Wann finden wir uns?

Wo sind die Multiplikatoren?

Braucht ihr die rufenden Raubeine, oder die cleveren Entrepreneure?

Nein, Ihr braucht niemanden von diesen „Meinungsführern“, „Meinungskreateuren“ – Ihr braucht Euch, Euch selbst!

Habt Ihr Euch selbst gefunden, findet Eure Nächsten – doch eben – nicht sie zu überzeugen, sondern Euch einander endlich zu unterstützen, da ihr eben aus eigenem, innerem Verständnis und Antrieb, jene neue Menschlichkeit, des Miteinander leben wollt!

Freundeskreise die nicht nur miteinander Freizeit teilen, sondern ihre Lebensrealität gestalten, die neue Art des gemeinsamen Lebens muss wie eine Pflanze aus der Erde einer zwanglosen Solidarität erwachsen, die aus dem Verstehen und dem Vertrauen besteht.

Das gemeinsam gebaute Haus, es ist kein romantischer Traum, es war Realität und es könnte wieder Realität werden!

Wir müssten endlich in Kleingruppen eine kooperativ organisierte Parallelwelt schaffen!
Es gibt solche Gruppen! Doch wir finden uns nicht! Warum?

Unsere eigene kümmerliche Eitelkeit scheint, der Reaktionsblocker zu sein!

Warum nennt niemand die absoluten Zahlen, die beispielsweise für Politokraten aufgebracht werden müssen?

Warum nennt niemand den Sachverhalt, dass jeder Abiturient, der die Grundlagen von Problemlösungsmanagment versteht, besser ökologisch, ökonomisch organisieren und bewältigen würde, als die Heerschar von Popanzen, die sich von den arbeitenden Massen wie Maden im Speck nähren – sie dabei jedoch mit jedem Tag tiefer ins Chaos führen?

Was braucht der Mensch in der Welt?

Zuallererst, Wohnung und Nahrung – für alle!

Danach kommen jene Dinge, die wir uns kraft unseres Individualismus schaffen können –

eben keine Skihalle in Dubai und kein tropischer Vergnügungspark in Norwegen!

Sondern regionale direkte Interaktion und globaler Wissenstransfer!

So lösen wir die ökologischen Probleme mit situativ optimierter Flexibilität und technologischem Equipment, das aus dem globalen Pool entnommen wird.

Regionale Heimatverbundenheit und globale Solidarität!

So erhalten wir unsere Identitäten, ohne in Xenophoben Waben zu verkümmern!

Kleingruppen die sich finden und kooperativ agieren, offene Strukturen, die global vernetzen!

So schaffen wir interdisziplinäre, multikulturelle und heterogene Systeme, die sich gegenseitig stützen und nicht bekämpfen.

Wir brauchen produktive Manufakturwirtschaft statt globalen Ausbeutungskapitalismus!

Wir brauchen individuelle Verantwortung, statt sozialer Hierarchien die das Individuum anonymisieren und Einzelne zu Halbgöttern stilisieren.

Beginnt in Euren Kreisen, macht nur was Euch möglich erscheint, ohne dem Moloch Untertan zu werden!

Werft die TV-Geräte aus den Fenstern, zumindest verbannt den medialen Propagandaschrott,  meidet jede staatliche Institution, vor allem löst Euch von den Bedarfsketten, mit denen man Euch an das System schmiedet!

Lernt Euch selber kennen, euch selber achten, lernt eure Würde zu bewahren und bedenkt den Satz, Eigentum sei Diebstahl!

Eigentum ist mehr, es ist ein Verbrechen, solange es in seinem Schatten auf dem Elend anderer gründet!

Nur Eigentum das ohne Verbrechen geschaffen wurde, kann man getrost als individuelles Gut betrachten, ohne in Chaos und Verderben zu treiben.

Nur Gemeingut, das ohne Verbrechen geschaffen wurde, kann man guten Gewissens nutzen!

Doch unser gesamtes Gemeinwesen gründet auf der Ausbeutung anderer Menschen, unser individueller Reichtum in Potenz noch mehr – vor allem wird das Verbrechen in den Brennpunkt des Besitzenden gerückt.

