind die mit dem „wahrhaftigem Herzen“. Dies ließe sich noch mit weiteren Schriftstellen belegen.
    Wenn du nun entgegnen solltest, das sei aber aus einer Epistel und nicht das Evangelium, wären wir schon am Ende. Denn das würde bedeuten, daß du dir aus der Bibel heraussuchst, was dir gefällt und wegläßt, was dir nicht gefällt. Das wäre purer Unglaube ggü. der Heiligen Schrift.
    Kommen wir zum nächsten Punkt:
    „…zu einer unerträglichen und niemals zu erfüllenden FORDERUNG…“
    Sicher doch, die Forderung besteht. Und du hast übersehen, daß man hineindrängen muß ins Reich Gottes, das wird verlangt. Man wird nicht hineingeschubst, siehe Mt 11:12. Man darf andererseits nicht übersehen, daß es dazu eine andere Aussage gibt in Phil 2:13 …
    denn Gott ist es, der in euch sowohl das Wollen als auch das Vollbringen wirkt, nach Seinem Wohlgefallen.
    M.a.W. im Fleische ist alles ganz unmöglich, und ohne Wiedergeburt geht letztlich gar nichts, s. Joh 3:5 Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir, wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, so kann er nicht in das Reich Gottes eingehen!
    Darum wäre die eigentliche Frage: Wie komme ich zur Wiedergeburt? [Das wäre wahres Suchen.]
    Der nächste Punkt:
    „…und behauptet, dass der Mensch ein böses durch Geburt schuldiges Sein sei.“
    Wenn das nicht so wäre, wozu wäre Jesus dann am Kreuz gestorben? Wozu redet die Schrift sonst überall von Sünde? Wozu zeigt sie uns mit unzähligen Beispielen im AT Und NT die Suche, das Ringen um Erlösung von Sünde und Schuld?
    Das ist ja gerade das schreckliche Los der Menschheit, daß sie verloren ist ohne das Kreuz von Golgatha und dem darauf gekreuzigten Sohn Gottes. Deshalb kam Er doch und wurde Mensch.
    Das Angebot der Errettung durch den Glauben an dies Sühneopfer anzunehmen, bedeutet gerettet sein. Es abzulehnen, bedeutet zur Hölle und in die Verdammnis zu gehen. Das ist die Bibel und ihre Lehre. Es wird niemand am Jüngsten Tage für seine Sünden verdammt werden, sondern dafür, daß er die Errettung durch Golgatha nicht angenommen hat. Der Ausweg, die Erlösung von Sünde und Schuld, ist da. Wer das ablehnt, auf dem bleibt der Zorn Gottes.
    Nächster Punkt:
    „…Und ja, gegen diese abscheuliche Lehre, diese widerliche und das Verderben über die Menschen bringende Lehre, die Lehre von der Schuld des Menschen, gegen die bin ich auch wirklich zornig.“ Das ist unwiderlegbar antichristlich, so redet der Feind Gottes und jedes Christen.
    Da hast du eine Lehre aus der Hölle angenommen, die du loslassen mußt. Dir ist das wahre Evangelium offenbar nie gepredigt worden, was wiederum nicht so ungewöhnlich wäre in diesem entchristianisierten Land. Die Gemeinden, die Kirchen sind voll von Irrlehren, Unglauben und Häretikern in ihren Talaren. Darüber wirst du tatsächlich Buße tun müssen, sonst wirst du zu den Ungläubigen gerechnet und verloren gehen.
    Was deine Liebe zu den Menschen betrifft, daran ist – wenn sie wirklich da ist, denn in deinem Post an Obetrham war davon nichts zu spüren – nichts Ungewöhnliches. Auch Buddhisten lieben die Menschen; auch Weltmenschen, die gar keine Christen sind, lieben andere Menschen. Nur hat diese menschliche Liebe zu den Menschen mit dem Christentum nichts zu tun. Der Christ liebt Menschen mit göttlicher Liebe – das ist etwas anderes.
    Und zum Schluß noch dies:
    „…Gott, der alle Menschen liebt.“
    Das ist antichristlich. Warum? Weil es direkt gegen das Wort Gottes geht. Es ist Häresie, so etwas zu behaupten. [Vergiß hier am besten die römische Kirche, die meint, diesen Begriff für sich gepachtet zu haben. Sie hat ihn stets falsch angewandt und nie gesehen, daß sie selbst die Kirche mit den allermeisten Häresien war und ist.] Gott liebt nicht alle Menschen, siehe Röm 9:13
    …wie auch geschrieben steht: «Jakob habe ich geliebt, aber Esau habe ich gehaßt.»
    Damit ist ein schwieriges Feld der Lehre berührt, das an dieser Stelle und jetzt nicht behandelt werden kann.
    Was ich dir wünsche, ist nicht glücklich und reich zu sein, sondern etwas viel Wichtigeres und Besseres: Die Wahrheit zu erkennen und dich unter sie zu beugen, um das ewige Leben zu empfangen.
    In diesem Sinne, Rüdiger
    PS. Sollten sich Rechtschreibfehler eingeschlichen haben, bitte ich diese zu entschuldigen.

    • jauhuchanam schreibt:

      Hallo Rüdiger,

      „man“ darf, auch wenn es sich dabei um eine unverbindliche Floskel handelt. Mit dem „wir“ habe ich jedoch schon ein größeres „Problem“, weil damit bereits eine Art Vereinnahmung vorbereitet wird, die das darauf Folgende als allgemein gültige Wahrheiten suggeriert, obwohl es sich bei vielem, was dann kommt, um längst widerlegte Annahmen und Vermutungen handelt.
      Ich sitze hier und auch vorhin saß ich ohne ein Gefühl von Zorn, sondern in entspannter Gelassenheit, dennoch lässt du es dir nicht nehmen, mir jetzt nicht nur Zorn zu unterstellen sondern auch eine „keinen Widerspruch duldende“ Tonart.
      [So muss ich jedenfalls „apodiktisch“ auffassen, obwohl es ja nicht im Zusammenhang mit meiner Tonart, die ich gar nicht angeschlagen habe, passen kann, weil die Tonart eines Menschen nicht „beweiskräftig“ = „apodiktisch“ sein kann.]

      „[…] sondern es ist eben so.“ Aus deiner Sicht ist das so. Damit ist es aber bloß deine eigene Meinung, die einen Schein zum Sein erhebt und damit zu einer allgemein gültigen Aussage versucht zu verhelfen.

      Sowohl eine Sichtweise als auch eine Korrektur derselben kann nicht biblisch sein. Eine Sichtweise kann irrig sein und Irrtum ist immer ein Mangel, dem durch die Wahrheit abgeholfen werden kann; eine Korrektur – wie du sie postulierst – ist jedenfalls eine Unmöglichkeit. „Die geraden Wege des Herrn, kann niemand krümmen und die krummen Wege des Irrtums, kann niemand begradigen.“ (Bitte beim Zitieren mein Copyright
      © 2014 until today by Georg Löding nicht vergessen.)

      Den Nickname habe ich mir übrigens nicht eigenwillig zugelegt. Vor 25 Jahren hatte ich mal zwei Familien mit ihren Kindern aus Südafrika, die alle nur Englisch sprachen, Gastfreundschaft erwiesen. Sie waren auf einer Missionsreise durch Europa, es war bereits Herbst, recht kalt und regnerisch und sie hatten in unseren ach so vor Liebe strahlenden Kirchen keine Bleibe gefunden. Irgendwann meinten diese Leute, „John“ würde doch einfach besser zu mir passen als Georg. John heißt in Deutsch Johannes. Ich habe das dann irgendwann mal in Hebräisch zu „jauhuchanam“ umgewandelt. Im Deutschen heißt Johannes kurz „Gnade Gottes“. Ich finde das passt auch zu meinem Leben, denn an seiner Gnade hat es mir nie gefehlt. Der Name weist also auf den Geber hin und nicht, weil ich mich mit fremden Federn zu schmücken gedachte.

