Kommentar zur Petition von Frau Hannemann – bezüglich Abschaffung der Sanktionen bei ALGII

Laut Bundeshaushalt 2013 wenden wir Steuerzahler alleine für politische Führung 3,15 Mrd. Euro p.a. auf – übrigens über 200 Millionen mehr als 2012.

 

Für das Kanzleramt fallen bei knapp 600 Beamten und Angestellten 2 ,05 Mrd. Euro an.

 

Für die „Elite“ wird bestens gesorgt.

 

Dass Steuervermeidung manchen schon zu mühselig ist, zeigt der Fall Hoeneß – wo sich der Staat einen kleinen Rest an Glaubwürdigkeit, ein Rechtsstaat zu sein, zurückholte.

 

Trotzdem, ich fürchte der Kampf für die Verlierer in unserer und auch der globalen Gesellschaft ist wohl regelmäßig zum Scheitern verurteilt.

 

Die Anhörung hat wieder einmal bewiesen, gehört man zu den wohlversorgten Gewinnern ist es durchaus opportun die Verlierer pauschal erst einmal als Betrüger und Schmarotzer einzuordnen, die von sich aus keiner sozialen Einstellung fähig sind und zu erziehen sind.

 

Inge (ich hoffe das ist jetzt nicht respektlos) hat es auf den Punkt gebracht – man macht Erwachsene zu unmündigen Kindern und das genau ist der Knackpunkt an sich – geht so was von glasklar gegen unser GG, dass jede Stellungnahme des VG´s die dies negiert, das VG als juristische Instanz zu einem willigem Instrument unserer Elitenkultur macht.

 

Die Statements der Mandatsträger waren schlicht durchweg beschämend und von der bornierten Arroganz privilegierter Artgenossen geprägt.

 

„Danke Frau Hannemann für Ihr Engagement, es ist sehr wichtig,…. ich bin sehr froh, …… ich bewundere sie für ihren Mut, ……………. ABER WIR WOLLEN DIE VERLIERER ALS UNMÜNDIGES DROHPOTENTIAL NICHT VERLIEREN!“

 

Tja – ich frage mich nur, warum ca. 30 Millionen unterprivilegierte Arbeitsdrohnen Menschen wählen, die alles tun, um Sie immer weiter in die Unmündigkeit und Würdelosigkeit zu treiben?

 

Die vielleicht 10 Millionen Menschen die in irgendeiner Form mehr Zufriedenheit als Frust aus ihren Arbeitsleben ziehen, können dies doch nur Dank der willigen Diener – wobei sie selbst wohl immer größeren Druck spüren dürften.

 

Die einzige Gruppe die wirklich profitiert und ihre Lebenszeit angstfrei und ohne materielle Einschränkungen ausleben darf, sind die 0,1% und ein MDB gehört in der Regel als vollersorgter Volksverkäufer dazu.

 

Wir, die wir hier tippen, haben es in unseren Händen, wir müssten nicht die 3,15 Mrd. für politische Führung zahlen, wir sollten im Grunde alle aus Solidarität mit den Verlierern unsere Jobs auf das Existenzminimum reduzieren, nur noch Waren tauschen – keine Umsatzsteuern – auf die Mobilität verzichten, sofern sie von Brennstoff abhängig ist.

 

Ich hoffe nur Inge lässt sich nicht auf eine Mandatsfalle ein – sonst hockt sie eines Tages auf der anderen Seite – bequem für ihre hedonistischen Bedürfnisse, fatal für ihr seelisches Wohlbefinden – unterstelle ich schlicht – die ach so empathische T. Kipping hat ihr Leben lang nicht gearbeitet und stellt für mich den klassischen Bohemian dar, jenen vollversorgten Typ Mensch, der eloquent das soziale Leid beklagt und selbst niemals eine persönliche Konsequenz ziehen würde, um ein Zeichen zu setzen.

 

Die LINKE bringt nichts zu Wege – außer der kleinen Anfragen, sie sollte konsequenterweise mal alle Parteimittel bündeln um beispielsweise vollsanktionierte Arbeitslose aus einem Fonds zu unterstützen – würden alleine die MdB´s der Linken je 3000 Euro monatlich in diesen Fond einzahlen könnte man schon ca. 600 Vollsanktionen komplett auffangen – würden sich die Europamandate und die Ländermandate anschließen – je nach höhe der Diäten und der persönlichen Möglichkeiten (ein Gysi könnte wesentlich mehr leisten – ……) – könnte man wohl 1000 Vollsanktionen auffangen. (die Linke hat einen „MINI“- Sozialfonds – zumindest geben einige der MdB´s an – in einen solchen einzuzahlen – siehe auch weiter Unten)

 

Wer jetzt sagt, das ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein, dem sage ich – würde Linke dies ostentativ, transparent und offensiv angehen, fänden sich in Deutschland sicher noch tausende von Bürgern die ebenfalls in diesen Fonds spenden – so könnte man die menschenverachtende Politik der Mehrheit bloßstellen – nur dann müsste man ja von seinem eigenen Kuchen abgeben – ohne alle dabei zu haben – nein – das läuft so nicht!

