Endlich Siebenstellig!

Nur kurz, ein Update – vor Jahren vermutete ich hier, der gemeine Deutsche Politiker sei etwas neidisch auf die Vorstände, die als Lohnsklaven des Kapitals, sehr üppig mit Kaufkraft und Nahrungsmitteln versorgt werden.

Zwar steht auch dem gemeinen deutschen Mandatsträger vom Bürgermeister (Wahlbeamter) über den Landrat, den Landtagsabgeordneten bis hin zum Bundestagsabgeordneten ein Füllhorn an Privilegien zu, doch die Apanage ist leider nur im sechsstelligen Bereich verortet – trotz diverser Pauschalen und einer generösen Altersversorgung – man kommt kaum in den siebenstelligen Sklavensektor – freie Bürger sind Politiker nun wirklich nicht, es sei den, sie sind tatsächlich unisono krude Psychopathen.

Nun, per 2014 kann man sagen, es ist ein Anfang gemacht.

Der von den Medien als Absteiger propagierte Pofalla, ein lächerlicher Popanz, der durch unflätige Sprüche und dummdreiste Statements zu fragwürdiger Popularität gelangte, wird nun als neuer Prototyp des deutschen Politokraten in die siebenstellige Sphäre gepusht.

Bleibt spannend abzuwarten, ob er tatsächlich, wie ja ganz klar verlautbart, „nur das Bundestagsmandat“ „behalten“ wird.

Natürlich gegen die 1,x Mio Jahresgage als Manager eines staatseigenen Betriebs ist es fast schon egal, wer nun diesen Mandatssold abgreift – aber – es ist eben genau diese Entwicklung wichtig – Millionärsgage vom Kapital und noch eine Viertel Million vom Volk dazu – hier nun im Grunde alles von der arbeitenden Bevölkerung finanziert – da die DB ja zu 100% in öffentlicher Hand liegt.

Da dürfte Steinbrück grau vor Gram werden, er wird wohl bald wieder seine Vortragsreisen fortsetzen, als gewöhnlicher Abgeordneter ist er ja in diesen Kreisen ein klassischer Looser.

Ich tippe für Steinbrück auf einen Vorstandsposten bei einer Bank, unter Beibehaltung des Bundestagsmandats – ist ja sein Bundestagsmandat .

Wähler? Demokratie?

Stimmt, die Jungs werden gewählt, nur der Wähler hat kaum Einfluss darauf, wer auf die Wahllisten kommt, ihm bleibt schlicht keine Wahl – er darf nur bestimmen wer von diesen Politokraten vollversorgt, und wer nur bescheidene sechsstellig dotierte Pöstchen als Anschlussverwendung nach der Abwahl erhält, den eines ist sicher, die Politokraten sind inzwischen fest mit dem Netzwerk der Manager und Aufsichtsräte verwoben – eine Klasse, die sich als feudalschmarotzende Plage etabliert hat.

Die neue Komponente im Spiel ist, Mandat und ein wirklich lukrativer Posten im Paket!

Da wird die Nebenverdienstthematik doch auf ganz neue Beine gestellt, man war da in der falschen Richtung unterwegs.

Der Hosenanzug mit Gammelfleischfüllung hat wieder mal klammheimlich die Richtung um 180 Grad gedreht und lacht sich ins Fäustchen über seine steigenden Beliebtheitswerte nach der wunderbaren Neujahrsansprache (ja die Bürger sind gefordert, ohne ihr Engagement, würde ein Pofalla verhungern!).

Ich vermute auf einen Pofalla dürften wohl 1000 Familien in die Armut abgleiten, für noch weniger Lohn, noch mehr Entwürdigung erfahren – das System n unserem Land bleibt stabil, solange die Mehrheit trotzdem satt und konsumgeil ihre Konditionierung reibungslos ausleben darf – es klingt zynisch – doch ich schreibe hier – das Volk hat die Pofallas mehr als verdient, es ist ein dummes, unreflektiertes Volk, ein sich durch die Zeit fressendes, mordendes, gedankenloses, morbides Pack.

Nie war der alte Spruch, „jeder Knecht hat den Herren den er verdient“, mit mehr realer Faktenfülle unterlegt.