      Du befindest dich aber mit deiner Aussage in einem gefährlichen Irrtum “ … aber hier auf einem Blog, auf dem einander völlig unbekannte Menschen schreiben bzw. auch lesen, ist doch alles anders.“ denn „schlechtes Reden, Verdächtigungen, Verleumdungen und Lügen über den anderen“ sind immer und überall tatsächlich schlimme Sachen.. Es macht nämlich keinen Unterschied, ob ich in einem Bordell, in einer christlichen Gemeinde oder in einem christlichen Ehebett mit der eigenen Frau hure, denn dazu ist dem Menschen ja die Sexualität nicht als Geschenk gegeben worden. Es ist dort und dort, wie dort eine tatsächlich schlimme Sache. Und die Bewertung, ob eine Lüge in einer christlichen Gemeinde schlimmer ist, als wenn ich sie in der Öffentlichkeit verbreite, tja, die überlasse ich dann doch lieber den ahnungslosen Pharisäern und Theologen.

      Nun, du hast folgendes nicht nur gedacht und gesagt, sondern sogar als Tatsache behauptet: „Ein großer Zorn erfüllt dich, Jauhu … „. Und das entspricht eben weder einer Tatsache noch überhaupt der Wahrheit. Damit ist die Aussage zunächst ein Irrtum, will ein Mensch von seinem Irrtum nicht lassen, sondern hält daran fest, wird aus dem Irrtum eine Lüge. Damit liegt keine Anklage vor, sondern eine Feststellung, die ich in einer Frage formulierte, was dich dazu veranlasst, festzustellen, dass ein großer Zorn mich erfüllt. Denn mit „Jauhu“ kannst du nur mich gemeint haben. Ich bin aber von keinem großen Zorn erfüllt. Unter Zorn verstehe ich ein Gefühl konstanter Wut. Das Gefühl der Wut kenne ich. Es kommt recht schnell bei mir und verfliegt auch schon nach ein paar Augenblicken. Dennoch habe ich viele Jahre geübt, dieses Gefühl nicht „ausgeliefert“ aus mir herausbrechen zu lassen. Aber meine Zeit auch noch mit Zorn zu verschwenden, hieße für mich das Gefühl der Wut zu pflegen, um was damit zu erreichen? Sich den Gefühlen hinzugeben, sich von ihnen mal hierin mal dorthin treiben zu lassen, damit andere Menschen mich zu Unsinn aufstacheln können, damit es ihnen gelingt mich zu manipulieren? Derartigen Albernheiten bin ich stets aus dem Wege gegangen.

      Ich sitze nicht im Gefängnis des Zorns. Du saugst dir da etwas aus den Fingern und errichtest darauf ein Bild von mir, dass überhaupt mit der Wirklichkeit gar nichts zu tun hat. Im Übrigen gehe ich davon aus, dass „oberham“ Manns genug ist, mir mitzuteilen, dass ihm mein Ton nicht zusagt oder er sich von mir mißverstanden oder angegriffen fühlt. Vielleicht liest du einfach mal seinen Text ein wenig tiefer gehend und erkennst den Konflikt mit dem er sich – wie ich bisher von keinen Zweiten gelesen habe – auseinandersetzt. Dann verstehst vielleicht auch du, was ich ihm mitgeteilt habe. Ich hätte ihm das übrigens nicht hier auf dem Blog geschrieben, wenn ich seine E-Mail hätte. Mir war es aber wichtig, ihm mitzuteilen, dass ich seine Gedanken nachvollziehen kann und ich ihm darin folgen kann, aber seine damit einhergehenden Ausreden eben trotzdem nicht teile.

      Du irrst auch in deiner Schlußfolgerung, dass ich den „unverkennbaren“, wie du schreibst, Versuch gemacht habe, dir irgendeine Schuld aufzuladen. Schuld ist für mich ein absurdes Phantasma, es ist kein Ding, kein Objekt und hat überhaupt kein Sein, keine Existenz – außer natürlich als Hirngespinst, mit dem der KULT des Papsttums es wagte, die Menschen in ihrem Denken zu versklaven, nachdem er die Stämme und Völker Europas mit brutaler Gewalt gefügig gemacht hatte, indem seine Krieger Jahrhunderte lang auf Menschenjagd waren, sie zu den Sklavenmärkten der Welt transportieren ließ, um auf den islamischen Märkten dafür höhere Preise zu erzielen, damit sie dann von den dort lebenden Menschen als Sklaven gehalten werden konnten.

      Ich werde deinem Wunsch entgegenkommen und deine Annahme nicht umwandeln.
      Deinem “Nur der wahrhaft Suchende wird auch finden.” stelle ich einfach das Wort Christi entgegen „Wer sucht, der findet. Daran kann ja jeder erkennen, dass es sich um zwei verschiedene Aussagen handelt. Bei der Aussage von Jesus handelt es sich sprachlich zwar um eine Zusage in der Form eines abgekürzten Vergleichs, nichts desto trotzt ist es Wahrheit, während deine Behauptung eine Ergänzung und damit eine Interpretation seiner Wahrheit darstellt.
      An das einfache „Wer sucht, der findet. von Jesus, knüpfst du Bedingungen und zwar unerfüllbare Bedingungen. Denn bei dir muss der Mensch nicht nur ein Mensch sein, der sucht, er muss auch noch selber ein Suchender sein und zwar mit einer Eigenschaft, die ein Mensch erst einmal erlernen muss: denn dein Mensch, der muss ja beides sein, zunächst überhaupt ein Suchender, dann aber auch noch ein wahrhaft Suchender. Mir scheint du verwechselst das Evangelium mit der Lehre von den Gleichnissen und erhebst sie damit über die Lehre des Evangeliums selbst.

      Ich bin kein Mensch der die Exegese mit dem Wochenblatt oder der BILD betreibt, sondern durch lesendes Hören der Schriften und denkendes Nachsinnen über das in ihr Geschriebene. Ich picke mir da nicht nach eigenem Belieben und Gutdünken irgendetwas heraus. Und es ist für mich früher mal erstaunlich gewesen, wie sehr doch das Evangelium sich so total grundsätzlich von den „Lehren“ der westlichen „Kirchen“ unterscheidet, die, wie sie ja selber zugeben, entweder staatliche Behörden oder Religions-Gesellschaften sind, also Juristische Personen, und in wie viel tausend Widersprüchen sie sich sogar mit den einfachsten und schlichtesten Wahrheiten bereits damit befinden.

      Nun, was du als offensichtlich bezeichnest, ist blanker Wahn, ein großer Kokolores mit einer schier endlosen Fülle aller Irrtümer des KULTES und hat nichts mit dem Evangelium zu tun. „Ich habe eine Lehre aus der Hölle angenommen, die ich loslassen muss“ (das beziehst du auf das von mir Geschriebene). Die Wahrheit sieht ein wenig anders aus, als es dir scheint, mein lieber Freund. Ich hatte, weil darauf konditioniert sehr viel Müll, Unsinn und irrsinnigen Wahn angenommen. Der kam aber nicht aus der Hölle, sondern aus dem, was hierzulande unter „Kirche“ oder „christliche“ Religion verstanden wird. Und, das ist allerdings wahr, dass muss jeder, der davon irre gemacht wurde, tatsächlich loslassen. In meinem Fall habe ich es nicht nur losgelassen, sondern so komplett ich es in meiner eigenen Beschränktheit erkennen konnte, auch über Bord geworfen.

      Deiner Aussage, dass mir das wahre Evangelium nicht gepredigt wurde, kann ich nur zustimmen. Aber damit bin ich ja Gott sei Dank wenigstens nicht alleine. Damit haben wir bereits alle eines gemeinsam. Da geht es dem Papst nicht besser als der Hure, dem Kirchgänger nicht besser als einem Philosophen des Materialismus oder einem Anhänger einer Ideologie. Ich könnte so auf Anhieb nicht einmal sagen, ob in Westeuropa die letzten 1500 Jahre das Evangelium überhaupt gepredigt wurde, obwohl es dafür Hinweise gibt. Aber diejenigen die das nicht nur „gepredigt“, sondern auch gelebt haben, sind meines Wissen all die Jahrhunderte von denjenigen, die sich Christen nannten oder sich für solche hielten, „weil sie ja der Kirche angehörten“, kontinuierlich verfolgt und ermordet worden.
      Da zieht sich nicht nur eine Blutspur durch die gesamte Abendländische Geschichte, sondern ein geradezu als gewaltig zu bezeichnender Strom und nicht nur ein Hügel voller Leichen, sondern ein Gebirge, wie sie nur außerhalb von Europa an Höhe gefunden werden.