Jeder Reichtum gründet auf Raub und Mord – das haben nicht die anarchistischen Denker des 19. u. 20. Jhdts. formuliert, sondern die Denker des frühen Roms und nochmals prominent in Worte gefasst – wenn man so will des regionalen Wahnsinns der Renaissance.

Die Grausamkeit unserer Art entwickelt sich aus der Gier nach Eigentum und Macht.
Desto mehr Macht wir einem zugestehen, desto hemmungsloser wütet die Grausamkeit!

Mit jedem Gang zum Amt, schenkt ihr Macht!

Nur der aktive – sagen wir der “Aktionsindividualist” – jener der es schafft zu überleben, ohne anderen die Würde vom Leib zu reißen, lebt meiner Meinung nach ein radikal die Unschuld suchendes Leben!

Solange ihr nicht versucht, Euch selber frei vom Verbrechen zu machen, solange müsst ihr nicht klagen, wenn ihr selber zu Opfern werdet, den das Spiel heißt nun einmal vom Gewinnen und Verlieren –

niemand der halbwegs gesund ist, muss mitspielen, um zu überleben!

Mich ödet es an, dieses Gerede von Empörung und Widerstand, dabei hocken die empörten Leute, ganz bequem im Kaffee und zahlen die Zeche!

Sie jammern über die Ungerechtigkeit, sie jammern über Entwürdigung, sie jammern, dass sie auf der falschen Seite des Spiels kauern – wehe man reichte ihnen die Hand, zöge sie auf die Gewinnerseite – so rasch würden sie verstummen, so rasch sich im Gewinnerfeld assimilieren!

Das einzige was bliebe, die hohlen Phrasen, mit denen die die Zustände noch weiter anprangern, doch die Aktion wäre nur noch ein repräsentatives Führen der willigen Verlierermasse, die da hoffe, künftig ein Stück mehr vom Kuchen zu erhaschen!

Es geht nicht um Verteilungsgerechtigkeit in einem kranken System!

Es geht um die Krankheit des Systems an sich – wenn ihr das nicht so seht – dann bin ich jedenfalls zu Recht ein Euch beleidigender und Euch kränkender Schreiber – so dürft ihr mich getrost beschimpfen – mich verbannen, mich alleine in meinem Kampf verenden lassen!

Doch solltet ihr auch nur einen meiner Gedanken, Gedanken die ihr schon in der Geschichte der letzten 3000 Jahre von Vielen formuliert nachlesen könnt, in Euch – als bedenkenswert – empfinden, so hört auf feige und faul zu sein in Eurem Widerstand, sondern entsagt endlich diesem Moloch und versucht eure und die Leben Eurer Nachkommen zu retten!

Wer als Millionär in die Grube fährt, der hat zum Niedergang alles menschlichen und zum Ende der Welt wie wir sie liebten und erhofften, ein gutes Stück beigetragen – wer als liebender, unbeschwerter – sagen wir ruhig als Mensch reinen Herzens scheidet, der hat sein Mögliches wohl geleistet!

Nur warum bauen die Mächtigen Waffen, warum brauchen sie immer mehr Sicherheit, Panzer, Drohnen, Bewachung und Überwachung der Massen, so sie auch nur einen Funken Güte und Menschlichkeit in sich fühlen würden?

Warum denkt ihr, das egoistische Gen, sei das immanente Prinzip – die Utopie jedoch ein hoffnungsloser Traum?

Glaubt ihr am Ende wirklich, der Mensch sei ein Wesen, das eine friedliche Welt unmöglich schaffen könne?

Habt ihr Euch wirklich schon so sehr konditionieren lassen, dass Euch der Streit und die List, das gegenseitige sich Bekämpfen im Wettstreit um Ruf und Gut, menschlicher vorkommt, als die Liebe?

Wollt ihr für Eure Leben wirklich den Kampf wählen, statt die Güte und die Solidarität?

Es liegt an jedem von Euch, ein jeder kann wählen!

Ihr habt eine Wahl – glaubt nur nicht jenen, die Euch Glauben machen, Ihr hättet keine!

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Über oberham

Einsiedler in Hinterwald
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11 Antworten zu Wann finden wir uns?