Man möge die Foren im Falle Pofalla heute durchstreifen, aufbrandende Empörung, nur, in vier Jahren werden wir 20 Mio. Arme in unserem Land haben,

die Politokraten werden weiter von der Mehrheit der Konsumsubjekte geachtet und bewundert, der Rest, die Verlierer werden als Schmarotzer für noch frugalere Lebensumstände weichpropagandiert,

die streikenden Textilarbeiter in Kambodscha sind längst vermodert, eine Milliarde Arbeitssklaven arbeiten auf der Welt, um 1 Milliarde relativ armer Menschen in den hochentwickelten Zonen einzukleiden und mit billigem Konsumschrott zu versorgen.

Eine Milliarde wird weiter dem täglich möglichen Hungertod ins Auge blicken dürfen.

Eine Milliarde wird dabei sein sich in Kriegen zu meucheln.

Der Rest sind Kinder und Greise – die sich je nach Region entweder als Sklaven, Organbanken, Tierfutter, dahinsiechende Renditeobjekte in mehr oder weniger fauligem Zustand auf die Regionen dieser Erde verteilen.

Dieser ganze Irrsinn ist heute schon Realität, mit jedem Tag wird es konkreter, wird es gewöhnlicher!

Warum dieser Wahnsinn, dem nebenbei noch die Lebensgrundlage durch eine völlig planlose, debile Wirtschaftsweise entzogen wird?

Um einer winzigen Gruppe von Menschen ihre Maßlosigkeit zu ermöglichen und sie als Vorbild für den Rest der Herde zu präsentieren – die Masse ist verrückt danach – die Masse will nur eines – REICH werden.

Es ist die Krankheit der Menschen seit tausenden von Jahren – da nutzen die wenigen, die den wahren Reichtum des Lebens erkennen und sich in ihren Nischen darüber freuen wenig – sie werden ignoriert, belächelt – schlimmstenfalls gemeuchelt.

Es lebe der Mandatsmillionär – nun nicht mehr binnen fünf – sondern binnen eines Jahres.

Das ist fürwahr die Demokratie die wir verdient haben – möge endlich der Planet unserer Art ein Ende machen, vielleicht kann das Leben selber weiter existieren, vielleicht bildet sich eines Tages etwas Neues, etwas ähnlich grandioses als der Mensch es war, etwas das versteht, dass man ohne Leid, Angst und Elend eine Seinsphase als Individuum gestalten kann, außerhalb der Nahrungskette, als Art, die mit Liebe und Güte den Traum verwirklicht, den einige wenige Menschen tatsächlich schon seit Jahrtausenden realisierten – doch den sie ihren Artgenossen nicht vermitteln konnten.

Eines ist gewiss – Gewalt und Zorn sind keine Brüder und Schwestern die uns weiter bringen!

Eitelkeit eben so wenig!

Ich empfehle nochmals den Faust zu lesen, wir brauchen keinen Mephisto,

doch wir sollten seine Worte einmal gründlich überdenken – Goethe hat die Naturbotschaft gut verpackt,

kaum einer, der sie nicht gelesen, doch kaum einer, der sie verstanden hat.

Man verzeihe mir meine Arroganz!

Doch ich frage Euch – warum duldet ihr die Pofallas dieser Welt?

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Über oberham

Einsiedler in Hinterwald
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9 Antworten zu Endlich Siebenstellig!

  1. AlterKnacker schreibt:

    Guten Morgen und ein gutes neues Jahr … und bitte meinen Wunsch erfüllen … ab in den FIWUS mit diesem Beitrag … und DANKE dafür …

    • oberham schreibt:

      Auch Dir – eine schöne Lebenszeit im neuen Jahr . Das Schlimme in zwei Wochen ist das Thema vom Tisch – vielleicht schickt der Pofalla dann seinen Hund in den Bundestag und rechnet noch einen DogyBag on Top ab.

  2. kahalla schreibt:

    Mal davon abgesehen, dass niemand solch eine Schmarotzerwalze verdient hat, stimme ich voll zu.