      „Der nächste Punkt:
      “…und behauptet, dass der Mensch ein böses durch Geburt schuldiges Sein sei.”
      Wenn das nicht so wäre, wozu wäre Jesus dann am Kreuz gestorben? Wozu redet die Schrift sonst überall von Sünde? Wozu zeigt sie uns mit unzähligen Beispielen im AT Und NT die Suche, das Ringen um Erlösung von Sünde und Schuld?
      Das ist ja gerade das schreckliche Los der Menschheit, daß sie verloren ist ohne das Kreuz von Golgatha und dem darauf gekreuzigten Sohn Gottes. Deshalb kam Er doch und wurde Mensch.
      Das Angebot der Errettung durch den Glauben an dies Sühneopfer anzunehmen, bedeutet gerettet sein. Es abzulehnen, bedeutet zur Hölle und in die Verdammnis zu gehen. Das ist die Bibel und ihre Lehre. Es wird niemand am Jüngsten Tage für seine Sünden verdammt werden, sondern dafür, daß er die Errettung durch Golgatha nicht angenommen hat. Der Ausweg, die Erlösung von Sünde und Schuld, ist da. Wer das ablehnt, auf dem bleibt der Zorn Gottes.“

      Zunächst kann ich dir gar nicht genug DANKBAR für deine Ausführungen sein, denn es ist exakt, dass was ich über die Lehre des KULTES behaupte – was ich ihr vorwerfe und was ich an ihr verfluche und was ich an ihr verdamme und hasse – und von dem auch alle übrigen Menschen durchdrungen, ja verseucht in ihrem Denken wurden.

      [Damit mir keine Missverständnisse entstehen und mir nicht der Vorwurf konstruiert wird, dass ich damit die Menschen meinen würde, die diesem ausgesprochenen und objektiven Aberglauben und absurden Unsinn auf den Leim gegangen sind, schreibe ich extra dazu, dass ausschließlich diese satanische Lüge von mir gemeint ist und nicht die Menschen. Sonst bekommen das wieder viele in den falschen Hals und verschlucken sich noch daran.]

      Selbst diejenigen, in deren Vorstellungswelt kein Gott existieren kann, sind davon befallen, wissen aber eigentlich nicht, wer oder was sie da in ihrem Denken betrogen hat, denn der KULT hat ja die menschliche Sprache nicht nur in Beschlag genommen, sondern es an seine Bedürfnisse so angepasst, dass der Mensch es schwer hat, überhaupt der Gefangenschaft des Denkens, auf das wir im Abendland dressiert und konditioniert wurden, zu entkommen. Er ist nicht einmal davor zurückgeschreckt, die Schriften (also die in aramäisch, hebräisch und griechisch geschrieben Texte) so in unsere europäischen Sprachen umzuschreiben und umzuformulieren, dass es zur Lehre, die die westlichen „Kirchen“ seit Jahrhunderten verbreiten, passt. Und was nicht passte, wurde passend gemacht und was immer noch nicht passte, wurde solange interpretiert, bis es auch noch den intelligentesten Menschen scheinbar passend erschien, was dann bei solchen Menschen oft dazu führte, Jesus und damit auch sein Evangelium komplett zu verwerfen und es in den Bereich der Sagen, Mythen und Märchen zu verbannen.

      „“…und behauptet, dass der Mensch ein böses durch Geburt schuldiges Sein sei.”
      Wenn das nicht so wäre, wozu wäre Jesus dann am Kreuz gestorben? Wozu redet die Schrift sonst überall von Sünde? Wozu zeigt sie uns mit unzähligen Beispielen im AT Und NT die Suche, das Ringen um Erlösung von Sünde und Schuld?“

      Das ist die Matrix, der Kern, das Zentrum der Lüge. The Center of Gravity, der das ganze Gebäude zusammenhält. Der scheinbar statische und unerschütterliche Punkt, der die falsche Lehre in Balance hält. Die Frage ist nämlich schon mal falsch gestellt.

      Wenn das nämlich so wäre, dass der Mensch ein böses durch Geburt schuldiges Sein ist, wie könnte Gott da überhaupt ein guter Gott sein, der zur Liebe fähig ist? Denn die Lüge, dass der Mensch ein böses Sein ist, macht Gott zum Urheber des Bösen selbst. Und das ist nun Blasphemie in seiner höchsten Vollendung! Gott hat es sicher nicht nötig, dass ich ihn vor derlei Unsinn und Lügen in Schutz nehmen müsste, deshalb bitte ich auch, dass auch nicht als eine Verteidigung Gottes zu verstehen. Allerdings kann ich nicht wie Kain tun und Gott frech ins Gesicht sagen, was mich denn die anderen Menschen angingen.

      Selbst unter der Annahme, dass die ganze Bibel, wie sie heute mit all ihren Entstellungen „übersetzt“ vorliegt, ein Lügenbuch wäre, so enthielte sie dennoch eine absolute und unerschütterliche und ewige Wahrheit und zwar so oft, dass es doch eigentlich jedem der sie liest, wie Schuppen von den Augen fallen sollte, denn es gleicht ja schon einem Mantra.

      Diese Wahrheit ist darüber hinaus als solche schon eine ewige Erlösung zu nennen. Der Mensch Ist ein sehr gutes Sein! Und was gut ist, zumal sehr gut, kann unmöglich schlecht oder böse sein. Das Urteil lautet also: Nicht Schuldig! Setzen.

      Der Mensch Ist ein sehr gutes Sein! Das ist die Wahrheit. Wer das Gegenteil behauptet, befindet sich im Irrtum. Wer diesen Irrtum verbreitet, lügt über Gott, weil das Gegenteil der Wahrheit nun einmal Lüge ist, wenn es auch sonst keine wirklichen Gegenteile gibt, denn meistens handelt es sich ja bei dem, was als Gegenteil wahrgenommen wird, um die bloße Verminderung eines wahrnehmbaren Zustandes der Wirklichkeit.

      Der Mensch Ist ein sehr gutes Sein! Das ist die Wahrheit.

      Und wenn der Mensch einfach nur mal unvoreingenommen – soweit das überhaupt mit unserem vom Kult durchdrungen Denken möglich ist – seine eigenen Worte lesen würde, dann geht es ja gerade ihm selber gar nicht um sich, sondern um uns als Menschen, die wir sind. In erster Linie geht es ihm dabei immer um Beziehung, die er als gestört bezeichnet – als Zielverfehlung (Sünde) und das hat gar nichts mit dem zum Gott gemachten Thema Schuld zu tun, denn Schuld ist nicht gleich Sünde. Das Wort kommt übrigens sowie so nur einmal vor und dort eh nur in einem ganz konkreten Zusammenhang, der nun im Kern gar nichts mit dem Thema Beziehung im Eigentlichen zu tun hat, aber streifen muss, weil es eben dazu gehört. Und um in diese Beziehung zu gelangen hat er eine einzige Lehre bekanntgemacht, damit der Mensch frei werden kann. Denn er befreit ja selber niemanden, sondern überlässt die Erlösung dem Menschen selbst. Er sagt nicht einmal, dass seine Lehre irgendjemanden befreien würde, sondern setzt sie voraus, dass dieser Prozess überhaupt in Gang gesetzt wird. Und damit ist dann auch schon dieser ganze Humbug und Unsinn und Wahn und Aberglauben des Kultes weg, wie ein leerer Schatten eines Gespenstes, verflüchtigt sich wie ein Nebel vor den Strahlen der Sonne.

      Seine Lehre ist die Liebe. Diese Lehre ist wahr.
      Die Lehre des Kultes ist die Schuld. Diese Lehre ist falsch.
      So einfach ist das.

      Wenn ihr in meiner Lehre BLEIBT, DANN werdet ihr die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wir euch frei machen.

      Und daraus kann nur eines gefolgert werden, nämlich
      Wenn ihr in der Lehre des Kultes bleibt, könnt ihr die Wahrheit nicht erkennen, und ihr werdet ihr in der Lüge gefangen bleiben.