  1. jauhuchanam schreibt:

    „Es geht um die Krankheit des Systems an sich“

    Das hört sich noch so an als ob etwas am System krank wäre, was gesunden könnte.
    Ich behaupte das System selbst ist die Krankheit an sich. Ich habe dafür den Begriff
    von Stefan Molyneux übernommen Menschenfarmen, hätte natürlich auch Sklaven-Haus
    als Oberbegriff wählen können. Das ist für mich Krankheit als solche, mit all ihren Mangel-Erscheinungen und Leiden. Tja, entweder allein, vielleicht mit ein paar wenigen da heraus oder doch in einem großen Akt der Selbstbefreiung, die Schließung aller Menschenfarmen.
    Aber die Konditionierung und Dressur des Menschen ist schon eine sehr ausgeklügelte.

    • ewald1952 schreibt:

      Das hört sich noch so an als ob etwas am System krank wäre, was gesunden könnte.
      Ich behaupte das System selbst ist die Krankheit an sich. Ich habe dafür den Begriff.
      Dem Stimme ich uneingeschränkt zu!
      Über diese Thematik wäre sehr viel zu sagen …

  2. oberham schreibt:

    …. so ich von Krankheit des Systems schreibe, gehe ich davon aus, dass prinzipiell der Mensch als soziales Wesen in der Gemeinschaft die größte Lebensfreude empfinden würde. (Geht zumindest mir so – ich bin nicht aus Lust und Tollerei ein sozial isoliertes Wesen. Es ist ein Akt des Widerstands – schon im Kindergarten war ich alleine, da dort schon die in meinen Augen kranken Gruppenprozesse ablaufen – orchestriert von den erwachsenen Wächtern.)
    Am furchtbarsten empfand ich es an der Uni, leider auch in jener Ecke des politischen Spektrums, in welcher ich mich theoretisch am wohlsten zu fühlen glaubte..

    So steh ich nun da, beobachte und tippe mir die Verzweiflung aus dem Leib, überzeugt, dass nur jeder Mensch für sich entscheiden sollte, nach seiner Vernunft, seiner wahren Natur.

    Da wäre am Ende nicht mehr der Mensch dem Menschen ein Wolf, sondern eben ein Freund und Partner im Leben – gerade unser Intellekt könnte den Verteilungskampf überwinden – gerade unser Intellekt macht ihn zum schlimmsten Prozess den ich mit meinen Sinnen wahrnehmen kann.

    So ist für mich das System ein System des Überlebens und der gerechten Verteilung – heute jedoch und schon seit Jahrtausenden ist es vom Virus des Kampfes befallen und krankt daran.

    Es ist wohl eine Frage der Begrifflichkeit, …. danke für das Kommentieren.
    (Ein kleiner sozialer Digitalkontakt ;-)…….. )

    • Georg Löding schreibt:

      „(Geht zumindest mir so – ich bin nicht aus Lust und Tollerei ein sozial isoliertes Wesen. Es ist ein Akt des Widerstands – schon im Kindergarten war ich alleine, da dort schon die in meinen Augen kranken Gruppenprozesse ablaufen – orchestriert von den Erwachsenen Wächtern.)

      Ich kann das sowohl gefühlsmäßig als auch kognitiv nachvollziehen.
      Vielleicht wurden wir mit einem besonderem Gen geboren? 😉

