Zahle Deine Lebenszeit!

Es geht nur ums Bezahlen und natürlich, wo bezahlt wird, wird auch kassiert!

Das Wahnsinnsspiel beginnt sich mit jedem Tag weiter zu entlarven!

Der Nutzmensch zahlt seine Lebenszeit, er gibt seine Kindheit, er gibt seine Jugend, er gibt seine „guten“ Jahre.

Der moderne Nutzmensch ist glücklich, wenn er möglichst viel arbeiten darf!

Der moderne Nutzmensch fühlt sich überflüssig, sobald er vom Produktionsprozess ausgeschlossen wird.

Der moderne Nutzmensch ist eine Maschine.

Der moderne Nutzmensch möchte ein Hochleistungsmensch sein!

Mehr Leistung, besser sein, mehr Werte schaffen, alles immer besser machen!

Besser?

 

Der moderne Hochleistungsnutzmensch erhält von der Gesellschaft Millionen Kaufkrafteinheiten im Jahr.

Der moderne Überflussminderleistungsmensch erhält von der Gesellschaft Verachtung und mit Glück ein Überlebensgeld.

 

Der Mensch träumt von einer sozialen Gemeinschaft.

Der Mensch baut sich soziale Oasen auf.

Der Mensch teilt sich derzeit in über 7 Milliarden Varianten auf.

Der Mensch lebt.

Wozu?

 

Der Mensch raubt bis es nichts mehr zu rauben gibt.

Der Mensch denkt bis es nichts mehr zu denken gibt.

Der Mensch ist eine Episode.

Die Sonne ist groß, größer als die Erde, die größter ist als der Mond, der größer ist als der Asteroid.

 

Stell dir vor, du bist ein Stern,

es gibt für Dich keinen Tag und keine Nacht,

du glühst und das was wir das Leben nennen,

hängt am Ende Deiner Licht- und Wärmewellen,

es liegt gleichsam am Strand des kosmischen Ozeans,

bis eine letzte Flut den Strand zu kosmischem Staub verbrennt,

 

dabei hockt der Mensch vor einem Ding

die Zellen pochen

dabei stellt sich der Mensch selten vor

ein Stern zu sein

 

nein der Mensch sinnt nach anderen Dingen

nach seltsamen Dingen

desto mehr Elend im Kielwasser seines Wirkens

übel sprudelt

desto glücklicher das Individuum

 

Wie wenig Mut hat der Mensch doch,

da er sich nicht einmal zutraut,

sein mickriges Dasein,

ohne Neid, Hass und Zorn

zu fristen

 

Wie wenig Mut hat der Mensch doch,

da er meist all seine Macht verschenkt.

 

Hoffend, man möge ihm etwas dafür geben.

Etwas das er Wohlstand nennt.

 

Seltsam, oft sehe ich seltsame Dinge,

Menschen die sich bewegen,

doch sie bewegen sich nicht,

sie verharren, sie starren,

 

da ist kein Licht, da ist kein Ideal,

da ist kein Leben mehr!

 

Da ist nur die Gier

Nach mehr

 

Mehr Elend, mehr Vernichtung, mehr seltsamen Dingen,

 

ich frage Dich

 

lebst du noch? Oder bist du nicht längst tod?

 

Wann hast du zuletzt ohne Netz und ohne Versicherung geliebt?

 

Bist du ein gläubiger Artgenosse?

Was glaubst Du?

 

Spürst du dein Herz, spürst du den Wind, spürst du die Tränen der Erde?

 

Spürst du das Gras, spürst du die Wärme, spürst du die Kälte der Nacht?

 

….. oder spürst du nur das Glück,

das Glück beim Konsum

 

beim Konsum der Zeit, beim Konsum der Verliererleben,

nur Glück dem Gewinner, kein Glück dem Verlierer

bist Du ein Gewinner?

 

Besitzt Du auch genug, und besitzt du auch immer mehr?

Was besitzt Du?

 

Nun den, arbeite, arbeite und arbeite, nur wer arbeitet lebt – nicht wahr?

Dem einen gibt man, dem anderen nimmt man – alte Sprüche – nicht wahr?

 

Was sollte das Ganze?

 

Nun, ich habe nachgedacht,

ich habe mir die Zeit vertrieben,

niemand gibt mir

niemand nimmt mir

denn ich bin ein Stern

 

 

 

 

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Über oberham

Einsiedler in Hinterwald
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2 Antworten zu Zahle Deine Lebenszeit!

  1. kahalla schreibt:

    Sind es nicht Sterne, die geben? Schließlich ist ein Stern deshalb ein Stern weil er gibt, weil er brennt, weil er verwandelt und weil er nachdem er alles gegeben hat, erlischt zu einem bloßen Klumpen Materie. Bei einem Stern sind geben und leben eins.
    Das kann man von unserer neoliberalen Lebensweise nicht behaupten, da sind es wohl er raffen und schaffen, morden und horten, kriegen und bekriegen. Der Krieg gegen die Armut der einzelnen Menschen schafft dieses System. Dabei ist seit Jahrtausenden klar, dass Krieg zwar Dinge schafft, aber keinen Frieden und keinen wie immer gearteten Wohlstand.
    schließlich sind Wohlstand und Reichtum sehr unterschiedliche Dinge.
    Wohlstand bedeutet, dass man sein Auskommen hat und sich in der Gesellschaft seiner Mitmenschen wohl fühlt.
    Reichtum bedeutet Gier und Misstrauen, bedeutet den Generalverdacht, dass jemand dich nur wegen deines Reichtums liebt oder zum Freund hat. Bedeutet letztlich ein leben hinter Gittern, im goldenen Käfig.