      Gott segne dich und die Deinen.
      Georg

      • Rüdiger schreibt:

        Hallo, Georg, wir werden nur in diesem Punkt einig werden…und das auch nur mit erheblichen Einschränkungen…

        Zitat:
        …ob in Westeuropa die letzten 1500 Jahre das Evangelium überhaupt gepredigt wurde, obwohl es dafür Hinweise gibt.
        – Doch es wurde, aber zunehmend verkehrter, bis mit dem Konzil von Nizea 325 die Vwereinigung mit dem römischen Staat begann und ein falsche Lehre über die Gottheit eingeführt wurde u.a.m. Mit Martin Luther wurde der Glaube wieder auf den Leuchter gestellt, aber das wirst du unter Verweis auf bestimmte Aussagen von ihm sicher auch nicht gelten lassen.

        Aber diejenigen die das nicht nur “gepredigt”, sondern auch gelebt haben, sind meines Wissen all die Jahrhunderte von denjenigen, die sich Christen nannten oder sich für solche hielten, “weil sie ja der Kirche angehörten”, kontinuierlich verfolgt und ermordet worden.

        – Hier sollte man schon Roß und Reiter nennen. Es geht um das Papsttum und die römisch-katholische Imitation des Christentums.

        Da zieht sich nicht nur eine Blutspur durch die gesamte Abendländische Geschichte, sondern ein geradezu als gewaltig zu bezeichnender Strom und nicht nur ein Hügel voller Leichen, sondern ein Gebirge, wie sie nur außerhalb von Europa an Höhe gefunden werden.

        – Stimmt genau. Dazu stelle ich noch folgende Information ein plus link

        Ich möchte um der historischen Forschung und um der Wahrheit willen bei dieser Gelegenheit noch etwas anfügen, was man im deutschsprachigen Raum, also in dem Raum, in welchem Martin Luther die Reformation herbeigeführt hat, nichts mehr lesen kann – und dies gerade angesichts des bevorstehenden 500jährigen Reformationsfestes …
        http://www.cs.unc.edu/~plaisted/estimates.doc

        Ein ganz kurzer Ausschnitt aus diesem englischen Text:

        „From the birth of Popery in 606 to the present time, it is estimated by careful and credible historians, that more than fifty millions of the human family, have been slaughtered for the crime of „heresy“ by popish persecutors, an average of more than forty thousand religious murders for every year of the existence of popery.“

        „History of Romanism,“ pp. 541, 542. New York: 1871.

        Es ist viel zu lange her, daß man über dieses historisch einmalige Verbrechen überall und öffentlich gesprochen hat – da helfen auch nicht solche Publikationen wie die von K.-H. Deschner „Kriminalgeschichte des Christentums“, die übrigens schon im Titel selber verkehrt und irreführend ist, weil es nicht um die Verbrechen des Christentums geht, sondern um die Verbrechen des Papsttums, das er hier fälschlich als Christentum bezeichnet.

      • Rüdiger schreibt:

        Dein langes Schreiben hat gezeigt, wie sehr du eingesponnen bist in deine eigene Religion. Du hast sie dir selber produziert mit deinem Intellektualismus und gibst noch nicht mal etwas auf die Nachfolger des Herrn Jesus, die Ihn selbst gekannt und Seine Botschaft selbst gehört haben! Das ist ein schlimmer Zustand.
        Du mußt ganz von vorn anfangen, wenn du ans ewige Leben glaubst und es selber erringen willst. Es ist nicht mal klar, ob du das überhaupt willst.
        Es ist ja kein Zufall, daß du ausgewichen bist bei der Frage, ob du überhaupt die Briefe der Apostel als Wort Gottes verstehst. Offensichtlich tust du das nicht – und du bist nicht der einzige, der damit diejenigen, die Gott nach Pfingsten beauftragt hat, in alle Welt hinauszugehen und das Evangelium zu predigen, nicht akzeptiert, sondern sich seinen Privatglauben aus den 4 Evangelien zusammengebaut hat. Da findet man viele im Internet, die es so halten und ein Leben nach ihrem Geschmack leben, ohne die Mindestanforderungen zu erfüllen – und das beginnt mit der Taufe gem. Apg 2:38.
        Es interessiert dich auch das Selbstzeugnis des Heidenapostels Paulus nicht (!!), ohne den es gar kein Christentum geben würde… unter den Heiden. Denn dies ist sein Amt, sein Apostelamt gewesen.
        Apg 13:47 (Luther 1912)
        Denn also hat uns der Herr geboten: „Ich habe dich den Heiden zum Licht gesetzt, dass du das Heil seist bis an das Ende der Erde.”
        Apg 26:16-18
        Denn dazu bin ich dir erschienen, dass ich dich ordne zum Diener und Zeugen des, das du gesehen hast und das ich dir noch will erscheinen lassen;
        und ich will dich erretten von dem Volk und von den Heiden, unter welche ich dich jetzt sende, aufzutun ihre Augen, dass sie sich bekehren von der Finsternis zu dem Licht und von der Gewalt des Satans zu Gott, zu empfangen Vergebung der Sünden und das Erbe samt denen, die geheiligt werden durch den Glauben an mich.

        Statt dessen erhebst du dich über von Gott verordnete Männer wie diese und fertigst dir deinen Privatglauben an, der durch die Heilige Schrift gar nicht gedeckt und nicht bestätigt wird. Es kann einen fassungslos machen, wie sehr der teufel, der doch besiegt ist auf Golgatha, die Menschen, die meinen, der Wahrheit zu folgen, verführt und mit seinen Irrlehren gefangen hält!
        Ich sage es in Sanftmut, wie Paulus es vorgab mit 2.Tim 2:25-26
        … und mit Sanftmut strafe die Widerspenstigen, ob ihnen Gott dermaleinst Buße gebe, die Wahrheit zu erkennen, und sie wieder nüchtern würden aus des Teufels Strick, von dem sie gefangen sind zu seinem Willen.
        Schau, so auch bei Jak 5:19-20
        Liebe Brüder, so jemand unter euch irren würde von der Wahrheit, und jemand bekehrte ihn, der soll wissen, dass, wer den Sünder bekehrt hat von dem Irrtum seines Weges, der hat einer Seele vom Tode geholfen und wird bedecken die Menge der Sünden.

        Doch beachte, daß dies nicht fortdauernd geschieht, wie es auch nicht fortdauernd geschehen ist zur Zeit der Urgemeinde
        Tit 3:10-11
        Einen ketzerischen Menschen meide, wenn er einmal und abermals ermahnt ist,
        und wisse, dass ein solcher verkehrt ist und sündigt, als der sich selbst verurteilt hat.
        Also zweimal.

        Wenn es auch wahr ist, daß die Wahrheit des vollen Evangeliums über die Jahrhunderte verloren ging, so ist es ebenso wahr, daß es heute wiederum in großer Klarheit von Männern gepredigt wird, die Gott dazu eingesetzt hat. Wer diese Männer heute nicht hört, kann das Ziel, das himmlische Kleinod (Phil 3:14), das ewige Leben, niemals erreichen. Es ist nicht anders, als es am Anfang war. Hat man als Heide Paulus nicht gehört oder ihm nicht geglaubt, konnte man kein Christ werden. Ausgeschlossen. Warum?
        Lk 10:16
        Wer euch hört, der hört mich; und wer euch verachtet, der verachtet mich; wer aber mich verachtet, der verachtet den, der mich gesandt hat.

        Der Weg ist schmal, Georg, aber er ist vollkommen vorgezeichnet, und Seine Schafe hören Seine Stimme – in den Männern, die er dazu bestimmt hat, für Ihn zu sprechen. Damals wie heute.