      Ich benutze gerne die Metaphern aus dem Neuen Testament.
      An einer Stelle im Bericht des Matthäus (19) geht es um das „Thema“ Gemeinschaft-Ehe-Isolation
      Da sprachen die Jünger zu ihm: Wenn es also zwischen Mann und Frau so steht, ist es wohl besser, allein zu bleiben. Er sprach zu ihnen: Meine Aussage begreift nicht jedermann, sondern denen es gegeben ist. (1. Korinther 7.7) (1. Korinther 7.17) Denn es sind etliche verschnitten, die sind aus Mutterleibe also geboren; und sind etliche verschnitten, die von Menschen verschnitten sind; und sind etliche verschnitten, die sich selbst verschnitten haben um des Himmelreiches willen. Wer es fassen kann, der fasse es! („Verschnitte“ = männliche Menschen, die keine Hoden haben)
      Ich übertrage das „Verschnitte“ auf die „Isolation“ eines Menschen. Wenn ein Mensch kognitiv-mental die Welt in der wir leben, als „da kann doch einfach was nicht stimmen“ wahrnimmt, kommt es innerhalb jeder menschlichen Gemeinschaft zu einer „Aus-, bzw. Abgrenzung“ zwischen denen, die eine solche Wahrnehmung haben und denen, die auch mit 130 Jahren immer noch nichts gemerkt haben.
      Plato (wenn er es denn war, der es geschrieben hat) teilt das grob in die „Wachen“ und die „Träumenden“ ein. Er geht soweit zu sagen, dass die Träumenden ihren Zustand für den Wachzustand halten aus dem die meisten ihr ganzes Leben lang nicht aufwachen.
      Der Zustand zwischen „Wachen“ und „Träumenden“ bedingt natürlicherweise bereits eine Isolation zwischen diesen beiden Menschen-Gruppen. Interessant hierzu ist auch das „Höhlengleichnis“ von Plato.
      Aus meiner Sicht ist es nun so, dass die „Verschnittenen“, die „Wachen“, die „Sehenden“, die „Isolierten“ grad nicht „wie der Sand an Meer“ vorhanden sind. Kann bedauert werden. Besser nicht, will ich „seelisch“ „gesund“ bleiben. Also, ich versuche aus dem Umstand das Beste zu machen, wobei meine „Isolation“ eher eine „innerlich mentale“ ist, da ich von meinem Naturell mit jedem Menschen einfach gut auskomme, was nun wiederum die „Träumenden“ nicht gebacken kriegen.

      Fazit. Auch, wenn du ein „Isolierter“ aus Widerstand bist und ich eher ein „Isolierter“, weil mich „das Leben“ so geformt hat, also ich dazu gemacht wurde, um bei der Metapher zu bleiben, so ist doch keiner von uns alleine. Und ohne Menschen, wie dich, hätten sich die Menschen schon lange gegenseitig ausgerottet, denn zu 99,9999% ist der Mensch ja auch nichts weiter als ein Affe. Und ein Freund, der vom Alter her mein Vater hätte sein können, sagte mir vor 30 Jahren: „Georg, die muss man auch lieb haben (denn du bist ja auch einer).“ 🙂

    • ewald1952 schreibt:

      So steh ich nun da, beobachte und tippe mir die Verzweiflung aus dem Leib, überzeugt, dass nur jeder Mensch für sich entscheiden sollte, nach seiner Vernunft, seiner wahren Natur.

      Das ist auch eine gesunde Einstellung zum Leben selbst.(Was aber wenn ein paar wenige das zunichte machen worauf deine persönlichen Entscheidungen beruhen.???? Wie du schon selbst festgestellt hast funktioniert ein „soziales und liebevolles Miteinander nur in einer kleinen oder auch größeren Gemeinschaft.Was soll ich denn tun wenn mir die Grund elementarsten Lebensgrundlagen gestohlen und zu nichte gemacht werden ?
      Alle Bücher und guten Lehren nützen nichts wenn keiner sich daran hält !

      • oberham schreibt:

        „Alle Bücher und guten Lehren nützen nichts wenn keiner sich daran hält !“
        In der Tat, unsere „Kultur“ ist schlicht die Fassade vor dem enthemmten Raubmenschen.
        Daher lautet mein Widerstand ja – Verweigerung – würden viel mehr Menschen sich dem Wettkampftotalitarismus verweigern, sich schlicht nur ihrer Güte und vor allem widerständiger Bescheidenheit widmen, wären die Raubmenschen bald am Ende.
        Doch es sind seit jeher zu wenige (unsere Gedanken sind ja uralt…..).

        Das genialste Konstrukt der Raubmenschen war wohl der Glaube, jenes Instrument der Konditionierung und Instrumentalisierung, das in seiner Paradoxie wohl nicht mehr übertroffen werden kann – egal welches Dogma man sich herauspickt.

        In der Tat, wir können – meiner Meinung nach – nur unserem persönlichem Gewissen folgen, meine Entscheidung lautet eben, maximal möglicher Konsumverzicht, Leben in der Natur, mit zwei Hunden – inzwischen auch keinerlei ehrenamtliche Tätigkeit mehr (war viele Jahre auf etlichen Gebieten aktiv – sprich wollte helfen zu verändern, wollte multiplikative Wirkung erzeugen und ganz konkrete Hilfe leisten – letztlich muss ich konstatieren, es war kontraproduktiv – ich war so ein Pflaster, das sie Wunden des Molochs verdeckt – der so virtuos jene von uns, die wirklich reinen Herzens und voller Güte sind, zu nutzen versteht.).

