Warum soll man leben, wo doch sterben so schön ist!

Das Schiff strandete auf einer wunderschönen Insel. Der Sturm hatte sie aus der Bahn geworfen, irgendwo kringelte ein Schmetterling seinen Rüssel ein, spannte seine Muskeln und hob sich in die Lüfte hinein, flog gen Süden, gemäß dem Stand der Sonne. Kurz darauf versammelten sich Moleküle zu einem stürmischen Tanz, Luft, Wasser und Bewegung vereint zu einem Schauspiel der Elemente, ausgelassen warfen sie das Schiff hin und her, als sie des Treibens müde wurden, gaben sie es frei.

Robinson hatte seinen, ja seinen Freitag, wer hat nicht die Geschichte von Daniel Defoe gelesen – doch Freitag war nicht Robinsons erster Sklave. Freitag war kein Sklave mehr, Robinson hatte etwas gelernt.

In der Literatur lernen die Figuren dazu, ganz im Gegensatz zur Realität, wo die Psychopathen zeitlebens meist keinerlei Entwicklung, außer die des körperlichen Zerfalls, den sie immer noch nicht stoppen können, durchmachen.

Jene Menschen, die von Vernunft beseelt und von Güte erfüllt ihre Lebenszeit unter ihrer Art und im Kontext des Ganzen Seins verbringen, bestimmen leider kaum die Realität der Massen, die Realität auf der irdischen Insel genannt Erde.

Das Schiff strandete auf einer wunderschönen Insel, doch es war nicht nur ein Robinson der überlebte, es gab keinen Kampf, es gab nur eine Vereinbarung.

Die Klugen und Gütigen lassen die Verrückten gewähren, dafür werden sie von ihnen nicht gleich gefressen, dafür dürfen sie den Sklaven Hoffnung schenken, Träume schenken, ja – manchmal gar ein glückliches Leben schenken.

Da die Klugen und Gütigen das Prinzip der Gewalt ablehnen, da sie es zutiefst verachten und so sie es widerwillig doch befolgen, gehen sie immer unter – immer werden im Falle offener Gewalt sie zuerst Opfer des Gemetzels.

Kein Wunder, dass sie es meiden!

So beschränken sich alle Menschen letztlich auf das Sterben und das Leben wird ad acta gelegt.

Wir haben vergessen, dass unsere Existenz ein ständiges Werden und Vergehen ist, dass es nur Leben gibt und keinen Tod. Ja wir erfanden den Tod, damit wir das Leben verraten konnten. Wir begannen einen Wettbewerb mit der Zeit, stritten um die vermeintlich erstrebenswerteste Daseinsperiode, schufen, gar ein Jenseits in das wir uns flüchten konnten.

Darüber trat die Natur und der Kosmos in den Schatten, nur sehr selten blickten wir noch in den Sternenhimmel, doch selbst da malten wir Phantasiebilder vom personifizierten Firmament in den Raum.

Dabei sind wir eins, eins mit den Sternen, den Galaxien, eins mit den kleinsten Dingen und der Unendlichkeit jenseits unserer Universen.

Dabei könnten wir alles wieder entdecken – wollten wir nur.

Es ist so einfach, wer durch die Wüste geht und nur überlebt, so er eine Flasche voll Wasser hat, der kann diesen Weg nicht ohne Wasser gehen.

Das Wasser ist da, ja sogar im Überfluss da.

Doch wir gehen durch die Wüste, nachdem wir den Psychopathen alles Wasser gaben.

So verdursten wir in der Hitze auf dem sandigen Bett und endlich vom Menschsein verlassen, sehen wir noch in der Erinnerung, wie jene an all dem Wasser ersaufen, das sie uns nahmen, das wir ihnen gaben.

 

Heute könnten die 1000 reichsten Menschen einen – sagen wir Plutokratenplan – realisieren und finanzieren – wobei – Finanzierung ohnehin ein grandioser Schwachsinn ist – aber selbst innert dieses Schwachsinns, wählen wir die Menschen in der Gruppe den maximal dummen Weg.

Der „Plutokratenplan“ beinhaltete, eine globale ökologische Grundordnung und eine lokale adjustierte Sozial- und Wirtschaftsgemeinschaft die es allen Menschen ermöglichte in ihren Heimatregionen spezifische Probleme zu bewältigen und eine ökologisch vertretbare Ökonomie des Bedarfs an Nahrung, Kultur, sozialer Versorgung, darzustellen.

Dabei könnten globale Vernetzung und Synergien einen positiven Effekt auf die lokale Kompetenz und typische Gegebenheit ausüben.

Ein Granatapfel darf durchaus auch in Norwegen gegessen werden, ein Vietnamese kann durchaus einmal den Grand Canyon real erleben, niemand muss zurück in eine kalte Höhle!

Das Maß wird durch unsere Problemlösungsfähigkeit vorgegeben.

Es stellt sich nur eine Frage – was ist zukunftsfähig – maximal mögliches Übermaß für eine Minimum an Individuen versus maximal handhabbare Armut – wobei die ökologische Verwüstung immer bis an den Rand des erträglichen getrieben wird, um dann vielleicht gerade noch das Ruder herum reißen zu können, oder eine maximal mögliche Grundversorgung für alle Menschen, die eben dem jeweiligen Wissenstand entsprechend ökologisch vertretbar erscheint – bei nur schwacher materieller Besitzstandsdifferenzierung?

Also einer bekommt das ganze Wasser – der Rest läuft ohne los – oder man teilt das Wasser schlicht so auf, dass es jeder durch die Wüste schafft – da ja genügend vorhanden wäre.

 

Bis dato macht der Mensch keine Anstalten sinnvoll aufzuteilen, bis dato können wir nur hoffen.

Irgendwo kringelte ein Schmetterling seinen Rüssel ein, spannte seine Muskeln und hob sich in die Lüfte hinein, flog gen Süden, gemäß dem Stand der Sonne. Kurz darauf begannen Elektronen in Axonen einen Tanz – plötzlich tanzten bei einer sonderbaren Spezies, genannt Mensch, die Elektronen durchweg einen ähnlichen Tanz – einen neuen Tanz, einen harmonischen, anmutigen, doch beschwingt, leichten Tanz.

Bis dahin, wer möchte, der kann diesen Tanz durchaus schon mal alleine tanzen, mit seinem Lebenspartner tanzen, mit seinen Liebsten, seine Freunden, mit allen, die mit ihm tanzen möchten – tanzen.

Tanzen wir aus dem Wahnsinn heraus und lernen wir endlich einen neuen Schritt!

 

Mir leuchtet beim aktuellen Plutokratenplan nur eines ein – sie hoffen immer noch auf den Jungbrunnen (Egomaximierte Philanthropie)und die Gates-Stiftung pumpt die Milliarden in die Pharma-Branche, um dort den verzweifelten Versuch weiter zu befeuern, es doch bitte, bitte, endlich zu schaffen – Gates ist älter als ich – eines wird mich freuen (ich bin kerngesund) – der Tag an dem der Mann stirbt – gerne an seinem gesegnetem Alter!

Was an „the giving plegde“ so krude ist – diese Milliarden finanziert im Grunde der steuerzahlende Arbeiter. Aber das ist ohnehin völlig irrelevant – da inzwischen Staaten nichts weiter als monströse Latifundien der Plutokraten und die Bevölkerung wieder bloße Leibeigene mit Reisefreiheit geworden sind.

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