  6. Rüdiger schreibt:

    Ich möchte noch folgendes anhängen –
    Off 3:14-22 (Luther 1912)
    Und dem Engel der Gemeinde zu Laodizea schreibe: Das sagt, der Amen heißt, der treue und wahrhaftige Zeuge, der Anfang der Kreatur Gottes:
    Ich weiß deine Werke, dass du weder kalt noch warm bist. Ach, dass du kalt oder warm wärest!
    Weil du aber lau bist und weder kalt noch warm, werde ich dich ausspeien aus meinem Munde.
    ​Du sprichst: Ich bin reich und habe gar satt und bedarf nichts! und weißt nicht, dass du bist elend und jämmerlich, arm, blind und bloß.
    Ich rate dir, dass du Gold von mir kaufest, das mit Feuer durchläutert ist, dass du reich werdest, und weiße Kleider, dass du dich antust und nicht offenbart werde die Schande deiner Blöße; und salbe deine Augen mit Augensalbe, dass du sehen mögest.
    ​Welche ich liebhabe, die strafe und züchtige ich. So sei nun fleißig und tue Buße!
    Siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. So jemand meine Stimme hören wird und die Tür auftun, zu dem werde ich eingehen und das Abendmahl mit ihm halten und er mit mir.
    Wer überwindet, dem will ich geben, mit mir auf meinem Stuhl zu sitzen, wie ich überwunden habe und mich gesetzt mit meinem Vater auf seinen Stuhl.
    Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt!

    • jauhuchanam schreibt:

      Mit „Off“ meinst du die Enthüllung des Jesus Christus, richtig?

      • Rüdiger schreibt:

        Ja, die Offenbarung Jesu Christi – von den Kirchen und Übersetzern Offenbarung des Johannes genannt, was sachlich falsch ist. Manchmal hat’s den Anschein, als könnten die Leute nicht lesen:
        Offenbarung Jesu Christi, welche Gott ihm gegeben hat, seinen Knechten zu zeigen, was in Bälde geschehen soll; und er hat sie kundgetan und durch seinen Engel seinem Knechte Johannes gesandt, …
        In meiner Bibel software ist die Abkürzung ‚Off‘ .
        Die Verse von 14 an bis Ende des Kapitels beziehen sich auf und heute. Laodizea ist unser Zeitalter, das sind wir heute.

  7. jauhuchanam schreibt:

    Lieber Rüdiger,

    ich habe nicht die Absicht, oberhams Blog für eure absurden theologischen Diskussionen eines abscheulichen Aberglaubens zu missbrauchen, daher ist dies mein letzter Kommentar zu deinen Ausführungen in diesem Thread. Wenn du möchtest kannst du diese Diskussion mit mir auf meinem Blog oder auf deinem Blog fortführen, wenn du denn einen hast.

    Natürlich kann ich dein lineares Denken mit seiner analogen Logik nicht durchbrechen, das musst du selber tun. Deinen Vorurteilen mir gegenüber, stelle ich jedoch die Wirklichkeit entgegen.

    Vorurteil: „Georg ist mit großem Zorn erfüllt“
    Wahrheit: Nicht allein aber das, sondern wir rühmen uns auch der Trübsale, dieweil wir wissen, daß Trübsal Geduld bringt; Geduld aber bringt Erfahrung; Erfahrung aber bringt Hoffnung; Hoffnung aber läßt nicht zu Schanden werden. Denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in Mein** Herz durch den heiligen Geist, welcher Mir** gegeben ist.
    Denn auch Christus, da wir noch schwach waren nach der Zeit, ist für uns Gottlose gestorben. Römer 5:3-6 (Jakobus 1.1-3) (Jakobus 1.2) (Jakobus 1.12) (Psalm 22.6) (Psalm 25.3)
    (Psalm 25.20) (Hebräer 6.18-19)
    Ich* Bin von Gott, und wer Gott erkennt, der hört mich**; welcher nicht von Gott ist, der hört mich** nicht. Daran erkennen wir den Geist der Wahrheit und den Geist des Irrtums
    Ihr Lieben, lasset uns untereinander liebhaben; denn die Liebe ist von Gott, und wer liebhat, der ist von Gott geboren und kennt Gott. Wer nicht liebhat, der kennt Gott nicht; denn Gott ist Liebe.
    Daran ist erschienen die Liebe Gottes gegen uns, daß Gott seinen eingeborenen Sohn gesandt hat in die Welt, daß wir durch ihn leben sollen. Darin steht die Liebe: nicht, daß wir Gott geliebt haben, sondern daß er uns geliebt hat und gesandt seinen Sohn zur Versöhnung für unsre Sünden.
    1. Johannes 4:7-10 [*Original: *“wir“ und **“uns“]

    Vorurteil: „Dein langes Schreiben hat gezeigt, wie sehr du eingesponnen bist in deine eigene Religion. Du hast sie dir selber produziert mit deinem Intellektualismus und gibst noch nicht mal etwas auf die Nachfolger des Herrn Jesus, die Ihn selbst gekannt und Seine Botschaft selbst gehört haben! Das ist ein schlimmer Zustand.“

    Wahrheit: Mein langes Schreiben beweist, dass ich mich mit dem Aberglauben des KULTES, von dem ich viel zu lange verarscht worden bin, intensiv auseinandergesetzt habe, und mich schließlich der Lehre der Liebe des Jesus Christus unterworfen habe, in der ich BLEIBEN WILL, um die Wahrheit zu erkennen, damit sie mich frei macht. Wenn du das als in meiner Religion eingesponnen aburteilst, machst du dich zum Richter über Gott selber. Du kennst nicht einmal den Vorgang der Prozesse des Denkens und bildest dir bloß ein, der Mensch als solcher produziere irgendwelche Gedanken und Vorstellungen und Schlußfolgerungen. Du irrst sehr, das macht ein bestimmter Teil unseres Gehirns, der leicht zugänglich und damit manipulierbar für jede Art von Aberglauben und Wahn ist.
    Und wieder liest du aus meinem Kommentar etwas heraus, was nur in deiner Phantasie als Denk-Halluzination existiert und LÜGST erneut über mich, indem du mir unterstellst, dass ich nichts auf die Nachfolgern des Herrn Jesus geben würden. PFUI!!! Ohne die Schriften des Saulus von Tarsus wäre ich wohl niemals auf die Idee gekommen, dass ich mir meine eigenen Gedanken machen muss und mein Verstand nicht dafür von Gott vorgesehen ist, dass ich ihn vor irgendeinem Tempel des Kultes aufhänge, damit er meinen Kopf mit seinem absurden Aberglauben zumüllt, um mich wahnsinnig und irre zu machen.

    Vorurteil im Imperativ (Befehlsform): „Du mußt ganz von vorn anfangen, wenn du ans ewige Leben glaubst und es selber erringen willst.“

    Wahrheit: Ich Muss überhaupt nichts! Du verwechselst mich mit Sisyphus. Ich glaube nicht an das ewige Leben, weil ich das nicht glauben muss, denn das Leben ist sowieso ewig. Außerdem muss ich es nicht erringen, denn Christus hat es ja für mich errungen und mir geschenkt. Aber du, in deinen Irrtümer gefangen, sprichst mir sein Geschenk des Lebens ab!
    Das war das wahrhaftige Licht, welches alle Menschen erleuchtet, die in diese Welt kommen. Es war in der Welt, und die Welt ist durch dasselbe gemacht; und die Welt kannte es nicht. Er kam in sein Eigentum; und die Seinen nahmen ihn nicht auf. Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Kinder Gottes zu werden, die an seinen Namen glauben; welche nicht von dem Geblüt noch von dem Willen des Fleisches noch von dem Willen eines Mannes, sondern von Gott geboren sind. Niemand hat Gott je gesehen; der EINZIG-GEZEUGTE GOTT, der in des Vaters Schoß ist, der hat ihn (den Vater) uns bekannt gemacht.

    Vorurteile: „Es ist ja kein Zufall, daß du ausgewichen bist bei der Frage, ob du überhaupt die Briefe der Apostel als Wort Gottes verstehst. Offensichtlich tust du das nicht – und du bist nicht der einzige, der damit diejenigen, die Gott nach Pfingsten beauftragt hat, in alle Welt hinauszugehen und das Evangelium zu predigen, nicht akzeptiert, sondern sich seinen Privatglauben aus den 4 Evangelien zusammengebaut hat.“

    Wahrheit: Nicht ich weiche den Fragen aus, sondern du selber. Du weigerst dich sogar die Zentrale Wahrheit zu verteidigen, dass der Mensch ein sehr gutes Sein ist! Und gibst lieber der Irrlehre des Kultes den Vorzug vor der Lehre Jesu! Ob ich die Briefe der Apostel verstehe, hast du auch gar nicht gefragt. Das ist wieder nur eine suggestive Behauptung, um mir vorwerfen zu können, ich würde die Apostel nicht akzeptieren. In Wirklichkeit akzeptieren die meisten, die sich „Christen“ nennen, ja nicht einmal die Regel der Apostel, dass es einem Gläubigen nicht gestattet ist, Blutwurst zu essen. Ich kann mir auch gar keinen „Privatglauben“ aus vier Evangelien zusammengebaut haben, denn es gibt nur ein einziges Evangelium, und das ist das eine einzige Evangelium Gottes.