        Jeder Mensch wird seinen Weg gehen, sollte die Mehrheit weiter wählen wie bisher, ……

        diesen Satz kann nun jeder nach seinen Gedanken beenden.

        – Konsumverzicht ist eine scharfe Waffe, sofern sie von Millionen praktiziert wird – es kostet rein gar nichts! – Ja, man kann sogar dieses dreckige Geld zur Seite legen und eventuell Menschen in akuter Not damit helfen.

      • jauhuchanam schreibt:

        „Das genialste Konstrukt der Raubmenschen war wohl der Glaube, jenes Instrument der Konditionierung und Instrumentalisierung, das in seiner Paradoxie wohl nicht mehr übertroffen werden kann – egal welches Dogma man sich herauspickt.“ schreibst du.

        Ich gebe offen zu, daß ich mit dem Begriff „Raubmensch“ nur bedingt etwas anfangen kann.
        Wer oder was soll das sein? Die Philosophie „RECHT“ gaukelt vor, dass ich eine „Natürliche Person“ sei, von der ich, weil ich darauf im Denken dressiert war, ohne daß ich weiter gefragt hätte, annahm, daß damit wohl der Mensch gemeint sei, was er aber gar nicht ist. Erst viel später wurde mir bewusst – also vor ein paar Tagen – dass auch diese Philosophie mein Denken geformt und vernebelt hat, ähnlich, wenn nicht genauso, wie es dem „Glauben“, diese andere Erfindung der Religion des Schuld-Kultes, gelungen war.

        Ich habe mich gefragt, wie das möglich war. Die Sprache des Schuld-Kultes – genauer die Töne und Laute, die dieser Kult erfand – haben „mein“ Denken erst erschaffen. Es war also gar nicht etwas „Eigenes“, sondern etwas „Fremdes“, das da in mir „gedacht“ hat. Es war also ein von Außen gewollter und bestimmter Prozess des Denkens, der in meinem Organ, dem Gehirn, stattfand. Es handelt sich also um eine Tätigkeit im Gehirn, die konditioniert und dressiert wurde.
        Ich nenne es „Falsches Denken“, denn es widerspricht den Wirklichkeiten der Umwelt in der ich lebe und meinem Selbst, der Ich Bin.

        Ich vergleiche das mit einer Geisterfahrt eines Menschen in einem Auto auf einer Autobahn.
        Alles stimmt. Es scheint nicht nur so, als ob alles richtig ist und stimmt, nein! es ist sogar so.
        Nichts ist verkehrt, alles funktioniert prima. Es gibt nur einen einzigen Fehler, nämlich in der verkehrten Richtung unterwegs gewesen zu sein. Und das liegt daran, dass jemand anderes am Steuer sitzt, der den Wagen führt: „Falsches Denken“ hat das Ruder des Lebens und des Denkens selbst übernommen. Darin besteht also die eigentliche Sklaverei und dadurch wird auch die äußere Sklaverei erst möglich, an der sich deshalb auch nichts ändern kann, selbst dann nicht, wenn alle Menschen auf jeden Konsum verzichten würden, weil nach dem Fehler an falscher Stelle gesucht wird (und wurde). Darin liegt auch die Ursache dafür, dass keine Religion, keine Philosophie und keine Ideologie wirkliche Lösungen schaffen kann und jede Reform – egal auf welchem dieser Gebiete – auch im Geld-, Finanz- und Wirtschaftssystem in einem Crash, einem Unfall mit Totalschaden enden muss.

        Vor fünf Jahren ist mir dieser Fehler bewusst geworden, als ich in einem Gespräch, das mit dem Thema gar nichts zu tun hatte, sagte: „Es ist halt so, dass ich das Denken nicht erlernt habe und es mir auch niemand beigebracht hat.“ Gut, dass ich da erst 48 Jahre alt war und noch mindestens 72 Jahre vor mir hatte.