    • oberham schreibt:

      …. ich fürchte da kommt noch ein ganzer Schmarotzertsunami auf uns zu – die 631 ? – möchten doch bald alle siebenstellig versorgt werden p.a. versteht sich!

      Ein Glück, wenn man nicht an der Küste wohnt.

  3. Augenstern schreibt:

    Ja, es ist immer unerträglicher. Und die zum Größtteil unreflektierte, manchmal nach Spiegel/Zeit-Lektüre oder durch stolzes Festhalten am HSA diskutierte aber kaum durch eigene Betroffenheit oder gar Veränderungen abgelehnte/abgelegte Konditionierung beeinträchtigt selbst das Zusammensein im engsten Kreis… Danke, dass Du das immer wieder in Worte faßt… Ich wünsche mir – wie mir eben herzöffnend und -erwärmend und haupterhebend jemand schrieb – „empathische, unabhängige und wach beobachtende Menschen“ in meiner Nähe und an meinem Tisch.
    Beliebtes Abwehrspiel ist auch: ein ätzender Zynismus, der mir das menschliche Blut in den Adern gefrieren läßt…
    Kurze Nachfrage: Wie meinst Du das mit „außerhalb der Nahrungskette“ sein? Da sind wir ja nun mal per Gesetz drin verankert, könnten nur gerechte und friedlichere Bedingungen (vegan als Ziel???) anstreben…

    • oberham schreibt:

      …. ich hab die schlimme Eigenschaft Bäume zu umarmen, und fühl da was ….
      Doch es gibt viele Dinge die man essen kann, die man lecker zubereiten kann, ohne das Leben dieses Einzelteils des Ganzen zu beenden.

      Ja, ich glaube wir wären kraft unserer Denkfähigkeit in der Lage zu existieren ohne anderes Leben gewaltsam zu beenden.

      • Augenstern schreibt:

        Oh, das klingt toll!
        Was ißt Du denn so jeden Tag? Was kommt so auf Deinen Tisch? Würde mich gerne inspirieren lassen!
        Das Bäumeumarmen ist doch was Großartiges, ich mach das auch oft, rede mit ihnen, grüß sie, frag sie nach diesem oder jenem oder laß sie einfach so auf mich wirken. Die haben wirklich eine Wahnsinnskraft! Die die kommt aber echt gewltig rüber!
        Schönen Tag Dir!

  4. oberham schreibt:

    Hauptquelle für mich – Gemüse, Obst und Getreide aus meiner Region
    Luxus: Kokosfett, manchmal Südfrüchte (Granatäpfel, Mangos, Ananas, Bananen)
    Bier und Wein (so einmal die Woche)
    Schwäche: Einmal im Monat Fisch oder Wild (vom Fischer – Jäger)

    Lieblingsspeise: Dampfnudeln mit Vanillesoße und trotzdem viel Mohn drüber, dazu frisches Apfelkompott mit Granatapfelkernen

    Schlimmste Sünde: Rehrücken in einer geheimen Brotterrine mit einer Mousse aus Preiselbeeren, Granatapfel und Birnen – dazu frische Spätzle und eine geheime Sauce die sich aus dem Wildfond ergibt – meine Erfindung und alle zwei Jahre zur Wintersonnwende – mein persönliches Festessen.

    Es klingt doof, aber das Tier ist meist ein verletzter Rehbock – kein Kitz – das Fleisch wird zart, man muss es nur entsprechend vorbehandeln.

    Würden wir alle nur wenig Fleisch verspeisen, könnten wir wahrscheinlich den Bedarf ohne Quälerei und Massenmord an Tieren decken, sondern ein würdiges Ende der Nahrungskette einnehmen…….. – vielleicht ist daher die Formulierung jenseits der Nahrungskette noch falsch.

    (Mal sehen wie wir nach dem Menschenleben Teile darstellen – ;-)……..)

    Wie immer lautet die zentrale Botschaft – Maß halten, alles hat seine besondere Note – selbst Haferflocken können sehr lecker schmecken.

    … Nudeln mit Brennnesselsauce und Parmesan – probieren!

  5. Augenstern schreibt:

    Oh danke für die Inspirationen! Klingt eines wahren Fürsten würdig!
    Das mit dem Mohn werd ich mal probieren.
    Grüße

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