    Vorurteil: „… ohne die Mindestanforderungen zu erfüllen – und das beginnt mit der Taufe gem. Apg 2:38.“
    Das typische Geschwätz von Leuten, die irgend einer Sekte des Kultes angehören

    Vorurteile: „Es interessiert dich auch das Selbstzeugnis des Heidenapostels Paulus nicht (!!), ohne den es gar kein Christentum geben würde… unter den Heiden.“

    Das ist nicht nur ein Vorurteil, sondern eine ganz hohle Unterstellung ohne jeden Beleg, von Beweisen brauche ich dir gegenüber ja nicht mal kommen.

    Vorurteil: „Statt dessen erhebst du dich über von Gott verordnete Männer wie diese und fertigst dir deinen Privatglauben an, der durch die Heilige Schrift gar nicht gedeckt und nicht bestätigt wird. Es kann einen fassungslos machen, wie sehr der teufel, der doch besiegt ist auf Golgatha, die Menschen, die meinen, der Wahrheit zu folgen, verführt und mit seinen Irrlehren gefangen hält!“

    Diese Männer sind alle ermordet worden und zwar für die Wahrheit, der ich mich unterworfen habe. Du schwätzt einfach ganz dummes und bescheuertes Zeugs. Bevor ich auch nur eine einzige Aussage über den „Glauben“ mache, prüfe ich selber, ob ich dass, was ich dazu schreibe oder sage auch vor den Menschen verantworten kann und gegen euch Schriftgelehrten und Pharisäer sicher ich mich selbstverständlich mit den heiligen Schriften ab, denn nur darauf beruft ihr euch ja, weshalb es ja auch wichtig ist, sie zu kennen, um euren Irrlehren überhaupt etwas entgegen setzen zu können.
    Früher war ich auch oft verwirrt und fassungslos, wie sehr ihr verführt und von den Irrlehren des Kultes verblendet wurdet. Heute kann ich darüber allerdings nur noch den Kopf schütteln. Ich übe mich nämlich in dem Ratschlag: worauf es in erster Linie und worauf es letzten Endes ankomme: der Glaube ist der Anfang, das Schauen die Vollendung . Das ist auch das Wesentliche der ganzen [christlichen] Lehre. Die sichere und recht eigentliche Grundlage des katholischen Glaubens aber ist Christus: „Denn einen anderen Grund“, sagt der Apostel [Paulus],
    „kann niemand legen als den, der [durch Paulus von Gott selbst] gelegt worden ist, nämlich Christus Jesus .“ Daß dieses die eigentliche Grundlage des katholischen Glaubens ist, läßt sich auch nicht darum in Abrede stellen, weil man vielleicht meinen könnte, wir hätten diese Grundlage mit verschiedenen Irrgläubigen gemeinsam. Denn wenn man sorgfältig erwägt, was eigentlich zu Christus gehört, so findet sich Christus allerdings bei all den Irrgläubigen, die sich Christen nennen lassen; er findet sich aber nur dem Namen nach bei ihnen, in Wirklichkeit ist er es aber nicht. Dies im einzelnen darzulegen, das würde gar zu weit führen; denn sonst müßte man alle Irrlehren aufzählen, die früheren sowohl wie die gegenwärtigen und alle diejenigen, die sich überhaupt unter christlichem Namen hätten bilden können. Bei all diesen Irrlehren müßte man die Wahrheit unserer Behauptung nachweisen: eine solche Arbeit würde aber so viele Bücher erfordern, daß sie geradezu als endlos erschiene.“

    Vorurteile: „bis mit dem Konzil von Nizea 325 die Vwereinigung mit dem römischen Staat begann und ein falsche Lehre über die Gottheit eingeführt wurde u.a.m. Mit Martin Luther wurde der Glaube wieder auf den Leuchter gestellt, aber das wirst du unter Verweis auf bestimmte Aussagen von ihm sicher auch nicht gelten lassen.
    #Aber diejenigen die das nicht nur “gepredigt”, sondern auch gelebt haben, sind meines Wissen all die Jahrhunderte von denjenigen, die sich Christen nannten oder sich für solche hielten, “weil sie ja der Kirche angehörten”, kontinuierlich verfolgt und ermordet worden.#
    – Hier sollte man schon Roß und Reiter nennen. Es geht um das Papsttum und die römisch-katholische Imitation des Christentums.“

    Auf dem Konzil von Nizäa wurde keine falsche Lehre über die Gottheit eingeführt. Das Papsttum hat die diese Lehre später uminterpretiert und sogar eigene Begriffe, wie etwa Person = Maske eingeführt. Außerdem hat es den vielen Irrlehren, die aus dem Evangelium ein Geschäft gemacht haben, um den Ahnungslosen das Geld aus der Tasche zu ziehen, einen Riegel versucht, vorzuschieben:
    „Diejenigen aber, die da sagen „es gab eine Zeit, da Jesus nicht war“ und „Jesus war nicht, bevor er gezeugt wurde“, und er sei aus dem Nichtseienden geworden, oder die sagen, der Sohn Gottes stamme aus einer anderen Hypostase oder Wesenheit, oder er sei geschaffen oder wandelbar oder veränderbar, die belegt die katholische Kirche mit dem Anathema.“
    Also schon damals hat die katholische Kirche die Irrlehren der Katholischen Kirche verdammt.

    Ich wurde ja von der sogenannten Evangelisch Lutherischen Kirche, also der angeblich „reformierten“ Katholischen Kirche konditioniert. Ich bin ja durch meine Geburt quasi da hinein geboren worden und kenne deshalb diese Zweigstelle oder das Tochterunternehmen des KULTES des Papstes aus dem Inneren heraus. Eine Reformation hat natürlich niemals stattgefunden, denn es war ja nichts weiter als ein interner Machtkampf innerhalb der kriminellen Vereinigung für Menschenjagd, Menschenhandel und Sklaverei. Die zentrale LÜGE und der innere Kern des Todeskultes blieben ja vollkommen erhalten und wurden noch zementiert.
    Wie wohl kein anderer hat Luther die Schuld zum Gott erhoben, keineswegs den „Glauben“.
    Auch die ganze Propaganda: „Allein die Schrift, allein die Gnade, allein der Glaube“ ist ja bereits eine Irrlehre für sich mit der versucht wurde, ein paar Irrlehren des Kultes als schlecht darzustellen, um sich selber Zugang zum Geld der Leute verschaffen zu können und so die alles umfassende Versklavung aufrecht erhalten zu können.
    Auf alle diese „Kirchen“ und Sekten, die damals entstanden und aus denen sich weitere entwickelten trifft das oben von mir zitierte zu: „… er findet sich aber nur dem Namen nach bei ihnen, in Wirklichkeit ist er es aber nicht.“
    Denn keine von diesen Organisationen macht das Evangelium bekannt, sondern lehrt die Menschen an ein Phantasma zu glauben, wenn nicht mit brutaler Gewalt, dann eben mit Verführung. Sie haben die Lehre der Liebe gegen die Lehre der Schuld, der Schuld des Menschen ausgetauscht. Das sehr gute Sein des Menschen, leugnen sie und verbreiten die LÜGE vom Bösen-Sein des Menschen. Damit rechtfertigen sie auch all ihre Kriege, ihre Überfälle auf andere Völker und ihre Raubzüge und die Plünderung der Erde. Sie schrecken, wie Luther etwa, nicht einmal davor zurück, offen zum Genozid an „Heiden“, Juden und Muslimen aufzurufen. Und wurden ihre Aufträge von irgendwelchen „Staaten“ durchgeführt, waschen sie sich ihre Hände in Unschuld, als seien sie gar nicht die Urheber dieser Verbrechen.