        Dir und euch, die ihr das lest, wünsche ich Agape und Frieden.
        Georg Löding

  3. ewald1952 schreibt:

    Konsum Verzicht wäre eine von vielen Möglichkeiten.,diesem System den Garaus zu machen.Damit ist aber die jetzige globale Problematik nicht gelöst .Es gibt nämlich Länder die haben nichts zu konsumieren und „Leben“ von der Hand in den Mund ,weil andere ihnen die Grund-elementarsten Dinge zum Leben Stehlen .Hier ist es genauso ,ich kann mit meiner kleinen Rente keine große Konsum Arie starten ,das konnte ich früher nicht und heute schon mal gar nicht. Ich den 62 Jahren bin ich immer in allem auf dem Teppich geblieben .Ich fuhr nie ein Auto ,Rauche nicht und trinke mal ein Gläschen Wein und lebe recht bescheiden .Und trotzdem sehe ich wie rundherum alles explodiert, Ethik ,Moral ,Anstand und Fairness wurden Abgelöst durch Bodenlosen Egoismus und Habgier ….( Ausnahmen bestätigen die Regel) ..Wenn das so weiter geht ist das letztendlich das Todesurteil für die Menschheit .Selbst der Ansatz einer Änderung die jetzt stattfinden müsste ist nirgendwo in Sicht ….

    • oberham schreibt:

      in der Tat sind schon mehr als ein drittel der Menschen um die Waffe des Verzichts beraubt, da sie ums tägliche überleben zu kämpfen haben.
      Doch in unserem Land dürften viele Menschen diese Waffe noch besitzen – auch vermeintlich „besitzlose“ – wer kämpft, der kann tatsächlich fast ohne Geld den Tag überstehen – natürlich – jene die wirklich Verzicht üben könnten, die sehen keinen Grund diese zu tun – da dies die Gewinner des Rattenrennens sind – jene erblindeten Artgenossen, die schlicht nicht sehen, da sie nicht sehen wollen.

      Jeder könnte die Dinge reflektieren, die ich so von mir gebe, die viele von sich geben (hier ein Zitat von Georg Büchner:
      „Man wirft den jungen Leuten den Gebrauch der Gewalt vor. Sind wir denn aber nicht in einem ewigen Gewaltzustand? Weil im Kerker geboren und großgezogen sind, merken wir nicht mehr, dass wir im Loch stecken mit angeschmiedeten Händen und Füßen und einem Knebel im Munde. Was nennt Ihr denn gesetzlichen Zustand? Ein Gesetz, das die große Masse der Staatsbürger zum fronenden Vieh macht, um die unnatürlichen Bedürfnisse einer unbedeutenden und verdorbenen Minderzahl zu befriedigen? Und dies Gesetz, unterstützt durch eine rohe Militärgewalt und durch die dumme Pfiffigkeit seiner Agenten, dies Gesetz ist eine ewige, rohe Gewalt, angetan dem Recht und der gesunden Vernunft, und ich werde mit Mund und Hand dagegen kämpfen, wo ich kann.“ )

      Es ist immer noch so aktuell wie damals.

      Die Menschen wissen es, doch jene mit MACHT lächeln hämisch darüber, da sie wohl an ihre Rettungsboote glauben, der große Rest hofft immer auf den nächsten Tag, darauf, dass es schon nicht so schlimm kommen möge, eine kleine Minderheit sah immer das Unheil kommen.
      Wir leben jedoch in einer Zeit, da die Fakten nun wirklich offen auf dem Tisch liegen – egal wie man sie auch herunterspielt, ihre wahre Natur ist für jeden erkennbar.

  4. oberham schreibt:

    @jauhuchanam – ja – wir wurden schon als Kinder umfassend konditioniert – desto besser – desto effektiver funktioniert man im Spektrum unseres Irrsinns.
    Ich benutze den Begriff Raubmensch, da sie praktisch die mögliche Zukunft kommender Generationen und die Lebenszeit der jeweils präsenten Nutzmenschen rauben.

    Der Raubmensch nutzt seinen Intellekt als vernichtende Waffe, nicht als umsichtige, kluge und vor allem soziale Kraft.

    …. es gibt soziale Wesen unter uns – ohne sie wäre ohnehin alles längst vorbei, betreffend den Menschen. (Nur wahrhaft soziale Wesen sind immer Nutzmenschen – es gibt sehr wohl vermeintlich soziale Wesen, die schlicht vordergründig soziale Kompetenz suggerieren, tatsächlich jedoch sehr effektiv raube….. – mir die widerlichste Variante…)

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