 

Viele vollsanktionierte Menschen profitieren wohl von Mitmenschen die ihnen helfen – jene Parteien, die ach so viel Mitgefühl zeigen, tun effektiv nichts für diese Leute – im Übrigen gilt das auch für Asylbewerber die in teils unzumutbaren Verhältnissen existieren müssen –

 

Keine Partei die sich sozial geriert hat einen nennenswerten Ansatz, der zeigt, ihre Bonzen würden sich von Privilegien der Nomenklatura verabschieden.

 

Würde die Linke die absolute Mehrheit gewinnen – die Kosten für politische Führung würden sicher nicht sinken, die Sozialkassen bestenfalls dadurch an Kraft gewinnen, dass man die wirtschaftlichen Gewinner wieder mehr in die Pflicht nimmt.

 

Nur – das ist keine politische Leistung im Sinne von Solidarität, das ist nur ein anderes Prinzip von Verteilungssystematik unter halb der Führungsebene – die Führung bleibt was sie ist – ein aufgeblasener Popanz, der sich vom arbeitenden Volk säugen lässt.

 

Wollen wir Veränderung, müssen jene ein Zeichen setzen, die etwas zurückgeben können.

 

Ich kann mich nur selber dem System verweigern, da ich nichts zu geben habe.

 

Kämen monatlich knappe 15.000 Euro auf mein Konto und ich habe nichts zu tun, außer meiner politischen Arbeit nachzugehen, könnte ich wohl leicht auf 3000 Euro verzichten – zumal 1500 davon wieder durch entsprechend weniger Steuerzahlung zurückkommen – bzw. eben weniger abgezogen wird – und als linker Mandatsträger wäre meine Steuererklärung nun wirklich öffentlich einsehbar!

 

Aber auch der linke Mandatsträger wird hier nur von einer Neiddebatte sprechen – exakt wie jener der Union – oder einst der FDP – natürlich auch die Grünen sind nicht anders und bei den Piraten hat der Kampf um die möglichen Pfründe über eine Liste zum Kentern des Schiffs geführt –

 

nicht einmal für die Europawahl kann man sich dort nun auf Mandatsteams oder Rotationsmechanismen einigen………… – nein – the winner takes it all!

 

Der sozial engagierte Mensch sitzt sicher nicht in einem Parlament – und so es Parlamentarier geben sollte die wirklich signifikante Abgaben leisten (nicht die 100 Euro Spende und eine ellenlange Liste von 10 Eurospenden – die in Summe bei niemand die 2000 übersteigen – die Abgabe an die Partei ist schlicht die Investition in das Mandatasgewinnerunternehmen – sicher keine Spende – auch wenn sie steuerlich sogar noch besser stellt als eine Abgabe an ein Patenkind…………..) möge er dies doch bitte ganz ostentativ tun – viele Menschen würden sich darüber freuen!

 

Jene die ich auf ihren HP´s besuchte (wie auch Kipping) tun es nicht

„- a) Monatliche Spenden und Solibeiträge

•230 Euro für den Spendenfonds aller Abgeordneten der Fraktion DIE LINKE

•1.100 Euro Spenden an Partei DIE LINKE

•235 Euro an Jugendverein Roter Baum Dresden

•180 Euro Parteibeitrag an Partei DIE LINKE

•50 Euro an Linksjugend solid Sachsen

•350 Euro an Freundinnen und Freunde des prager frühling e.V. (Verein zur Förderung politischer Bildung)

•50 Euro an Roten Baum Leipzig zur Unterstützung eines Ausbildungsverhältnisses

•20 Euro INKRIT Historisch-kritisches Wörterbuch des Marxismus

•10 Euro Erwerbslosentreff im Linkstreff Wedding

 

b) zusätzliche Spenden in Höhe von ca. 100 Euro monatlich gebe ich darüber hinaus konkret auf Anfrage von lokalen Projekten oder für konkrete bundesweite Aktionen)“

von HP: http://www.katja-kipping.de/de/topic/7.einkommen.html

 

das war es schon – im Übrigen macht sie unvollständige Angaben –

sie verschweigt die Bruttolohnsumme von 12.000 Euro für Mitarbeiter

sie verschweigt die Fraktionspauschalen die ebenfalls von den Mandatsträgern für ihre politische Arbeit verwendet werden können (in Summe höher als die Diät!)

sie verschweigt die anderen Pauschalen – wie Fahrtkosten, Anschaffungen gegen Nachweit etc. – dafür setzt sie einen Link – dort kann der interessierte Bürger dann selber regergieren.