    Harry S. Truman war zum Beispiel ein Mensch, der deine „… Mindestanforderungen gemäß Apg 2:38. erfüllte, die mit der Taufe beginnt“ und als sogenannter „vom Geist Gottes wiedergeborener Christ [„Freikirchler“ (Baptist)] 109.000 Menschen in NEUN Sekunden physisch vernichtet hatte, indem deren Leben und Leiber in vollen Sinne des Wortes vergast wurden als die Atombomben auf vollkommen hilf- und wehrlose Menschen fielen – und das obwohl der Kaiser von Japan bereits die Niederlage seiner Nation eingeräumt hatte.

    Das ganz Christentum = Todeskult, wie sich die einzelnen Gruppen und Grüppchen auch noch so nennen mögen, der Name ist Legion, unmöglich sie alle zu nennen. Milliarden von Menschen wurden von Christentum versklavt und ermordet.

    Du weißt nicht was katholische Kirche ist. Du weißt nicht was Christenheit ist. Du kennst weder das Glaubensbekenntnis noch weißt du, was in den heiligen Schriften steht. Du kennst das Evangelium nicht. Du bist Gefangener und Sklave des Kultes!

    Und es liegt vollkommen an dir, ob du dich davon freimachst und erlöst, niemand weder Gott noch Jesus noch der Geist, der heilige, wird das für dich oder an deiner Stelle tun. Er hat dafür alles vorbereitet und gesagt, was dazu zu sagen war. TUN musst du es selber:

    entweder Seine Lehre der Liebe und die Wahrheit über das Sehr-Gute-Sein des Menschen annehmen und frei von deiner Sklaverei werden
    oder die Lehre der Schuld des Menschen des Todeskultes und die LÜGE vom Bösen Sein des Menschen beibehalten und in deiner Sklaverei umkommen.

    „Jeder also, der sagt: „Es ist etwas Böses, ein Mensch zu sein“, oder: ,,Es ist etwas Gutes,
    schlecht zu sein“, der fällt unter jenen prophetischen Spruch: „Wehe denen, die das, was gut ist, böse und das, was böse ist, gut nennen!“: denn so einer beschuldigt ein Werk Gottes, den Menschen, und lobt einen Fehler des Menschen, die Sünde.
    Doch die Ursachen des Guten und des Bösen sollen wir kennen, und zwar insoweit, als deren Kenntnis dem Menschen in diesem Leben voll Irrtum und Elend zur Vermeidung eben dieses Irrtums und Elendes vergönnt ist.
    Nach jenem Glück müssen wir nämlich trachten, wo uns kein Elend mehr bedrückt und kein
    Irrtum mehr täuscht. Müßten wir nämlich die Ursachen der körperlichen Vorgänge kennen, dann
    brauchten wir doch gewiß keine mehr zu kennen als die unserer Gesundheitsverhältnisse. Da wir aber darüber ohne Kenntnisse sind, so müssen wir uns an die Ärzte wenden. Wer möchte demnach nicht einsehen, daß wir uns mit großer Geduld darein finden müssen, all das nicht zu wissen, was uns von den Geheimnissen des Himmels und der Erde verborgen ist.“

    Gott segne Dich und die Deinen
    Georg Löding

    Zitate sind vom Berber aus Nordafrika [~400 n. Chr.] Augustinus (354-430)
    Enchiridion oder Buch vom Glauben, von der Hoffnung und von der Liebe
    (De fide, spe et caritate)

  8. Rüdiger schreibt:

    Tit 3:10-11 (Schlachterbibel 1951)
    Einen sektiererischen Menschen weise ab, nach ein und zweimaliger Zurechtweisung,
    da du überzeugt sein kannst, daß ein solcher verkehrt ist und sündigt, indem er sich selbst verurteilt.
    Deshalb kein Interesse an einer Fortführung der Diskussion.

    Ich möchte Oberham bitten, dies am besten alles zu löschen oder anderweitig zu speichern.
    Rüdiger

    • jauhuchanam schreibt:

      Der Vorschlag ist ganz okay, sonst denkt der eine oder andere noch deine Irrlehren hätten auch nur das geringste mit dem Evangelium zu tun, und ich würde mich auch noch an der Werbung für eure Apostel-Sekte (wenn auch nur indirekt) beteiligen. Ich beobachte diese ganzen Sekten schon Jahrzehnte. Auch du kannst mir gar nichts vormachen.

      Wer die zentrale Wahrheit leugnet, dass der Mensch ein Sehr Gutes Sein ist und behauptet der Mensch sei ein Böses Sein und damit schuldig, ist nicht nur ein Mensch mit einem schweren Irrtum, er ist ein Lügner und Irrlehrer, der gegen Gott selbst sein freches Maul erhebt.

      Schön, dass du dir wenigstens das Urteil selber gesprochen hast.

      Und oberhan kann das gerne löschen. Ich habe das eh schon gespeichert und werde es auf meinem Blog einfügen, damit auch die unaufgeklärte Masse sehen kann, was ein Wahn und Aberglaube bei euch herrscht. Danke für deine offene Darstellung.

      Georg Löding

      • Rüdiger schreibt:

        Hallo, Georg,
        ich zitiere: Ich habe das eh schon gespeichert und werde es auf meinem Blog einfügen, damit auch die unaufgeklärte Masse sehen kann, was ein Wahn und Aberglaube bei euch herrscht. Danke für deine offene Darstellung.“

        Sehr interessant. Aber wirst du das auch wirklich tun?
        Erstens, ich hätte gern den Hinweis auf deinen Blog, um mich davon überzeugen zu können, ob es
        a) auch tasächlich eingestellt wurde und
        b) ob es auch vollständig und ohne Weglassung eingestellt wurde.
        Bekomme ich den?
        Zweitens, kann man dort lesen, welche Rolle du für deine Leser innehast? Bist du dort eine Art Prediger; ein Literat; ein Korrektor oder was?
        Danke im Voraus für den Hinweis und sonstige Info, soweit sie die von mir gestellten Fragen betrifft – falls ich es auf dem Blog nicht selbst ausmachen kann.
        Rüdiger

      • jauhuchanam schreibt:

        Lieber Rüdiger!

        Warum fragst du? Habe ich dich neugierig gemacht?

        Mein Blog ist aber nur etwas für Männer mit Nerven. „Muss MANN wissen“
        http://seidenmacher.wordpress.com/
        Risiken und Nebenwirkungen
        Warnung! Nur für intelligente Männer
        , deren Amygdalae ihrem Körper nicht schon gleich bei ersten Anblick des Symbols auf der Startseite chemische Botenstoffe der Angst durch die Blutadern jagt, was dann Harndrang und Durchfall verursachen kann.
        .
        .
        Uns bitte tue mir gegenüber nicht auf doof. Du weißt ganz genau, dass du nur den Gravatar anklicken musst, nicht?

  9. oberham schreibt:

    Lieber Georg,

    ich muss, da ich ohne Nahrung verhungere, da ich ohne ein festes Dach über dem Kopf bei entsprechendem Wetter nur sehr schwer gesund bleiben würde.

    Jeder Mensch müsste im Grunde für seine Grundbedürfnisse sorgen, so er erwachsen geworden ist.

    Man kann nun die Teilung der erforderlichen Handlungen (vermeiden wir einfach das Wort „Arbeit“ – da es in der Tat die Religion unserer Zeit schlechthin ist.) organisieren –

    erforderlich wäre – ein Sozialwesen, das allen, die Hilfe von der Gemeinschaft benötigen, in welcher Form auch immer, geholfen wird.

    Ein Versorgungswesen, welches Nahrung, Kleidung, Gebrauchsgegenstände bereit stellt.
    (Wobei ich dafür plädiere, den Menschen ihre Gärten zu lassen – allen Menschen, die dies möchten – der Umgang mit Pflanzen ist in meinen Augen viel wichtiger als z.B. Religionsunterricht – viele Schulen haben inzwischen Gärten – doch dort sind nur immer ein kleiner Teil der Kinder tätig.)

    Die kulturelle Vielfalt – die absolute Freiheit des Ausdrucks und der Darstellung – kein Mensch, der sich glücklich fühlt, ist er als schöpferischer Geist tätig, sollte hungern müssen, genauso wenig, sollte das Talent zum Superstar hochstilisiert werden.