    Jeglicher zu große Unterschied der Besitzverhältnisse erzeugt und bedeutet deshalb Unrecht. Er erzeugt Misstrauen, die Notwendigkeit sich zu wappnen, bzw. sich zu bewaffnen um sich zu schützen. Der Schritt weiter, der Menschen zu Monstern werden lässt ist der, diese Waffen zur „Interessenwahrung“ in anderen Ländern und der Herrschaft über andere Menschen zu nutzen.
    Heute gilt die Akkumulation als „Wertschöpfung“, als produktiv und nützlich. Dabei nutzt sie nicht einmal dem Menschen, der diesen Haufen Geld unter seinen Griffeln vereint. Er frönt nur seiner Spielsucht und ist sozial gestört. Sein Misstrauen macht ihn einsam. Seine Ansprüche machen ihn arrogant und seine Kinder werden ob solcher Eltern dumme Soziopathen.

    Den größten Schaden richtet der Reichtum aber dort an wo er die Lebenskraft raubt, wo Menschen verarmen, obwohl sie ihr ganzen Leben lang schuften wie bescheuert. Auch dort entsteht Soziopathie, zerbrechen große Lieben an der Notwendigkeit sich auf dem Arbeitsmarkt für Spottpreis anzubieten. Der Raub der Lebenskraft ist also mit dem Raub des Glücks gleich zu setzen. Da aber Glück, oder zumindest das Streben danach ein in den Menschenrechten und etlichen Verfassungen garantiertes recht ist, verstößt jeder Mensch der eine Arbeitsstelle antritt, die nicht das Potential hat , ihn glücklich zu machen, gegen die Menschenrechte, ebenso der Hehler dieser Ware. Ist denn der Arbeitsplatz eine Ware? Natürlich das ist es was sich seit den 60er Jahren prinzipiell verändert hat. Die ständige Verknappung von Arbeitsplätzen lässt den Preis an Lebenskraft, den jemand für eine solche Stelle zahlen muss ins endlose wachsen.
    Und nach etlichen Jahren kann der treue Mitarbeiter diesen nicht mehr zahlen und lebt entweder wirtschaftsfreundlich ab, oder wird ins Petergesetz verabschiedet.
    Also erkaufen wir uns die Arbeit mit unserem Leben. Das ist real. Vorgemacht wird uns aber, dass wir uns das Leben mit unserer Arbeit erkaufen müssen. Wir sind soweit dass schwarz-rot gedruckte Zeitungen täglich verkünden, dass wer nicht arbeitet, auch keine Existenzberechtigung hat. Wäre diese Zeitung eine Person aus meinem Bekanntenkreis ich würde sie schlicht „Arschloch“ nennen, was gar nicht als Beleidigung aufgefasst werden muss, sondern sich auf ihre Eigenschaft, ihren Lesern braunen Brei in die Augen zu drücken. Der deutsche Nationalsozialismus war nichts weiter, als die konsequente Anwendung betriebswirtschaftlicher Prinzipien auf alle Aspekte des menschlichen Lebens.
    Da genau dieses Vorgehen heute so effizient von allen großen Parteien unseres Landes forciert wird, sind wir Zeugen eines Faschismus ohne lästige Diktatoren. Die Wirtschaft selbst bemächtigt sich schon lange der Grundlagen des Lebens wie Erde, Wasser, Luft und Feuer. Aber dank gewissenloser Wissenschaftler und Politiker ist sie jetzt auch in der Lage sich der Bausteine des Lebens selbst zu bemächtigen. Gentechnik dient nicht dazu, das Leben zu verbessern, was spätestens nach bekannt werden der von Monsanto angerichteten Desaster klar sein sollte, sondern einzig dazu, Eigentumstitel an (auch menschlichem) Leben zu erwerben. Also die technische Wiedereinführung der Leibeigenschaft. Nicht einfache Sklaverei ist Ziel dieser Politik, sondern die genetische Züchtung einer Flora und Fauna, die nur noch den paranoiden Zwecken einer Kaste dient, deren Selbstwertgefühl durch schlichte Arroganz ersetzt wurde. Wie arm in der Seele müssen Menschen sein, die solche Ziele unterstützen, die für ein paar tausend Euro Kriegsgeschrei anstimmen, die hinter verschlossenen Türen eine neue Weltordnung der absoluten Ausbeutung beraten. Das sollen Demokraten sein? Eher sind sie ein Bandwurm im Darm der Völker, blind und nur auf Fressen ausgerichtet. Konditioniert auf die Aufgabe die Demokratie von innen auszuhöhlen um die gute alte Zeit der Sklaverei, der Leibeigenschaft und der Folter, der Hexenverbrennungen und der Standgerichte, der Vernichtung von Massen durch Arbeit, Gas oder Kriege, also die Zeit in der man am besten Geschäfte machen kann, wieder auferstehen zu lassen.

    • oberham schreibt:

      Danke für Deinen Kommentar ….. – übrigens was du beschreibst nenne ich seit Jahren

      „Finanzfaschismus“ – auch hier in vielen Beiträgen –

      und die Essenz des Sterns, ist in der Tat das Leben,
      das Leben geben.

      Ja Wohlstand und Reichtum sind in der Tat grundverschiedene Dinge.

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