Bei der hohen Mitarbeiterzahl die sie sich leisten kann ist die HP auch bescheiden gepflegt – die Angaben sind ein Jahr alt.

 

Soweit ich weiß ist der Vorstand bei der Linkspartei zwar bescheiden, aber doch mit einem Lohn bedacht!http://www.die-linke.de/partei/organe/parteivorstand/parteivorstand-2012-2014/beschluesse/hauptamtliche-ausuebung-von-parteiaemtern/

Entgegen diesem Beschluss gibt es vielleicht folgende, die ich nicht fand – die den Vorstandsposten zum Ehrenamt machen. Insofern möchte ich hier keine abschließende Aussage treffen – wen es interessiert, der muss hier selber regergieren.

 

 

…. so stelle ich mir keinen Menschen vor, der behauptet sich für die Schwachen einzusetzen.

 

…. für mich ist das ein populistischer Mensch der schlicht die Nische besetzt, die er für sich erobert hat.

 

Kleiner Exkurs wo Geld „verdient“ wird (dafür kann Frau Kipping nun aber gar nichts – also ganz anderes Thema):

Für das Testat(ist im Parteiengesetz für den Jahresabschluss vorgeschrieben) 2014 hat die Linke 260.000 Euro veranschlagt – Wirtschaftsprüfer sind die wahren „Helden“.

 

Wohlgemerkt – es handelt sich nur um das Testat, sprich die Buchungsvorgänge werden nachvollzogen und testiert – das könnte ein Grundschüler der vierten Klasse machen – theoretisch – nach kurzer Einführung!

 

…. ok es reicht jetzt wieder mal…… – mögen mir alle verzeihen, die Frau Kipping verehren, und die es durchaus für legitim halten als Individuum zig tausend Euro im Monat an Überflusskonsum zu beanspruchen – da sie ja Surplussubjekte repräsentieren.

 

….. und sorry – von Fußballern die im Monat eine Million verdienen müssen wir nicht reden, die treten Bälle und halten keine politischen Reden. (Das dort der blanke Irrsinn von den Massen goutiert wird….. – wohl auch ein Zeichen für die Hoffnungslosigkeit die das Streben nach Verteilungsgerechtigkeit in sich birgt.

 

Bleiben wir also bei warmen Worten, hoffen wir nicht auf Taten und vor allem – an jene die es nicht ohne schaffen, hofft darauf, eure Arbeitsplätze behalten zu dürfen – als Überlebensgeldempfänger kapiert ihr entweder wie krude das System ist und besinnt Euch Eurer eigenen Kreativität – oder ihr werdet eben zu Rohstoff einer Verwaltungs- Sanktionierungs- und Entmündigungsmaschinerie, aus der ihr mehr oder weniger kaputt hervorgeht.

 

Viel Glück – wir können es alle gebrauchen!

 

Wer sich die Anhörung antun möchte:http://www.youtube.com/watch?v=ebUgiXzHdlk

 

 

 

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Einsiedler in Hinterwald
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2 Antworten zu Kommentar zur Petition von Frau Hannemann – bezüglich Abschaffung der Sanktionen bei ALGII

  1. Hirn0815plus schreibt:

    Tja – ich frage mich nur, warum ca. 30 Millionen unterprivilegierte Arbeitsdrohnen Menschen wählen, die alles tun, um Sie immer weiter in die Unmündigkeit und Würdelosigkeit zu treiben?

    Teils aus fahrlässiger Dummheit = Desinteresse an der Funktionsweise der Welt. Teils aus vorsätzlicher Dummheit = Verweigerung der Kenntnisnahme und der selbstständigen Prüfung unter wiedergekauten Vorwänden („Das ist doch [… | kommunistisch | faschistisch | …] … nicht mein Fachgebiet …“) = unterlassene Hilfeleistung an sich selbst und allen Mit-, Gegen- und Nachmenschen = konsequent betrachtet de facto ein Straftatbestand.
    Über Sklaven und ihren aufgeblähten Staatsapparat.

  2. Johng968 schreibt:

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