    Es ist doch so simpel – nehmen wir an – es gibt 10 Milliarden von uns auf dem Planeten –
    wir sind klug genug, zu erkennen, was jedem von uns dann zur Verfügung gestellt werden kann, um auch den nächsten Generationen die Zukunft in gleicher Art und Weise zu ermöglichen.

    Kein Mensch ist glücklich, liegt er 24 Stunden am Tag in der Hängematte – die wenigen, die so leben möchten – kann die Gemeinschaft wohl locker tolerieren – sie haben ja auch kaum einen Bedarf an Gütern.

    Jene die sich spezialisieren möchten, die Entwicklung und Forschung voranbringen, können dies in jeder Lebensphase tun, den man zieht an einem Strang, global.
    Jene die ihre Leben in den Rhytmus der Natur leben, können dies ohne Not.

    Wir müssen die technischen Möglichkeiten nicht verteufeln, vieles ist wirklich sinnvoll, die unglaubliche Produktivität würde es heute wohl schon erlauben, den Grundbedarf mit weniger als einer Stunde Arbeitseinsatz pro Tag für alle Menschen zur Verfügung zu stellen.

    (Jetzt habe ich doch das Wort benutzt …..)

    Doch wir verlieren uns in den Irrgärten des Wettbewerbs, oder auch des Gewinner-Verlierer Spiels.

    Das Wechselspiel von kleiner Kommune und globaler Gemeinschaft wäre in meinen Augen die positive Utopie – es gibt keine Nationen mehr, es gibt nur an die regionalen Aspekte optimal angepasste Sozialrefugien die sich untereinander völlig offen zueinander verhalten -keine Pässe, keine Einschränkungen – die Menschen werden sich – hoffentlich – schlicht über diesen Planeten harmonisch verteilen – aus heutiger Sicht ein frommer Wunsch – nur – die heutige Wertewelt ist eben leider eine irrsinnige, folglich streben auch die meisten Menschen in chaotischer, desaströser Art und Weise zueinander.

    Es würde keine Mega-Cities geben,selbst Großstädte blieben überschaubar, ich behaupte, die meisten Menschen würden wie früher in kleineren Kommunen, ländliche Strukturen schaffen – eben Gärten, Zonen kulturellen Lebens und der Gemeinschaft, private und offene Wohnräume – energetisch ein Vielfaches effizienter als heute und mindestens so individuell.

    Die 10 Milliarden bedürften wohl nicht einmal 50% der heutigen Energiewandlung!

    ………… der Mensch existierte in der Wahrnehmung ein soziales, interagierendes, empathisches und vor allem – wahrhaftig – sich selbst erkennendes Wesen zu sein, welches gelernt hat, dass die Maßlosigkeit der größte Fehler eines begrenzten Lebens ist und man seine Lebenszeit eben nicht zum Anhäufen von Gütern und Macht nutzen sollte, sondern schlicht, um sich und der Gemeinschaft diese Zeit zu einer des Glücks, der Liebe und der Zufriedenheit – und Zufriedenheit ist eben nicht Stillstand, sondern Antrieb und positive Energie – darzustellen.

    Dazu brauche ich weder Führung, noch Glauben, noch Dogmen, noch eine Ideologie, dazu muss ich lediglich erkennen, was mir die Erde gestattet und was nicht.

    • Rüdiger schreibt:

      Ja, Oberham, das ist eine wunderschöne Utopie, und unter anderen als den tatsächlichen terrestrischen Verhältnissen wohl auch erstrebenswert. Doch wie es nun mal ist: Die Verhältnisse, sie sind nicht so. Sie lassen es nicht zu.
      Ohne selbst im Entferntesten ein Marxist zu sein, bringe ich doch die störende Kernfrage dieser Leute wieder ins Gespräch, nämlich die Machtfrage. Sie ist ungelöst.
      Und weil das so ist, stellt sich dein Entwurf eben nur als gut zu lesende Utopie dar.

      • jauhuchanam schreibt:

        Das hättest du gar nicht betonen müssen, dass du kein Marxist bist, denn oben hast du ja – auch noch viel zu lang – deinen Aberglauben verkündet, dass du ein Böses Sein bist und schuldig, schuldig, schuldig – und das obwohl Gott dich Freigesprochen hat!

        Mann fast es nicht.

        Haumiblau, oh Haumiblauer, sonst werde ich schlauer.

    • jauhuchanam schreibt:

      Lieber oberham,

      die praktischen Aspekte sehe ich natürlich auch. Und alles, was du am jetzigen Zustand „kritisierst“ ist richtig und wahr und der Mensch ist fähig, sich so zu organisieren und die eine Stunde Gemeinschaftsbeitrag („Arbeit“) habe ich auch berechnet – tatsächlich ist es eine Frage der Organisation, die Umsetzung würde meinen Berechnungen nach etwa drei bis fünf Jahre beanspruchen. Das ist von Land zu Land unterschiedlich, weil ja nicht alle bereits so gut organisiert sind, wie etwa Deutschland.

      Für mich ist halt die Frage gewesen, wie das erreicht werden kann. Ganz einfach.
      Und die zweite Frage war, was verhindert es, wo es doch so einfach ist. Tja, und da kommen wir ins Spiel, wir Menschen. Eigentlich sollten wir die Probleme ja sehen und wo das hinführt, wenn wir sie nicht lösen, zeigt ja die ganze Geschichte der letzten dreitausend Jahre. Ich denke – das ist halt meine Beobachtung – die meisten Menschen sehen die kleinen, wie die großen Probleme – sicher, gemäß ihrer Bildung oder Lebenserfahrung ganz unterschiedlich – aber sie sind mental kastriert worden und in ihrem „Denk-Kern“ zur Irrationalität erzogen und geprägt worden. Du siehst ja an dem Humbug, den Rüdiger mir vorwirft, wie der größte Teil in Europa grundsätzlich „denkt“, er wird geradezu damit geboren, dass er böse und schuldig sei und das ist eben tief kulturell geprägt worden. Selbst bei Menschen, die rational und vollkommen logisch Agnostiker oder sogenannte „Atheisten“ geworden sind, ja selbst bei der Elite der Denker – ich meine damit vor allem die Philosophen des Materialismus, wie etwa die Marxisten/ Marxisten-Leninisten oder den Existenzialisten – geht es immer wieder um die „Schuld“. Das ist ganz tief verwurzelt bei den Philosophen des Rechts, also den Richtern, Staats- und Rechtsanwälten – im Strafrecht geht es tatsächlich immer um die Frage, ob jemand „philosophisch“ schuld ist. Das ist doch geradezu grotesk! Oder „unser“ BGB Buch 2 Schuld ist das Thema. Es wäre also erforderlich, das rational erst einmal aus der Welt zu bekommen. „Meine“ Generation wird das wahrscheinlich nicht mehr erleben und bei der Masse der jetzigen und künftigen sehe ich eher, dass alles in den vollkommenen Hedonismus und damit in den Nihilismus abgleitet (ja, Prost-Mahlzeit). Es brennt, wie du sagst.

      Okay. Ich lese aus deinen Texten heraus, dass du dich in der Tiefe mit dem bedauerlichen Zustand auseinandergesetzt hast und mir kommt es in meinem Empfinden halt so vor, dass du dich gefühlsmäßig mittlerweile wie ein Prophet in der Wüste, „auf den eh keiner mehr hört“ vorkommst und du dabei bist, dich „zu verkrümeln“. Deshalb die Metapher vom Feuerwehrmann. Und weil du geschrieben hast, dass du halt nur ein, zwei Stunden kannst, dachte ich auch: „der hat ein Problem mit seinem Zeitmanagement, den körperlich krank scheint er nicht zu sein und dem (LOL) Reichsarbeitsdienst (LOL) ist er wohl doch auch schon entkommen – der kann doch mehr, als jammern.“ Wie gesagt, meine Gedanken.

  10. fini09 schreibt:

    …Puh..selten so viel Bibelfestigkeit gelesen. Respekt zolle ich jauhuchanam! Oberham schreibt
    cool utopisch. Echt gut! Der Beitrag ist aelter aber das macht nix. *****

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